Skip to main content
main-content

Vergütung

weitere Buchkapitel

Wissenschaftliche Politikberatung – von strategischen Visionen zur Analyse der Innovationsblockaden

Politikberatung hat in den letzten Jahrzehnten eine erfolgreiche Karriere gemacht. Schaut man sich in Onlinesuchmaschinen die Häufigkeit der Verwendung dieses Begriffs in Datenbanken an, wird eine markante Steigerung seit Ende der 1990er-Jahre deutlich. In manchen sozialwissenschaftlichen Diskursen wird schon von einer Beratungsgesellschaft gesprochen, um den Boom insbesondere in der Organisationsberatung in den letzten Jahrzehnten nachzuvollziehen (Schützeichel & Brüsemeister 2004).

Rolf G. Heinze

Kapitel 4. Marktpreisbildung bei öffentlichen Aufträgen

„Die VO PR 30/53 beginnt mit einer Präambel, einem zeitweilig sehr beliebten, gelegentlich diskreditierten Mittel, den Normzweck zu beschreiben und damit eine Auslegungshilfe zu geben.“ Die Präambel formuliert das Ziel, „marktwirtschaftliche Grundsätze auf dem Gebiet des öffentlichen Auftragswesens verstärkt durchzusetzen“.

Jonas Mengis

Kapitel 1. Einleitung

Diese von Albach für das Gebiet der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre (BWL) getroffene Feststellung lässt bereits erahnen, wie schwierig es mitunter sein kann, den „Marktpreis“ in seinem Zustandekommen und seiner Höhe eindeutig und objektiv zu bestimmen.

Jonas Mengis

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

In der vorliegenden Untersuchung wurde erstmals ein Prüfungsstandard für das Feld der Preisprüfung bei öffentlichen Aufträgen entwickelt, um unabhängig von den handelnden Personen einer einheitlichen Ablauforganisation der Prüfung den Weg zu ebnen. Aufgrund der durch den offiziellen Marktpreisvorrang im öffentlichen Auftragswesen hervorgerufenen exponierten Stellung handelt es sich um einen Prüfungsstandard für Marktpreise (MP-PS). Die Ausarbeitungen stützen sich hierbei in hohem Maße auf bewährte prüfungstheoretische Erkenntnisse.

Jonas Mengis

Kapitel 4. Assembly Organization / Montageorganisation / Organizzazione dell'assemblaggio

The coordination of materials, personnel and other resources for proper order processing in assembly.

CIRP

Chapter 13. Feedback-Trends in Organisationen: 360°, Ongoing, Instant, Always-On und Kudo

Machtorientierte und streng-kontrollierende Chefinnen und Chefs liegen mit ihrem, als verkrustet wahrgenommenen Leadership-Mindset, immer weniger im Trend der Zeit. Es wird hingegen in modernen Organisationen zunehmend Wert auf die Entwicklung und Einführung einer partizipativ-wertschätzenden Unternehmenskultur gelegt.

Stephan Holtmeier, Inga Mertin

Kapitel 8. Teil II: Die qualitative Vertiefungsstudie

Der zweite Teil der empirischen Untersuchung befasst sich mit der Analyse qualitativer Interviewdaten, welche im Rahmen eines, aus dem pairfam resultierenden, Satellitenprojekts generiert wurden. Die qualitativen Vertiefungsinterviews ermöglichen einen tiefer gehenden Eindruck der Hausarbeitsarrangements vor dem Hintergrund der beruflichen Pendelmobilität. Während die quantitativen Daten die kausale Analyse der anteiligen Verteilung der Hausarbeit und Kinderbetreuung im Zusammenhang mit der Pendelmobilität ermöglicht haben, bieten die qualitativen Interviewdaten darüber hinaus die Möglichkeit Sinnkonzepte hinter den Hausarbeitsarrangements zu verstehen, und Zusammenhänge aufzudecken, die im Rahmen der standardisierten Daten nicht offengelegt werden können.

Anna Stenpaß

7. Perspektiven der ökonomischen Praxis

Was sind die drängendsten Fragen der modernen Ökonomie? Es dürfte unstrittig sein, dass unser heutiges Wirtschaftsmodell Gewinner und Verlierer produziert. Dies gilt nicht nur für die Globalisierung, sondern auch für die einzelnen nationalen Gesellschaften. Was für ein Erfolgsmodell ist eine Ökonomie, in der die Ungleichheit zwischen dem einen wohlhabenden Prozent und dem 99 Prozent Rest tatsächlich und gefühlt immer stärker auseinanderdriftet? Wenn nur wenige Menschen auf der Welt nahezu das gleiche Vermögen besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung? Die Ökonomie und ihre Repräsentanten müssen sich fragen, wie eine solche Schere der Verteilung sukzessive geschlossen werden kann, ohne gleichzeitig die Leistungstragenden dieser Gesellschaft zu verprellen. Außerdem haben wir nur einen Planeten. Wir können uns nicht leisten, diesen für unsere Nachkommen auf ewig zu verwüsten. Die durch den Klimawandel bedingte weltweite Temperaturerhöhung ist schon mehrheitlich irreversibel. Wir brauchen dazu schnell ein weltweit einheitliches Konzept. Die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz erfordern ebenfalls schnelle und kluge Antworten. Wir dürfen diese Entwicklung auf keinen Fall verschlafen und sie den USA oder China überlassen. Und schließlich braucht die Ökonomie in der Summe ein Narrativ, eine Erzählung, wo sie in den nächsten Jahrzehnten hinmöchte.

Detlef Pietsch

19. Veränderung der relationalen Vorstellungen, des Sozialverhaltens und der Moralvorstellungen durch Social Credit Systeme

Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu Gruppen und Gemeinschaften. Wenn sie sich mit der Gemeinschaft identifizieren, verhalten sie sich freiwillig kooperativ und engagieren sich für Gemeinschaftsziele. Zur Steuerung der sozialen Interaktion mit anderen verwenden Menschen unterschiedliche kognitive Modelle, die ihr Verhältnis zum Interaktionspartner und ein situativ angemessenes Verhalten bestimmen. Wir argumentieren, dass die Einführung eines allgemeingültigen Social Credit Systems nachhaltig die soziale Wahrnehmung und das soziale Denken so verändert, dass die Betroffenen sich in sozialen Interaktionen nur noch dann kooperativ verhalten, wenn dies für sie von Vorteil ist und vom Beurteilungssystem honoriert wird. Freiwilliges, aus innerem Antrieb motiviertes, kooperatives Verhalten und Engagement wird abnehmen. Dies wird sich mittelbar nicht nur negativ auf die soziale Interaktion zwischen einzelnen Personen, sondern auch auf Unternehmen auswirken, weil die Kreativität und damit die Innovationsfähigkeit abnehmen. Zusätzlich sind flächendeckende Social Credit Systeme aus unserer Sicht unvereinbar mit demokratischen Grundprinzipien.

Bernhard Streicher, Johannes F. W. Arendt

Chapter 5. Kooperative und agonale Theorien des Staats

Die Lehren der weltlichen Philosophen, denen sich das fünfte Kapitel widmet, begründen in hohem Maße gesellschaftliche Tiefenstrukturen, insbesondere auch innere Bindungskräfte von Sozialsystemen. Unterschieden wird zwischen kooperativen Lehren, die die menschliche Zusammenarbeit erklären und die Soziabilität des Menschen betonen, und den agonalen Lehren, die Rivalität und Kampf als unausweichlich ansehen oder sogar verherrlichen. Der betrachtete Zeitrahmen umfasst rund 2.500 Jahre. Die Ausbeutung durch Arbeit in den Entwicklungsländern und die ökonomischen Folgen des Klimawandels werden beispielhaft als Wirtschaftskriege identifiziert, bei denen agonales Verhalten als sozial akzeptabel angesehen wird.

Ulrich Blum

14. Influencer Marketing und Recht

Das Influencer Marketing ist in den letzten Jahren in der Welt des Marketings ein wichtiger Bestandteil geworden, insbesondere für Unternehmen. Auch hat es einen vollständig neuen Beruf zu Tage gebracht: der Influencer. Lange Zeit von vielen belächelt, ist mittlerweile ein umfassendes Business daraus entstanden. Ganz klar ist – am Influencer Marketing kommt man so schnell nicht vorbei. Der nachfolgende Inhalt beleuchtet unter anderem die Grundlagen des Influencer Marketings sowie des Influencers an sich, insbesondere aber die rechtlichen Herausforderungen.

Scarlett Lüning

45. Telemedizin

Die rasante Entwicklung der Informations‑ und Kommunikationstechnologien ist auch in der Medizin ein Technologietreiber und wird im Trend der Computerisierung und Vernetzung der Medizintechnik deutlich [1]. Der Stellenwert der medizinischen Informationserfassung, ‑verarbeitung, ‑sicherung und ‑präsentation sowie des Informationsaustausches in komplexen medizintechnischen Systemlösungen steigt ständig. Die Telemedizin ist eine spezifische Nutzungsform der Informations‑ und Kommunikationstechnologien in der Medizin und wird dem Bereich eHealth (electronic Health) zugeordnet. Sie dient der Überbrückung einer räumlichen Distanz zwecks diagnostischer oder therapeutischer Interaktion zwischen Ärzten oder zwischen Patienten und Ärzten [2].

Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft

47. Grundsätze der Energieversorgung

Um eine nachhaltige Energiewirtschaft zu schaffen, sollten Energiepolitik und Wirtschaft darauf ausgerichtet sein, Verbrennungsprozesse einzuschränken, Solar‑ und Windenergie verstärkt einzusetzen und die erforderliche Energie so rationell wie möglich zu nutzen. Tab. 47.1 zeigt den Primärenergieverbrauch in Deutschland aus dem Jahr 2018. In den Industrieländern ist der Energieverbrauch seit 1980 zwar rückläufig, jedoch in den restlichen Ländern steigt er weiter an. Der Einsatz der verschiedenen Primärenergien zeigt Abb. 47.1. Dabei ist anzumerken, dass neben den SI-Einheiten weltweit im Energiebereich noch länder- oder sektorspezifische Einheiten verwendet werden. Als Beispiel ist in Abb. 47.1 der Weltenergieverbrauch in der in Deutschland gebrauchten Einheit t SKE angegeben.Die EU verpflichtete sich freiwillig, ihre CO2‐Emissionen bis zum Jahr 2000 auf dem Niveau von 1990 zu stabilisieren. Dieses Ziel hat sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt erreicht.Im Rahmen des Kyoto‐Protokolls von 1997 einigten sich die 15 Länder, aus denen die EU damals bestand, darauf, bis 2012 ihre gesamten Treibhausgasemissionen um 8 % unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Dieses Gesamtziel wurde für jeden Mitgliedstaat – je nach dessen Fähigkeit, die Emissionen einzudämmen – in ein konkretes, rechtsverbindliches Ziel umgesetzt (s. Tab. 47.2).

Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Hendrik Hasenclever, Kathrin Hoffmann

16. Instrumente des E-Marketing-Mix

Für den Marketingmix im E-Marketing existiert eine Vielzahl einsetzbarer Instrumente. Einen Überblick soll Abb. 16.1 geben, bevor wir uns mit ausgewählten Instrumenten etwas näher beschäftigen.

Uwe Schmitz

Kapitel 5. Empirische Untersuchungen

Der empirische Teil dieser Arbeit besteht aus drei Studien. Zunächst soll die genutzte Theorie des Shopping-Momentums validiert und die Existenz eines Online-Shopping-Momentums mit Hilfe einer Serie von vier Laborexperimenten überprüft werden. Dabei wird zunächst das Phänomen des Momentums im Online-Shopping-Kontext nachgewiesen, um daraufhin zu zeigen, dass das Momentum ähnlich zum Offline-Shopping-Momentum funktioniert, aber auch unterbrochen werden kann.

Isabelle Kes

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Für die Forschung zu personalisierter Werbung am Beispiel von Retargeting ergeben sich aus der vorliegenden Studie mehrere wesentliche Implikationen, die im Hinblick auf die Analyse der Wirkungsweise von personalisierter Werbung von hoher Bedeutung sind.

Isabelle Kes

Kapitel 8. Methoden – Steuern

Unter dem Begriff der Steuerung versteht man die bewusste und gerichtete Beeinflussung eines Systems im Hinblick auf die Erreichung eines gewünschten Zieles. Die Steuerung wirkt im Wege der Informationszufuhr. Beispielsweise übermittelt ein Autofahrer einen Steuerbefehl an ein Fahrzeug indem er mit einer Drehbewegung des Lenkrads die Stellung der Vorderräder beeinflusst. Es werden solange Änderungsinformationen übermittelt bis der gewünschte Zustand erreicht ist. Die Präzision der Steuerung ist maßgeblich abhängig von der Fähigkeit, die tatsächliche Position exakt beobachten und bestimmen zu können. Ferner muss man sich der genauen Wirkungsweise der Steuerbefehle bewusst sein (Ingenieurwissenschaftlich gesehen handelt es sich hierbei um einen Regelvorgang, da Rückmeldungen aus dem System wiederum einen Einfluss auf die Regelparameter haben. Eine Steuerung läuft hingegen immer nach demselben Schema ab. In Bezug auf Prozesse werden die Begriffe Regeln und Steuern zuweilen synonym verwendet.).

Alexander Dietzel

Kapitel 2. Grundlegendes

Die Vorstellungen darüber, was Vertrieb eigentlich ist, gehen weit auseinander. Das erklärt sich durch unterschiedliche Absatzkanäle, Märkte, Marktpositionen, Produkte und Dienstleistungen und nicht zuletzt durch die persönlichen Erfahrungen. Nicht viel anders sieht es beim Begriff Controlling aus. Selbst die einschlägige Literatur liefert keine verbindliche Definition. Erst recht unterschiedlich sind die Erläuterungen zum Stichwort „Vertriebscontrolling“. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, zunächst für die notwendige begriffliche Sicherheit zu sorgen.

Alexander Dietzel

Kapitel 7. Methoden – Planen

Jeder rational handelnde Mensch plant. Dabei handelt es sich um einen kreativen Vorgang vor dem Hintergrund realer Gegebenheiten. Diese Gegebenheiten, Zustände und Zusammenhänge erkennen wir auf dem Wege der zuvor beschriebenen Analyse. Insofern stellt die Planung im Sinne einer Synthese, also eines schöpferischen Vorgangs, das Gegenstück zur Analyse dar. Sobald man sich der Gegebenheiten bewusst ist, kann man sie sich zu Nutze machen.

Alexander Dietzel

7. Bildungscontrolling

Weiterbildungsfachleute beherrschen nicht nur ihre Prozesse, Methoden und Verfahren zur Weiterbildung und Entwicklung der Beschäftigten im Unternehmen, sie verstehen sich auch als Controller mit der Absicht, ihre Leistungen als wirkungsvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg darzustellen. Mit ihren regelmäßigen Reports lenken sie im Unternehmen den Blick der Entscheider auf die gezielte strategische Weiterbildung – durch aussagekräftige Kenngrößen, prägnante Kosten-Nutzen-Analysen zu ihren Veranstaltungen und mit relevanten Zahlen, Daten und Fakten. Ihre Evaluierungsergebnisse, Transfererfolge und ihre Zielerreichungsergebnisse nutzen sie versiert, um ihre Budgetanträge und Prozesse plausibel zu begründen. Auch für Weiterbildungsfachleute gilt: Sie handeln nach dem ökonomischen Prinzip.

Michael Krieger, Andre Dubsky, Peter Hilbert

D

Florian Langenscheidt, Peter May

Kapitel 4. Empirische Untersuchung: Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in der Pflege in Rheinland-Pfalz

Nach der theoretischen Auseinandersetzung mit den Aspekten Arbeit, Stress, Belastungen, Burnout, Coping und Arbeitszufriedenheit und der Diskussion der aktuellen Forschungslage zu den Themenbereichen Arbeitsbelastung, Arbeitszufriedenheit und Bewältigungsstrategien in der Pflege und deren Einfluss auf die Pflegekräfte einerseits und die Qualität der Pflege andererseits, soll in diesem Kapitel nun die eigene empirische Untersuchung am Beispiel der Pflege in Rheinland-Pfalz vorgestellt werden. Es erfolgt zunächst eine Herleitung der forschungsleitenden Fragestellungen und Hypothesen und eine Erläuterung des methodischen Forschungskonzeptes. Dabei werden das Forschungsdesign, die eingesetzten Messinstrumente, die Daten und Methode, sowie die untersuchte Stichprobe vorgestellt.

Mareike Breinbauer

Kapitel 2. Untersuchungsgegenstand: Pflege

In diesem Kapitel wird der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, die Pflege, genauer beleuchtet. Zunächst erfolgen eine Begriffsbestimmung und Definition. Es folgt eine kurze Abhandlung über die historische Entwicklung und Professionalisierung der beruflichen Pflege sowie über aktuelle und zukünftige Entwicklungen.

Mareike Breinbauer

Kapitel 5. Fazit

In diesem abschließenden Kapitel erfolgen ein Resümee und eine Diskussion der Untersuchungsergebnisse. Es werden zudem die Chancen und Risiken im Pflegeberuf herausgearbeitet. Das Kapitel schließt mit praxisrelevanten Schlussfolgerungen für die Pflege und Überlegungen zu weiterführenden Untersuchungen auf dem Gebiet.

Mareike Breinbauer

17. New Work: Digitale, agile neue Welt – Eine kleine Auswahl von Personalentwicklungsinstrumenten in einer Zeit, in der Geschwindigkeit und Wandel den Ton angeben

Ein Praxisbeitrag

Dieser Beitrag beschreibt, wie wir bei Avaloq mit dem Thema „New Work“ umgehen. Unser Praxisbeispiel soll Mitarbeitern im Personalbereich Ideen und Anregungen geben, die – wie wir – nicht auf ein Heer von Organisationsentwicklungs-Spezialisten und unendliche Budgets zugreifen können. Wir stellen in diesem Beitrag unsere wichtigsten Initiativen und Programme vor, Erfolge und Misserfolge, Menschen und Beiträge, die uns inspiriert haben – und hoffen auf einen Austausch mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden. Wir fokussieren uns dabei auf die grössten erlebbaren Veränderungen für unsere Mitarbeiter.

Christina Hübschen

A. Hauptfallgruppen der Amts- und Staatshaftung

Die Verletzung von Verkehrssicherungspflichten beschäftigt wohl am häufigsten die mit Amtshaftungsansprüchen und sonstigen Ersatzansprüchen gegen die „öffentliche Hand“ Befaßten, seien es Rechtsanwälte, Verwaltungsjuristen, Richter oder Juristen der Kommunalversicherer. In diesem Bereich liegt sicherlich ein Schwerpunkt der im Wege einer zumindest aufgrund physikalischer Kausalität von Handeln oder Unterlassen der Verwaltungen verursachten Schäden bei dem Bürger. Damit einher geht auch – bedauerlicherweise – oft der – leider häufig negativ besetzte – Erstkontakt Bürger – öffentliche Hand. Dabei darf nicht verkannt werden, dass dieses Aufeinandertreffen widerstreitender Interessen sich nicht nur in seinen Wirkungen auf den unmittelbar Geschädigten auswirkt sondern oft weit in andere gesellschaftliche Gruppen hineinreicht (über lokale Presse, Gemeinderat usw.). Umso mehr muß gerade bei der Abwicklung dieser gemeldeten Schäden Sensibilität auf Seiten der Verwaltungen und Versicherungen gezeigt werden, denn nicht jede Schadensmeldung beruht auf reinen Bereicherungsgedanken eines geschädigten Bürgers. In diesen Fallkonstellationen kann viel für ein positives Verhältnis Staat – Bürger geleistet, aber auch viel insoweit ge- und zerstört werden. In diesen Fällen erscheint der Aufbau eines neutralen Schlichtungsverfahrens (wegen Strukturgemeinsamkeiten event. nach dem Vorbild im Medizinbereich, bei behaupteten ärztlichen Fehlern) grundsätzlich angezeigt.

Peter Itzel, Karin Schwall

Vom Lagenwein zum off-shore brand. Qualifizierung und Raumproduktion in globalen Produktionsnetzwerken

Die Geographie hat sich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Steuerung globaler Warenketten bzw. globaler Produktionsnetzwerke (GPN) beschäftigt. Am Beispiel der globalisierten Weinproduktion arbeitet der Beitrag Prozesse der Qualifizierung und Requalifizierung (Callon, Méadel, & Rabeharisoa, 2002) von Wein als zentrale Faktoren der Steuerung von GPN heraus. Empirisch wird dies deutlich durch einen Vergleich der Qualifizierungsstrategien von Tankwein und Premiumwein, von denen unterschiedliche Konsequenzen für die Steuerung und räumliche Organisation von GPN ausgehen. Dabei argumentieren wir, dass Tankwein bzw. die zu seiner Verbreitung notwendigen Flexitanks als eine disruptive Technologie betrachtet werden müssen, die zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Weinwirtschaft führt und mit der erhebliche Konsequenzen für die globale Raumproduktion in der Branche verbunden sind.

Robert Pütz, Gerhard Rainer, Christian Steiner

Teil II: Rechtliche Bewertung der Zeugenvorbereitung und ihrer Folgen

Dieser Abschnitt befasst sich mit rechtlichen Bewertung der Zeugenvorbereitung und ihrer Folgen. Damit wird zunächst die Frage angesprochen, ob Zeugenvorbereitung zulässig ist, also ob Vorschriften eine bestimmte Vorgehensweise untersagen. Zugleich kann Zeugenvorbereitung unabhängig von ihrer Zulässigkeit Konsequenzen haben, wie sich insbesondere am Beispiel der Beweiswürdigung zeigt.

