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About this book

Im Bereich Bauen und Wohnen fallen große Teile der gesellschaftlich erzeugten Stoffströme und damit verbundene Umweltbelastungen an. Das Verhältnis zwischen Stoffeintrag und Abfall liegt je nach Systemgrenzen zwischen 3:1 und 5:1. Durch die vergleichsweise hohe durchschnittliche Lebenserwartung von Bauten und Bauteilen werden die heute verbauten Stoffe erst mit einer Verzögerung von 50 bis 100 Jahren als Abrißmaterialien und potentieller Müll anfallen. Der Baubereich stellt daher ein riesiges "Zwischenlager" dar. Dieses Lager können wir entweder betrachten als Zwischendeponie für die Abfallmengen der Zukunft oder als Ressource für die Baustoffe der Zukunft. Diese Studie beruht auf der Kombination von makroökonomischen Stoffflußanalysen und einem dynamischen Lebenszyklusmodell des Gebäudebestandes. Die vorgelagerten Prozesse und die möglichen Auswirkungen von Problemstoffen in Nutzung und Recycling wurden zusätzlich berücksichtigt.

Table of Contents

Frontmatter

1. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Mit dem Auftrag zu einer Studie über Stöffströme und Kosten in den Bereichen Bauen und Wohnen nimmt sich die Enquete Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ eines Bereichs an, in dem große Teile der gesellschaftlich erzeugten Stoffströme anfallen. Im Jahre 1991 flossen ca. 20% der insgesamt durch die deutsche Volkswirtschaft ausgelösten Stoffströme in den Gebäudebestand. Berücksichtigt man die gesamte Bautätigkeit (Hoch-und Tiefbau), so beträgt der Anteil ca. 40%, das sind etwa 750 Mio. t. Die Gesamtmasse des Gebäudebestandes betrug im gleichen Jahr ca. 10 Mrd. t.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

2. Methodischer Ansatz

Zusammenfassung
Zu Untersuchungen von Stoffströmen, Emissionen, Energieverbrauch und Kosten im Sektor Hochbau wurden im Rahmen dieser Studie zwei Ansätze verfolgt. Der Top-down-Ansatz liefert eine Bilanz der Stoff-und Energieströme im Referenzjahr 1991, die sich auf der Basis makroökonomischer Daten errechnet.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

3. Ergebnisse der Sachbilanz

Zusammenfassung
Ein neuer methodischer Ansatz dieser Studie besteht darin, daβ die Ergebnisse der Berechnungen über Stoffströme, Energiefluβ, Emissionen und Kosten für den Bereich Hochbau aus den Berechnungen des Bottom-up-Ansatzes (Bestandsmodell) einerseits und des Top-down-Ansatzes andererseits für das Referenzjahr ermittelt und verglichen werden können. Diese Ergebnisse werden am Ende des Kapitels gegenübergestellt und diskutiert.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

4. Szenario

Zusammenfassung
Aufgrund der starken Differenzen, die sich hinsichtlich der ermittelten Stoffströme in beiden Ansätzen ergeben haben, wurden für das berechnete Szenario zum Teil Ergebnisse aus beiden Ansätzen kombiniert, was im Folgenden bei der Darstellung der Ergebnisse noch genauer erläutert wird. Die detaillierten Betrachtungen hinsichtlich der Belastungen lassen sich nur aus den Ergebnissen des Bottom-up Ansatzes ermitteln, ebenso wie der Flächenzuwachs einzelner Teilbestände.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

5. Strategische Überlegungen zur Bestandsbewirtschaftung

Zusammenfassung
Hier werden fünf mögliche Strategien für eine künftige Politik der Bestandsbewirtschaftung vorgestellt, deren Auswirkungen wir qualitativ diskutieren.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

6. Forschungsbedarf

Zusammenfassung
Die Resultate der beiden Ansätze weisen zum Teil erhebliche Differenzen auf. Validierung und Abgleich sind aufgrund von unterschiedlichen Systemgrenzen und bedingt durch die unvollständige Datenlage erst teilweise gelungen. Es stellen sich beträchtliche Probleme bei der Interpretation der Produktionsstatistik, die durch direkte Befragung der Hersteller-und Handelsverbände ergänzt werden muß. Das gleiche gilt für die Abfallstatistik. In Zukunft wäre eine Verbesserung der Grundlagen für eine bessere Vergleichbarkeit wünschenswert.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

7. Ziele, Maßnahmen und Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung im Sektor „Bauen und Wohnen“

Zusammenfassung
Im ersten Abschnitt dieses Kapitels wird der Versuch unternommen, übergeordnete Ziele für eine nachhaltige Entwicklung im Sektor „Bauen und Wohnen“zu formulieren. Diesen werden Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Analysen der Studie gegenübergestellt. Dabei zeigt sich, daß in vielen Fällen gegenwärtige Entwicklungstrends nicht als nachhaltig eingestuft werden können (Abschn. 7.1). In einem weiteren Abschnitt werden für die übergeordneten Ziele jeweils Maßnahmen und Instrumente aufgelistet, die zur Erreichung dieser Ziele beitragen können. Diese Ziele-Maßnahmen-Instrumente-Hierarchien konnten im Rahmen der Studie nicht im einzelnen diskutiert werden, sie erlauben es aber, zentrale Handlungsfelder und prioritäre Instrumente für eine nachhaltige Politik im Sektor „Bauen und Wohnen“aufzuzeigen.
Niklaus Kohler, Uta Hassler, Herbert Paschen

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