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05-06-2019 | Thermodynamik + Thermomanagement | Nachricht | Article

Hochtemparaturdämmung für ältere Schiffsmotoren

Um die Schiffssicherheit nach UN-Konvention Solas sicherzustellen, benötigen auch ältere Marine-Motoren Hochtemperaturdämmungen. Fehlende 3D-Daten des Motors machen Nachrüstungen schwierig. Thermamax hat zur Abhilfe ein Geschäftsmodell entwickelt.

Für ältere Schiffe gilt das Gleiche wie für neuere Modelle: Sicherheit hat an Bord oberste Priorität und die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben gilt unabhängig vom Baujahr. Gerade im Maschinenraum, wo im Bereich des Motors höchste Temperaturen herrschen, ist das thermische Risiko am größten und ein effizienter Brandschutz am wichtigsten. Da jedoch für ältere Motoren sehr oft keine 3D-Daten vorliegen, war eine Nachrüstung mit Dämmsystemen, die die UN-Konvention zur Schiffssicherheit Solas (International Convention for the Safety of Life at Sea) bisher nur bedingt möglich.

Das deutsche Unternehmen Thermamax hat aus diesem Missstand ein Geschäftsmodell entwickelt. Der Spezialist für die Konzeption und Produktion von thermischen und akustischen Dämmsystemen für Klein-, Mittel- und Großmotoren bietet unter dem Produkt Tmax-Retrofit eine Komplettlösung für die Solas-konforme Dämmung von Schiffsmotoren an.

Maximale Oberflächentemperatur auf bis zu 100 Grad Celsius reduziert

Ein 3D-Scan des Motors bildet die Grundlage zur Erstellung digitaler 3D-Modelle des Aggregats im Reverse-Engineering-Verfahren. Darauf baut die Konstruktion und Simulation der Isolierung auf: Anhand thermischer 0D/1D- Berechnungen werden Material und Dicke der Isolierung bestimmt. Die detaillierte Konstruktion erfolgt dann in der Software Creo, die auf thermische Bedingungen spezialisiert ist. Dabei entsteht eine langlebige Abgas-/Turboladerverkleidung, die die maximale Oberflächentemperatur zuverlässig unter 220 Grad Celsius senkt, je nach Anforderung aber auch unter 100 Grad. Nach den Simulationen wird das Dämmsystem für die Abgas- und Turboladerverkleidung produziert und getestet und sodann auf dem Motor installiert. Eine Thermographie soll sicherstellen, dass das neue Dämmsystem auch über die geforderen Eigenschaften verfügt. 

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