Steffen Lindemann

Kapitel 2. Ablauf eines Insolvenzverfahrens aus Sicht des beschaffenden Unternehmens

Für einen Einkäufer sind im Falle einer Lieferanteninsolvenz daher insbesondere Fragen zum Umgang mit bereits getätigten Bestellungen, fälligen Zahlungen, im Besitz des Lieferanten befindlicher Werkzeuge sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen zu beantworten. Zur besseren Vorbereitung des Einkaufs auf Lieferanteninsolvenzen gehört somit auch, sich mit den Grundzügen des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen. Daher werden im folgenden Kapitel die für Einkäufer wesentlichsten Punkte des deutschen Insolvenzrechts aus Einkaufssicht prägnant beschrieben.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

6. Controlling-Aspekte aus der Perspektive von Basel IV

In den Kap. 2 , 3 und 4 wurden die wesentlichen Inhalte von Basel IV einschließlich ihrer Grundlagen aus Basel II und Basel III dargestellt und daraus zu erwartende Auswirkungen auf Kreditinstitute und KMU abgeleitet. Dabei wurde deutlich, dass das Controlling – bestehend aus dem kybernetischen Kreislauf Planung, Kontrolle, Analyse und Steuerung sowie Information und Kommunikation – bei der Umsetzung und Einführung von Basel IV eine wichtige Rolle spielt. Eng mit dem Controlling verbunden sind sowohl das Risikomanagement, welches als wesentlicher Bestandteil der 2. Säule nach Basel IV (Risikobewusstsein und Risikostrategie) besonders hervorgehoben wird, als auch das betriebliche Finanzmanagement. Zu letztgenanntem bildet insbesondere das Finanzcontrolling insofern eine Schnittstelle, dass es eine Unterstützungsfunktion besitzt und sowohl Planungs- und Kontroll-, als auch Analyse- und Steuerungsaufgaben für das betriebliche Finanzmanagement wahrnimmt, indem es die relevanten Informationen erhebt und zur Entscheidungsgrundlage aufbereitet.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

2. Von den Anfängen bis zur Finalisierung von Basel III

Die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht entwickelten Basler Eigenkapitalvorschriften wurden seit ihrer Einführung im Jahr 1988 laufend überarbeitet, erweitert und an die Entwicklungen auf den Finanzmärkten angepasst. So wurde die dritte Basler Eigenkapitalvereinbarung noch einmal deutlich ergänzt und unter der offiziellen Bezeichnung „Basel III Finalisierung“ fertiggestellt. Aufgrund der umfassenden Anpassungen wird für diesen Stand der Basler Eigenkapitalvereinbarung in Praktikerkreisen bereits seit geraumer Zeit auch die Bezeichnung „Basel IV“ verwendet, welche auch in diesem Buch genutzt wird. Alle Versionen der Basler Eigenkapitalvereinbarungen bauen aufeinander auf und zielen vor allem auf das Eigenkapital der Kreditinstitute zur Gewährleistung der Stabilität des Finanzsystems.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

5. Typische Finanzierungsquellen von KMU und ihre Veränderungen unter Basel IV

Als mögliche Finanzierungsinstrumente für KMU kommen im Rahmen der Außenfinanzierung neben dem kurz-, mittel- oder langfristigen Bankkredit auch Lieferantenkredite, Factoring, Leasing, Anleihen und Schuldverschreibungen sowie Mezzanine, Darlehen oder Einlagen der Familie oder Gesellschafter und Beteiligungskapital in Frage. Zudem können verschiedene Instrumente der Innenfinanzierung, wie die Selbstfinanzierung aus der Thesaurierung von Gewinnen, Finanzierung aus Abschreibungen, Vermögensumschichtung oder Rückstellungen sowie konzerninterne Finanzierungen, genutzt werden.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

Open Access

Was ist Ökonomie? Das Interdisziplinäre Studentische Kolloquium (ISK) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Das Interdisziplinäre Studentische Kolloquium (ISK) ist ein seit 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindendes wöchentliches Format zur kritischen Diskussion von Ökonomietheorien und anderen wissenschaftlichen Ansätzen, die sich mit ökonomischen Fragen auseinandersetzen. Das ISK verfolgt dabei drei Ziele: 1) VWL stärker als politische Ökonomie zu verstehen, 2) interdisziplinäre Zugänge zu fördern und 3) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu empowern. Für die Umsetzung dieser Ziele haben sich eine offene und inklusive Atmosphäre als ebenso förderlich erwiesen wie der Ansatz des selbstbestimmten und autodidaktischen Lernens. Die dauerhafte Schaffung eines Diskussions- und Reflexionsraums nach geisteswissenschaftlichem Vorbild führte unter anderem zu weiteren studentischen Seminaren und einigen veröffentlichten Texten.

Anja Breljak, Felix Kersting, Klaas Miersch, Timo Stieglitz, Iris Wohnsiedler

Mit 5G zu neuen Potentialen in Produktion und Logistik

5G als nächste Mobilfunkgeneration nach 4G/LTE Advanced wird nicht mehr nur für Telefonie und die klassischen Datendienste ausgelegt sein, wie es bei den bisherigen Mobilfunkstandards der Fall ist. Vielmehr ermöglicht der 5G-Standard den Aufbau von Netzen für die Kommunikation von Geräten, die über die heutigen Anwendungen mit Smartphones weit hinausgeht. Letztendlich soll mit 5G das Internet der Dinge ermöglicht werden, in dem Geräte wie Sensoren, Motoren, Steuerungen mit allem und jedem in unserer Umgebung – und darüber hinaus – kommunizieren können. Die servicebasierte Architektur von 5G-Netzen ermöglicht zudem, schnell und effizient differenzierte Kommunikationsdienste für unterschiedliche Anforderungen der Industrie zu generieren und in Form sogenannter „Network Slices“ für den Nutzer maßgeschneidert bereitzustellen. Verschiedene Network Slices können dabei auf einer gemeinsamen physischen Infrastruktur betrieben – und damit dem Nutzerbedarf nach der Realisierung unterschiedlicher Anforderungsprofile für seine Netzkommunikation konfliktfrei und zugleich integrativ gerecht werden. Es werden Fallbeispiele aus Produktion und Logistik aufgezeigt, wie durch 5G-Konnektivität zu Clouddiensten bestehende Anlagen im Sinne eines Retrofits mehr Wertschöpfung leisten – bei gleichzeitig reduzierter Komplexität der lokalen Hardware. Die ansonsten lokal im Anlagendesign einzuplanende Rechnerleistung wird in diesen Beispielen aus der Factory-Cloud als Leistung bezogen. Das 5G Interface zur Cloud bzw. zur Edge garantiert die für die Applikation notwendige Latenzzeit und Verfügbarkeit auch zeitkritischer Anforderungen.

Jürgen Grotepass, Joseph Eichinger, Florian Voigtländer

Blockchain-basiertes Supply Chain Management

Logistik und Supply Chain Management stellen eine Hauptanwendungsdomäne für die Verknüpfung von Blockchain und Smart Contracts mit dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) dar. Durch die Kombination dieser Technologien lassen sich im Supply Chain Management Material-, Informations- und Finanzflüsse synchronisieren und automatisieren sowie zukünftig autonomisieren.

Michael Henke, Axel T. Schulte, Sabine Jakob

Kapitel 1. Grundlagen

Das Supply Chain Management (SCM) ist seit geraumer Zeit in Theorie und Praxis allgegenwärtig. Vor allem auf Grund der hohen Rationalisierungspotenziale, die dem Konzept beigemessen werden, versuchen immer mehr Organisationen ein Supply Chain Management einzuführen. Zum Beispiel konnte IBM offenkundig innerhalb eines Geschäftsjahrs Kosteneinsparungen durch eine nachhaltige Straffung der Wertschöpfungsaktivitäten von circa sieben Milliarden US‐Dollar erzielen (vgl. Wannenwetsch 2005, S. 1).

Hartmut Werner

Kapitel 3. Strategien des Supply Chain Managements

Die unter Kapitel B beschriebenen Führungskonzepte sind eine Plattform für das Supply Chain Management. Basierend auf diesen Ansätzen können in den Lieferketten unterschiedliche Strategien Einsatz finden. Ihre Auswahl hängt von den Besonderheiten der Organisationen ab, wobei sich diese Konzepte in der Supply Chain auf die Versorgung, die Entsorgung und das Recycling von Unternehmensaktivitäten beziehen.

Hartmut Werner

Chapter 6. Formatentwicklung, Betreuungsmodell und Organisationsstrukturen: Ebenen und Erfolgsfaktoren für Nachhaltigkeit in digitalen Lernarrangements

Zugang zu interaktiven Weiterbildungsangeboten skaliert mit offenen digitalen Lernarrangements effektiv auch für große Lerngruppen in geographischer Entfernung. Die Entwicklung digitaler Lehrmittel (z. B. Video) erfordert jedoch lange vor Kursbeginn, wenn konkrete Teilnehmerdaten und Lernbedarfe noch ungewiss sind, umfangreiche Investitionen in Personalressourcen, spezielle Expertisen und Sachmittel. Die Verfügbarkeit des produzierten Lernmaterials als Open Educational Resources (OER) nach Kursabschluss ist allein meist nicht hinreichend für seine nachhaltige Wieder- und Weiterverwertung. Der MOOC „Sustainable Energy for Small Island Developing States (SIDS)“ war ein OER-Projekt der Hamburg Open Online University (HOOU) im Sommer 2016, welches nach Pilotierung in zwei Iterationen weiterentwickelt und erneut durchgeführt worden ist. Mit Daten aus Projektentwicklung und Kurszyklen der jeweils bis zu 1200 Teilnehmer können daraus Erfolgsfaktoren für die effiziente Nachnutzung digitaler Lernarrangements abgeleitet werden. Auf technologischer Ebene ermöglicht eine Trennung von Inhaltselementen und Lernzielen, sowohl einzelne Bausteine als auch die Lernplattform für eine Nachnutzung anzupassen. Auf inhaltlich-didaktischer Ebene erlauben flexible Betreuungsmodelle eine kompetenzorientierte und lernerzentrierte Wissensvermittlung. Auf administrativer Ebene fördert das institutionelle Einbetten in überfachliche Zusammenhänge die Organisationsentwicklung. Werden diese übergeordneten Aspekte in den Phasen Design, Konzeption und Implementierung offener digitaler Kursformate berücksichtigt, so werden die eingesetzten Ressourcen schonender genutzt.

Felix C. Seyfarth, Franziska Wolf, Ellen Pflaum

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

4. Vergabeverfahren – Stufe 1 (Ausschreibung bis Angebot)

Wenn Bauarbeiten beauftragt werden sollen, dann werden die Aufträge dafür nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei kleineren Reparaturarbeiten mündlich erteilt. In der Regel erwartet ein Auftraggeber von einem potenziellen Auftragnehmer (Bauunternehmen) ein Angebot, auf dessen Grundlage dann ein Auftrag erteilt wird.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

5. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des Rechnungswesens (siehe Abb. 5.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

8. Angebotsbearbeitung im Schlüsselfertigbau

Unter Schlüsselfertigbau (SF-Bau) wird die schlüsselfertige Erstellung von baulichen Anlagen verstanden, wofür sich im englischen Sprachraum der Begriff der „turn-key-Projekte“ eingebürgert hat. Dies bedeutet, dass der Auftragnehmer die Verpflichtung übernimmt, ein Bauwerk vollständig und funktionsfähig zu erstellen und es in diesem Zustand an den Auftraggeber zu übergeben. Es hängt vom Einzelfall ab, ob zur schlüsselfertigen Erstellung beispielsweise auch die Möblierung gehört oder ob diese zum Leistungsumfang des Nutzers oder des jeweiligen Mieters gehört.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

6. Durchführung der Kalkulation

Bei der Angebotsbearbeitung im Bauunternehmen (siehe Abb. 6.1) sind verschiedene Arbeitsschritte durchzuführen, deren Umfang und Intensität vom Volumen des Projektes, seinem Schwierigkeitsgrad, dem Standort und von der Vertragsgestaltung abhängen. Die nachstehende Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte bezieht sich vorrangig auf Inlandsprojekte. Bei Auslandsaufträgen gestaltet sich die Angebotsbearbeitung insbesondere im Hinblick auf:

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

Digitales Ideenmanagement als Mitbestimmung 4.0? Chancen und Herausforderungen der Partizipation von Mitarbeitenden in betrieblichen Veränderungsprozessen

Die Akzeptanz neuer Technologien im Arbeitsprozess wird durch die Teilhabe von Mitarbeitenden am Veränderungsprozess gefördert. Eine direkte Partizipation kann insbesondere über ein digitales Ideenmanagement ermöglicht werden, das bestehende Konzepte wie Kontinuierliche Verbesserungsprozesse oder Betriebliches Vorschlagswesen weiterentwickelt. Ziel dieses Beitrages ist es, eine innovative Organisation und Gestaltung des digitalen Ideenmanagements zur Förderung der Partizipation von Mitarbeitenden bei Veränderungsprozessen aufzuzeigen und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen zu diskutieren. Adressiert wird damit, wie digitale Technologien genutzt werden können, um neue Formen der Beteiligung und demokratische Arbeitsformen zu fördern. Im Ergebnis werden ein Prozessmodell des digitalen Ideenmanagements mit den handlungsrelevanten Elementen vorgestellt und die Chancen und Herausforderungen einer Implementierung in der betrieblichen Praxis kritisch diskutiert.

Caroline Ruiner, Vera Hagemann, Marc Hesenius, Matthias Klumpp

Digitalisierung im Gesundheitssektor

Deutschland liegt bei der Digitalisierung des Gesundheitssektors weit hinter vergleichbar entwickelten Sozialstaaten zurück. Die Verantwortung für die Digitalisierung des Gesundheitssektors liegt maßgeblich bei den Leistungserbringern und Krankenkassen, die aufgrund ihrer Selbstverwaltungsrechte hier eine besondere Autonomie genießen. Zwischen Leistungserbringern, Krankenkassen und Patienten bestehen starke Interessenkonflikte, die durch die Ökonomisierung des Gesundheitssektors in den vergangenen Jahren weiter an Schärfe gewonnen haben. Die institutionelle Ausgestaltung des Selbstverwaltungsregimes gibt jedoch nur wenige Anreize, diese Interessenkonflikte zu lösen. Insbesondere Verteilungsfragen (z. B. die Finanzierung von Investitionen und die Vergütung von digitalen Gesundheitsangeboten) und Koordinationsfragen (z. B. die Sicherstellung von Interoperabilität) können nur bedingt im Rahmen von Selbstverwaltung gelöst werden und bedürfen staatlich-hierarchischer Intervention.

Moritz E. Behm, Tanja Klenk

Digitale Polizeiarbeit

Aus der fortschreitenden Digitalisierung alltäglicher Aktivitäten ergeben sich erhebliche Potenziale, aber auch Herausforderungen für die Polizeiarbeit. Einerseits können elektronische Hilfsmittel die Erfüllung der Aufgaben erheblich erleichtern, andererseits rüsten auch Kriminelle technologisch beständig auf. Die Bekämpfung der Kriminalität dürfte auch im digitalen Zeitalter einem Wettlauf zwischen Hase und Igel ähneln, da die Polizei auf einige Instrumente verzichten muss, die technologisch verfügbar sind, während Straftäter sich jede neue Methode aneignen können und dies auch tatsächlich tun. Besonders umstritten sind u. a. Techniken zur automatisierten Bild- und Videoanalyse sowie die sogenannte vorhersagende Polizeiarbeit, welche zwar die Einsatzplanung unterstützen, aber auch zur Diskriminierung von Personen führen kann.

Constantin Houy, Oliver Gutermuth, Sharam Dadashnia, Peter Loos

Kapitel 7. Die Organisation der Familienzentren

In diesem Kapitel steht die Organisation von Familienzentren im Mittelpunkt. Dazu wird eingangs auf die Leitungen, ihre Funktion und ihre Ressourcen eingegangen (7.1). Anschließend folgt die Vorstellung der Teamorganisation (7.2).

Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding

Chapter 12. Arbeitszeitmodelle flexibel und bedarfsorientiert gestalten

Das klassische und ebenso starre Zeitmodell des „8-h-Arbeitstages“ geht zunehmend am Bedarf vieler Betriebe und deren Beschäftigter vorbei. Einerseits müssen Unternehmen stetig ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, um konjunkturelle Schwankungen auffangen zu können. Kundenbedarfe lassen sich immer schwerer prognostizieren und kommen kurzfristig auf die Unternehmen zu. Eine große Flexibilität ist gefordert, um die Kapazität an die Nachfrage anpassen zu können. Andererseits haben sich die Anforderungen von den Beschäftigten an die Arbeitszeit erheblich verändert. Fachkräfte legen heutzutage großen Wert darauf, Beruf und Familie besser in Einklang bringen zu können. Die Lösung kann nur mit innovativen und bedarfsgerechten Arbeitszeitmodellen erreicht werden. Sie bieten die Chance zu attraktiven Arbeitsplätzen, welche die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen und gleichzeitig dem Unternehmen helfen, in jeder Auftragslage geeignet reagieren zu können. Es resultiert ein Ansatz, der allen Beteiligten hilft, den gefürchteten Arbeitsplatzabbau auch bei kritischer Auftragslage zu vermeiden.

Arno Reitmayer

Kapitel 8. Operative Gestaltung des Qualitätsmanagements für Dienstleistungen

Für die operative Umsetzung des Total Quality Managements ist ein systematischer Einsatz konkreter Instrumente des Qualitätsmanagements von Dienstleistungen notwendig, um in den verschiedenen Phasen des Leistungserstellungsprozesses eine hohe Qualität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird in diesem Kapitel der Regelkreis des Qualitätsmanagements, bestehend aus den vier Phasen der Qualitätsplanung, -lenkung, -prüfung und -managementdarlegung herangezogen. Von diesem Konzept ausgehend werden hieran anschließend für jede einzelne Phase die vielfältigen Instrumente zur Umsetzung des Qualitätsmanagements erläutert und ihre Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Das Kapitel schließt mit Möglichkeiten zur Abstimmung und Integration der einzelnen Phasen zu einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem von Dienstleistungen.

Manfred Bruhn

Kapitel 5. Die Vorbereitung des Mitarbeitergesprächs

Eine gute Vorbereitung und Planung des Mitarbeitergespräches ist eine wichtige Voraussetzung für dessen positiven Verlauf. Ort, Zeitpunkt und Gesprächsstrategie gilt es festzulegen. In einem Mitarbeiterbriefing sollten die Zielsetzung und die eigenen Erwartungen an das Gespräch dem Mitarbeiter gegenüber kommuniziert werden.

Doris Brenner

Erfahrungen im Einführungsprozess der Strategischen Personalplanung

Die Vorgehensweise der Strategischen Personalplanung (SPP) verfolgt die Übersetzung der Unternehmens- oder Geschäftsbereichsstrategie in eine Personalstrategie. Es können mit ihr langfristig wirkende Entscheidungen vorgedacht, bestätigt, nachverfolgt oder hinterfragt werden. Neben der Vorgehensweise der SPP erörtern die Autorinnen insbesondere die Voraussetzungen in der HR-Organisation, die für die Implementierung einer Strategischen Personalplanung zu schaffen sind, und welche sonstigen Einflussfaktoren von den verantwortlichen Akteuren zu berücksichtigen sind. Dabei betrachten sie die SPP weniger als klassisches Planungsinstrument, sondern eher als Instrument, das eine fundierte Entscheidung zur Strategiebildung ermöglicht.Eine in den Planungsprozessen des Unternehmens integrierte Strategische Personalplanung schafft die Möglichkeit, geeignete HR-Maßnahmen frühzeitig einzusetzen, damit sie rechtzeitig wirken können. Basierend auf der Unternehmensstrategie ist das Ziel, die zukünftig geforderten Kapazitäten und Kompetenzen im Unternehmen zu erhalten, zu schaffen oder neu zu verorten. Damit ist die SPP ein wertvolles Instrument, um den Kurs der Personalstrategie zu bestimmen.

Traudel de la Roi, Jasmin Krabat

Der Fremdvergleichsgrundsatz im Spannungsfeld des Country-by-Country Reporting

Wie bereits im Kapitel zur innerstaatlichen Umsetzung des Country-by-Country Reporting und automatischen Informationsaustauschs aufgezeigt wurde, besteht aufgrund der inhaltlichen Ausgestaltung des länderbezogenen Berichts das Risiko für Fehlinterpretationen seitens der Finanzverwaltung. Solche Fehlinterpretationen erhöhen die Gefahr von ungerechtfertigten – nicht mit dem Fremdvergleichsgrundsatz im Einklang stehenden – Einkünftekorrekturen. Das Potenzial für Fehlinterpretationen wird durch die von der Finanzverwaltung angestrebte Ausweitung der automatischen Risikobewertung verstärkt, z.B. im Rahmen von Kennzahlenanalysen auf Basis des CbCR.

Christian Heider

Umsetzung von Country-by-Country Reporting und Internationalem Informationsaustausch

Das im Zuge des BEPS-Projekts von der OECD (weiter)entwickelte CbCR hat seinen Ursprung in Initiativen diverser NGOs, die Großkonzerne der Rohstoffindustrie in den Jahren 2002 und 2003 zu mehr Transparenz verpflichten wollten. Die Zielsetzung dieser Initiativen besteht darin, Zahlungsströme an Regierungen von ressourcenreichen Entwicklungsländern zu veröffentlichen, um der lokalen Bevölkerung ein Kontrollinstrument an die Hand zu geben, ob ihr Staat für den Abbau von Bodenschätzen eine adäquate Vergütung erhält. Aufbauend auf diesen – auf wenige Branchen und Staaten ausgerichteten – Transparenzinitiativen entwickelten Murphy und Christensen ein erstes Konzept für eine öffentliche Berichterstattung multinationaler Unternehmen, das im Laufe der nächsten Dekade weiter konkretisiert wurde.

Christian Heider

Bestimmung fremdüblicher Verrechnungspreise und deren Dokumentation – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Bei einem multinationalen Konzern handelt es sich um eine Gruppe rechtlich selbständiger Unternehmen, die wirtschaftlich einheitlich geleitet werden und deren wirtschaftliche Tätigkeit sich über mehrere Staaten erstreckt. Die im Konzern verbundenen Unternehmen sind in ihrer Handlungsfähigkeit häufig stark von den Interessen der leitenden Unternehmen abhängig. Um die konkrete wirtschaftliche Lage des Konzerns als wirtschaftliche Einheit darzustellen, wird ein eigenständiger Gruppenabschluss für den gesamten Konzern aufgestellt (§ 290 HGB).

