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About this book

Oliver D. Doleski schildert vor dem Hintergrund, dass traditionelle Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft angesichts von Digitalisierung und Dezentralisierung hinfällig werden, den epochalen Veränderungsprozess vom monopolistischen Versorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen. Das kompakte essential beschränkt sich dabei nicht nur auf die reine Beschreibung des Transformationsprozesses. Vielmehr bietet es dem Leser darüber hinaus sowohl einen prägnanten Überblick über profitable Betätigungsfelder digitaler Energiedienstleistungsunternehmen (Utility 4.0) als auch eine anwendungsorientierte Methode zur Realisierung neuer Geschäftsideen in der digitalen Energiewelt von morgen. Mit einem intuitiv verständlichen Leitfaden zur praktischen Umsetzung der digitalen Transformation in der Energiewirtschaft schließt das Buch.

Table of Contents

Frontmatter

1. 2030: eine Zukunft ohne Energieversorgungsunternehmen?

Zusammenfassung
Mögest du in interessanten Zeiten leben! Dieses bekannte chinesische Sprichwort – genau genommen handelt es sich ursprünglich um einen Fluch – trifft seit einigen Jahren insbesondere auch auf die deutsche Energiewirtschaft zu. Schließlich durchleben Versorgungsunternehmen heutzutage wahrlich „interessante“ Zeiten. Die zunehmende Dezentralisierung der Energieversorgung und der in Deutschland gesellschaftlich gewollte Vorrang Erneuerbarer Energien gefährden zunehmend den wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Kraftwerke. Dank der Liberalisierung drängen neue Unternehmen aus ursprünglich energiefernen Branchen in den Versorgungsmarkt. Aus Letztverbrauchern werden selbstbewusste Kunden, die ihre Elektrizitätsversorgung in die eigenen Hände nehmen und deren Loyalität zu „ihrem Versorger“ zusehends schwindet. Initiativen zur Steigerung der Energieeffizienz einerseits und eine langfristig schrumpfende Bevölkerung andererseits führen zur spürbaren Abnahme der absoluten Strom- und Gasnachfrage. Während die Vertriebsmargen erodieren, müssen gleichzeitig die im Zuge der Energiewende notwendigen Investitionen in die Infrastruktur finanziert werden. Und nicht zuletzt verstärken neue Technologien, der Megatrend Digitalisierung, die fortschreitende Vernetzung und gestiegene vertriebliche Anforderungen die Komplexität von Betriebsabläufen und Systemen heutiger Energieversorgungsunternehmen immens.
Oliver D. Doleski

2. Handlungsdruck – Rahmenbedingungen beschleunigen die Veränderungen in der Energiewirtschaft

Zusammenfassung
Die Akteure des Energiesektors sehen sich heute einer Vielzahl regulatorischer, ökonomischer, gesellschaftlicher, technologischer und ökologischer Einflussfaktoren gegenübergestellt. Diese sind von fundamentaler Bedeutung für die Zukunft des gesamten Versorgungssystems, sind sie doch für den auf Energieunternehmen aller Art inzwischen lastenden Handlungsdruck verantwortlich.
Oliver D. Doleski

3. Transformation – die Energiebranche verändert ihr Gesicht

Zusammenfassung
Nichts zu tun ist angesichts der vorgenannten Rahmenbedingungen keine Option! Einfach den althergebrachten Kurs zu halten wäre fatal. Die traditionelle unidirektionale Versorgung mit Strom, Gas und Wärme befindet sich in einer Zäsur. Energieversorger, die sich auf absehbare Zeit nicht mit einem wenig auskömmlichen Nischendasein zufriedengeben wollen, müssen ihre angestammten Geschäftsmodelle infrage stellen. Unwiderruflich vorbei sind die Zeiten geschützter Gebietsmonopole als regionale Versorgungsbiotope, in denen zwangsloyale Letztverbraucher den Energieunternehmen jahrzehntelang stabile Erträge bescherten. Während der Margendruck im Energiesektor ansteigt, belasten gleichzeitig die im Zuge der Energiewende notwendigen Investitionen die Finanzsituation vieler Versorger merklich. Der Handlungsdruck innerhalb der Branche ist evident: Energieversorgungsunternehmen müssen sich neu erfinden.
Oliver D. Doleski

