Skip to main content
Top

2017 | Book

Storytelling

Geschichten in Text, Bild und Film

insite
SEARCH

About this book

Dieses Buch beleuchtet das Trendthema Storytelling aus unterschiedlichen Perspektiven - von der narrativen Reportage im Journalismus über Story-Elemente in der Fotografie, der Mode und im Produktdesign, dem inszenierten Erlebnis in der digitalen Welt bis hin zum strategischen Einsatz von Corporate Storys in der externen und internen Unternehmenskommunikation. Die Arbeit mit Geschichten in der Kommunikation ist zwar nicht neu, der strategische Einsatz zur Vermittlung von bestimmten Inhalten und Botschaften, das Storytelling, beschäftigt jedoch aktuell diverse Disziplinen. Die Auseinandersetzung mit dieser Technik ist bereits vom Kern her interdisziplinär, denn Geschichten können in Text, Bild, Ton oder im Film erzählt werden. So umfangreich die praxisbezogene Beschäftigung mit dem Themenbereich ist, so spärlich ist der fächerübergreifende Diskurs, durch den Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Disziplinen zusammengeführt, kontrastiert und gewinnbringend diskutiert werden können. Diese Lücke schließt dieses Buch.

Table of Contents

Frontmatter
Erratum
Zusammenfassung
Liebe Leserin, lieber Leser,
vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Buch. Leider hat sich trotz sorgfältiger Prüfung ein Fehler eingeschlichen, der uns erst nach Drucklegung aufgefallen ist.
Annika Schach