Christian Heider

4. Die Modelle der berufsbegleitenden Promotion

Über Block-, Wochen- und Leave-Modell sowie weitere Promotionsmöglichkeiten

Dieses Kapitel ist das Herzstück des Buches und widmet sich den verschiedenen Modellen der berufsbegleitenden Promotion (das Blockmodell, das Wochenmodell, das Leave-Modell, die klassische Industriepromotion, die freie Promotion und die sonstigen Modelle). Diese werden im Detail vorgestellt und mit zahlreichen persönlichen Beispielen unterlegt. Des Weiteren wird auf kostenpflichtige berufsbegleitende Promotionsprogramme eingegangen, die ihre Tücken haben können, und es werden konkrete Beispiele aus Unternehmen und dem öffentlichen Dienst vorgestellt. Zudem wird eine Beispielrechnung zum notwendigen Zeiteinsatz einer Promotion angestellt, auf die im Laufe des Buches immer wieder verwiesen wurde und wird. Abschließend wird noch ein wertender Blick auf berufsbegleitende Promotionen insgesamt geworfen.

Dennis Kaiser

7. Berufsbegleitende Promotionen aus Unternehmenssicht

Gründe, vertragliche Ausgestaltung und Behandlung von Forschungsergebnissen

Dieses Kapitel geht aus der Unternehmenssicht auf berufsbegleitende Promotionen ein. Zunächst werden dafür Gründe beleuchtet, aus denen Unternehmen berufsbegleitende Promotionen fördern sollten. Dazu gehören unter anderem der Aufbau von neuem Wissen sowie eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber. Der Großteil des Kapitels widmet sich dann den vertraglichen Ausgestaltungsmöglichkeiten zum Gehalt, den Rückzahlungspflichten, den Forschungsgeldern, den Reisekosten sowie einer zusammenfassenden beispielhaften Vertragsgestaltung. Abgerundet wird das Kapitel durch einen Blick auf die Behandlung und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen.

Dennis Kaiser

3. Überblick Promotionsarten

Die Alternativen zur berufsbegleitenden Promotion

Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Promotionsarten. Neben der berufsbegleitenden Promotion sind dies die Promotion bei einer Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter an einer Universität sowie die Promotion auf Stipendienbasis, wobei der Fokus in diesem Kapitel auf den letzten beiden Arten liegen wird. Jede Promotionsart wird kurz vorgestellt und dann eingeordnet, um zu zeigen, dass jede Art Vor- und Nachteile mit sich bringt. Abschließend werden zwei Exkurse präsentiert zur Ehrendoktorwürde sowie zur Möglichkeit, mehrere Doktortitel zu erwerben und zu führen.

Dennis Kaiser

§ 24. Erbbaurecht, Wohnungseigentum und Bergwerkseigentum

a) Grundeigentumsähnliche Rechte: Als „grundstücksgleiche Rechte“ bezeichnet man ungenau solche Grundstücksrechte, welche wie das Eigentum ein umfassendes und dauerndes oder doch länger andauerndes Nutzungsrecht am Grundstück geben und die dadurch rechtlich dem Grundeigentum so angenähert werden, dass für sie ein eigenes Grundbuch geführt wird. Natürlich kann ein Recht einem Grundstück weder gleich noch ähnlich sein, wohl aber kann es dem Grundeigentum ähnlich sein, weshalb die genannten Rechte hier als „grundeigentumsähnlich“ bezeichnet werden. Es handelt sich um das Erbbaurecht, um das Wohnungseigentum und um das Bergwerkseigentum. Dazu gehören ferner die in der ehemaligen DDR nach §§ 287–294 ZGB begründeten Nutzungsrechte, welche das Errichten und Halten eines Gebäudes auf fremdem Boden gestatteten (Gebäudeeigentum).

Professor em. Dr. Dr. h.c. Hans Josef Wieling, Professor Dr. Thomas Finkenauer

Chapter 3. Wenn leichte Aufgaben es einem schwer machen: Teamleistung und Teamziele

Marc Wagner, Managing Partner bei T-Systems Detecon, gibt Auskunft darüber, ob Teams sich selbst Ziele setzen oder diese besser vorgegeben bekommen sollten. Wir zeigen auf, dass es manchmal vorteilhaft ist, ein Ziel zu verfehlen, und beschäftigen uns mit dem Zusammenhang von Zielen, Aufgaben, Belohnung und Leistung, was einige Überraschungen bereithält.

Joachim Hasebrook, Benedikt Hackl, Sibyll Rodde

Kapitel 1. Beton

Beton und Mörtel sind bis heute die meist verwendeten Stoffe im Bauwesen und folglich für den Bauingenieur von besonderer Bedeutung.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Nicht ohne meine Familie

Der Inhaberstrategieprozess als prozessuales Instrument zur Erstellung einer Familienverfassung im Rahmen einer Stiftungsgründung

Viele Unternehmer tüfteln ihre Stiftungslösung im stillen Kämmerlein, unterstützt von Rechtsanwälten und Steuerberatern aus. Besser wäre es, vorher in einem strukturierten Prozess zur Erstellung einer Familienverfassung die Kernfragen und Interessen in Familie und Unternehmen mit allen Beteiligten zu sortieren und gemeinsam zu besprechen. Je nach Ausgang dieser Diskussion ist eine Stiftungsstruktur genau richtig, oder auch komplett falsch.

Dominik von Au

Finanzielle Aspekte im Kontext von Familienstiftungen

Bei allen erfolgsorientierten Unternehmen ist die Finanzpolitik ein wichtiger Faktor, der sowohl an den Bedürfnissen des Unternehmens als auch den externen Rahmenbedingungen ausgerichtet werden muss. Dies gilt auch für Stiftungsunternehmen, sodass im ersten Abschnitt dieses Kapitels die Besonderheiten der Finanzierungs- sowie Ausschüttungspolitik solcher Institutionen thematisiert werden. Die Verbindung zwischen einem Unternehmen und einer Familienstiftung wird dabei typischerweise durch die Übertragung von Eigentumsanteilen geschaffen. Aufgrund der spezifischen Eigenschaften wird dieser Prozess im zweiten Abschnitt dieses Kapitels näher beleuchtet. Schließlich haben die Familienmitglieder eine besondere Stellung im Rahmen einer Familienstiftungslösung. Deren Ausscheiden hat somit potenziell sowohl finanzielle als auch organisatorische Folgen, die es im letzten Abschnitt zu diskutieren gilt.

André Betzer, Dmitry Bazhutov

Die unternehmensverbundene Doppelstiftung als zukunftsorientierte Eigentümerstruktur für Familienunternehmen – Stiftungsorganisation

Die Stiftung hat sich zu einem beliebten unternehmerischen Gestaltungsinstrument entwickelt, die als nutzenbringender Baustein zwischen die Familie und die operative Tätigkeit geschaltet werden kann (Bindeglied der Familie zum Unternehmen). Das Familienvermögen wird bestenfalls durch die Familienstiftung generationsübergreifend für die Stifterfamilie nach einheitlichen Spielregeln für alle Familienmitglieder verwaltet. Sie wird daher von uns malerisch auch gerne als das „weitere Familienmitglied“ verstanden (Siepmann-Stiftung; Aldi Süd). Möchte der Stifter sich mit seinem Unternehmen gleichwohl durch eine altruistische Zielsetzung positionieren und seine Werte auch außerhalb der Familie an die Gesellschaft weiter- bzw. zurückgeben, so wird er sich sinnvollerweise einer gemeinnützigen Stiftung bedienen (Repräsentatives Beispiel: Carl-Zeiss-Stiftung). Die Sinnhaftigkeit einer Kombination beider Zielsetzungen durch den Einsatz „einer“ Doppelstiftung als Holding des Unternehmens werden wir in diesem Beitrag abbilden.

Thorsten Klinkner, Mattheo Ens, Martin Buß

§ 4. Die Nichtleistungskondiktion

a) Das Merkmal „auf Kosten“: Neben den Leistungskondiktionen gibt es als zweite und letzte Gruppe von Bereicherungsansprüchen die Nichtleistungskondiktionen. Wie ihr Name sagt, sind sie zunächst negativ dadurch gekennzeichnet, dass sie keine Leistungskondiktionen sind; sie kommen also nicht in Betracht, wenn der Bereicherte etwas durch eine Leistung des Bereicherungsgläubigers erlangt hat. Das Gesetz umschreibt die Art der Bereicherung dadurch, dass sie nicht durch eine Leistung des Entreicherten zustande kommt, sondern „in sonstiger Weise“.

Professor em. Dr. Dr. h.c. Hans Josef Wieling, Professor Dr. Thomas Finkenauer

4. Solarthermische Wärmenutzung

Ein Teil der von der Sonne eingestrahlten Strahlungsenergie kann mit Hilfe von Absorbern in Wärme umgewandelt werden. Zusammen mit anderen notwendigen Komponenten bilden diese Absorber die thermische Solaranlage. Thermische Solaranlagen sind damit also Anlagen, die Solarstrahlung in Wärme wandeln und sie dadurch für eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen nutzbar machen (z. B. Schwimmbadwassererwärmung, Trinkwarmwasserbereitung, Raumwärmenachfragedeckung, Prozesswärmebereitstellung, Verfügbarmachung von Antriebswärme für solare Kühlung). Im Folgenden werden die dafür wesentlichen physikalischen Grundlagen der Energiewandlung dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Prof. Dr. Agis Papadopoulos, M.Sc. Lucas Sens, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher

4. Optische Komponenten

In diesem Kapitel werden die wichtigsten optischen Komponenten vorgestellt und näher erläutert. Dies umfasst neben Planplatten, Umlenkprismen, Umkehrprismen und Dispersionsprismen auch Spiegel und unterschiedlichste Linsen. Zudem werden der Aufbau und die Funktionsweise optischer Schichten wie Reflexionsschichten, Antireflexschichten und Filterschichten behandelt. Weiterhin wird auf Beugungsgitter, Polarisatoren, Polarisationsfilter und Verzögerungsplatten sowie Strahlteiler eingegangen. Abschließend erfolgt eine Übersicht der Funktionsweise optischer Fasern zur Lichtübertragung wie Stufenindexfasern und Gradientenindexfasern.

Christoph Gerhard

10. Zusammenfassender Vergleich

In den Kapiteln 3–9 werden verschiedene Möglichkeiten zur Wärme- und/oder Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien detailliert diskutiert; dabei werden jeweils die physikalischen Grundlagen und die Technik bzw. Systemtechnik umfassend dargestellt sowie ausgewählte ökonomische und ökologische sowie weitere Energiesystem-relevante Zusammenhänge und Kenngrößen ermittelt. Damit ist noch keine Aussage darüber getroffen, wie die einzelnen Techniken für die Nutzbarmachung erneuerbarer Energien untereinander und im Vergleich zu den jeweiligen Möglichkeiten zur Nutzung fossiler Energieträger – im Hinblick auf die Erfüllung einer bestimmten Versorgungsaufgabe – zu bewerten sind. Daher werden im Folgenden einzelne der hier untersuchten Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer und fossiler Energien kursorisch gegenübergestellt. Dabei können aber immer nur Systeme bzw. Techniken sinnvoll miteinander verglichen werden, welche die gleiche End- bzw. Nutzenergie bereitstellen (d.h. Strom, Wärme). Deshalb wird bei der folgenden Gegenüberstellung im Wesentlichen unterschieden zwischen den Möglichkeiten zur Stromerzeugung, ggf. auch im Rahmen einer Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), und einer Wärmebereitstellung.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, M.Sc. Lucas Sens

1. Einführung und Aufbau

Ziel der Ausführungen dieses Buches ist es, die Möglichkeiten und Grenzen einer Nutzung des regenerativen oder erneuerbaren Energieangebots umfassend darzustellen und vertieft zu diskutieren. Deshalb werden sowohl die physikalischen und technischen Grundlagen dargestellt als auch unterschiedliche Kenngrößen erarbeitet, die eine umfassende Einordnung dieser Optionen in das Energiesystem ermöglichen. Um dem Anspruch einer einfachen, verständlichen und transparenten Darstellung der z. T. sehr verschiedenartigen Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien möglichst nahe zu kommen, sind die einzelnen Kapitel, in denen die unterschiedlichen Varianten erläutert werden, vergleichbar aufgebaut – soweit dies möglich und sinnvoll ist.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, M.Sc. Lucas Sens, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher

2. Äußerungsrecht/Bildnisrecht

Neben der Verletzung geistiger Eigentumsrechte potenziert das Internet freilich auch die Verletzung von Persönlichkeitsrechten v. a. durch rechtswidrige Äußerungen und rechtswidrige Bildnisverbreitungen. Herabsetzende oder ehrverletzende Äußerungen sind durch die digitalen Kommunikationskanäle des Internets schnell verbreitet und können – ganz nach dem Motto „Das Internet vergisst nie“ – umso weniger schnell wieder gelöscht werden. Auch die Anonymität des Netzes trägt seinen Teil dazu bei, dass die Kommunikationskultur zunehmend verroht und Betroffene immer enthemmter diskreditiert werden. Internetplattformen und soziale Netzwerke intensivieren die Gefährdungslage für Betroffene, sodass insbesondere das Allgemeine Persönlichkeitsrecht in der Praxis weiter an Relevanz gewinnt.

Severin Riemenschneider

5. Marken- und Lauterkeitsrecht am Beispiel von Domainrecht, AdWords und Influencer-Marketing

In diesem Kapitel werden das Marken- sowie das Lauterkeitsrecht an den Beispielen des Domainrechts und des Influencer-Marketings näher erläutert. In diesem Rahmen wird auch die Problematik rund um sog. AdWords aufgezeigt. Marken- und Lauterkeitsrecht hängen unweigerlich zusammen, da die Verletzung eines Markenrechts oft auch wettbewerbsrechtliche Implikationen zur Folge hat. Das Domainrecht hingegen ist eine Querschnittsmaterie, die eine Vielzahl anderer Rechtsgebiete tangiert. Es soll daher erst im Nachgang beschrieben werden, obgleich es unweigerlich Bezüge zum Marken- und Lauterkeitsrecht, v.a. aber auch zum bürgerlich-rechtlichen Namensrecht aufweist. Das Kapitel schließt mit einer Darstellung der rechtlichen Grundzüge des Influencer-Marketings, welches ebenfalls starke Bezüge zum Marken- und Lauterkeitsrecht aufweist.

Ruben Schneider

4. eCommerce

Der elektronische Geschäftsverkehr (eCommerce) gewinnt zunehmend an Bedeutung und verzeichnete insbesondere im Bereich des klassischen Versandhandels in den vergangenen Jahren erhebliche Wachstumsraten. Nach einer Studie des HDE-Handelsverband Deutschland wuchs der deutsche Onlinehandel 2018 auf ein Volumen von 53,4 Mrd. Euro. Damit ist der eCommerce-Umsatz im Vergleich zu 2017 um 4,7 Mrd. Euro gestiegen. Für 2019 wurde in Deutschland ein weiterer Anwuchs auf ein Umsatzvolumen i. H. v. 57,8 Mrd. Euro erwartet. Tatsächlich hat der eCommerce-Umsatz sogar die 70,0 Mrd. Euro-Marke überschritten.

Louisa Specht-Riemenschneider

1. Urheberrecht

Schutzrechte an immateriellen Gütern unterliegen in einer zunehmend digitalisierten Umgebung einer besonderen Verletzungsgefahr. Dies gilt auch und gerade für das Urheberrecht.Über das Internet können urheberrechtlich geschützte Werke mit nur einem Mausklick kopiert und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfüegung gestellt werden, womit vielfache Rechtsverletzungen einhergehen. Dieses Kapitel erläutert diese internetspezifischen Herausforderungen für das Urheberrecht. Nach einer Darstellung des materiellen Urheberrechts (Abschn. 1.1 ff.) folgen Ausführungen zur Behandlung von Rechtsverletzungen (Abschn. 1.10), die auch für die Bereiche des Marken- und Persönlichkeitsrechts von grundsätzlicher Relevanz sind. Das Kapitel schließt mit einer Erläuterung der internationalen Bezüge des Urheberrechts (Abschn. 1.11).

Louisa Specht-Riemenschneider

1. Standortbestimmung der Plattformökonomie

Die Bankenbranche steht vor großen Herausforderungen. Plattformen und digitale Technologien sowie die dadurch initiierte Veränderung des Kundenverhaltens lassen einen rasanten Wandel im Banking erkennen. Dieser erinnert an die digitale Disruption bankenfremder Branchen durch Firmen, die als Vorreiter in der Plattformökonomie gelten: Google, Amazon, Facebook und Apple. stehen mit ihrer dominanten Marktstellung im Zentrum der digitalen Ökonomie, weswegen die sogenannte Plattformökonomie auch als „GAFA-Ökonomie“ bezeichnet wird.

Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

Kapitel 4. Allgemeines Vertragsrecht

Im unternehmerischen Geschäftsverkehr schließen die Beteiligten eine Vielzahl unterschiedlicher Verträge. Einige Vertragsarten wurden bereits angedeutet. Es bestünde die Möglichkeit, sämtliche auch nur denkbaren Verträge dezidiert voneinander abzugrenzen. Der Übersichtlichkeit und dem Grundverständnis ist dies jedoch nicht dienlich. Deshalb konzentrieren sich die nachstehenden Ausführungen auf einige grundsätzliche Typen von Verträgen. Ein Grundverständnis von Kauf-, Werk- und Dienstleistungsverträgen kann im unternehmerischen Geschäft sehr hilfreich sein.

Jean L. Saliba

Kapitel 5. Spezifisches Vertragsrecht

In den vorangegangenen Kapiteln wurde das Zustandekommen von Verträgen behandelt. Zudem wurden grundsätzliche Erwägungen zum Vertragsrecht angestellt. Beides ist von essenzieller Bedeutung und der Betrachtung eines bestimmten Vertrages vorzuschalten, als der potentiell Vertragsschließende wissen sollte, mit welcher Handlung man sich möglicherweise schon vertraglich binden würde. Dies gilt für den Hauptvertrag, aber auch für die dem Hauptvertrag vorgeschalteten Vertragsverhältnisse.

Jean L. Saliba

24. Financial Lines – D&O-Versicherung

Dieses Kapitel vermittelt dem Leser einen Überblick über die D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung). Sie wird auch als Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Aufsichtsräten, Vorständen und Geschäftsführern, Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung bezeichnet und bietet den Unternehmensleitern Schutz vor einer persönlichen Inanspruchnahme wegen einer tatsächlichen oder vermeintlichen Pflichtverletzung als Organ einer Gesellschaft. Dabei orientiert sich dieses Kapitel an den Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die D&O-Versicherung, den „Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Aufsichtsräten, Vorständen und Geschäftsführern (AVB D&O)“, Stand Mai 2019. Diese Bedingungen sind für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und ihre Verwendung ist rein fakultativ. Viele Versicherer nutzen abweichende Bedingungen. Hinzu kommen sogenannte „Maklerwordings“, also von Versicherungsmaklern entwickelte oder weiterentwickelte Versicherungsbedingungen sowie Individualvereinbarungen.Es wird zunächst kurz auf die Entwicklung der D&O-Versicherung eingegangen, um anschließend den Umfang der D&O-Versicherung darzustellen. Der Umfang gliedert sich in den Gegenstand der Versicherung, den zeitlichen, sachlichen und örtlichen Umfang sowie die Ausschlüsse. In der gebotenen Kürze können nicht alle Regelungen einer D&O-Versicherung erschöpfend dargestellt werden. Die allgemeinen Regelungen zum Beginn des Versicherungsschutzes und der Beitragszahlung, der Dauer und dem Ende des Vertrages einschl. der Kündigung, zur Anzeigepflicht, Gefahrerhöhung, anderen Obliegenheiten sowie zu einigen weiteren Vertragsregelungen werden im Hinblick auf den Umfang der Darstellung nicht erläutert.

Marcel Wilms, Christopher Schatz

16. Industrieversicherer im Marktumfeld der Industrieversicherung

Die Risikolandschaft für Unternehmen befindet sich in ständigem Wandel. Hierdurch bedarf es einer entsprechenden Anpassung der Industrieversicherungsbranche. Industrieversicherung und die Zusammenarbeit mit Industrieversicherern ist für Unternehmen in sämtlichen Bereichen des Risikomanagements von essenzieller Bedeutung. Durch unterschiedliche Versicherungskonzernzusammensetzungen und Rechtsformen ergeben sich Schwerpunkte in der Betreuung verschiedener Kundensegmente im Geschäftskundenbereich. Dementsprechend müssen sich die im deutschen Versicherungsmarkt stark untereinander konkurrierenden Versicherer in diesem Bereich unterschiedlichen Kundenanforderungen stellen. Ein ganzheitliches Risikomanagement auf Seiten des Industrieunternehmens sowie auf Seiten des Versicherungsunternehmens ist hierbei, unabhängig von der Art und Größe des Unternehmens, unerlässlich. Nur durch die Identifikation der Risiken, sowie dem Umgang, die Prävention und nicht zuletzt die Absicherung dieser, kann die Wirtschaft wachsen und nach stetigen Innovationen streben. Die sich verändernde Umwelt ist hierbei in Form von Datennutzung sowie Risikoinformationsgenerierung und -austausch ein positiver Beschleuniger der Industrieversicherungsbranche, gleichzeitig fordern die Veränderungen neue und innovative Risikomanagement- und Versicherungsansätze zur Erhaltung der Sicherheit für die deutsche Industrie.

