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16-01-2020 | Unternehmen + Institutionen | Infografik | Article

Große Zulieferer wachsen stärker als die OEMs

Author: Christiane Köllner

1:30 min reading time

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Deutsche Automobilzulieferer steigern ihren Umsatz auf 225 Milliarden Euro und halten ihren Weltmarktanteil von 24 Prozent. Doch Asien holt auf. 

Während die größten internationalen Automobilhersteller 2018 einen leichten Umsatzrückgang verzeichnen mussten, stiegen die Umsätze der weltweit größten Zuliefererunternehmen trotz des schwierigen Marktumfelds um drei Prozent auf 922 Milliarden Euro (2017: 899 Milliarden Euro). Die deutschen Automobilzulieferer konnten ihre Umsätze von 221 (2017) auf 225 Milliarden Euro im Jahr 2018 steigern. Dennoch stagniert ihr Weltmarktanteil seit 2015 nach wie vor bei 24 Prozent. Das geht aus der Automobilzulieferer-Studie "Strategien für eine neue Wertschöpfungsarchitektur" von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, hervor.

Der Grund: Die asiatischen Wettbewerber holen deutlich auf und erreichen einen Zuwachs der asiatischen Marktanteile um zwei Prozentpunkte seit 2015 auf 41 Prozent (2018). "Insbesondere chinesische Lieferanten streben selbstbewusst auf den Weltmarkt und verdrängen etablierte Spieler", heißt es in einer Strategy&-Mitteilung zur Studie. Die Offensive aus Asien bedrohe zunehmend das deutsche Geschäftsmodell der Innovationsführerschaft. Die starken Wettbewerber trieben massiv die Innovation zukunftsfähiger Technologien voran. Parallel dazu wachse die Konkurrenz auch durch Tech-Unternehmen, die mit eigenen Angeboten und Lösungen immer stärker in das Automotive-Segment drängten.

"Die bereits heute führende Rolle vieler asiatischer Unternehmen in der Batterie- oder Halbleitertechnologie verdeutlicht, dass sich deutsche Zulieferer nicht ausruhen dürfen. Der Transformationsbedarf ist enorm, wenn man bedenkt, dass 40 Prozent der deutschen Branchenumsätze noch immer rund um den traditionellen Antriebsstrang erzielt werden", erläutert Henning Rennert, Studienautor und Partner bei Strategy& Deutschland. Um auch künftig ausreichend in Innovation investieren zu können, müssten die deutschen Zuliefererunternehmen ihre Kostenstrukturen anpassen und strategische Partnerschaften eingehen.

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