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About this book

Droht die ferngesteuerte Gesellschaft?

Dieses Buch greift das weithin diskutierte, zum Jahreswechsel 2015/16 veröffentlichte „Digital-Manifest“ auf und führt die Debatte entlang vielfältiger Themenlinien weiter. Es geht hierbei um nicht weniger als unsere – digitale – Zukunft: Welche Chancen eröffnen künstliche Intelligenz und digitale Technologien, welche Risiken und ethische Herausforderungen bergen sie? Wie schützen wir unsere Daten und die Privatsphäre? Wie sichern wir individuelle Freiheit und Demokratie vor Gefahren der digitalen Verhaltenssteuerung? Wie sollen selbstfahrende Autos, Roboter und autonome Agenten unser Leben prägen?

Als Gesellschaft und als Individuen müssen wir uns mit verschiedenen Projektionen in die Zukunft auseinandersetzen. Dabei sollten wir die Einschätzungen führender Experten in der Zusammenschau vernehmen und diskutieren. Den kritischen Dialog zu beflügeln, ist das Ziel dieses Sammelbands mit den wichtigsten Beiträgen namhafter Wissenschaftler aus Spektrum der Wissenschaft, Spektrum – Die Woche und Spektrum.de.

Table of Contents

Frontmatter

Das Digital-Manifest

Frontmatter

Digitale Demokratie statt Datendiktatur

Big Data, Nudging, Verhaltenssteuerung: Droht uns die Automatisierung der Gesellschaft durch Algorithmen und künstliche Intelligenz? Ein Appell zur Sicherung von Freiheit und Demokratie.

Dirk Helbing, Bruno S. Frey, Gerd Gigerenzer, Ernst Hafen, Michael Hagner, Yvonne Hofstetter, Jeroen van den Hoven, Roberto V. Zicari, Andrej Zwitter

Eine Strategie für das digitale Zeitalter

Die Digitalisierung schreitet ungebremst voran, gefährdet aber auch unsere Demokratie, wenn wir sie nicht zügeln. Was müssen wir tun?

Dirk Helbing, Bruno S. Frey, Gerd Gigerenzer, Ernst Hafen, Michael Hagner, Yvonne Hofstetter, Jeroen van den Hoven, Roberto V. Zicari, Andrej Zwitter

Die Bürgerinnen und Bürger müssen mitbestimmen dürfen

Damit alle verantwortungsvoll mit Technik umgehen, muss auch jeder ein Stück weit mit entscheiden dürfen.

Bruno S. Frey

Technik braucht Menschen, die sie beherrschen

Anstatt uns von intelligenter Technik das Denken immer mehr abnehmen zu lassen, sollten wir lernen, sie besser zu kontrollieren. Am besten von klein auf.

Gerd Gigerenzer

Wenn intelligente Maschinen die digitale Gesellschaft steuern

Im digitalen Zeitalter steuern Maschinen schon heute unseren Alltag. Das sollte ein Grund sein, sparsam mit unseren Daten umzugehen.

Yvonne Hofstetter

Digitale Selbstbestimmung durch ein »Recht auf Kopie«

Europa muss Bürgern ein »Recht auf Kopie« garantieren – ein erster Schritt zur Datendemokratie wären genossenschaftlich organisierte Banken für persönliche Daten.

Ernst Hafen

Big Data zum Nutzen von Gesellschaft und Menschheit

Die Macht der Daten lässt sich für gute und für schlechte Zwecke nutzen. Fünf Prinzipien für eine Big-Data-Ethik.

Andrej Zwitter, Roberto V. Zicari

Demokratische Technologien und verantwortungsvolle Innovation

Wenn Technik darüber bestimmt, wie wir die Welt sehen, drohen Missbrauch und Täuschung. Innovation muss daher unsere Werte widerspiegeln.

Jeroen van den Hoven

»Big Nudging« – zur Problemlösung wenig geeignet

Wer über große Datenmengen verfügt, kann Menschen auf subtile Weise manipulieren. Doch auch Gutmeinende laufen Gefahr, mehr falsch als richtig zu machen.

Dirk Helbing

Die Debatte über das Digital-Manifest

Frontmatter

Die Digitalisierung der Gesellschaft geht uns alle an!

Das Digital-Manifest ist zu einseitig negativ, findet Machine-Learning-Experte Matthias Hein. Gleichzeitig schlägt er Regeln vor, um die negativen Effekte, etwa Intransparenz von maschinellen Entscheidungen, abzuschwächen oder gar zu verhindern.

Matthias Hein

Eine Ethik für Nerds

Wie beurteilen führende Informatiker und Entwickler von künstlicher Intelligenz das Digital-Manifest? Gerhard Weikum betont die Chancen von automatisiertem Lernen und regt an, über ein öffentlich-rechtliches Internet nachzudenken.

Gerhard Weikum

Propheten einer digitalen Apokalypse?

Die Digitalisierung habe viel mit der Einführung des Autos vor 100 Jahren gemein. Panikmache sei daher fehl am Platz, kritisiert Manfred Broy das Digital-Manifest.

Manfred Broy

Unsere demokratische Internetprothese

Was macht die Digitalisierung mit uns – oder besser: Wir mit ihr? Ein Interview mit dem Journalisten, Informatiker und selbsterklärten Cyborg Enno Park über die Demokratie der Algorithmen und die Technik als wahre Natur des Menschen.