Christopher Lohmann, Stefan Sowietzki, Pauline Gewand

15. Bedeutung und Zukunft des Industrieversicherungsmaklers in Deutschland

Der Industrieversicherungsmarkt in Deutschland befindet sich gegenwärtig in Bewegung. Veränderte Marktrahmenbedingungen erhöhen den Wettbewerbsdruck und die sich wandelnde Risikolandschaft bedingt veränderte Erwartungen an die Marktteilnehmer. Dazu gehören mitunter erhöhte Ansprüche an die Serviceleistungen hinsichtlich der Aspekte Transparenz, Einfachheit und Reaktionsschnelligkeit sowie die Unterstützung beim professionellen und antizipativen Umgang mit betrieblichen Risiken. Diese Entwicklungen werden als Anlass genommen, das klassische Dienstleistungsrepertoire des Industrieversicherungsmaklers (IVM) den heutigen Kundenbedürfnissen gegenüberzustellen und ein Anforderungsprofil für seine zukünftige Rolle in der Wertschöpfungskette der Industrieversicherung zu erstellen. Durch eine solche Positionierung im Einklang mit den veränderten Kundenbedürfnissen kann es dem IVM gelingen, seine Rolle als unverzichtbarer Risikopartner in einem sich ändernden Marktumfeld zu erhalten und weiter auszubauen. Diesbezüglich besteht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Risikobeurteilung eines Unternehmens, der den Fokus auf die Kernbereiche Risiko, Kapital und Mensch richtet. Mithilfe quantitativer Risikoberatung, digitaler Plattformen und einer zu schaffenden Risikokultur können Risikopotenziale im Unternehmen frühzeitig identifiziert, transparent gemacht und diesen letztlich mit entsprechenden Handlungs- und Absicherungsalternativen begegnet werden.

Mathias Pahl, Mirko Domazet, Juliane Ressel

14. Versicherungsnehmer und Firmenverbundener Vermittler

Industrieunternehmen haben aufgrund ihrer (meist internationalen) Geschäftstätigkeit typischerweise große Risiken. Insbesondere das Zusammenwirken verschiedenster Risiken erhöht die Komplexität und erschwert die Risikosituation. Aus diesem Grund müssen sich Industrieunternehmen mit den vorhandenen und potenziellen Risiken auseinandersetzen, um ihre Existenz und ihre Ziele zu schützen. Dazu muss entschieden werden, wie mit den Risiken umgegangen wird. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der Risikotransfer. Eine Möglichkeit des Risikotransfers ist die Nutzung von Versicherungslösungen. Dafür müssen die Industrieunternehmen als Versicherungsnehmer die Risiken am Versicherungsmarkt platzieren. Eine Möglichkeit ist die Nutzung eines Firmenverbundenen Vermittlers, welcher rechtlich und wirtschaftlich an das Industrieunternehmen gebunden ist und sämtliche Aufgaben und Tätigkeiten eines Versicherungsmaklers ausüben kann. Vorteile hierbei sind zum Beispiel die bestmögliche Kenntnis der relevanten Risiken verbunden mit einer klaren und eindeutigen Interessenlage, die Erfüllung der einschlägigen Vorschriften zur Einnahme von Provisionen und die Transparenz der Kostenstruktur. Außerdem regelt der Firmenverbundene Vermittler in der Regel nicht nur den Versicherungseinkauf, sondern gesamthaft das betriebliche Risikomanagement, zumindest der versicherbaren Risiken. Schlussendlich muss der Versicherungsnehmer den geeigneten Versicherungsvermittler unternehmensindividuell anhand der spezifischen Risiken wählen. Es kann sinnvoll sein, einen Firmenverbundenen Vermittler für das Hauptgeschäft und gegebenenfalls unterstützend einen Spezialmakler für außergewöhnliche Risiken zu beauftragen.

Jörg Maier, Katharina Faßbender

Kapitel 5. Einsatzanleitung für den E-Business-Generator

Mit der Entstehung solch neuer Möglichkeiten der elektronischen Wertschöpfungsprozesse durch die Nutzung des E-Business geht stets die Entstehung neuer Gründungsaktivitäten einher, welche sich am Markt positionieren, um Gewinne durch die Exploration und Exploitation innovativer Geschäftsideen zu generieren (Amit/Zott 2001). Solch neue Gründungsaktivitäten, basierend auf einer innovativen Idee innerhalb der Digitalen Wirtschaft werden als E-Entrepreneurship bezeichnet und spielen eine Pivotrolle für den sozialen und ökonomischen Fortschritt in unserer Gesellschaft (s. Kapitel 1.1). Es ist daher wichtig, diese neuen Wege der Organisation, Durchführung und Etablierung von Geschäftstätigkeiten en détail zu verstehen.

Tobias Kollmann, Simon Hensellek

7. Prozesse in der Dienstleistungsbeschaffung

Die Nutzung der von Lieferanten bzw. Service Providern erstellten Leistungen erfolgt in Versorgungsprozessen. Dies gilt in besonderem Maße für Dienstleistungen, deren Erstellung ja typischerweise in Prozessen erfolgt, in denen der Abnehmer, also mithin das beschaffende Unternehmen, eingebunden ist. Ausgehend von einer Prozessanalyse (N12, Abschn. 7.2), sind für die benötigten Dienstleistungen die Abläufe zu betrachten und entsprechend zu dokumentieren. Dabei ist, auch für die nachfolgende Ableitung von Prozessstrategien und -ziele (N13, bzw. Abschn. 7.3), den speziellen Herausforderungen der Dienstleistungsbeschaffung angemessen Rechnung zu tragen. Besonderheiten ergeben sich in nahezu allen Phasen der taktischen und operativen Einkaufsprozesse. Der Strategieprozess wurde bereits an anderer Stelle ausreichend differenziert.

Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

6. Dienstleisterstrategie

Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln aufgezeigt wurde, wie der Einkauf eine umfassende Rahmenstrategie für die Dienstleistungsbeschaffung sowie eine darauf aufbauende Supply-Marktstrategie entwickeln kann, soll im in diesem Kapitel erläutert werden, wie er eine strategische Vorgehensweise gegenüber den einzelnen (wichtigen) Dienstleistern entwickeln und festlegen kann. Hierzu werden zunächst die Leistung und die Potenziale eines Dienstleisters bewertet. Mit der strategischen Dienstleisterklassifizierung werden die Inhalte und die Intensität der Zusammenarbeit mit dem Dienstleister grob bestimmt und anschließend in der Dienstleisterstrategie konkretisiert. Zur Umsetzung der Dienstleisterstrategie werden Ziele definiert und strategische Maßnahmen der Dienstleisterentwicklung, -integration und des Beziehungsmanagements ergriffen. Soweit ein Bedarf an neuen Dienstleistern besteht, müssen neue Dienstleister für die Angebotsabgabe und anschließend für die dauerhafte Leistungserbringung freigegeben werden. Auch für neue und bedeutende Dienstleister sollte eine Dienstleisterstrategie entwickelt werden (vgl. Heß 2017, S. 129).

Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

5. Dienstleistungsspezifische Supply-Marktstrategien

Bereits in den vorhergehenden Ausführungen wurde klar, dass für eine gezielte Bearbeitung durch die Beschaffung die Abgrenzung von Märkten erforderlich ist. Nur so können für diese abgegrenzten Bereiche problemspezifische Lösungsansätze entwickelt werden. Dies findet grundlegend anhand von Marktstrategien statt, die die Schaffung einer günstigen Wettbewerbsposition des Unternehmens zum Ziel haben. Allerdings weisen Dienstleistungsmärkte, sofern Sie überhaupt eindeutig von Gütermärkten abgegrenzt werden können, spezifische Merkmale und Herausforderungen auf. Ausgangspunkt für eine solche Betrachtung ist eine eingehende Marktanalyse (N05, Abschn. 5.1). Auf deren Basis erfolgt nicht nur eine weitere Segmentierung, sondern auch die Entwicklung marktspezifischer Ziele (N06, Abschn. 5.2). Diese folgen den vorher beschriebenen Dienstleistungsspezifika. Aus dem Abgleich von Ist-Zustand und Zielvorstellung ergeben sich dann konkrete Gestaltungsfelder und Hebel (N07, dazu Abschn. 5.3) für die Beschaffung auf den jeweiligen Dienstleistungsmärkten. Die Zusammenführung der gewählten Ansätze erfolgt dann im Rahmen der Formulierung bzw. Systematisierung zur Supply-Marktstrategie (N08, siehe Abschn. 5.4). Abschließend werden in Abschn. 5.5 konkrete, kategoriespezifische Beispiele erläutert.

Gerhard Heß, Elmar Holschbach, Florian C. Kleemann

1. Rechtsgrundlagen

Unter betrieblicher Altersvorsorge (bAV) versteht man Leistungen der Alters‑, Invaliditäts‑ oder Hinterbliebenenversorgung, die einem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses zugesagt werden (§ 1 Abs. 1 BetrAVG).

Robert Schwarz

Kapitel 8. Die Förderung erneuerbarer Energieträger aus ordnungspolitischer Sicht

Das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) ist der zentrale Fördermechanismus für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern und somit wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Die verbreitete Kritik, dass dieses Instrument klimapolitisch wirkungslos ist, wird in diesem Beitrag durch das Argument ergänzt, dass aufgrund der Verletzung ordnungspolitischer Grundsätze mit dem EEG eine teure wirtschaftspolitische Interventionsspirale ausgelöst wurde, die mit erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden ist. Für eine volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse bedeutet dies, dass effektivere, effizientere und ordnungskonformere Mittel für die Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele anzustreben sind.

Michael Drewes

4. Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat

Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates besteht darin, zu kontrollieren und zu entscheiden. Jedes deutschsprachige Land kennt dazu eigene Begriffe und Besonderheiten. Entschieden werden müssen die Strategie und die Kontrollstrukturen. Die wohl wichtigste Aufgabe des Aufsichtsrates ist die Ernennung des richtigen CEO, der übrigen Mitglieder des Vorstandes, der Kontrolle dieser Personen sowie die Genehmigung der Strategie.Die Trennung zwischen der strategischen Ebene (Aufsichtsrat) und der operativen (Vorstand), besetzt mit starken und kompetenten Persönlichkeiten auf beiden Ebenen, ist die beste Voraussetzung für das langfristige Gedeihen von Unternehmen. Ausnahme bilden inhabergeführte Firmen.Auch wenn es für CEO oft mühsam ist und diese in ihrem Elan gebremst werden, so ist es doch immer von großem Nutzen wenn ein Gremium da ist, das die Herausforderungen mit etwas mehr Abstand spiegelt und korrigierend eingreifen kann. CEO und Vorstand haben immer einen Informationsvorsprung. Es ist wichtig, dass dies nicht ausgespielt und der Aufsichtsrat ehrlich und umfassend informiert wird.

Clemens Hasler

Mehrsprachigkeit in der Gesundheitsversorgung

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten im Kontext von Mehrsprachigkeit in der Gesundheitsversorgung. Vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund werden Sprachbarrieren und Ressourcen aus Sicht der Patient/innen und der Behandler/innen vorgestellt. Den Abschluss bilden nachhaltige Ansätze zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Gesundheitsversorgung.

Mike Mösko

Kapitel 1. Wandel und Herausforderung – die pharmazeutische Industrie

Der Wunsch, ja das Bedürfnis, Krankheiten zu lindern oder zu heilen, kann ohne Frage als eine der wichtigsten Triebfedern zur Entwicklung von Arzneimitteln im weitesten Sinne angesehen werden. Arzneimittel sind rückdatierbar bis auf 2100 v. Chr., und alle großen Kulturen trugen zur Weiterentwicklung der Medizin und Heilkunst bei.Abriss, pharmaindustriehistorischer

Jörg Breitenbach, Dagmar Fischer

Kapitel 10. Business Development – Geschäftsentwicklung und Lizenzgeschäft

Es gibt eine historische Begebenheit, in deren Mittelpunkt die so genannte „Kappeler Milchsuppe“ steht: Ende Juni 1529 marschierten Zürcher Truppen gegen die Innerschweizer Kantone. In diesem Ersten Kappelerkrieg konnte dank Vermittlung durch neutrale Orte ein Bruderkrieg unter den Eidgenossen verhindert werden. Gemäß den Berichten nutzte das gemeine Fußvolk der beiden Heere die Zeit, während die Führer verhandelten, zu einer Verbrüderung und stellten genau auf der Grenze zwischen den beiden Kantonen einen großen Kochtopf auf ein Feuer. Die Zuger sollen die Milch und die Zürcher das Brot für eine Milchsuppe beigesteuert haben, die dann von beiden Heeren gemeinsam verspeist wurde. Bei Ebertswil steht heute der Milchsuppenstein, ein Denkmal, das an diesen Vorgang erinnert. Auch in Erinnerung an das Ereignis wird noch heute „Kappeler Milchsuppe“ offeriert, wenn ein Streit durch Verhandlung beigelegt werden kann. Für die spätere Geschichtsschreibung und Identitätsfindung der Schweiz hat der große Topf, aus dem alle gemeinsam gegessen haben, einen großen Symbolwert.

Jörg Breitenbach, Jon B. Lewis

Kapitel 13. Quo vadis? – Versuch eines Ausblicks

Vergleicht man die Statistiken einschlägiger Wirtschaftsverbände, Analysen führender Unternehmensberatungen sowie die Schlagzeilen der Wirtschaftszeitungen zur Situation der pharmazeutischen Industrie, so sind die Meinungen über die Zukunft dieses Industriezweiges immer wieder geteilt. Während die Einen die neu eingeführten Medikamente der forschenden Pharma-Unternehmen loben und die Innovationsbilanz herausstellen, malen andere ein eher düsteres Szenario. In ihrem Buch The Truth About Drug Companies beschreibt (Angell M. 2004), dass die Industrie darauf wartet, dass sie von außen gefüttert wird. Sie tritt auf der Stelle und hofft darauf, dass Universitäten und Biotechnologiefirmen eine Fülle neuer Ideen publizieren.

Dagmar Fischer, Jörg Breitenbach

Kapitel 9. Intellectual Property – Patente und Marken

Intellectual Property – geistiges EigentumEigentum, geistiges (intellectual property) – wird als Sammelbegriff für diejenigen Rechtsgebiete verwendet, die in Deutschland zumeist als gewerblicher Rechtsschutz und UrheberrechtUrheberrecht bezeichnet werden. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat man in Deutschland die Notwendigkeit, den gewerblichen RechtsschutzRechtsschutz, gewerblicher gesetzlich zu verankern, allgemein anerkannt. Heutzutage können Patente und MarkenMarke als Bestandteil des geistigen Eigentums eines Unternehmens dessen marktwirtschaftliche Position maßgeblich bestimmen.

Peter Riedl, Wolfgang Thalhammer, Andrea Schuster-Haberhauer, Michael Pohl, Katja Kinzebach

Chapter 7. Das Recht

Hier geht es um Rechtsfragen, die für Online-Medien einschlägig sind: Im ersten Beitrag finden Sie einen Überblick zu den Grundlagen, der Verantwortlichkeit für Online-Inhalte und der Verlinkung. Der zweite Beitrag ist dem Urheberrecht und der Verwertung gewidmet, der dritte dem Persönlichkeits- und Bildnisrecht. Im vierten Beitrag geht es um Fragen des Datenschutzes.

Gabriele Hooffacker

2. Ausgangssituation

Mittlerweile ist er angekommen in der Politik und der Automobilbranche, der Widerspruch zwischen unserem Recht auf Mobilität und der strukturellen und industriellen Überforderung, vorausschauend Klimawandel und demografischen Wandel in Betracht zu ziehen. Es braucht mehr denn je in Zeiten vor, während und nach einer Pandemie den Vergleich von Anspruch und Wirklichkeit, um den Spielraum für das Mobilsein von heute und morgen abzustecken und zu realisieren. Einblicke in wesentliche Mechanismen und Kennzahlen lohnen, ebenso die Einflussnahme und das Zusammenspiel von Individual- und Güterverkehr. Wir werden einen Blick in die Informationstechnologie und lenken via Verkehrsmanagementsysteme das Augenmerk auf technologische und informationstechnische Trends wie dem Internet der Dinge und der Industrie 4.0.

Barbara Flügge

9. Innovation und Legitimation an den Außengrenzen der EU: Die Situation der Geflüchteten in Sizilien

Wie steht es um die Innovationspotenziale und Legitimationsprobleme im lokalpolitischen Kontext Siziliens als Beispiel für eine Region an den Außengrenzen der EU, die aufgrund der geographischen Lage zu einem der Hauptankunftsorte von auf dem Seeweg einreisenden Migrant_innen geworden ist? Im policyanalytischen Bezugsrahmen des Regierens in Mehrebenensystemen („Multilevel Governance“) werden die Legitimationsprobleme migrationspolitischer Praktiken der EU und national im Erfahrungshorizont von befragten lokalpolitischen Akteuren rekonstruiert und Beispiele für innovatives Handeln im Aufnahme- und Integrationssystem Siziliens aufgezeigt. Abschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen der strukturellen Verankerung lokaler Innovationen zugunsten eines „lernenden Systems“ unter krisenpolitischen Gesichtspunkten reflektiert.

Danielle Gluns

Kapitel 8. Grundmodell EAM

Mit diesem Abschnitt beginnt der zweite Teil, in dem die Autoren ihr Modell in den Kontext der praktischen Umsetzung bringen. Als erstes wird im folgenden Kapitel das Grundmodell auf der Basis seiner Herkunft aus dem Enterprise Architecture Management (EAM) erläutert und seine Anwendung in den Kontext der Patientenprozesse gebracht.

Markus Mangiapane, Matthias Bender

4. Protektionistische US-Politik und expansive Fiskalpolitik: Anhaltende Widersprüche

Dieses Kapitel befasst sich mit der Entwicklung der US-Handelspolitik und der Fiskalpolitik unter der Trump-Administration. Es werden mehrere Ungereimtheiten identifiziert und die mittelfristig zu erwartenden Herausforderungen und Problemfelder aufgezeigt. Da die USA eine große Volkswirtschaft sind, zeigt sich, dass Washingtons protektionistische Zollpolitik und inkonsistente Fiskalpolitik mittelfristig sowohl direkte negative Auswirkungen auf die USA als auch negative Auswirkungen auf Europa und Asien/China haben. Dieser populistische Politikansatz der USA wird wiederum neue Konflikte und Probleme verursachen.

Paul J. J. Welfens

3. Ungleichheit, Ergebnisse einer US-Umfrage und Wirtschaftsanalyse: Das Argument für strukturellen Trumpismus

Dieses Kapitel kombiniert neue Erkenntnisse aus der Analyse der wirtschaftlichen Globalisierung und Digitalisierung mit Ungleichheitsstatistiken und neuen US-Umfrageergebnissen, die die Hauptsorgen der US-Haushalte bzw. der Wähler aufzeigen. Während die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit in der US-Umfrage als Problem angesehen wird, äußert die relative Mehrheit der Befragten die Erwartung, dass große Unternehmen Maßnahmen ergreifen werden, um übermäßige Ungleichheit zu korrigieren – eine Sichtweise, die Wunschdenken ist und die für die untere Hälfte der US-Einkommenspyramide zu anhaltender Wählerfrustration führen wird. Dies impliziert ein strukturelles Problem des Populismus in den USA und stellt eine völlig neue Situation dar: mit Herausforderungen für Nordamerika, Europa, Asien und die Welt. Diese neue strukturelle US-Populismushypothese ist mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Handelspolitik und mit Antimultilateralismus verbunden. Dabei wird auch die 2018 veröffentlichte Studie des Council of Economic Advisers widerlegt, die den Pro-Kopf-Konsum in den USA und den nordischen Ländern Europas vergleicht und einen hohen US-Vorsprung behauptet.

Paul J. J. Welfens

11. Schlussfolgerungen zur internationalen Politik

Dieses Kapitel befasst sich mit den Schlussfolgerungen für die internationale Politik, wobei der Schwerpunkt auf den USA, China und Europa – insbesondere der EU27 und dem Vereinigten Königreich – liegt. Es werden mehrere Schlussfolgerungen in Bezug auf politische Optionen für die USA zur Verringerung der Einkommensungleichheit auf mittlere und lange Sicht gezogen. Darüber hinaus werden mehrere Vorschläge für wirtschaftspolitische Entscheidungsträger vorgelegt, um die wirtschaftliche Stabilität auf nationaler und internationaler Ebene zu verbessern. Ein zweistufiges effizientes Rating-System für Staatsanleihen ist eine der wichtigsten institutionellen Innovationen, die vorgestellt werden. Im Hinblick auf die EU werden eine Reihe von Reformen für einen effizienteren Integrationsclub entwickelt und damit Impulse für institutionelles Lernen gegeben. Darüber hinaus werden zentrale Nachhaltigkeitsaspekte und Implikationen diskutiert – es könnte mehr globale Stabilität und Wohlstand erreicht werden.

Paul J. J. Welfens

2. Verhalten der Coachees

Gelegentlich verhalten sich Coachees während eines Business-Coachings auf eine Art und Weise, die es erschwert, inhaltlich oder methodisch mit ihnen zu arbeiten. Dies kann durchaus als schwierig erlebt werden. Im vorliegenden Kapitel werden zwölf solcher Situationen anhand von Praxisbeispielen vorgestellt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Insgesamt 27 erfahrene Coachs legen ihre Sicht auf die einzelnen Situationen offen und geben Antworten auf die Frage, wie die als schwierig erlebten Situationen möglicherweise zustande kamen und was man aus ihrer Sicht in einer solchen Situation tun könnte. Kommentare von: Carla Albrecht, Thomas Bachmann, Ullrich Beumer, Claudia Beutter, Uwe Böning, Isabell Braumandl, Agnes Büchele, Klaus Eidenschink, Beate Fietze, Edeltrud Freitag-Becker, Brigitte Fritschle, Thomas Giernalczyk, Ursula Hermann, Eva Jonas, Wolfgang Knopf, Sebastian Kunert, Sandrina Lellinger, Tom Levold, Eric Lippmann, Mathias Lohmer, Heidi Möller, Achim Mollbach, Joachim Sauer, Sandra J. Schiemann, Kornelia Steinhardt, Peter Uffelmann und Robert Wegener.

