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08-01-2019 | Originalarbeit | Issue 3-4/2019 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 3-4/2019

Urbanes Sedimentmanagement – vom Einzugsgebiet bis zum Kanal

Journal:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Issue 3-4/2019
Authors:
DI Johannes Schobesberger, DI Thilo Lehmann, DI Dr. Andreas Kimmersdorfer, DI Dr. Petr Lichtneger, DI Mag. Dr. Christine Sindelar, Univ.-Prof. DI Dr. Helmut Habersack

Zusammenfassung

Sedimente spielen im urbanen Gebiet sowie in der Kanalisation eine bedeutende Rolle. Der Sedimenttransport stellt dabei einen signifikanten Risiko- und Kostenfaktor dar, der häufig Handarbeit zur Beseitigung von Anlandungen erfordert. Dieser Artikel behandelt ein Beispiel aus Wien (1190), welches sich aber in jedem urbanen Umfeld als Thema ergibt. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung war es, die Sedimentherkunft im Bereich des Entlastungsbauwerks (RA 3) in der Heiligenstädter Straße zu untersuchen, da es hier zu Verlandungen im rechten Hauptsammelkanal (RHSK) kommt. Sedimenteintrag in diesem Gebiet ist über die Wienwaldbäche (z. B. Erbsenbach) und über Straßeneinläufe im urbanen Bereich möglich. Es besteht der Verdacht, dass es im Schotterfang des seitlich zufließenden Krottenbachkanals bei extremen Abflüssen zu Sedimentausspülungen kommt und ausgetragene Sedimente im RHSK verlanden. Dadurch wäre die hydraulische sowie sedimentologische Rückhaltewirkung des Bauwerks nicht mehr ausreichend gegeben. Die Sedimentherkunft wurde durch Siebanalysen, Geröllanalysen (geologische Untersuchungen) sowie durch Geschiebemessungen (Erbsenbach) im natürlichen Bereich des Projektgebiets (Wienerwald) als auch im urbanen Bereich bestimmt. Zur Analyse der hydraulischen und sedimentologischen Rückhaltewirkung wurde der Schotterfang in einem physikalischen Modell (Maßstab 1:10) im Wasserbaulabor der Universität für Bodenkultur Wien nachgebaut. Die Ergebnisse weisen auf einen urbanen Herkunftsort der verlandeten Sedimente im RHSK hin. Bei den Geschiebemessungen konnte, trotz erhöhter Abflüsse, kaum Sedimenttransport im Erbsenbach festgestellt werden, wodurch die gute Funktion der Geschieberückhaltemaßnahmen im Einzugsgebiet bestätigt wird. Aus dem physikalischen Modellversuch ging hervor, dass die im Schotterfang verlandeten Sedimente bei erhöhten Abflüssen wahrscheinlich ausgespült werden und im RHSK verlanden. Durch die hydraulische Optimierung des Schotterfangs konnte die Sedimentrückhaltewirkung im physikalischen Modell von 18 auf 95 % gesteigert werden.

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