Enno Park

Fukushima der künstlichen Intelligenz

Zeitgleich zum Digital-Manifest legten mehrere Philosophen ein Diskussionspapier über die Risiken und Chancen von künstlicher Intelligenz vor. Darin warnen sie vor historisch beispiellosen ethischen Herausforderungen durch die weitere KI-Entwicklung. Ein Gespräch mit Thomas Metzinger, einem der Autoren.

Thomas Metzinger

Wider Vernunft und besseres Wissen?

KI-Forscher Tarek R. Besold übt schwere Kritik am Digital-Manifest. Es sei alarmistisch statt alarmierend – und schade damit seinem eigentlichen Anliegen.

Tarek R. Besold

Privatsphäre, Transparenz und Datensicherheit

Frontmatter

Was ist uns unsere Privatsphäre wert?

Wer große Datenmengen mit Supercomputern auswerten kann, verfügt über ungeahnte Macht. Liefern wir uns Staaten, Geheimdiensten und Konzernen aus, wenn wir unsere persönlichen Daten im Netz preisgeben? Überlegungen zu einer der heikelsten Fragen der digitalen Ära.

Jaron Lanier

Schützt die NSA vor sich selbst!

In nie gekanntem Ausmaß sammeln Geheimdienste Informationen. In der allgemeinen Entrüstung gehen die technologischen Aspekte des Skandals unter. Wie gehen wir richtig mit riesigen Datenmengen um?

Alex »Sandy« Pentland

Vertraulichkeit ist machbar

Wie können wir Geheimnisse vor technisch überlegenen Gegnern schützen? Müssen wir dabei denen vertrauen, die uns die Verschlüsselungsmaschinen liefern? Und: Können wir überhaupt uns selbst und unserer eigenen Entscheidungsfreiheit trauen? Einige dieser scheinbar vagen Fragen lassen sich präzise fassen – und finden überraschende Antworten.

Artur Ekert, Renato Renner

Physiologische Daten müssen vertraulich bleiben!

Fernseher, Apps, Spielkonsolen: Die verschiedensten Geräte übertragen inzwischen teils sensible Daten über das Internet. Stephen Fairclough, Professor für Psychophysiologie an der Liverpool John Moores University, ruft zu mehr Bedacht auf: Entsprechende elektronische Geräte, die physiologische Daten wie Emotionen, Herzschlag oder Hirnwellen erfassen, sollten reguliert werden, um unsere Privatsphäre zu schützen.

Stephen Fairclough

Wie digitale Transparenz die Welt verändert

So paradox es klingt: Die Entwicklung des Lebens im urzeitlichen Ozean kann uns einiges über die Zukunft unserer Gesellschaft lehren. Da im Zeitalter der digitalen Vernetzung kein Geheimnis mehr sicher ist, stehen wir an der Schwelle einer Epoche, die das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatleben ganz neu definieren muss.

Daniel C. Dennett, Deb Roy

Digitalisierung des Alltags und Menschenbild

Frontmatter

Die smarte Stadt der Zukunft

Um den Verkehr oder das Müllmanagement zu optimieren, benötigt jede Stadtverwaltung Informationen. Smartphones und andere Kommunikationsmittel bieten dabei in vielen Fällen Vorteile gegenüber Sensoren – und soziale Netzwerke fördern sogar die Kreativität der Bürger.

Carlo Ratti, Anthony Townsend

Angriff auf das Stromnetz

Computerviren haben bereits gezielt industrielle Steuerungssysteme infiziert. Als Nächstes könnte das Stromnetz in das Fadenkreuz von Saboteuren geraten.

David M. Nicol

Intelligente Autos im Dilemma

Autonome Fahrzeuge könnten bald unsere Straßen erobern – und stellen uns schon heute vor ethische Fragen: Wie sollen sie sich bei drohenden Unfällen verhalten?

Alexander Hevelke, Julian Nida-Rümelin

Intelligenz bei Mensch und Maschine

Manche Computer vollbringen zweifellos intelligente Leistungen – aber nur sehr spezielle und stets auf anderem Weg als der Mensch. Ein neuer theoretischer Ansatz zielt darauf ab, diese Kluft zu überbrücken.

Jean-Paul Delahaye

Müssen wir autonome Killerroboter verbieten?

Lassen sich Maschinen so programmieren, dass sie sich an ethische Prinzipien halten? Die Gesetze der Robotik, die der Schriftsteller Isaac Asimov schon 1942 aufgestellt hat, sind heute aktueller denn je.

Jean-Paul Delahaye

Der Mensch im Netz

Die verbreitete Nutzung des Internets hat gesellschaftliche Auswirkungen, die weit über das hinausgehen, was das Medium an neuartigen Möglichkeiten bietet. Sie reichen bis hin zu einem veränderten Menschenbild.

Nicolas Auray

Das Google-Gedächtnis

Früher haben wir Freunde und Bekannte gefragt, wenn wir Rat oder Informationen brauchten. Heute suchen wir rasch im Internet und finden Antworten auf so ziemlich alle Lebensfragen. Dieser Kulturwandel wirkt sich auf unser Gedächtnis uns Selbstbild aus.

Daniel M. Wegner, Adrian F. Ward

Verkörperung in Avataren und Robotern

Versuche zeigen: Unser Ichbewusstsein ist nicht zwangsläufig an unseren Körper gebunden – es lässt sich in äußere Avatare übertragen, so dass wir uns in diesen verorten.

Thomas Metzinger

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