Heidi Möller, Jannik Zimmermann

Kapitel 6. Bauherrenkoordination

Der Bauherr ist der König im Bau-Projekt. Als Projektsteuerer sind Sie i. d. R. der Berater des Bauherrn. Sie bündeln die Informationen und bereiten die Entscheidungen vor. Auf der anderen Seite führen Sie die Baustelle und müssen die Schwächen und ggfs. Fehler der anderen aufarbeiten und zu einem guten Ende bringen. Sie sichern zudem die Kosten-, Termin- und Qualitätsansprüche des Auftraggebers. Eine spannungsreiche Aufgabe die Sie fordert.

Sven Schirmer

Kapitel 5. Der Umgang mit den Projektbeteiligten und die Führung im Projekt

Um Menschen zu führen, ist Menschenkenntnis und ein guter Umgang miteinander erforderlich. Ein Sprichwort sagt: „Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück.“ Der richtige Umgang auf Augenhöhe und Verständnis für die Aufgaben und Nöte der anderen sind Grundvoraussetzung für den Führungsanspruch. Sie leiten das Team an und haben daher Vorbildcharakter. In diesem Kapitel gebe ich Ihnen eine Anleitung für ein gelungenes Projekt und den richtigen Umgang untereinander und wie man als Krisenmanager agiert.

Sven Schirmer

Kapitel 8. Vertragsformen/Vergaben

Die Vergabe entscheidet über die Kostenentwicklung des Bauvorhabens. Um eine gute Ausschreibung zur erstellen ist viel Wissen über die Bauausführung, die Baukonstruktion und über Baumaterialien sowie eine Portion Erfahrung bezüglich der Preisgestaltung notwendig. In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Formen der Vergabe sowie Hinweise zur Ausschreibung und den nachfolgenden Vergabe- und Vertragsgesprächen gegeben.

Sven Schirmer

Kapitel 10. Baustellenkoordination

Ein Bauvorhaben gliedert sich in die drei Hauptphasen: Die Planung, die Ausschreibung/Vergabe und die Bauausführung. Bauabläufe sind vielschichtig und zeitlich zu koordinieren und vorauszuplanen. Meist ist zum Zeitpunkt des Baubeginns die Ausführungs- und Detailplanung noch nicht abgeschlossen, so haben Sie neben der Baustelle auch noch die Planung und ggfs. die Behörden zu koordinieren. Hier gilt, das unvorhergesehene gehört zum Baustellenalltag. Es werden Tipps zum Bauablauf, Terminplanung, Bauüberwachung, Mängeln bis zur Abnahme und vieles mehr gegeben.

Sven Schirmer

Kapitel 9. Kosten und Vergütung

Neben der Termineinhaltung ist die Kostenkontrolle und -steuerung die Hauptaufgabe der Projektsteuerung. Bevor ein Projekt zur Ausführung kommt, hat es bereits mehrere Stufen der Kostenermittlung hinter sich. Kein Projekt ist ohne Veränderungen, diese rufen wiederum Kosten- und Terminveränderungen hervor. Hier ist Wissen über die Kostenermittlung und -gestaltung gefragt. Letztendlich entscheiden die Kosten über das Projekt. Diese Kenntnis ist ein Muss für jeden Projektsteuerer.

Sven Schirmer

Kapitel 3. Wie Beginnt Ein Bauvorhaben

Ein kurzer Abriss über den Verlauf eines Bau-Projektes. Ein Bauvorhaben beginnt lange vor dem eigentlichen Baubeginn. Der Projektsteuerer begleitet den Auftraggeber oft von der ersten Projektidee bis zur Baufertigstellung. Vor dem Bauen ist zu planen. Allein der Planungsvorgang benötigt viel Abstimmung und Koordination. Steht fest was gebaut werden soll, ist die Leistung auszuschreiben und zu vergeben. Hier wird über die Kosten entschieden, hält die Kostenberechnung der Marktsituation stand? Ist die Leistung eingekauft kann die Bauabwicklung vor Ort beginnen.

Sven Schirmer

Kapitel 1. Grundwissen

In diesem Kapitel werden einige elementare Beziehungen und Themen der Mathematik, die in der Ingenieurpraxis häufig benötigt werden, behandelt. Das Ziel ist die Auffrischung der Kenntnisse aus der Schulmathematik.

Ziya Şanal

Kapitel 5. Zehn Schritte zur Messung und Steigerung der Kundenzufriedenheit

Nach der Erläuterung der für die Kundenzufriedenheitsmessung relevanten Verfahren, erfolgt nun die Darstellung einer geeigneten Vorgehensweise. Deren Qualität beeinflusst die Ergebnisse und den aus ihnen entnehmbaren Nutzen in nicht zu vernachlässigender Weise. Deswegen sollte über eine entsprechende Vorbereitung und Analyse im Rahmen der CRM-Planung nicht hinweggegangen werden.

Armin Töpfer

Kapitel 1. Kundenorientierung und Positionierung

Fast kein Unternehmen, unabhängig von der Branchenzugehörigkeit, kann sich heute der Notwendigkeit der Anpassung an veränderte Markt- und Umweltsituationen entziehen. Im Vergleich zu in der Vergangenheit eher kontinuierlichen Entwicklungen gibt es heute gravierende Veränderungen, die sich in viel kürzerer Zeit bedrohlich und manchmal sogar existenzgefährdend auf das Unternehmen auswirken. Maßgeblich für derartige Strukturbrüche sind extern – wie Abbildung 1 zeigt – ein hoher, auch internationaler Wettbewerbsdruck mit der gleichzeitigen Forderung nach mehr Kundennutzen und Service-Excellence, insbesondere auch durch neue Technologien der Digitalisierung.

Armin Töpfer

Kapitel 5. Juristische Aspekte der KI

Die elektronische Person als juristische Konsequenz der Entwicklung intelligenter Maschinen, oder: Wann ist eine Maschine so intelligent, dass sie Einkommensteuer zahlen muss?

Die vorhersehbare Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) wird bei immer stärkerer Perfektionierung zu einem zunehmenden Einsatz der KI auch bei komplexen Prozessen führen. Die zunehmende Autonomie KI-basierter Systeme wirft die Frage nach einer Eigen- oder Fremdverantwortlichkeit perfektionierter KI-Systeme auf. Auf juristische Fragestellungen angewandt stellt sich die Frage von rechtlichen Lücken bei Handlungen KI-basierter Maschinen, insbesondere bei Haftung und Zurechnung von Erträgen aus Leistungen. Damit stellt sich die Frage, ob das Spektrum der bisher rechtlich geregelten Rechtspersönlichkeiten – natürliche und juristische Personen – der Erweiterung bedarf. Ausgehend von dem diesbezüglichen Vorschlag des Europäischen Parlaments für eine „elektronische Person“ und einer kritischen Betrachtung dieser neuen Rechtspersönlichkeit werden Umfang und Grenzen eines solchen Konstruktes untersucht und die sich daraus ergebenden Folgefragen erörtert.

Hans-Jörg Fischer

Kapitel 20. Analyse von Krankenhausbewertungen – Die Messung der Patientenzufriedenheit mit Methoden der KI

„Qualität soll zum Maßstab für die Vergütung medizinischer Behandlungen werden“, sehen Gesetzesvorlagen aus dem Jahr 2015 vor. In diesem Kontext wird festgestellt, dass die seit 2003 etablierten „Qualitätsreports“ noch unzureichende Grundlagen für eine adäquate Qualitätsmessung liefern. Daher wird in diesem Beitrag ein Konzept dargestellt, welches Sekundärdaten in Form von Analysen von Forenbeiträgen aus Patientenforen mit „Natural Language Processing“ untersucht, um die damit in Zusammenhang stehende Zufriedenheit (Sentiment Mining) zu erfassen. Die dazu gehörende Verfahrensweise der Texterfassung, -aufbereitung und -analyse wird in diesem Beitrag ebenfalls erläutert.

Andreas Jürgens, Rüdiger Buchkremer

Gesundheitspolitik

Zwischen Staat und Markt

Das US-amerikanische Gesundheitssystem gehört zu den teuersten und komplexesten der Welt. Gleichzeitig liegt der Abdeckungsgrad der Gesundheitsversorgung in den USA deutlich unter dem anderer entwickelter Wohlfahrtsregime. In diesem Artikel werden in einem ersten Schritt die zentralen Akteure und historischen Entwicklungen der US-amerikanischen Gesundheitspolitik skizziert. Anschließend werden die Zugangschancen zum Gesundheitssektor kritisch analysiert, um so die Defizite der Gesundheitspolitik herauszuarbeiten.

Betsy Leimbigler, Christian Lammert

Kapitel 3. Grundlagen und Begriffe

In den vorstehenden Kapiteln wurden die allgemeinen und gesetzlichen Rahmenbedingungen dargelegt, um eine Einordnung der Geldwäsche sowie der Terrorismusfinanzierung zu ermöglichen und dadurch ein Grundverständnis für das Thema zu schaffen. Bevor die jeweiligen gesetzlichen Anforderungen im Einzelnen beleuchtet werden, gilt es die im Geldwäschegesetz verwendeten Begriffe zu erläutern. Die verwendete Terminologie ist wesentliche Grundlage für das weitere Verständnis der Materie sowie der für Güterhändler resultierenden Pflichten. Die nachfolgenden Definitionen sollen vor allem eine Abgrenzung der im Alltag verwendeten Begriffe von der geldwäscherechtlichen Auslegung und Interpretation ermöglichen. Die juristische Sprache des Geldwäschegesetzes wird so in die Praxis transportiert und die Anwendung erleichtert.

Olaf Bausch

4. Konflikt in der Matrixstruktur

In diesem Kapitel wird das Ausmaß des zwischen den Matrixmanagern und dem Two-boss-Manager typischerweise bestehenden Konflikts aufgezeigt und erläutert. Erstaunlicherweise scheinen nach unseren Forschungen Konflikte in matrixstrukturierten Unternehmen ein weitaus geringeres Ausmaß aufzuweisen als gemeinhin vermutet. Auch wird dargelegt, bei welchen Themen Konflikte relativ wahrscheinlich sind. Außerdem werden Mechanismen (z. B. eingehende Diskussion sowie Eskalation) zur Lösung bzw. Handhabung von Konflikten behandelt. Schließlich wird die Einsatzhäufigkeit dieser Mechanismen in der Praxis beschrieben.

Joachim Wolf

8. Erfolgsfaktoren, welche die Anwendung der Matrixstruktur gelingen lassen

In diesem Kapitel werden Managementinstrumente besprochen, welche helfen, im Matrixkontext ein hohes Maß an ökonomischer und sozialer Effizienz zu erreichen („Erfolgsfaktoren“). Dargelegt wird eine größere Zahl personenorientierter und technokratischer Erfolgsfaktoren. Zu den wichtigen technokratischen Erfolgsfaktoren gehört die Befolgung von Regeln, wie dies im Zuge der Entwicklung der regelbasierten Matrix vorgeschlagen worden ist.

Joachim Wolf

5. Business Analytics in Shared Service Organisationen

Durch Digitalisierung steigen Dynamik, Komplexität und Volatilität des Unternehmensumfelds mit einer nachhaltigen Auswirkung auf die Chancen und Herausforderungen für die Shared Service Organisation (SSO). Dieses Kapitel beschreibt, wie Business Analytics (BA) von der SSO eingesetzt werden kann, um Erkenntnisse aus den zahlreichen im Konzern vorliegenden Daten zu gewinnen. Diese stellen die Grundlage von neuen BA-Geschäftsmodellen für die SSO dar, deren Aufbau unter den Aspekten der Wertschöpfung für den Konzern über Effizienz- und Effektivitätssteigerungen hinaus, Wertübertragung an die Kunden der SSO und Wertrealisation mit geeigneter Lenkungswirkung diskutiert wird. Ferner wird erläutert, wie das Controlling der SSO durch Integration von BA-Ansätzen in das Informations-, Planungs- und Kontrollsystem verbessert werden kann und wie neue digitale Shared Service-Geschäftsmodelle gesteuert werden. Die Umsetzung der konzeptionellen Überlegungen wird durch zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulicht, welche untermauern, dass BA zunehmend wichtige Fähigkeiten für die SSO darstellen, um Wettbewerbsvorteile für ihre Kunden zu generieren.

Thomas M. Fischer, Kai-Eberhard Lueg, Martin Steuernagel, Barbara Mauch-Maier, Frank Schüler, Daniela Hofbeck, Lorenz Schneck

Kapitel 6. Kostenrechnung

Grundlegend für das Verständnis der Kostenrechnung ist der Kostenbegriff. Dieser wurde schon im Bereich des Jahresabschlusses eingeführt, und wird an dieser Stelle vertieft. Der interne Erfolg ergibt sich aus der Differenz zwischen betrieblichen Kosten und Leistungen.

David Müller

Marketing in neuer Dimension

Das Marketing und die Kommunikation werden gegenwärtig von sechs globalen Megatrends geprägt – fragmentierte Märkte, digitale Revolution, Big Data, „Always-on“, Konsumentenmacht und Personalisierung. Diese Megatrends sind Ausgangspunkt für fünf neue Dimensionen im Marketing der Zukunft, die als „5 S“-Regeln bezeichnet werden: Science (Einsatz moderner Analysemethoden), Substance (Optimierung von Leistungen und Erlebnissen an allen Kundenkontaktpunkten), Story (Nutzung digitaler Interaktionsinstrumente zur Teilnahme von Kunden an der Kommunikation), Speed (funktionsübergreifende Arbeit in agilen Teams) und Simplicity (Vereinfachung von Prozessen und Arbeitsbeziehungen). Dies sind die wesentlichen Herausforderungen für Unternehmen, um in Zeiten rasant fortschreitender technologischer Entwicklung und veränderter Konsumentenbedürfnisse kundennahes Marketing zu realisieren.

Jesko Perrey

2. Wertorientierte Unternehmensführung

Wie auch in Kap. 1 gilt hier, dass zunächst nur ein Überblick gegeben wird, der auf der existierenden Literatur basiert. Details, besonders zu den Berechnungen, folgen dann später, wenn wir uns mit den Beispielunternehmen beschäftigen und mit dessen Zahlen das Beteiligungscontrolling und die Bewertung Schritt für Schritt und mit entsprechendem Tiefgang durchsprechen.Die wertorientierte Unternehmensführung ist schon seit einigen Jahren bekannt und hatte sicherlich schon einmal einen Höhepunkt erreicht. Dann wurde aber zunehmend auch Kritik laut, dass es nicht sein kann, alles in einer Unternehmung der Wertsteigerung für den „Shareholder“ zu unterwerfen, sondern es seien primär das ganze Umfeld, also die „Stakeholder“ (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und u. a. Anteilseigner etc.) zu berücksichtigen.Ich persönlich bin sicherlich ein Anhänger von Wertsteigerungsmanagement, allerdings haben wir auch in der deutschen Wirtschaft (wie immer) entsprechende Übertreibungen gesehen und somit hat dieser Managementansatz derzeit leider einen negativen Beigeschmack.

Bernd Heesen

11. Fallbeispiele der Fehlausrichtung

Kap. 11 zeigt in Fallbeispielen die Schwingungsdiagnose und Ausrichtmessungen in ihrer Anwendung im Maschinensatz.Fallbeispiel 1 erläutert die Schwingungsdiagnose an einem Generatorsatz mit Gehäuseschäden durch Designfehler.Fallbeispiel 2 zeigt die Messung und Bewertung von lastbedingten Verlagerungen auf Windenergieanlagen im Betrieb mit Auswirkungen in der Schwingstärke im Antriebsstrang.Fallbeispiel 3 erläutert nach wiederholten Wälzlagerschäden die vielfältigen Diagnoseschritte bis zu den Ursachen der Fehlausrichtung und den Abhilfemaßnahmen an Umwälzgebläsen mit Flanschbefestigung.Fallbeispiel 4 zeigt mit eine umfänglichere Schwingungsdiagnose vom Designfehlern der gleitgelagerten Lagerung am Motor bis zu dessen axialer elektromagnetischer Asymmetrie.Fallbeispiel 5 beschreibt die Diagnose an einem vertikalen Pumpensatz, bei dem durch gezielte Fehlausrichtung ein ausreichend stabiler Wälzlagerbetrieb erreicht werden konnte.

Dipl.-Ing. Dieter Franke

Kapitel 1. Einleitung

Ein Markt beschreibt grundsätzlich einen Ort des Aufeinandertreffens von Angebot und Nachfrage (Hoffmann et al. 2012). Der Gesundheitsmarkt hat als Merkmal sich mit Gütern zu befassen, deren Konsum der Verbesserung des Gesundheitszustandes dienen, oder diesen zu erhalten (Sienel 2013).

David Matusiewicz

3. Wie muss die Energiewende weitergehen?

Um die Klimaziele zu erreichen, muss der Energiesektor Deutschlands innerhalb weniger Jahrzehnte dekarbonisiert werden. Dieses Kapitel beschreibt, inwieweit dies mithilfe schwankender Wind- und Sonnenenergie auch ohne teure Speicher möglich ist und warum es beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur stark auf das richtige Timing ankommt. Als effizienteste Klimaschutzmaßnahme gilt eine Bepreisung von CO2, die in ihren verschiedenen Facetten ausführlich beleuchtet wird. Die am Schluss des Kapitels vorgestellten Abschätzungen der Kosten der Energiewende ergeben Beträge, die erheblich von der Veränderungsbereitschaft der Bevölkerung abhängen und speziell zur Vermeidung der letzten Prozente an Emissionen erheblich ansteigen.

Andreas Luczak

2. Die bisherige Umsetzung der Energiewende in Deutschland

In diesem Kapitel werden die bisherigen Ergebnisse der Energiewende bilanziert. Die erreichte Verringerung der Treibhausgasemissionen wird mit anderen Ländern verglichen und die Wirksamkeit bisheriger Klimaschutzmaßnahmen beurteilt. Dabei zeigt sich, dass Deutschland zwar eine gewisse Verringerung der Treibhausgasemissionen erreicht hat, dafür aber unnötig viel Geld ausgibt und seit einigen Jahren deutlich weniger für das Klima erreicht als die meisten anderen EU-Staaten. In diesem Zusammenhang werden auch die Folgen des deutschen Atomausstiegs für den Klimaschutz erörtert.

Andreas Luczak

3. Business Case: Brillenfassungen aus dem 3D-Drucker

In Kap. 3 stellt der Autor und Unternehmensgründer Yannick Fetsch einen Business Case samt ausführlicher Sensitivitätsanalyse und Rentabilitätsplanung vor. Fetsch gibt dem Leser einen umfangreichen Überblick zu den Inhalten und Bestandteilen eines unternehmensinternen Business Case anhand des konkreten Praxisbeispiels einer „Sortimentserweiterung mittels individuell angefertigter Brillenfassungen aus dem 3D-Drucker“. Die detaillierten Annahmen beruhen auf realen Werten und sorgfältig recherchierten Prognosen. Da das Unternehmen fiktiv ist, werden alle Zahlen und Daten für den Leser offen gelegt, wodurch dieser die Zusammenhänge und Hintergründe sehr gut nachvollziehen kann. Dieser Business Case zur Sortimentserweiterung mit 3D-gedruckten Brillenfassungen von Yannick Fetsch kann als State of the Art betrachtet werden und als sehr gute Grundlage für die Erstellung eines eigenen Business Case dienen.

Anna Nagl

Kapitel 13. „Good Practice“ im Alternsmanagement der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH

Vor dem Hintergrund alternder Gesellschaften ist der Gesundheits- und Sozialsektor von besonderer Bedeutung: Nicht nur allein die Alterung der Gesellschaft führt zu einem steigenden Bedarf an Pflegekräften, sondern auch Veränderungen in den Familien- und Haushaltsstrukturen: Mehr Menschen leben allein und sind auf (professionelle und/oder informelle) Unterstützung angewiesen. Der Sozialsektor ist derzeit durch einen Fachkräftemangel gekennzeichnet, der sich über das gesamte Bundesgebiet erstreckt (Bundesagentur für Arbeit 2019), und es kann davon ausgegangen werden, dass er sich noch weiter zuspitzen wird (vgl. Kapitel 10 in diesem Buch).

Sebastian Merkel, Helmut Wallrafen

1. Grundlagen: Rechtliche Einordnung der Thematik Künstliche Intelligenz/Maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz (KI oder Artificial Intelligence, AI) bezeichnet Systeme, die intelligentes Verhalten zeigen, indem sie ihre Umgebung analysieren und – mit einem gewissen Grad an Autonomie – Maßnahmen ergreifen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Einsteigend wird in diesem Kapitel ein Überblick über die Einsatzfelder von KI, dort entstehende Problemfelder und den bereits existierenden rechtlichen Rahmen sowie die Bezugspunkte zu den jeweiligen Rechtsgebieten und dort zu findende Lösungsansätze gegeben.

Johannes Graf Ballestrem, Ulrike Bär, Tina Gausling, Sebastian Hack, Sabine von Oelffen

9. Gestaltung von Verträgen mit Bezug zu KI

In diesem Kapitel wird erläutert, inwieweit vertragliche Gestaltung im Rahmen von KI-Projekten notwendig ist und welche Besonderheiten zu beachten sind. Zum einen kann der Zugriff auf Maschinengenerierte Daten, mit welchen die KI „trainiert“ werden soll eine vertragliche Grundlage erforderlich machen. Des Weiteren haben die Parteien, die an einer KI-Lösung beteiligt sind, grundsätzlich auch ein hohes Interesse daran, vertraglich festzulegen, wer Zugriff auf die durch die KI generierten Datensätze haben soll bzw. diese verwerten darf. Von einem Datenüberlassungsvertrag, in dem die zukünftigen Bezugsrechte von Datensätzen geregelt sind, bis hin zur Untersagung des Zugriffs auf die erhobenen Daten sind zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten denkbar.

Sabine von Oelffen

10. Ausblick: Vorhaben und Handlungsfelder der EU mit Bezug zu KI

Die EU-Kommission hat erkannt, dass KI-Technologien der Förderung bedürfen, um die EU als Wirtschaftsraum zukunftsfähig zu machen und zu erhalten. Die vielschichtigen Initiativen sind zum einen finanzieller Natur, zum anderen setzen sie sich zusam men aus Expertenberichten, Themenpapieren, Investitionsempfehlungen und Verfahren der öffentlichen Beteiligung. In diesem Kapitel wird ein Überblick über die einzelnen Veröffentlichungen und wirtschaftlichen Förderprogramme gegeben. Zwar zeichnet sich eine Zusammenfassung der Förderprogramme und Initiativen unter einzelne Dach programme wie bspw. Horizon Europe ab. Die Initiativen der EU bleiben jedoch breit gefächert und gehen das Thema KI auf vielen Ebenen und in differenzierter Weise an.

