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Mittelstand bleibt bei Digitalisierung mittelmäßig

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Die Corona-Pandemie hat auch im deutschen Mittelstand für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Bis Anfang des Jahres hatte jedes dritte kleinere und mittlere Unternehmen seine Transformationsbemühungen ausgeweitet - notgedrungen. Dennoch hinken KMU im internationalen Vergleich hinterher.
 

Der Mittelstand hat im Zuge der Corona-Krise je nach Betroffenheitsgrad zwar partiell mehr digitalisiert. Für einen Spitzenplatz im internationalen Vergleich reichen die Bemühungen jedoch nicht. 


Dass nicht nur Behörden und Schulen, sondern auch viele deutsche Firmen bei der Digitalisierung einiges aufzuholen haben, gehört zu den großen Lehren, die bereits jetzt aus der Corona-Krise gezogen werden können. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) hatten Studien zufolge am meisten Nachholbedarf bei der digitalen Transformation. Und auch jetzt wirkt die Pandemie im Mittelstand im Gegensatz zu größeren Unternehmen nur bedingt als ein Katalysator.

Schnell umsetzbare Digitalisierung zur Krisenbewältigung

So hatte bis Januar 2021 jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen seine Digitalisierungsmaßnahmen ausgeweitet (33 Prozent), zeigt der aktuelle KfW-Digitalisierungsbericht. Offenbar diente die digitale Transformation dabei als wichtiges Hilfsmittel, um den negativen Konsequenzen der Covid-19-Pandemie entgegen zu wirken. Dafür spricht, dass vor allem Unternehmen, die gravierend von der Krise betroffen sind (41 Prozent) und zudem mit einer langen Krisendauer rechnen (39 Prozent) ihre digitalen Anstrengungen ausgeweitet haben.

Daher sei davon auszugehen, dass es sich bei den Maßnahmen um schnell umsetzbare Schritte handelt, die auch rasch greifen, und weniger um langfristige, strategisch angelegte Vorhaben. Denn Unternehmen, die in ihrer Existenz durch die Corona-Krise bedroht seien, dürften zumeist die finan­ziellen Mittel für Digitalisierungs­vorhaben fehlen, schlussfolgern die Studienverantwortlichen. Daher verwundert es auch nicht, dass ein Drittel (33 Prozent) der Mittelständler hierzulande 2020 unverändert keinerlei Digitalisierungsprojekte vorangetrieben haben. 

Große Mittelständler und FuE-treibende digitalisieren mehr

Zwar zeigen die Studienergebnisse einen positiven Trend, der hoffen lässt, dass KMU perspektivisch im internationalen Vergleich bei der Transformation aufholen werden. Aktuell belegt Deutschland laut KfW aber nur einen Platz im Mittelfeld. Insgesamt warnen die Studienautoren vor einer Spaltung im deutschen Mittelstand.

Denn im Corona-Jahr 2020 haben vor allem große Mittelständler mit 50 und mehr Beschäftigten (58 Prozent) ihre Digitalisierungsbestrebungen ausgeweitet. Bei den kleinen Unternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten waren es hingegen nur 32 Prozent. Besonders rege haben sich zudem KMU erwiesen, die auf dem Gebiet Forschung und Entwicklung (FuE) aktiv sind.

Die Sonderbefragung für den Digitalisierungsbericht fand als Teil des KfW-Mittelstandspanels vom 1. bis 14. September 2020 sowie vom 12. bis 22. Januar 2021 als Online-Befragung statt. Befragt wurden alle Unternehmen, die am KfW-Mittelstandspanel teilnehmen und von denen eine valide E-Mail-Adresse bekannt ist. Es beteiligen sich bis zu 15.000 Unternehmen pro Erhebungswelle.

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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    Digitalisierungsaktivitäten KMU in der Corona-Pandemie/© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Schmalkalden/© Schmalkalden, NTT Data/© NTT Data, Verlagsgruppe Beltz/© Verlagsgruppe Beltz, EGYM Wellpass GmbH/© EGYM Wellpass GmbH, rku.it GmbH/© rku.it GmbH, zfm/© zfm, ibo Software GmbH/© ibo Software GmbH, Sovero/© Sovero, Axians Infoma GmbH/© Axians Infoma GmbH, OEDIV KG/© OEDIV KG, Rundstedt & Partner GmbH/© Rundstedt & Partner GmbH