Storytelling in der Organisationskommunikation

Frontmatter
1. Wenn Sie nicht anders sind, dann seien Sie besser billig – Wie sich Unternehmen mit einer guten Story in einer überkommunizierten Welt differenzieren
Zusammenfassung
Der Mensch hat sich seit Anbeginn der Geschichte Storys erzählt, da in diesen Storys die Praktiken des Überlebens in einer feindlichen Welt gespeichert waren. Darum werden Storys im Gehirn automatisch als wichtig kategorisiert, und es kommt selten vor, dass wir nicht zuhören, wenn wir von jemandem eine spannende Story erzählt bekommen.
Veit Etzold
2. Von Hollywood lernen? Erfolgskonzepte des Corporate Storytelling
Zusammenfassung
Ein sich wandelndes Rezeptions- und Medienverhalten macht es immer schwieriger für Marketing und PR, zum Konsumenten und gar zum eigenen Mitarbeiter mit Informationen durchzudringen. In einer hypervernetzten, bildgewaltigen und multimedialen Medienlandschaft erweist sich Storytelling derzeit als erfolgreiche Alternative zu herkömmlicher Marketingkommunikation und Pressearbeit. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis erfolgreicher Geschichten, das Marketingexperten und Unternehmenssprecher von Schriftstellern und Drehbuchautoren auch tatsächlich übernehmen können? Fünf Bausteine zählen zu den entscheidenden Erfolgstreibern moderner Stories für Unternehmen: eine sinnstiftende Marke, ein Held, ein Konflikt, Emotionalität und eine transmediale Erzählweise.
Petra Sammer
3. Digital Storytelling als intensives Erlebnis – Wie digitale Medien erlebnisreiche Geschichten in der Unternehmenskommunikation ermöglichen
Zusammenfassung
Geschichten sind Erlebnisse: Wir fiebern mit dem Helden, leiden mit den Opfern, lachen über den Hofnarren, lieben mit den Liebenden. Geschichten sind mal beruhigend, mal genussvoll, mal aufregend, mal elektrisierend. Digital Storytelling ist das Erzählen von Geschichten mit den Besonderheiten der digitalen Medien und digitalen Technologien. Diese Besonderheiten sind die „Big Four“: Integration, Verfügbarkeit, Vernetzung, Interaktivität. Digital Storytelling will durch diese Besonderheiten beitragen, das Unternehmen und seine Leistungen bekannter zu machen und das einzigartig attraktive Unternehmensimage zu entwickeln. Wie lassen sich die Besonderheiten der digitalen Medien und digitalen Technologien nutzen, um einzigartige erlebnisreiche Erzählwelten aufzubauen? Wie kann das Digital Storytelling ein herausragendes Erlebnis bieten, welches das Corporate Storytelling ergänzt?
Dieter Georg Adlmaier-Herbst, Thomas Heinrich Musiolik
4. Von der Gründerstory bis zum Ergebnisprotokoll: textlinguistische Analyse der Unternehmensgeschichte
Zusammenfassung
Der Begriff „Storytelling“ ist in aller Munde und wird in der Unternehmenskommunikation oftmals als Label verwendet für alle Formate, die Personen in den Vordergrund stellen oder emotionale Aspekte enthalten. Wo ließe sich der Einsatz von Geschichten in Unternehmen besser untersuchen, als in der Darstellung der Unternehmenshistorie – eine ideale Plattform für die Erzählung der sogenannten Core Story? Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer textlinguistischen Untersuchung der digitalen Präsentation von der Unternehmensgeschichte der DAX 30-Unternehmen vor. Anhand der Textexemplare wurden die Textfunktion, die Themenentfaltung und Formulierungsspezifika analysiert. Es konnten narrative Typen identifiziert werden, sowie einen leitenden Frame. Das Potential von Narration im Sinne einer ereignisorientierten Story nutzen jedoch bisher wenige Unternehmen für die Darstellung ihrer Corporate History.
Annika Schach
5. Rote Teppiche als soziale Systeme? Eine kommunikationstheoretische Einordnung von Society-Events mit Folgerungen für die Veranstaltungspraxis
Zusammenfassung
Die stringent kommunikationstheoretische Analyse des Phänomens „VIP-Veranstaltungen“ ermöglicht neue Einsichten für die Event-Praxis. Durch systemtheoretische Bezüge können neue Blickwinkel auf Veranstaltungen gewonnen werden: Die Inszenierung von Prominenten als Helden auf der Bühne „Roter Teppich“ weist ritualisierte Handlungen auf, die medial reproduziert werden können. Daraus ergeben sich wesentliche Folgen für die Wahl von Kommunikationszielen, Budgetallokation und Gästelistenmanagement bei diesem Veranstaltungstyp.
Michael de Vries
6. Storytelling, das Internet und die Marketingkommunikation – Wie Storytelling mit dem Internet an Bedeutung gewann und was sich daraus für die Marketingkommunikation lernen lässt
Zusammenfassung
Das Interesse an Storytelling, der Kunst der Troubadoure und MärchenerzählerInnen, ist spannenderweise mit dem Aufkommen des Internets gestiegen. Auf einem Höhepunkt der Verfügbarkeit von Informationen sind es ausgerechnet Geschichten, die uns interessieren – singuläre Ereignisse, mit hoher Emotionalität. Selbst in der Politik ist man sich unschlüssig, wie man mit der Macht der Geschichten und dem zunehmenden Interessensverlust an Faktischem umgehen soll. Für die Marketingkommunikation sind Fakten im Zusammenhang mit Reputationsmanagement, Corporate Social Responsibility und Image zwar wichtig, doch bedeutete es meist keinen Beinbruch, die Vorzüge eines Produktes oder einer Dienstleistung etwas mehr zu preisen, als sie der Realität entsprechen. In diesem Setting sollte Storytelling eigentlich leicht zu übernehmen sein. Doch zeigt sich in der Marketingrealität, dass ein strategischer Einsatz von Storytelling durchaus seine Tücken hat.
Silvia Ettl-Huber
7. Corporate Storytelling – Narrative Public Relations zwischen Fakt und Fiktion
Zusammenfassung
Storytelling ist in aller Munde – zumindest gilt dies für die Münder von Kommunikationspraktikern in Marketing und Kommunikationsmanagement, für viele Journalisten und zunehmend auch für Kommunikationswissenschaftler und weitere Forscher außerhalb der Literaturwissenschaft. Dem Erzählen werden in einer immer komplexeren Informations- und Kommunikationsgesellschaft eine Reihe von Eigenschaften zugesprochen, die Storytelling als besonders erfolgversprechenden Kommunikationsmodus erscheinen lassen, der u.a. Aufmerksamkeit, Verständlichkeit, Emotionalität und Deutungshoheit sicherstellt. Doch nicht immer handelt es sich bei dem, was als Story etikettiert wird, wirklich um eine Erzählung im eigentlichen Sinne. Tatsächlich wird in vielen Bereichen öffentlicher Kommunikation verblüffend wenig erzählt, sondern vielmehr berichtet, argumentiert und analysiert. Der vorliegende Beitrag spürt den Gründen nach und erläutert, wie Storytelling, verstanden als faktuale Wirklichkeitserzählung einen Platz im Public Relations-Management von Unternehmen beanspruchen kann.
Florian Krüger
8. Segel hoch und auf zu neuen Ufern – Eine Reise durch die Welt der Storytelling-Methoden im interkulturellen Kontext
Zusammenfassung
Die Interkulturelle Kommunikation und Storytelling sind die Buzz-Wörter unserer Zeit und das zu Recht. In der Ära der Globalisierung steht die internationale Projektarbeit an oberster Stelle und multikulturelle Teams gestalten die Zukunft aller Lebensbereiche. Alle Menschen, die in der globalisierten Welt unterwegs sind, brauchen vor allem exzellente Kommunikationsfähigkeiten und das Fingerspitzengefühl für den Arbeitsstil und Verhalten der Projektpartner und Teammitglieder aus anderen Kulturen. Das kognitive Wissen reicht jedoch nicht aus, um sich souverän im multikulturellen Labyrinth zu bewegen. Stories dagegen ermöglichen den Einblick in die multikulturellen Identitäten. In dem vorliegenden Beitrag geht es um die Vorteile des Einsatzes von Storytelling im interkulturellen Kontext und Storytelling-Techniken, die in Coachings und Workshops zu interkulturellen Themen eingesetzt werden können – mit besonderem Schwerpunkt auf visuelles Storytelling.
Joanna Sell