Sabine von Oelffen

7. Steuerrechtliche Aspekte

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) sollen Maschinen programmiert werden, so dass diese selbst lernen und Handlungen autonom ausführen. Dabei basiert KI auf Software und den damit verknüpften Rechten, d. h. auf immateriellen Vermögenswerten. Immaterielle Vermögenswerte unterliegen in Deutschland keiner eigenen, auf sie zugeschnitten Steuer, die sämtliche Vorgänge – Erwerb, Nutzung, Halten, Übertragung – für alle Rechtssubjekte einheitlich erfasst. Das deutsche Steuerrecht knüpft vielmehr durch unterschiedliche Steuerarten an einzelne Vorgänge an. So unterliegen die Nutzung und die entgeltliche Übertragung von immateriellen Vermögenswerten der Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer, sowie der Gewerbesteuer und können auch Umsatzsteuer auslösen. Eine besondere steuerrechtliche Herausforderung im Kontext von KI ist, dass die steuerrechtlichen Regeln auf „brick and mortar“ Unternehmen zugeschnitten sind. Infolgedessen stellen sich vor allem im Umgang mit Daten eine Reihe von ungeklärten, aber spannenden Fragen.

Ulrike Bär

Chapter 5. Analyse des Umsetzungsstandes der Konzeption in der Praxis

Teil 5 befasst sich mit der dritten Forschungsfrage: Wie hat sich das Dienstleistungscontrolling in der Unternehmenspraxis entwickelt und welche Empfehlungen leiten sich aus der Konzeption für die Gestaltung des Dienstleistungscontrollings in der Praxis ab? Beantwortet wird die Frage mittels einer empirischen Studie. Eine empirische Studie ist gekennzeichnet durch die Erhebung, Aufbereitung, Analyse und Interpretation von Daten über einen Forschungsgegenstand. In Teil 5 werden Daten zum Dienstleistungscontrolling erhoben, aufbereitet, ausgewertet und interpretiert.

Stefan Rech

61. Gutenberg, Erich

* 13.12.1897 in Herford, † 22.05.1984 in Köln ∎ Deutscher Betriebswirtschaftler ∎ „Gründervater“ der modernen Betriebswirtschaftslehre in Deutschland

Lars Wächter

Ausbildungsvertrag

Beim Ausfüllen des Berufsausbildungsvertrags sind der Nordbank AG zwei Fehler unterlaufen. Bei welchen der nachfolgenden Vorschriften des Berufsausbildungsvertrages widerspricht die Eintragung den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes?

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Kapitel 8. Physische Distribution

Die physische Distribution befasst sich mit der Gestaltung der externen Transportprozesse. Zu diesen externen Transportprozessen gehören die Transporte vom Lieferanten zum Kunden, die Transporte zwischen verschiedenen Werken oder Lagerhäusern und die Transporte zwischen Werk und Lagerhäusern. Für die Lösung dieser Transportaufgabe werden unterschiedliche Transportketten aufgebaut, die ein- oder mehrgliedrig gestaltet werden können.

Rainer Lasch

Kapitel 6. Recht und Risikomanagement

Nichts erfolgt ohne Risiko, aber ohne Risiko erfolgt auch nichts. Verteiltes Arbeiten beruht auf Zusammenarbeit und die wiederum auf Verträgen. Da geht es vor allem um Verträge, Haftung, Sach- und Rechtsmängel sowie Urheberrechte. Wir wollen hier die wichtigen Punkte beleuchten und möglichen Risiken adressieren. Wie üblich bei rechtlichen Texten gilt auch für dieses Buch, dass dies keine Rechtsberatung ist und dass keine Gewährleistung auf Aktualität und richtige Interpretation gegeben werden kann. Weiterführende Impulse gibt der Experte Ihres Vertrauens sowie die spezifische Literatur.

Christof Ebert

3. Nachfrage

Ausgangspunkt der Analyse der Gesundheitsökonomie ist die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Es entspricht dem Selbstverständnis der Wirtschaftswissenschaften, dass wir nicht mit der Produktion von Gütern (Angebot) beginnen, sondern mit den Bedürfnissen der Menschen. Die Anbieter produzieren Problemlösungen. Ohne die Kenntnis, welche Probleme Menschen haben bzw. welche Bedürfnisse sie gestillt haben möchten, können wir weder das Angebot diskutieren noch die Märkte. Deshalb muss die Nachfrageanalyse am Anfang der Betrachtung stehen.

Steffen Fleßa, Wolfgang Greiner

10 Jahre Nachhaltigkeit bei Union Investment: Integration als dauerhafter Prozess

Die Finanzwirtschaft ist nicht dafür bekannt, in Nachhaltigkeitsfragen Vorreiter zu sein. Nach Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 eine Nachhaltigkeitsstrategie für einen Asset Manager aufzusetzen und zu entwickeln, war ein Vorhaben, welches man mit lehrbuchhaften Vorgehensweisen kaum hätte durchführen können. Mit viel Pragmatismus und Beharrungsvermögen sowie zum Teil hausgemachten Steuerungsinstrumenten ist es dennoch gelungen, bei Union Investment Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil einer ambitionierten Unternehmensstrategie zu machen. Die wesentlichen Merkmale waren im Rückblick der hohe Integrationsgrad in die verschiedenen Elemente der Unternehmenssteuerung, die jeweiligen Fachabteilungen und ein über Erwarten erfolgreicher Business Case, der Union Investment zur Nachhaltigkeitsmarktführerschaft im Asset Management in Deutschland geführt hat.

Matthias Stapelfeldt

Nachhaltiger Unternehmenserfolg am Beispiel von Symrise

Streben nach wirtschaftlichem Erfolg, verknüpft mit der Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft – das macht Symrise erfolgreich. Wesentlicher Bestandteil dieser Strategie sind Partnerschaften. Nur so lassen sich tragfähige Lösungen im Sinne der UN-Agenda 2030 entwickeln. Im Folgenden werden anhand der aufgestellten 17 globalen Nachhaltigkeitszielen und dabei der Fokussierung auf zentrale Bereiche die vielfältigen Nachhaltigkeits-Aktivitäten von Symrise dargestellt. Es zeigt sich als zentrale Quintessenz, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeitszeile keine Antipoden, sondern komplementäre Zielbereiche im Sinne eines nachhaltigen Unternehmenserfolg sind.

Christina Witter, Friedrich-Wilhelm Micus

4. Vertragscontrolling für Öffentlich-Private Partnerschaften

Kommunale Schulträger stehen vor enormen Herausforderungen beim Bau und beim Unterhalt von Schulgebäuden. Einige Kommunen nutzen daher Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPPs) als Alternative zur konventionellen Beschaffung, um durch eine stärkere und langfristig angelegte vertragliche Einbindung des privaten Bausektors Einsparungen zu realisieren. Allerdings zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass die in der Planungsphase von ÖPPs berechneten Effizienzrenditen nur erzielt werden können, wenn die Kommune die Partnerschaft auch in den anschließenden Lebenszyklusphasen durch ein engmaschiges Vertragscontrolling begleitet. Dieser Beitrag illustriert die wesentlichen Aufgaben des kommunalen Vertragscontrollings in der Betriebsphase. Der Schwerpunkt liegt auf den Aufgaben in der Leistungsbewertung, Abrechnungsprüfung sowie im laufenden Risikomanagement. Die Aufgaben werden beispielhaft anhand zweier Schulprojekte der Stadt Witten illustriert.

Antje-Silja Tetzlaff

6. Controlling in der Immobilienprojektentwicklung

Der Projektentwicklungsprozess ist eine arbeitsteilige und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Ziel, eine individuelle Immobilie zu planen, zu realisieren und zu vermarkten. Die sich hieraus ergebende Heterogenität und das große Spektrum von Einflussfaktoren bringt eine Vielzahl von Risiken mit sich. Die Aufgabe des Controllings innerhalb des Projektentwicklungsprozesses ist die Sicherung der Projektziele: Kosten, Termine und Qualitäten. Unerlässlich für das Controlling ist ein aktives Risikomanagement.„Immobiliencontrolling ist ein ganzheitliches Instrument zur Durchsetzung von Eigentümerzielen, das selbstständig und kontinuierlich bei Immobilien entsprechende Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben definiert und wahrnimmt.“ (Metzner 2002, S. 50)Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung hat die Besonderheit, dass es nur wenige sich wiederholende Prozesse gibt und damit der klassische Controlling-Regelkreis nur bedingt anwendbar ist. Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung ist vielmehr linienförmig und beginnt mit der Definition der Projektidee und endet mit der Fertigstellung bzw. der Inbetriebnahme der Immobilie.Betrachtet man die Ebene des Projektentwicklers mit einem Portfolio von mehreren Immobilienprojektentwicklungen, so können Erfahrungen aus vergangenen Projektentwicklungen in den Steuerungsprozess von neuen Projektentwicklungen einfließen.Im Folgenden wird das Controlling auf Ebene der Immobilienprojektentwicklung behandelt und die enge Verzahnung zwischen Controlling und Risikomanagement dargestellt.

Florian Spitra

8. Die Personalpolitik

Die zunehmende Wettbewerbsintensität im Handel hat dazu geführt, dass zahlreiche Handelsbetriebe nach alternativen Formen und Strategien der Profilierung suchen. In diesem Zusammenhang hat die Personalpolitik verschiedene Bedeutsamkeiten: Während einige Händler versuchen, durch eine hohe Beratungsqualität und entsprechend kompetentes Personal positive Effekte auf die Erreichung der handelsbetrieblichen Ziele zu bewirken, setzen andere Händler die im Handel bekannte Strategie der Substitution von Personal durch Kapital fort, nicht zuletzt auch, um in stagnierenden Märkte durch kostensenkende Maßnahmen profitabel zu bleiben.Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Kapitel die wesentlichen Grundlagen der Personalpolitik im Handel genannt und erläutert. Ganz bewusst wurde dabei eine Fokussierung auf die handelsspezifischen Aspekte vorgenommen und an geeigneter Stelle auf weiterführende Quellen in diesem insgesamt sehr umfangreichen Themengebiet verwiesen.

Dieter Ahlert, Peter Kenning, Christian Brock

Kapitel 4. Blockchain als Treiber der Energiewende

Der (deutsche) Energiesektor befindet sich derzeit in einem Transformationsprozess. Die Herausforderungen erweisen sich als vielfältig und enorm – eine Dezentralisierung und Digitalisierung des Energiesektors sind zwingend erforderlich.

Alexander Goudz, Melisa Jasarevic

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Das Konzept der BCT stammt ursprünglich aus der Entwicklung der digitalen Kryptowährung „Bitcoin“, die erstmals ein autonomes, transparentes und digitalisiertes Zahlungsnetzwerk zwischen Privatpersonen und ohne Vermittlungsinstanz ermöglichte. Im Jahr 2009 wurden die ersten Bitcoins unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto geschöpft.

Alexander Goudz, Melisa Jasarevic

Unternehmensethik für Professional Service Firms

Problemtatbestände und Lösungsansätze

Die Wirtschaftsskandale der jüngsten Zeit werfen wieder einmal die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmung auf. In der Kritik stehen dabei besonders die so genannten Professional Service Firms. Die Untersuchung von Managementsystemen und Anreizstrukturen in Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Investmentbanken zeigt sowohl empirisch als auch organisationstheoretisch begründbare Defizite bei der Ermöglichung und Durchsetzung einer kritischen ethischen Reflexion des Managementhandelns. Der vorliegende Artikel skizziert Problemtatbestände und Lösungsansätze und zeigt den Forschungsbedarf auf, der auf diesem Gebiet noch besteht.

Andreas Georg Scherer, Jens Michael Alt

Einleitung zu Kapitel V: Problemorientierte Diskurse – Anwendungsbereiche und theoretische Impulse

Wirtschafts- und Unternehmensethik zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf der Ebene der theoretischen Begriffsanalysen und Begründungen verharren kann, sondern – wie alle angewandten Ethiken – dabei helfen soll, „in schwierigen Situationen moralisch verantwortlich zu handeln“ (Stoecker et al. 2011: 10). Sie ist als angewandte Ethik oder Bereichsethik darauf angewiesen, in engem Austausch mit den konkreten Problemen des jeweiligen Anwendungsbereichs theoretisch reflektiert und weiterentwickelt zu werden. Insofern erweist sich die Vorstellung einer Arbeitsteilung zwischen einer abstrakten, theoretischen normativen Ethik, die zunächst konzeptionell entwickelt wird, um dann im jeweiligen Feld – hier also in der Wirtschaft – angewandt zu werden, als verkürzt, da sich ethische Konzepte immer anhand von konkreten Problemen entwickeln und insofern nur ein enges Wechselverhältnis von Theorie und Praxis Reflexionsfortschritte verspricht.

Bettina Hollstein, Thomas Hajduk

Chapter 19. Betrug im Performance-Marketing – Die dunkle Seite der Macht

Überall, wo im Internet Geld verdient werden kann, sind Betrüger leider nicht weit. Durch seine technische Anlage ist Performance-Marketing sehr anfällig für Betrug. Doch man kann sich auch einigermaßen dagegen schützen. Dafür braucht es ein Verständnis, welche Betrugsmethoden es gibt, wie sie durchgeführt werden und wie man sie erkennt. Durch Vorsichtsmaßnahmen und den Einsatz von Software lässt sich das Betrugsproblem zumindest sehr stark eindämmen.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Chapter 7. Affiliate-Marketing – die Vertriebs-Maschine

Affiliate-Marketing gehört zu den klassischen Performance-Marketing-Kanälen und spielt seit den 90er-Jahren eine wichtige Rolle im Online-Vertrieb von Dienstleistungen und Produkten. Durch seine rein performanceorientierte Abrechnung ist es für fast jeden interessant, der über das Internet verkauft. Wie sich der Erfolg messen lässt und welche Publisher-Modelle dabei helfen können, wird im folgenden Kapitel beschrieben.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Chapter 18. In-House vs. Agenturen

Nicht alle Unternehmen können die Ressourcen bereitstellen, ihre Performance-Marketing-Maßnahmen mit eigenen Mitarbeitern zu bewerkstelligen. Sie haben stattdessen die Möglichkeit, spezialisierte Agenturen zu beauftragen. Das hat verschiedene Vor-, aber auch Nachteile. Der folgende Leitfaden soll bei der Entscheidung für oder gegen eine Agentur behilflich sein.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Chapter 14. Spezialfall: Preissuchmaschinen

Ein weiterer Spezialfall sind Preissuchmaschinen, auch als Preisvergleiche bekannt. Diese zeichnen sich durch besonders hohe Conversion-Rates aus, da die Nutzer ihre grundsätzliche Kaufentscheidung bereits getroffen haben und nur noch den Shop mit dem günstigsten Preis suchen. Von daher ergeben sich für Unternehmen interessante Performance-Marketing-Optionen. Wie Preissuchmaschinen-Marketing funktioniert und welche KPIs zur Optimierung herangezogen werden können, wird in diesem Kapitel beschrieben.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Chapter 16. Adblocker

Adblocker polarisieren die Online-Marketing-Gemeinde wie kaum eine andere Technologie. Nutzer erhalten durch sie ein komfortableres Surfvergnügen, während Website-Betreiber um ihre Einnahmen fürchten. Um das Problem in den Griff zu bekommen, werden sich beide Seiten aufeinander zubewegen müssen. Was Adblocker sind, warum sie immer populärer werden und welche Maßnahmen sich daraus ableiten lassen, wird in diesem Kapitel beleuchtet.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Kapitel 10. Mehr Erfolg im Recruiting durch Arbeitgeberbewertungsportale

Arbeitgeberbewertungsportale haben sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der Candidate Journey bzw. Experience gesichert und sind für eine Vielzahl der Jobinteressenten und Bewerber zur festen Anlaufstelle geworden. Die Vormachtstellung von kununu ist dabei ungebrochen, der Vorsprung anderen Portalen gegenüber konnte in den vergangenen Jahren sogar noch weiter ausgebaut werden. Allein in der Zeit zwischen der 3. und dieser hier vorliegenden, 4. Auflage unseres Fachbuchs konnte kununu die Anzahl der insgesamt gesammelten Erfahrungsberichte verdoppeln. Ein Grund dafür ist sicher auch das Aus zweier Mitbewerber (Companize und jobvote), die ihre Angebote mittlerweile eingestellt haben. Der Markt hat sich also erstmals seit unseren Analysen etwas konsolidiert. Gleichzeitig verstärkt der amerikanische Mitbewerber Glassdoor, die Nummer 2 im deutschen Markt, seine Aktivitäten und möchte sich in Deutschland gezielt weiterentwickeln. Sicher auch ein Grund, warum kununu zu Ende des Jahres 2019 mit den neuen Angeboten Kulturkompass und Gehaltstransparenz gestartet ist. Das Interesse der Zielgruppe an diesen Angeboten ist ungebrochen hoch. Laut der Ende 2018 durchgeführten Studie „Umgang mit Arbeitgeber-Bewertungen aus Sicht von Bewerbern“ [1] des Unternehmens softgarden nutzen aktuell knapp die Hälfte (48 %) aller Bewerber einschlägige Plattformen zur Arbeitgeberbewertung. Die Notwendigkeit einer definierten, einheitlich gelebten und kanalübergreifenden Employer-Branding-Strategie ist auf Unternehmensseite inzwischen anerkannter Standard und in vielen Fällen auch in den Arbeitgeberbewertungsportalen schon umgesetzt. Die Zahlen und Entwicklungen zeigen: Das ist auch gut und wichtig. Neben Trends, Entwicklungen, Praxisbeispielen und wertvollen Einblicken in die wichtigsten deutschsprachigen Arbeitgeberbewertungsportale, geben wir Ihnen in diesem Kapitel klar strukturierte und ebenso einfach wie wirkungsvoll umsetzbare Profi-Tipps an die Hand. Somit können Sie entweder direkt die nächsten wichtigen Schritte zur Etablierung Ihrer Präsenz einleiten oder aber Ihre Aktivitäten auf Arbeitgeberbewertungsportalen weiter optimieren, um in Zukunft Ihre Arbeitgebermarke auch auf diesen Kanälen optimal und wirkungsvoll zu präsentieren. Denn für mehr Erfolg im Recruiting braucht es auch künftig die positive Wirkung der Arbeitgeberbewertungsportale.

Nikolaus Reuter, Carolin Junge

Kapitel 21. Erfolgsfaktoren von Social Media Recruiting in Unternehmen

Recruiting ist nicht neu, aber das Recruiting hat sich immer den Marktveränderungen und den Veränderungen der Gesellschaftsstrukturen angepasst oder anpassen müssen. Dennoch wurden viele verschiedene Recruiting-Methoden bis heute beibehalten. Dieses Kapitel soll dem Social Media Recruiter helfen, die Zusammenhänge zwischen den Marktveränderungen, den Anforderungen und den Recruiting-Methoden zu verstehen, eine Standortbestimmung zu machen und festzulegen, welche nächste Entwicklungsstufe er oder sie persönlich anstrebt. Weil die Unternehmensführung, durch Globalisierung und zunehmenden Wettbewerb, immer komplexer wird und sich immer mehr differenzieren lässt, sollten Sie auch Ihre Recruiting-Methoden differenzieren. Dem einzigen großen Arbeitgeber am Ort werden viele Kandidaten zulaufen. Wenn Sie einen Spezialisten benötigen, von denen es in der Welt nur wenige gibt, stellt sich eine ganz andere Herausforderung, vor allem wenn der Standort von diesem Spezialisten nicht als attraktiv wahrgenommen wird. Man kann diese unterschiedlichen Anforderungen auch mit einem „situativen“ Recruiting meistern, d. h. genau diejenigen Dinge zu tun, die für die einzelne Stellenbesetzung in diesem Moment notwendig und gerechtfertigt sind, um diese Stelle effizient und erfolgreich besetzen zu können.

Hans Fenner

Kapitel 4. Wie Sie Facebook richtig verankern

Neben globalen Arbeitgebern nutzen mittlerweile auch kleine und mittelständische Unternehmen Facebook, um sich als attraktive Arbeitgeber am Puls der Zeit zu präsentieren. Ausgehend von der Frage „Warum Branding und Recruiting auf Facebook?“ beschäftigt sich das Kapitel mit den Herausforderungen und Chancen von Personalrekrutierung in sozialen Netzwerken. Im Zentrum steht die Vorstellung der zentralen strategischen Eckpunkte für eine erfolgreiche Nutzung von Arbeitgeber-Fanpages als Recruiting-Kanal. Anhand eines eigens entwickelten Vorgehensplans wird aufgezeigt und erläutert, welche Schritte für ein zielgerichtetes Social-Media-Engagement auf Facebook notwendig sind. Mehrere Fallbeispiele aus dem deutschsprachigen Raum runden den Beitrag ab und zeigen praxisnah auf, wie bekannte Arbeitgebermarken und Agenturen Facebook als Recruiting-Instrument nutzen. Facebook ist weiterhin das mitgliederstärkste soziale Netzwerk in Deutschland. Auch für Arbeitgebermarken ist eine eigene Fanpage mittlerweile selbstverständlich. Die Zahl der Karriere-Fanpages steigt unaufhörlich – auch kleine und mittelständische Unternehmen sind vermehrt mit eigenen Präsenzen vertreten. Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting auf Facebook impliziert eine Vielzahl von Chancen und Möglichkeiten, z. B. die Verzahnung von Offline- und Onlineaktivitäten, die lockere Führung eines Talentpools, die einfache Kommunikation von Events und die überall mitschwingende Erwartungsbildung an die Marke. Ein Facebook-Profil bedeutet für die teilnehmenden Arbeitgeber jedoch in erster Linie, sich auf die Kultur des Social Web einzulassen. Gleichzeitig wird mit diesem „Social Engagement“ die neue Wertschöpfungskette für das Unternehmen aufgenommen. Die Herausforderung in Zukunft besteht in erster Linie darin, Kommunikationsprozesse für das Employer Branding im digitalen Raum anzupassen. Ein systematisches und strategiebasiertes Agieren und Teilnehmen im Social Web ist erforderlich, um die eigene Dialogfähigkeit zu stärken und potenzielle Bewerber für das Unternehmen zu begeistern.

