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24-10-2019 | Unternehmensgründung | Nachricht | Article

Investitionen in Insurtechs toppen Vorjahresniveau

Author:
Angelika Breinich-Schilly
2 min reading time

Weltweit ist von Januar bis September so viel Geld in Insurtechs investiert worden, wie im gesamten Vorjahr. Mit rund 4,36 Milliarden US-Dollar übersprang das Volumen bereits Ende September die entscheidende Marke. 

Vor allem Risikokapitalgeber sowie Versicherer und Rückversicherer haben in den ersten neun Monaten des Jahres in Start-ups aus der Versicherungsbranche investiert. Zu diesem Ergebnis kommt Willis Towers Watson in seinem aktuellen "InsurTech Briefing" für das dritte Quartal 2019. 

Laut der Studie hat das Volumen der Transaktionen im Vergleich zum Vorquartal um sechs Prozent zugelegt. Dabei habe sich auch die Zahl der getätigten Deals von 69 auf 83 erhöht. Insgesamt seien von Januar bis September 239 Insurtech-Transaktionen in Höhe von 4,36 Milliarden US-Dollar durchgeführt worden. Das sei eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Gesamtvolumen 2018.

Investoren erwarten skalierbare Lösungen für die Praxis

Die Investoren knüpften allerdings enorme Erwartungen an die neuen Technologienin der Versicherungsbranche, betont Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei Willis Towers Watson Deutschland. "Angesichts dieser Bewertungen wird es für Insurtechs zunehmend darauf ankommen zu beweisen, dass ihre Lösungen skalierbar sind und in den alltäglichen Prozessen funktionieren."

Der Erhebung zufolge gingen die größten Investitionsrunden mit Volumen von 100 bis 350 Millionen US-Dollar an Root Insurance, Gusto, Policy Bazaar und Hippo. Allderings zeigt die Studie auch, dass Folgefinanzierungen in reifere Insurtechs insgesamt rückläufig sind. Vor allem bei frühen Finanzierungsrunden weist die Analyse einen Anstieg aus. "Die Gründungswelle reißt also nicht ab", konstatiert Niki Winter, Director und Digitalisierungsexperte bei Willis Towers Watson Deutschland.

Fokus auf Insurtechs im Bereich Advanced Analytics

Beim Geschäftsmodell hat sich den Analysten zufolge der Fokus der Investoren von vertriebsorientierten Start-ups in Richtung Unternehmen verschoben, die Lösungen im Bereich Advanced Analytics entwickeln. Schwerpunkt des Briefings im dritten Quartal war das Thema Vertragsverwaltung, das als zentrales Element der Wertschöpfungskette in der Assekuranz gilt. Laut Studie wird es künftig entscheidend sein, dass moderne Verwaltungssysteme die Nutzung von Vorhersagemodellen ermöglichen. Dieser ermöglichen datenbasierte Entscheidungen, die auf Machine-Learning-Verfahren basieren, und damit ein breiteres Kundenverständnis und eine bessere Kundenbindung. "Diese Fähigkeit wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb von Lebens- und Sachversicherern", erklärt Winter.

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2019 | OriginalPaper | Chapter Open Access

InsurTech

Source:
Disrupting Finance

01-10-2019 | Analysen und Berichte | Issue 10/2019

Tech-Hub-Index: deutsche Städte im Vergleich

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