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2022 | Book

Unternehmerische Entscheidungslogik in der Entrepreneurship Education

Diagnostik von Effectuation in erfahrungsbasierten Lernarrangements

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About this book

Das unternehmerische Denken und Handeln nimmt eine immer bedeutendere Rolle in der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Situation ein. Diese Aussage stützt sich auf die Verabschiedung der Europäischen Schlüsselkompetenzen, die zentral die unternehmerischen Kompetenzen hervorhebt. Da die Entrepreneurship Education von dem Grundsatz ausgeht, dass die unternehmerischen Kompetenzen erlernbar sind, liefert diese den Nährboden der vorliegenden Forschungsarbeit. Wissenschaftlich lässt sich über die Effectuation-Logik eine differenzierte Entscheidungslogik identifizieren, die es der Anwender*in ermöglicht, unter ungewissen Bedingungen erfolgreiche unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Zur handlungsorientierten Anwendung der Effectuation-Logik bedarf es somit dem Effectuation-Kompetenzerwerb. Doch welche Rolle explizit die Effectuation-Kompetenzen bei dem Umgang mit der Ungewissheit haben, durch welches Lehr-Lernarrangement sie methodisch erworben und valide gemessen werden, ist noch ungeklärt. So wird über das empirische Forschungsvorhaben ein Instrument konstruiert, das die unternehmerische Entscheidungslogik anhand der Effectuation-Kompetenzen diagnostiziert und den Gütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität entspricht.

Table of Contents

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union verabschiedeten im Jahr 2006 einen Katalog von Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen. Dabei steht die Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz an siebter Stelle und wird über die Kreativität, Innovationsfähigkeit und Risikobereitschaft beschrieben. Die unternehmerische Einstellung wird durch folgende Punkte definiert: „[…] Initiative, vorausschauendes Aktivwerden, Unabhängigkeit und Innovationen im privaten und gesellschaftlichen Leben sowie im Beruf“.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 2. Entrepreneurship und die Begegnung mit der unternehmerischen Unsicherheit
Zusammenfassung
Die Begriffe Entrepreneur*in und Entrepreneurship kommen aus dem französischen Sprachgebrauch (entreprendre: etwas in die Hand nehmen), haben sich im angloamerikanischen Raum etabliert und werden im Deutschen als Lehnwort verwendet. Eine umgangssprachliche Übersetzung beschreibt die Entrepreneur*in als Unternehmer*in und das Entrepreneurship als Unternehmertum. Um ein gültiges Verständnis zu erzeugen, ist zwischen den Begriffen Entrepreneur*in (die Person) und Entrepreneurship (der Prozess) zu differenzieren.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 3. Abgrenzung unternehmerischer Entscheidungslogiken
Zusammenfassung
Zur Identifikation von unternehmerischen Gelegenheiten werden in der Entrepreneurship-Forschung eine Vielzahl von Entscheidungslogiken diskutiert, in der Fachwelt gewinnt die Effectuation-Theorie stetig an Bedeutung. Zur Beantwortung der Forschungsfrage ist die Effectuation-Theorie zentral, sodass im Folgenden die Effectuation- von der Causation-Logik abgegrenzt wird, beide Logiken konstituieren die Effectuation-Theorie. Unter Berücksichtigung des dargelegten Forschungsstandes wird die Causation-Logik im Entscheidungskontext des Risikos 1 und 2 angewendet.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 4. Entrepreneurship Education
Zusammenfassung
Beruhend auf den eingeführten Entrepreneurship-Erklärungsansätzen, die interdisziplinär beschreiben, wie erfolgreiche Entrepreneur*innen denken und handeln, wird auf eine fehlende Konkretisierung der Entrepreneurship Education geschlossen. Aus der Perspektive des Individuums bedarf es einer Vielzahl von Motiven, aus denen die Absicht zum unternehmerischen Handeln entsteht, bspw. das Geschlecht, subjektive Gründungsmotive, Fähigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensnormen.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 5. Pädagogische Diagnostikformen und methodische Zugänge
Zusammenfassung
Der Ursprung des Diagnostikbegriffs kommt aus dem medizinischen und psychologischen Bereich. Durch das Zusammenführen von medizinischen Befunden, die das Krankheitsbild widerspiegeln, wird eine Diagnose erstellt und eine Erkrankung konstatiert. Das vorliegende Forschungsvorhaben ist übergeordnet in den Bereich der pädagogischen Diagnostik einzuordnen und befasst sich mit der Konzeption von Lehr-Lern-Prozessen.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 6. Methodik
Zusammenfassung
Das Forschungsziel des vorliegenden Forschungsvorhaben ist es, ein Messinstrument für die Diagnostik der Effectuation-Kompetenzen zu konstruieren. Konkret wird eine Technologieentwicklung für das Lehrpersonal an Hochschulen durchgeführt, um in der Entrepreneurship Education die entsprechenden Effectuation-Kompetenzen prozessorientiert zu diagnostizieren und den Anforderungen eines psychologischen Tests zu genügen. Für die Technologieentwicklung im Rahmen des Forschungsvorhabens ergibt sich folgende Forschungsfrage.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 7. Ergebnisse
Zusammenfassung
Um die Forschungsziele sicherzustellen, folgt die Ergebnisdarstellung der Gliederung der Forschungsziele 1 bis 4. Die Ergebnisse zum Codesystem zielen auf das erste Forschungsziel ab und werden im Gliederungspunkt 7.1 dargestellt.
Laura Gianna Vieth
Kapitel 8. Zusammenfassung und Ausblick
Zusammenfassung
In dem vorliegenden Forschungsvorhaben wurde ein objektives, reliables und valides Messinstrument zur Diagnostik der Effectuation- und Causation-Kompetenzen entwickelt. Zunächst erfolgte ein theoretischer Überblick über die zentralen Themenbereiche, um den Status quo der Wissenschaft darzulegen. Die drei zentralen Forschungsbereiche lauten: Entrepreneurship und Ungewissheit, Effectuation-Kompetenzen sowie Gütekriterien-geprüfte Diagnostik und münden in die Forschungslücke.
Laura Gianna Vieth
Backmatter
Metadata
Title
Unternehmerische Entscheidungslogik in der Entrepreneurship Education
Author
Laura Gianna Vieth
Copyright Year
2022
Electronic ISBN
978-3-658-37464-8
Print ISBN
978-3-658-37463-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37464-8

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