Martin Grothe

Kapitel 9. Konjunkturpolitik

Konjunkturschwankungen sind vor allem als Nachfrageschwankungen ein großes volks- und betriebswirtschaftliches Problem und nur sehr eingeschränkt durch die Wirtschaftspolitik beeinflussbar. Im folgenden Vorlesungsabschnitt wollen wir das Konjunkturphänomen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft analysieren und die Gründe für Konjunkturschwankungen aufzeigen.

Christian A. Conrad

Kapitel 2. Die Umweltgeschichte in Schlüsseldaten

Wie wandelten sich die Kenntnisse zu unserer Umwelt, zu unseren Wirkungen auf die Umwelt und zu den Wirkungen der Umwelt auf uns in den vergangenen zwei Jahrtausenden? Wie gingen Menschen und Institutionen mit dem sich ändernden Wissen um? Welche Umweltveränderungen traten auf? Im zweiten Kapitel werden diese Fragen für 260 Umweltgeschichten gestellt und chronologisch beantwortet. Die Intensität der Umweltveränderungen nimmt vom frühen Mittelalter bis in das frühe 14. Jahrhundert zu. Die kombinierte Wirkung von menschlichen Eingriffen in die Natur und Extremereignissen führt dann zu einer Folge von Katastrophen, die in der großen Pestpandemie Mitte des 14. Jh. kulminieren. Nach einer kurzen Phase, in der sich die Natur teilweise erholt, wachsen die Eingriffe von Menschen wieder. Sie erreichen im 20. und im 21. Jh. geradezu beängstigende Ausmaße. Der massive Klimawandel, die Zerstörung von Lebensräumen und das dramatische Artensterben resultieren.

Hans-Rudolf Bork

Chapter 6. Die Fundamentalprinzipien des digital vernetzten Zeitalters als Daumenregeln der Digitalen Transformation

Die in diesem Kapitel dargestellten „Fundamentalprinzipien“ können als Checkliste bzw. Richtlinien für die neuen Rahmenbedingungen der Netzwerkökonomie genutzt werden.

Prof. Dr. Klemens Skibicki

Kapitel 6. Influencer Marketing

Influencer sind die Medien unserer Zeit und für den Tourismus unverzichtbar. Doch nicht jede Kooperation führt zum Erfolg und lässt eine Partnerschaft entstehen. Kap. 6 befasst sich mit den Potenzialen und Kriterien einer Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und Influencern bzw. Bloggern. Dabei wird insbesondere auf die Auswahl, Zielgruppenabdeckung und Vertragsgestaltung eingegangen.

André Gebel

Kapitel 7. Möglichkeiten der Energierückgewinnung

Ohne sichere EnergieversorgungEnergieversorgung ist keine sichere Wasserwirtschaft möglich. Energie- und Wasserwirtschaft sind häufig in betrieblichen Organisationsstrukturen miteinander verkoppelt. In einer modernen betrieblichen Wasserwirtschaft nach dem Kreislaufprinzip ist Energie eine der wichtigsten Einflussgrößen – sowohl in wirtschaftlicher als auch in technischer Hinsicht.

Rolf Stiefel

Privates Baurecht

Inhalte des Kapitels Privates Baurecht sind das Bauvertragsrecht mit den seit dem 01. Januar 2018 geltenden Bestimmungen der §§ 650a-v BGB, die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B), die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C), das Vergaberecht für öffentliche Aufträge nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), der Vergabeverordnung (VgV), den Allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (VOB/A) und der Verordnung über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (Sektorenverordnung – SektVO), Leistungsbilder und Honorare für Architekten und Ingenieure nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure 2013, und der Schriftenreihe, Hefte 1 bis 37, des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V. (AHO) sowie die außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Horst Franke, Claus Jürgen Diederichs, Michael Peine, Matthias Sundermeier

Projektentwicklung und Immobilienmanagement

In diesem Kapitel werden zunächst Projektentwicklungsmodelle und 15 Module der Projektentwicklung von der Marktrecherche für eine Projektidee bis zur Entscheidungsvorlage vorgestellt. Es folgen Ausführungen zu Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit finanzmathematischen Grundlagen, statischen und dynamischen Investitionsrechenverfahren sowie Nutzen-Kosten-Untersuchungen. Im Unterkapitel Real Estate Management nehmen u. a. das Portfoliomanagement und die Due Diligence von Immobilienbeständen breiteren Raum ein. Den Abschluss bildet die Immobilienbewertung mit Erläuterung der Wertbegriffe, Darstellung des Vergleichs-, Ertrags- und Sachwertverfahrens und einigen Hinweisen zum Sachverständigen- und Gutachterausschusswesen.

Claus Jürgen Diederichs, Norbert Preuß

Unternehmensführung

Unternehmensführung umfasst den Planungs-, Entscheidungs-, Kontroll- und Steuerungsprozess zur Ausrichtung des lang-, mittel- und kurzfristigen Handelns der Mitarbeiter im Unternehmen sowie auch der mit dem Unternehmen kommunizierenden Personen und Institutionen außerhalb des Unternehmens, stets verbunden mit einem spezifischen Führungsverhalten. Damit handelt es sich um einen multipersonalen, mehrstufigen und z. T. nach dem Regelkreisprinzip ablaufenden Prozess der Informations-verarbeitung, Willensbildung und -durchsetzung von Führungskräften gegenüber anderen Personen sowie der Übernahme der hiermit verbundenen Verantwortung.Inhalte des Kapitels Unternehmensführung sind daher die Beschreibung der Vision, Mission und Unternehmensziele, der Shareholder-Value-Ansatz, die Produkt-Markt-Segmentierung mit Betrachtung der Marktattraktivität und Ressourcenposition, die strategischen Optionen unter Beachtung der Wettbewerbsposition, die operative Unternehmensführung mit den Handlungsfeldern Personalmanagement und Organisationsentwicklung, die Beschaffung von Baustoffen, Gerät und Material sowie Verbrauchsstoffen, Managementsysteme für Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz, das Controlling und Risikomanagement. Das Kapitel wird abgerundet durch die Verfahren der Unternehmensbewertung.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Dirk Schlüter

Projektmanagement

In Abschn. 1 wird der Leser vertraut gemacht mit dem Leistungsbild und der Honorierung von Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft inkl. Kommentierung auf der Basis der AHO-Schrift Nr. 9, 4. Auflage 2014. Seit der 1. Auflage 1996 hat sich die Leistungsmatrix aus den fünf Projektstufen 1 Projektvorbereitung, 2 Planung, 3 Ausführungsvorbereitung, 4 Ausführung und 5 Projektabschluss sowie den fünf Handlungsbereichen A Organisation, Information, Koordination und Dokumentation, B Qualitäten und Quantitäten, C Kosten und Finanzierung, D Termine, Kapazitäten und Logistik und E Verträge und Versicherungen bewährt. Weiterhin erhält der Leser Informationen über das Vorgehen bei der Beauftragung von Leistungen der Projektsteuerung und bei der Vertragsgestaltung für das Projektmanagement.In Abschn. 2 wird der Leser aufmerksam gemacht auf zwölf ergänzende Leistungsbilder zum Projektmanagement von der Projektentwicklung in 15 Modulen bis hin zur Mieterkoordination bei Handelsimmobilien. Diese Leistungsbilder finden insbesondere Anwendung bei anspruchsvollen Großprojekten mit komplexen Anforderungen beim Planen, Bauen und Betreiben

Claus Jürgen Diederichs, Norbert Preuß

Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh

Nachtragsmanagement

Das Thema Nachtragsmanagement hat beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen stets wichtige Bedeutung, da es während der Vertragsabwicklung sehr häufig zu Leistungsänderungen und Leistungsstörungen kommt, über deren Auswirkungen sich die Vertragsparteien dann möglichst autonom, ggf. außergerichtlich mit Hilfe von qualifizierten Streitlösern und leider noch viel zu häufig gerichtlich in jahrelangen Gerichtsprozessen verständigen müssen. Dieses Kapitel soll dazu beitragen, dass die Parteien eine Handlungsanleitung für die autonome und außergerichtliche Verständigung erhalten. Daher wird zunächst vermittelt, wie Auftraggeber Nachträge vermeiden und wie sie bei der Prüfung von Nachträgen vorgehen können. Im Anschluss wird gezeigt, wie Auftragnehmer Nachträge vorbereiten und ihre Ansprüche auch durchsetzen wollen. In allen Fällen hat die Kommunikation und Dokumentation von Soll-Ist-Abweichungen entscheidende Bedeutung für die Nachweisführung. Da die VOB/B 2016 bis auf weiteres unverändert bleiben wird und für öffentliche Auftraggeber als Ganzes verpflichtend anzuwenden ist, wird zunächst das Vorgehen bei Ansprüchen auf Vergütungsänderungen aus Leistungsänderungen und Zusatzleistungen gemäß § 2 Abs. 3 bis Abs. 7 VOB/B und dann die Geltendmachung bzw. Prüfung von Schadensersatzansprüchen aus Behinderungen (§ 6 Abs. 6 VOB/B) und von Entschädigungen aus unterlassener Mitwirkung des Auftraggebers (§ 642 BGB) nach den Anforderungen des BGH erläutert. Den Abschluss des Kapitels bildet das Nachtragsmanagement nach dem seit dem 01.01.2018 geltenden Bauvertrags-, Architekten- und Ingenieurvertragsrecht der §§ 650b-c und p-q BGB, für das BGH-Entscheidungen frühestens ab dem Jahr 2023 zu erwarten sind.

Claus Jürgen Diederichs

Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik

Um die von der Unternehmensleitung gesteckten Ziele auf den Baustellen in die Tat umzusetzen, bedarf es einer entsprechenden Organisation dieser vorübergehenden Fertigungsstätten. Die Organisation setzt sich aus der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation zusammen.

Christoph Motzko, Eberhard Petzschmann, Holger Kesting, Manfred Helmus, Peter Böttcher, Marco E. Einhaus, Hendrikje Rahming, Olaf Leitzbach, Dietrich Stein, Robert Stein, Jörg Fenner

Kapitel 5. Sonderfall: Korrekturvereinbarung

Wie bereits unter Abschn. 2.1 ausgeführt, gilt es gut abzuwägen, ob eine Abmahnung zielführend ist oder am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Nicht selten entwickeln Arbeitnehmer nach Erhalt einer Abmahnung eine Abwehrhaltung gegenüber dem Arbeitgeber und gehen zum „Dienst nach Vorschrift“ über, weil sie die Abmahnung als Vertrauensbruch oder Angriff empfinden. Vor diesem Hintergrund kann als Alternative zu einer klassischen einseitigen Abmahnung mit dem betreffenden Arbeitnehmer eine verbindliche gemeinsame Absprache in Form einer sogenannten Korrekturvereinbarung sinnvoll sein.

Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 8. Musterabmahnungen

Am 27.06.2019 waren Sie im Rahmen des Bauvorhabens Koch AG, Königstraße 6, 12107 Berlin, damit beauftragt, Abwasserleitungen im Einfahrtbereich zu verlegen. Um 10:30 Uhr beobachtete der Baustellenleiter, Herr Wilhelm Fischer, Sie dabei, wie Sie dort aus einer Glasflasche tranken. Als Herr Fischer Sie unmittelbar zur Rede stellte, sah er in Ihrer Hand eine halbleere Flasche der Marke „Südbrand Krongold“, Volumen 0,7 L, Alkoholgehalt 32 %. Als Herr Fischer Sie auf das Alkoholverbot hinwies, antworteten Sie, dass Sie „nur einen kleinen Schluck“ aus der Flasche genommen hätten und durchaus noch in der Lage seien, Ihre Arbeit unbeeinträchtigt auszuführen.

Pascal Croset, Markus Dobler

3. Finanzierungsformen für investive Zwecke

Das Ziel von Kap. 3 besteht darin, dem Leser einen fundierten Überblick über die wesentlichen Finanzierungsformen zu verschaffen, die Unternehmen zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Eigenkapitalfinanzierung, die langfristige Fremdkapitalfinanzierung einschließlich Leasing, die als Mezzanine Finance bezeichnete „Mischfinanzierung“, bestehend aus Eigen- und Fremdfinanzierungsmerkmalen, sowie die wichtigsten Maßnahmen der Innenfinanzierung. Die Finanzierungsformen werden auf Basis praxisnaher Beispiele erörtert und es wird bei einigen Formen der Zusammenhang zu den Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung aus Kap. 2 hergestellt.

Ralf Kesten

Kapitel 9. Motivkombinationen

Wie McClelland selbstkritisch bemerkte, verführt die Motivtheorie natürlich in gewissem Maß zum Schubladendenken. Menschen lassen sich weder durch diese noch durch andere Motivationstheorien tatsächlich in diese oder jene Kiste einsortieren, die dann mit einem einfachen Etikett versehen wird. Motivprofile verfolgen das Ziel, individuelle Ausprägungen zu skizzieren und so ein besseres Verständnis für das, was uns antreibt, zu ermöglichen. In der Realität wird man selten ein einzelnes Motiv als den prägenden Bestandteil einer Persönlichkeit identifizieren können. Wesentlich häufiger wirken Kombinationen mehrerer Motive zusammen, greifen Verhaltensäußerungen, die auf diese verschiedenen Motive zurückgehen, ineinander. Das Zusammenspiel zweier oder sogar dreier Motive hat einige der schillerndsten Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Geschichte und Sport geprägt. In diesem Kapitel finden Sie Beispiele von Biografien, aus denen Rückschlüsse auf mögliche Motivkombinationen gezogen werden können.

Barbara Haag

Kapitel 11. Eine Auswahl an Jobprofilen

In diesem Kapitel finden Sie ausgewählte Anforderungsprofile, die Sie mit Ihrem eigenen Motivprofil abgleichen können. Die Profile umfassen sowohl ein Porträt als auch eine grafische Darstellung. So erkennen Sie auf einen Blick, ob die vorgestellte berufliche Rolle für Sie infrage kommt oder ob die Abweichung der Motivausprägungen zu groß ist. Dabei werden Muss-Kriterien und Kann-Kriterien unterschieden. Wie die Benennung bereits vermuten lässt, ist eine Abweichung der Kann-Kriterien meist unkritisch, die Muss-Kriterien hingegen sollten weitgehend übereinstimmen.Anmerkung: Wettbewerbs- und Visionsmotiv sind in diesen Profilen zusammengefasst, weil es um die Frage geht, wie hoch die Motivation ist, andere zu beeinflussen und an exponierter Stelle zu stehen. Ob dies aus eigen- oder gemeinnützigen Gründen heraus passiert, interessiert im ersten Schritt nicht.

Barbara Haag

1. Einführung

Im ersten Kapitel werden die begrifflichen Grundlagen gelegt. Dabei werden Unternehmen als Institutionen verstanden, deren Kernaufgabe in der Generierung von Einzahlungsüberschüssen für die Stakeholder besteht. Da die Unternehmenseigentümer als einzige Interessengruppe keine vertraglich geregelten Einkommensansprüche besitzen, haben diese ein besonderes Interesse am dauerhaften Unternehmenserfolg und damit auch die Weisungsbefugnis für eine erfolgreiche Strukturgestaltung im Unternehmen. Diese Gestaltungsaufgabe ist anhand von Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen erkennbar. Neben der Erörterung des Investitions- und Finanzierungsbegriffes werden die Außen- von der Innenfinanzierung abgegrenzt, die Bestandteile eines finanziellen Gleichgewichts erläutert und die Bedeutung der Fristentransformation in der Finanzwirtschaft verdeutlicht.

Ralf Kesten

3. Finanzierungsmöglichkeiten und Finanzierungspartner

In diesem Kapitel erfahren Sie neben den Unterschieden von Innenfinanzierung und Außenfinanzierung insbesondere, wie die Innenfinanzierung grundsätzlich deutlich erhöht werden kann. Es wird auch dargestellt, weshalb eine hohe Innenfinanzierung zwar die Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens grundsätzlich erhöht, die Außenfinanzierung jedoch die Rendite/Verzinsung des Eigenkapitals der Gesellschafter und die Flexibilität des Unternehmens steigert.

Christopher Käser-Ströbel

Kapitel 6. Muster und Materialien

Neben dem Satzungsmuster nach der AO werden eine eigenständige Mustersatzung sowie zahlreiche weitere Materialien, die für die Praxis wichtig sind, hier abgedruckt.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

Kapitel 5. Die Besteuerung der gGmbH

Das Steuerrecht hat die weitestgehende Bedeutung für gemeinnützigkeitsrechtliche Fragestellungen der gGmbH. Die Grundzüge setzen sich aus den Regelungen zur Besteuerung aller sonstigen gemeinnützigen Körperschaften im deutschen Steuerrecht und den Besteuerungsreglungen für Kapitalgesellschaften zusammen. Die Darstellung verfolgt das Ziel, die Besteuerung im Lebenszyklus der gGmbH nachzuzeichnen, um eine schnelle Orientierung in der jeweils zu beurteilenden Situation zu ermöglichen. Auch werden die wesentlichen steuerlichen Themengebiete mit der gebotenen Ausführlichkeit behandelt. Unterschieden werden muss zwischen den steuerlichen Konsequenzen des Eintritts in die Gemeinnützigkeit, der laufenden Besteuerung und der steuerlichen Behandlung bei einer Beendigung des gemeinnützigen Engagements. Ebenfalls zu unterscheiden sind die jeweiligen Steuerfolgen auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene des übergeordneten Trägers, wobei dort wiederum zu unterscheiden ist, ob die Trägerschaft von einer oder mehreren Privatpersonen, von einer nicht gemeinnützigen Kapitalgesellschaft oder von einer gemeinnützigen Organisation (Stiftung, Verein, gGmbH) ausgeübt wird.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

Kapitel 1. Einführung und Grundlegung

Die gemeinnützige GmbH tritt seit Jahren als Instrument des zivilgesellschaftlichen Engagements immer stärker in Erscheinung. Die gemeinnützige GmbH (oder gemeinnützige UG) zeichnet sich durch klare (unternehmerische) Organstrukturen und Verantwortlichkeiten und eine geringere Regulierungsdichte aus. Sie eignet sich vor allem für gemeinnütziges Engagement, das zumindest partiell im unternehmerischen Bereich angesiedelt ist. Unternehmerisches Engagement für gesellschaftliche Belange ist vielfältig und die Abgrenzung zwischen Eigen- und Gemeinwohl nicht immer in aller Trennschärfe erkennbar: Es beginnt beim Sponsoring sportlicher oder kultureller Veranstaltung, wird wahrgenommen durch gezielte Spenden und soziale Förderprojekte sowie unternehmenseigene Stiftungsaktivitäten (Unternehmensstiftungen); unternehmensintern findet seine Bestimmung in Gestalt guter Unternehmensführung oder auch unter dem Begriff der Corporate Social Responsibility. An dieser Schnittstelle zwischen zivilgesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Betätigung liegt die Bedeutung der gemeinnützigen GmbH – mit ihr lassen sich unternehmerische und gemeinnützige Zwecke wie bei keiner anderen Rechtsform miteinander verbinden.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

Chapter 2. Gesellschaftsrecht der gGmbH

Die gGmbH als gemeinnützige Kapitalgesellschaft unterliegt den allgemeinen Regelungen des Gesellschaftsrechts – ihre ideelle Zielsetzung führt grundsätzlich zu keiner gesellschaftsrechtlichen Sonderbehandlung. Neben den obligatorischen Organen kann die gemeinnützige GmbH sinnvoll durch eigene Aufsichtsgremien ergänzt werden. Die Satzungsgestaltung ist durch die Mustersatzung nach der AO begrenzt, aber Änderungen grundsätzlich zugänglich. Durch eine proaktive Abstimmung des Gründungsvorgangs mit dem Finanzamt kann der Gründungsprozess rechtssicher und schnell gestaltet werden.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

5. Das Mediationsverfahren

Nachdem in den vorausgegangenen Kapiteln die Grundzüge und theoretischen Grundlagen erörtert wurden, folgt nunmehr die Darstellung des eigentlichen Mediationsverfahrens. Jede Phase wird differenziert dargestellt und auf die jeweiligen Schwerpunkte intensiv eingegangen. Es folgen – soweit zweckmäßig – Checklisten, Musterdarstellungen sowie praktische Hinweise, beispielsweise zu möglichen Vertragsentwürfen.

Christine Susanne Rabe, Martin Wode

Kapitel 8. Fälle mit Lösungen

Als Ladendetektiv beobachten Sie einen Ihnen unbekannten Kunden dabei wie dieser sich vor einem Regal stehend mehrmals umblickt und eine teure Uhr aus der Auslage in seine Jackentasche steckt. Anschließend geht er Richtung Ausgang und will das Geschäft verlassen. Hinter dem Kassenbereich sprechen Sie den Mann auf Ihre Beobachtung an.

Robert Schwarz

3. Rechtlicher Hintergrund

Um die in Kapitel 2.2 beschriebenen Ziele zu erfüllen, muss die Bankenaufsicht einen ausreichenden Überblick und Einblick über/in die Struktur, die Geschäfte und die Risiko- und Ertragslage haben. Grundlage hierfür sind einerseits die in der folgenden Box 3.1 dargestellten, wichtigsten Anzeige- und Vorlagepflichten von Finanzdienstleistungsinstituten und Wertpapierhandelsbanken.