4. Betätigungsfelder – Optionen für profitables Wachstum

Zusammenfassung
Die digitale Transformation der Energiewirtschaft steht ganz oben auf der Tagesordnung. Digitalisierung und Dezentralisierung gelten in energiewirtschaftlichen Zukunftsszenarien und Fachdiskussionen als die Trends mit den größten Auswirkungen auf das gesamte Energiesystem. Klassische Versorgungsunternehmen müssen sich den veränderten Rahmenbedingungen stellen und geeignete Antworten auf die akute Bedrohung ihrer traditionellen Geschäftsmodelle finden. Auf absehbare Zeit werden nur diejenigen Energieversorgungsunternehmen überleben, denen der Übergang von der traditionellen zur digitalen Energieversorgung gelingt.
Oliver D. Doleski

5. Geschäftsmodell – Methode zur Realisierung von Geschäftsideen für Utility 4.0

Zusammenfassung
Perspektivisch führt in der Energiewirtschaft kaum ein Weg an der sukzessiven Ablösung klassischer Produkt- und Dienstleistungsangebote vorbei. Für Führungskräfte und Strategen der Energiebranche stellt sich folgerichtig die Kardinalfrage, wie dieser Veränderungsprozess in der betrieblichen Praxis weitgehend reibungslos vonstattengehen könnte. Kurzum bedarf es einer anwendbaren Idee, eines praktikablen Instrumentariums, um Versorgungsunternehmen der zweiten und dritten Evolutionsstufe strukturiert auf das Niveau von Utility 4.0 anheben zu können. Dabei muss es Stadtwerken und Co. gelingen, einerseits die Betriebsprozesse mit Lösungen der Informationstechnologie zu verschmelzen und andererseits synchron ein marktadäquates Angebot datenbasierter Produkte und innovativer Dienstleistungen anzubieten. Infolgedessen ist es für zukunftsorientierte Versorgungsunternehmen von vitaler Bedeutung, ein eigenes, tragfähiges digitales Angebot zu entwickeln und letztendlich dieses erfolgreich im Energiemarkt zu platzieren. Zur Verwirklichung dieser Zielsetzung verfügt das heutige Management über eine breite Auswahl differenzierter Geschäftsmodellkonzepte, die als praxiserprobte Methoden der systematischen Entwicklung neuer Geschäftsideen und strukturierten Gestaltung des Leistungsangebots dienen.
Oliver D. Doleski

6. Leitfaden – der Weg vom Energieversorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen

Zusammenfassung
In einem sich dynamisch verändernden Umfeld sichern speziell Geschäftsmodellinnovationen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dieses Paradigma des Innovationsmanagements gilt fraglos auch für die Entwicklung von Utility 4.0. Neuartige Geschäftsmodelle und innovative Geschäftsideen für die digitale Welt von morgen flankieren den Weg vom Energieversorgungs- zum Energiedienstleistungsunternehmen – ein komplexer Umwandlungsprozess, der nur mit Hilfe eines systematischen Vorgehens – eines pragmatischen Leitfadens – erfolgreich durchlaufen werden kann. Managern, Strategen und Organisationsentwicklern der Versorgungswirtschaft eine taugliche Methodik zur Entwicklung zukunftsfähiger, digitaler Geschäftsmodelle an die Hand zu geben, ist Anspruch des Integrierten Geschäftsmodells iOcTen.
Oliver D. Doleski

7. Fazit

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund stetig steigender Kosten, der Forderung nach Dekarbonisierung der Energieerzeugung und einer Diskussion um die langfristige Versorgungssicherheit hat sich aus dem früheren Low-Interest-Produkt Versorgung ein gesellschaftspolitisch höchst relevantes Thema entwickelt. Insofern mutiert die Versorgungswirtschaft von einer beinahe vergessenen hin zu einer der meistbeachteten Branchen unserer Zeit. Dabei stellt Utility 4.0 den vorläufigen Endpunkt einer in der Pionierphase der Energiewirtschaft gegen Ende des 19. Jahrhunderts begonnenen und bis dato fortdauernden Entwicklung dar – ein kontinuierlicher Prozess, an dessen Beginn Versorgungswerke und Energieverteilungsunternehmen Strom und Gas verteilten und an dessen Ende die Kunden mit ihren vielfältigen Erwartungen im Fokus des wirtschaftlichen Handelns stehen. Insofern avancieren die Kundenbedürfnisse und ihre Befriedigung zur primären Einflussgröße unternehmerischer Entscheidungen in der Energiewelt von morgen.
Oliver D. Doleski

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