Erzählformen im Journalismus

Frontmatter
9. Reportage 2.0? Digital Longform Journalism und multimediales Erzählen unter den Bedingungen vernetzter Kommunikation
Zusammenfassung
Die Reportage ist ein wichtiges Genre im Journalismus. Angesichts der sich radikal wandelnden Kommunikationsbedingungen im Internet, ist es für diese „lange Form“ jedoch schwer geworden, Leserinnen und Leser zu binden. Journalismus im Netz ist geprägt von Schnelligkeit, Kürze und Ablenkung. Mit dem Digital Longform Journalism ist seit 2012 ein neues Erzählformat im Netz entstanden, das sich diesem Trend entgegenstellt und es schafft, lange Geschichten auf eine Weise zu präsentieren, die einen konzentrierten Konsum ermöglichen. In diesem Beitrag wird ausgearbeitet, welche Mittel Digital Longform Journalism einsetzt, um Leserbindung zu erreichen. Anschauungsbeispiel ist eine Reportage, die 2014 im SPIEGEL erschien. Zunächst als klassische Print-Reportage und kurze Zeit später als Digital Longform bei SPIEGEL ONLINE. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es bei der Aufbereitung und wie wird die Aufmerksamkeit der Lesergewonnen und gehalten?
Magdalena Taube
10. Digital Storytelling: Und wie geht’s weiter? Formenevolution im digitalen Erzählraum am Beispiel der Reportage
Zusammenfassung
Dieser Beitrag beschreibt die grundlegenden Determinanten des medialen Formenwandels, er skizziert ein Raster zur Typologisierung digitaljournalistischer Texte und illustriert die Zusammenhänge am Beispiel der Reportage.
Stefan Heijnk
11. Aus der Gartenlaube ins World Wide Web – Eine kurze Geschichte des Storytelling im Fotojournalismus
Zusammenfassung
Ob aus Abenteuerlust oder dem Willen, die Welt besser zu machen, seit fast 180 Jahren berichten Fotografen einem staunenden Publikum von ihren Erlebnissen. Sie nutzen die Fotografie zum Storytelling – auch wenn der Begriff dafür erst sehr viel später verwendet wurde. Seit über hundert Jahren zeigen gedruckte Fotoreportagen den Lesern der Illustrierten den Alltag ferner Kulturen ebenso wie die Exotik der Nachbarschaft. Von Deutschland aus, wo die Fotoreportage in den Massenillustrierten der 1920er Jahre entwickelt wurde, fand sie in England, Frankreich und den USA eine neue Heimat, als viele der wichtigsten Fotografen und Blattmacher durch die Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben wurden. Seitdem die Reportage auf Grund des Niedergangs der Massenillustrierten immer weniger Raum in Zeitungen und Zeitschriften findet, erlebt sie in den Onlinemedien eine Wiedergeburt.
Lars Bauernschmitt
12. Unmarkierte Übergänge und episodische Driften: Boyhood von Richard Linklater
Zusammenfassung
Der Beitrag entwickelt Thesen zum Storytelling aus der Perspektive der darstellenden Künste. Die Erzählweise von Richard Linklaters Independent-Film Boyhood aus dem Jahr 2014 liefert dazu interessante Hinweise. Der Film entfaltet seine eindringliche poetische Qualität gerade dort, wo es nicht primär ums Erzählen im traditionellen Sinn geht.
Hans-Jörg Kapp
13. Narrativer Fernsehjournalismus: rezeptions- und kommunikatorbezogene Begründung einer journalistischen Neuorientierung
Zusammenfassung
Investigativer Journalismus und Narrativer Journalismus sind die beiden Formen eines zeitgemäßen und zukunftsfähigen, qualitativ hochwertigen Fernsehjournalismus. Begründet liegt die Akzeptanz des Narrativen Fernsehjournalismus zum einen in den Nutzungsmotivationen der Zuschauerinnen und Zuschauer, zum anderen in den Veränderungen des Selbstverständnisses von Fernsehjournalistinnen und Fernsehjournalisten.
Wilfried Köpke
Metadata
Title
Storytelling
Editor
Dr. Annika Schach
Copyright Year
2017
Electronic ISBN
978-3-658-15232-1
Print ISBN
978-3-658-15231-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-15232-1