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25-08-2015 | Umwelt | Schwerpunkt | Article

Wie Biodiversität in Unternehmen ankommt

Author: Matthias Schwincke

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Die Erhaltung von biologischer Vielfalt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Auch Unternehmen können dem Verlust von Ökosystemen und Arten entgegenwirken. Zum Beispiel durch eine naturnahe Gestaltung des Firmengeländes.

Nur intakte Lebensräume mit hoher Artenvielfalt ermöglichen heutigen und zukünftigen Generationen eine gute Lebensqualität. In Deutschland ist allerdings immer weniger Platz für Pflanzen und Tiere. Ein entscheidender Grund: Jeden Tag werden im Durchschnitt rund 73 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einem Flächenverbrauch von circa 104 Fußballfeldern. Der größte Anteil daran entfällt auf Flächen für Gebäude und Betriebsgelände. Schätzungsweise die Hälfte aller neu erschlossenen Siedlungs- und Verkehrsflächen sind komplett versiegelt.

Unternehmen biologische Vielfalt

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Vor diesem Hintergrund zielt die Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie darauf ab, die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Wie das kürzlich im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnetes Pilotprojekt "Naturnahe Firmengelände" der Heinz Sielmann Stiftung und ihrer Partner Bodensee-Stiftung und Global Nature Fund zeigt, können auch Wirtschaftsunternehmen dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ein guter Einstieg in diese Richtung bietet eine naturnahe Gestaltung des Firmengeländes. Dazu zählen beispielsweise:

  • die Anlage und Ansaat einer Blumenwiese anstelle einer intensiv gepflegten Schurrasenfläche,

  • die Ansaat eines befahrbaren Schotterrasens anstelle versiegelter Verkehrswege z.B. auf einer Feuerwehrzufahrt oder einer sonstigen selten befahrenen Zufahrt,

  • die Anlage von Strauchflächen mit heimischen Wildsträuchern,

  • die vertikale Begrünung von Fassaden mit heimischen Kletterpflanzen oder extensive Begrünung von Dächern,

  • die Bepflanzung oder Ansaat von nicht benötigten Restflächen mit heimischen Wildpflanzen.

Biodiversität auf der ganzen Linie

Ein weitergehendes Engagement von Unternehmen zum Schutz der biologischen Vielfalt geht selbstverständlich über die landschaftsgärtnerische Umgestaltung des Firmenstandortes hinaus. Denn die Wirkungen von Unternehmen auf die Biodiversität betreffen auch die Produkte und Leistungserstellungsprozesse. Eine Einführung in alle in diesem Zusammenhang anstehenden Fragen bieten die Springer-Autoren Anette von Ahsen, Udo Bradersen, André Loske und Susanne Marczian im Buchkapitel "Umweltmanagementsysteme". Neben einem historischen Abriss und einer Übersicht über umweltrechtliche Grundlagen behandelt das Kapitel auch namhafte deutsche Fallbeispiele.

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