Christian Glaser

2. Einordnung von Sonderprüfungen in den Wirkungskreis der Bankenaufsicht

Für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute bilden insbesondere das Kreditwesengesetz (KWG), aber auch weitere Gesetze, Verordnungen, Rundschreiben und Meldepflichten den engen gesetzlichen Rahmen. Außerdem muss ein Institut – im Gegensatz zu vielen anderen Branchen – vor Aufnahme seiner Tätigkeit bereits die ausdrückliche Erlaubnis hierfür bei der BaFin einholen. Die Lizenz kann bei gravierenden Verstößen auch wieder entzogen werden.

Christian Glaser

5. Idealtypischer Ablauf einer Sonderprüfung

Der zeitliche Ablauf einer Sonderprüfung kann je nach Prüfer, Inhalt und auch je nach Intensität abweichen. Trotzdem finden sich die einzelnen, in Abb. 5.1 dargestellten Phasen in jeder und die zeitliche Verteilung in den meisten Sonderprüfungen. Nach einer Darstellung der typischen Prozessschritte einer Sonderprüfung zu Beginn dieses Kapitels werden in den Kapiteln 5.5. bis 5.7. häufige Prüfungsschwerpunkte aus den Bereichen MaRisk, Geldwäscheprävention und IT dargestellt, ehe in Kapitel 5.8. ausgewählte MaRisk-Fokusbereiche umfassender behandelt werden.

Christian Glaser

5. Datenschutz bei personenbezogenen Inhalten der Öffentlichkeitsarbeit

Sie erfahren, auf welchen Rechtsgrundlagen die Öffentlichkeitsarbeit der öffentlichen Verwaltung mit personenbezogenen Inhalten wie Namensnennungen und Personenfotos möglich ist und wie Sie diese umsetzen können.

Christian W. Eggers

17. Städtische und kommunale Konzepte zur Förderung von Wohneigentum

Zur Erhaltung einer stabilen Sozialstruktur können Kommunen ein Interesse haben, bestimmte Bevölkerungsgruppen bei der Bildung von Wohneigentum im Gemeindegebiet zu fördern. Das kann vor allem dazu dienen, eine soziale Mischung zu erreichen, die der weiteren Entwicklung der Gemeinde förderlich ist und den Bewohnern zugutekommt. Dazu stehen den Kommunen grundsätzlich zwei Ansätze offen, um die Eigentumsbildung in ihrem Gemeindegebiet zu steuern oder zu beeinflussen. Sie können als Eigentümer der Grundstücke diese mit vertraglich begründeten Planungs-, Baudurchführungs- und Nutzungsbindungen veräußern. Daneben stehen die öffentlich-rechtlichen Ansätze, die Nutzungen durch das Planungsrecht vorzugeben.

Jan Kehrberg

9. Der Rechtsrahmen zur Förderung des Wohneigentums

Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist ein wichtiger Beteiligter an der Grundstücksnutzung. Den Immobilien- und Wohnungsmarkt („Markt für Wohnen“) kann man gewiss als ein zentrales Segment der Gesamtwirtschaft ansehen. Die Wohnung ist gar das zentrale Objekt eines Güterverbundes, mit einer volkswirtschaftlichen Schlüsselposition für den Baulandmarkt, Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt und Konsumgütermarkt (Beispiel: Privatisierung ehemaliger Mietwohnungen). Der Markt hat sich innerhalb kurzer Zeit von einem Mieter- in einen Investorenmarkt gewandelt. Wohnungspolitik kann als essenzieller Bestandteil der Eigentumspolitik verstanden werden, denn Wohnungspolitik dient als Verteilungs- und Versorgungspolitik sozialpolitischen Zielen und erfüllt überdies als Instrument der Eigentumsbildung gesellschaftspolitische Funktionen. Wohnungspolitik widmet sich damit in erster Linie der Förderung des privaten Eigentums an der Wohnung. Dies ergibt sich ganz unproblematisch aus § 1 Abs. 6 Nr. 2 BauGB, freilich stets im Konflikt mit anderen städtebaurechtlichen Belangen sowie unterschiedlichen bodenpolitischen und bodenrechtlichen Zielvorstellungen wie etwa das Erbbaurecht. Die Verbindung von Erbbaurecht und Wohnungseigentumsrecht ist weiter zu optimieren. Auch die reformierte Grundsteuer wird erhebliche Auswirkungen auf die Innenentwicklung haben. Gleiches gilt für die Gefahr umweltpolitisch motivierter Mengenzielvorgaben bei der Flächenneuinanspruchnahme.

Fabian Thiel

Kapitel 15. Sonstiges

Private Vereine dürfen aus steuerlichen Gründen kein „Vermögen“ ansparen, es sei denn, dass nachweislich Geldrücklagen gebildet werden müssen für eine geplante Instandhaltung. Nachfolgend wird an einem Beispiel eine Instandhaltungsplanung mit einer Kostenschätzung vorgestellt.

Joachim Schulz

Kapitel 8. Innenausbau

Konstruktionsarten bei Estrichen:

Joachim Schulz

6. Organisation und Personal

Die Rechtsform eines Unternehmens regelt die Rechtsbeziehungen zwischen den Gesellschaftern und zwischen Unternehmen und der Umwelt. Die Wahl der Rechtsform hat Auswirkungen auf Haftung, Leitungsbefugnis und -struktur, Finanzierungsmöglichkeiten, Steuerbelastung und Publizitäts- und Prüfungspflichten eines Unternehmens (Mülder und Lorberg 2015; Vahs und Schäfer-Kunz 2015). Unterschiedliche Managementtechniken werden dargestellt und die Organisation eines Unternehmens verdeutlicht. Die Aufgaben und Inhalte im Bereich Personalmanagement werden besprochen, Vergütungssysteme, Arbeitszeitmodelle und die Mitbestimmung im Unternehmen werden aufgezeigt.

Gerd-Inno Spindler

2. Dynamik, Fortschritt und Kompetenz

Der Wettbewerb zwischen Unternehmen und die Fähigkeit zur Innovation spielen sich im Raum zwischen Markt, Ressourcen und Timing ab. Hier entfaltet sich die Dynamik, in der Kernkompetenzen wachsen und fallen, Bedürfnisse gefunden und befriedigt oder Gelegenheiten genutzt oder verpasst werden. Gerade heute ist das Wissen über das Umfeld ausschlaggebend für eine erfolgreiche Innovation.

Burkard Wördenweber, Marco Eggert, André Größer

Kapitel 13. Energieversorgung

Ausgehend von dem Konzept der Nachhaltigkeit werden in diesem Kapitel die Klimaschutzziele motiviert und kurz erläutert.Es folgt ein kurzer Ausblick auf die nationale und internationale Entwicklung des Individualverkehrs und auf die Anforderungen seiner Nutzer. Daran anschließend werden die Herausforderungen bei der Einführung von Elektromobilität näher beleuchtet, insbesondere die Verfügbarkeit von Schlüsselrohstoffen wie Lithium, Kobalt, Kupfer und seltenen Erden. Danach werden die wichtigsten Primärenergiequellen und Energieträger mit ihren chemischen Eigenschaften vorgestellt. Bei den endlichen Primärenergien werden die nach heutigem Stand verfügbaren Reserven und die daraus erreichbaren Reichweiten dargestellt. Bei nachwachsenden Rohstoffen wird dementsprechend der Flächenbedarf abgeschätzt. Ein umfangreicher Abschnitt widmet sich der Stromproduktion aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen einschließlich der dazu erforderlichen Verteilnetze. Anschließend wird die Wasserstoffproduktion näher beleuchtet. Neben den chemischen Eigenschaften des Energieträgers werden verschiedene Verfahren zur Produktion vorgestellt. Danach werden die Energieketten von der Bereitstellung der Primärenergie bis zum Rad-Straße-Kontakt im Detail vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umweltwirkung, insbesondere auf der Produktion von Treibhausgasen und gesundheitlich wirksamen Schadstoffen. Die Emissionen von flüssigen und gasförmigen Brennstoffen sowie die bei der Stromerzeugung anfallenden Emissionen werden im Detail beleuchtet. Abschließend werden für eine Reihe vereinfachter Szenarien beispielhafte Berechnung der CO2-Emissionen von der Energiebereitstellung bis zum Rad durchgeführt. Der folgende Abschnitt erweitert die zuvor vorgestellte Analyse der Schadstoffemissionen der verschiedenen Fahrzeugarten um die Elemente „Produktionsphase“ und „Recycling“.

Martin Doppelbauer

§ 18 Widerruf des Behandlungsvertrages

Ist der Behandlungsvertrag in Form eines Fernabsatzvertrages geschlossen worden, kann dem Patienten ein Widerrufsrecht gemäß § 312g Abs. 1 BGB zustehen. Zu beachten ist gleichwohl, dass ein solches verbraucherschützendes Widerrufsrecht im Bereich ärztlicher Behandlung praktisch nicht erforderlich ist, weil das Arztrecht dem Patienten mit der Möglichkeit der fristlosen Kündigung, §§ 627 Abs. 1, 628, 630b BGB, eine Lösung vom Vertrag auf höchstem Schutzniveau ermöglicht. Im Übrigen deckt sich eine Kündigung im Ergebnis von den Rechtsfolgen her mit denen eines Widerrufs. Gleichwohl soll die Problematik des Widerrufs im Folgenden in der gebotenen Kürze erörtert werden.

Jonas Siglmüller

§ 16 Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen Standesrecht

Im Rahmen der Fernbehandlung stellen sich – wie aufgezeigt – verschiedene Probleme standesrechtskonformen Verhaltens, allen voran die Einhaltung der Vorschriften der § 7 Abs. 4 oder § 21 der jeweiligen Berufsordnung. Abschließend ist zu bewerten, welche Auswirkungen ein etwaiger Berufsrechtsverstoß auf die vertraglichen Verhältnisse zwischen den Parteien, die sozialversicherungsrechtliche Abrechenbarkeit der Behandlungsleistung, die Entstehung von Unterlassungsansprüchen gegen den Arzt oder ein etwaiges berufsgerichtliches Verfahren haben könnte.

Jonas Siglmüller

§ 29 Vergütung spezieller telemedizinischer Leistungen

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) wurde eine Prüfpflicht in § 87 SGB V Abs. 2a S. 7, 14 bis 16 bezüglich der Anpassung des EBM für telemedizinische Leistungen eingefügt. Ziel der Vorschrift ist es, telemedizinische Leistungen auszubauen und mit Zuschlägen zu fördern. Aus diesem Leitmotiv des Gesetzgebers ergibt sich, dass trotz der vorliegend vertretenen Pflicht zur Öffnung des gesamten EBM – eine entsprechende medizinische Indikation vorausgesetzt – für Behandlungen über Fernkommunikationsmittel ein Bedürfnis zur Einführung von gesonderten EBM-Ziffern für die Fernbehandlung geben kann. Denn zumindest in der Einführungsphase kann es notwendig sein, neben einem konsistenten Regelungsregime das Anbieten bestimmter Fernbehandlungsleistungen für Ärzte in der Form attraktiver zu gestalten, als spezielle EBM-Ziffern höhere Punktwerte für die im Wesentlichen gleiche Leistung ermöglichen. Dies ist freilich nur dort angezeigt, wo Fernbehandlungsanwendungen im Sinne patientenrelevanter Endpunkte und/oder einer verbesserten Wirtschaftlichkeit Vorteile versprechen oder zumindest gleichwertig sind. Eben dazu wertet das Institut des Bewertungsausschusses die im Deutschen Telemedizinportal genannten Projekte nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin aus und identifiziert geeignete und förderungswürdige Anwendungsfelder.

Jonas Siglmüller

§ 28 Abrechnung allgemeiner Fernbehandlungsleistungen

Die Erstattungsfähigkeit durch die Krankenkassen ist wesentliche Voraussetzung bei der Etablierung von Fernbehandlungsleistungen in der Regelversorgung des Gesundheitsmarktes im Bundesgebiet und damit auch für die Erreichung der durch die Fernbehandlung angestrebten Ziele hinsichtlich bestehender Versorgungslücke und erwarteter Effizienzgewinne. Über 89 % (72,8 Mio.) der deutschen Bevölkerung war im Jahr 2018 gesetzlich krankenversichert, nur ein Bruchteil davon verfügt über eine private Krankenzusatzversicherung. Der erste Schritt hin zu einer Schaffung einer dahingehend offenen Rechtslage wurde 2011 mit dem Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) geschaffen, durch das § 87 Abs. 2a S. 7 SGB V eingefügt wurde, welcher dem Bewertungsausschuss auferlegt zu prüfen, inwieweit telemedizinische Leistungen erbracht werden und es erforderlich ist, den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) entsprechend anzupassen. Dadurch sollte ausweislich der Gesetzesbegründung die Einführung der Telemedizin – gemeint ist in diesem Kontext wohl in erster Linie die Fernbehandlung – zur Verbesserung der Versorgung vor allem im ländlichen Raum gefördert werden. Der Gesetzgeber betont regelmäßig seine Intention, telemedizinische Leistungen im EBM ausbauen zu wollen und mit entsprechenden Zuschlägen zu fördern. Bedauerlicherweise erfolgt dabei keine notwendige Unterscheidung zwischen Fernbehandlung und Kollaboration von Ärzten, welchen gänzlich unterschiedliche Wertungen zu Grunde liegen und welche andere Effizienzgewinne mit sich bringen.

Jonas Siglmüller

Face-to-face-Fundraising: Zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Ethik

Face-to-Face-Fundraising ist wirtschaftlich mit Abstand die erfolgreichste Fundraising-Maßnahme in der Neuförderer-Gewinnung. Gleichzeitig ist es aber auch das umstrittenste, da es immer noch mit „Drückertum für den guten Zweck“ verbunden wird. Da dieses Instrument für viele gemeinnützige Organisationen maßgeblich zur Wertschöpfung beiträgt und oftmals die finanzielle Basis für die Projektfinanzierung darstellt, kommt der Konzipierung und der Umsetzung eine verantwortungsvolle Bedeutung zu. In diesem Beitrag werden die Grundlagen erläutert, praxisorientierte Beispiele dargestellt und versucht, eine Brücke zwischen diesem Instrument und einer Fundraising-Ethik zu schlagen.

Thomas Röhr

Telefon-Fundraising: Wichtigen Anliegen eine Stimme geben

Die Kontaktierung von Spendern und Dauerförderern per Telefon wird von vielen gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen seit vielen Jahren erfolgreich betrieben. Ob Upgrading, Reaktivierung oder Willkommensanruf – der telefonische Kontakt dient nicht nur der Generierung von Spendeneinnahmen, sondern es geht auch um die persönliche Ansprache und das direkte Gespräch mit dem einzelnen Förderer. Da es sich für eine Organisation um ein kostenintensives Vorhaben handelt, kommt der Wirtschaftlichkeit ein Hauptaugenmerk zu. Der folgende Beitrag zeichnet diese Entwicklung nach und macht Vorschläge für mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Ethik im Telefon-Fundraising.

Thomas Röhr

Alter und Verbraucherschutz

Das Verbraucherrecht ist eine Querschnittsmaterie aus vielen Bereichen des Privatrechts, aber auch des Öffentlichen Rechts und sogar des Strafrechts, die sich dadurch auszeichnet, dass sie den Verbraucher in den Mittelpunkt der Betrachtungen stellt. Mit dem Rückzug des Staats aus Bereichen, die früher der Daseinsvorsorge zugeordnet waren, steigt die Bedeutung des Verbraucherschutzes u.a. in Bereichen, die alte Menschen betreffen, wie Altersvorsorge, Heimunterbringung und ambulante Pflege. Idealtypisch ergeben sich zwei Schienen des Verbraucherschutzes in Bezug auf das Alter: der Schutz von schwachen, abhängigen alten Menschen und der Schutz der wirtschaftlichen Entscheidungsfreiheit am Markt agierender alter Menschen. Beide Arten des Schutzes werden im Beitrag beleuchtet.

Peter Rott

Soziale (Alten-)Arbeit in der Rehabilitation

Der Beitrag geht von den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Zielen, Formen und Finanzierungsmöglichkeiten von stationären und ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen aus und stellt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Rentenversicherung (RV) als Träger vor. Er nimmt außerdem aktuelle Entwicklungen in der Inanspruchnahme rehabilitativer Leistungen durch ältere Menschen, die integrierten Versorgungsstrukturen und die Situation der Mitarbeitenden im Reha-Team in den Blick. Im Anschluss werden die spezifischen Handlungskontexte und funktionsorientierten Prinzipien für die Soziale (Alten-)Arbeit in der Rehabilitation illustriert und ihr Stellenwert in der interdisziplinären Zusammenarbeit erläutert. Der Beitrag schleißt mit einem ein Ausblick auf die zukünftigen Chancen und Herausforderungen Sozialer Altenarbeit in der geriatrischen Rehabilitation.

Annette Franke

Kommunale Alten(hilfe-)planung

Gegenstand dieses Beitrages ist die kommunale Alten(hilfe-)planung mit ihren Aufgaben nach § 71 SGB XII und SGB XI. Betrachtet werden die kommunale Entwicklungsplanung als Teil der kommunale Daseinsvorsorge, die örtliche Bedarfsplanung auch pflegerischer Einrichtungen und Dienste sowie die Vernetzung der Angebote. Der Beitrag diskutiert die Interessen unterschiedlicher Akteure, darunter der mit Planungs- und Steuerungskompetenzen ausgestatteten Pflegekassen, und befasst sich mit dem Stellenwert von Beteiligung, Case Management und Pflegeberatung.

Yvonne Rubin

Soziale Altenhilfe als Aufgabe Sozialer (Alten-)Arbeit

Der Beitrag betrachtet soziale Altenhilfe als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und als potenzielles Arbeitsfeld der Sozialen (Alten-)Arbeit. Er skizziert beginnend mit der Nachkriegszeit bis heute entlang von Zeitabschnitten die Entwicklung der Entwicklung der Altenpolitik, der sozialen Infrastruktur, der sozialen Dienste und Einrichtungen in der sog. offenen Altenarbeit wie auch in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Erörtert werden auch die damit verbunden Handlungsoptionen und Fachdiskurse der Sozialen Arbeit.

Kirsten Aner

Kapitel 2. Maßnahmen in den 1950er Jahren

Am 1. November 1951 werden die Ziele des ersten Fünfjahrplanes veröffentlicht, die über jährliche Volkswirtschaftspläne präzisiert werden. Hier sind auch die Produktionsziele für die Kohle- und Energiewirtschaft festgelegt. Vor allem industrielle Energieabnehmer werden verpflichtet, über einen betrieblichen Energieplan den jährlichen Energiebedarf zu planen und abzurechnen. Dafür wird der Einsatz von Energetikern und Energiebeauftragten zur Unterstützung des Betriebsleiters durch eine Verordnung vom September 1952 zur gesetzlichen Pflicht. Im Dezember 1952 wird die Preisverordnung Nr. 281 erlassen, die auch den Stromverbrauchstarif für die Bevölkerung mit 0,08 Pfennig/kWh festlegt. Dieser Tarif wird bis 1989-damit über 37 Jahre- unverändert beibehalten. Im September 1954 werden die DIN- Normen und VDE-Vorschriften durch TGL (Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen) der DDR ersetzt. Im Februar 1957 wird das Statut des Amtes für Kernforschung und Kerntechnik veröffentlicht und damit der Übergang zur Nutzung der Kernenergie in der DDR eingeleitet. Im Februar 1958 werden durch Beschluss alle Industrieministerien und damit auch das Ministerium für Kohle und Energie aufgelöst. Die zentrale Anleitung der Betriebe wird durch die Staatliche Plankommission (SPK) übernommen.

Wilhelm Riesner

Kapitel 4. Maßnahmen in den 1970er Jahren

Die 5. Durchführungsbestimmung zum Landeskulturgesetz vom 17. Januar 1973 legt die Grenzwerte für Luftschadstoffe fest, darunter auch für Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub. Die Werte waren denen in der BRD sehr ähnlich. Das Problem war damit deren Nichteinhaltung. Die erste Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Leitung, Planung und Finanzierung der Forschung vom 17. März regelt die Tätigkeit von Wissenschaftlichen Räten der Forschungsprogramme und Hauptforschungsrichtungen. Gemäß dieser Verordnung wurde der Autor mit der Leitung der Hauptforschungsrichtung 6.04 Rationelle Energieanwendung beauftragt. In der Anordnung über den Einsatz und die Tätigkeit von Energiebeauftragten bei nicht planungspflichtigen Energieabnehmern werden Einrichtungen, Genossenschaften und gesellschaftliche Organisationen bei Überschreitung eines Grenzverbrauchs eines Energieträgers (bei Strom 50 000kWh/a) verpflichtet, Energiebeauftragte einzusetzen. Am 20. März 1979 wird ein neues Statut für das Ministerium für Kohle und Energie beschlossen, das im Februar 1958 aufgelöst worden war.

Wilhelm Riesner

Kapitel 1. Energiepolitik während der Zeit als SBZ bis 1949

Zum Wiederaufbau der Energiewirtschaft in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde von der sowjetischen Militäradministration im Juni 1947 die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK) gegründet, die vor allem auch die Lieferungen der Reparationen in die Sowjetunion sicherzustellen hatte. Sie erhielt das Recht, Verordnungen herauszugeben und bekam damit einen regierungsähnlichen Charakter. Von der DWK wurden zur Leitung der Kohlewirtschaft 1948 acht Vereinigungen volkseigener Betriebe (VVB) und zur Leitung der Energiewirtschaft fünf Energiebezirke gebildet, die für die Strom- und Gasversorgung verantwortlich waren. Die Kohlewirtschaft bestand aus dem Zwickauer Steinkohlenrevier und 55 Tagebauen zur Braunkohlengewinnung. Die Energiewirtschaft bestand aus etwa 170 Gaswerken und Kokereien sowie aus über 3200 Anlagen zur Stromerzeugung mit einer elektrischen Gesamtleistung von etwa 2000 MW. Im Juni 1949 wurde durch die DWK die Überführung der Energieanlagen in Volkseigentum beschlossen und diese der Hauptverwaltung Energie unterstellt, womit die Selbständigkeit der etwa 2000 Energieversorgungsunternehmen, vor allem von Stadtwerken, beendet wurde.

Wilhelm Riesner
Image Credits