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24-06-2020 | Vermögensaufbau | Nachricht | Article

Sparvermögen der Deutschen wird 2020 zulegen

Author: Angelika Breinich-Schilly

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Während des Shutdowns nicht ausgegebenes Geld legen die Deutschen lieber zurück als eine Anschaffung zu verschieben, zeigt eine aktuelle BVR-Studie. So werden 2020 trotz sinkender Einkommen die Sparvermögen leicht steigen.

Zwar steht den Deutschen aufgrund der Corona-Krise etwas weniger Einkommen zur Verfügung. Doch das legen die Bundesbürger laut einer Befragung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verstärkt auf die hohe Kante. Wie der BVR in einer aktuellen Studie zum Spar- und Anlageverhalten privater Haushalte ermittelte, bilden die deutschen Verbraucher 2020 voraussichtlich etwas mehr Geldvermögen.

Der Verband erwartet einen Anstieg der Sparquote von 10,9 Prozent im Jahr 2019 auf 11,9 Prozent im Gesamtjahr 2020. Unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses durch Kreditaufnahme und des Mittelabflusses durch Sachinvestitionen, überwiegend in Form von Wohnungsbau, dürften die Vermögen der Bundesbürger zum Jahresende leicht um 2,5 Prozent auf 281 Milliarden Euro zulegen.

Nicht getätigte Ausgaben kommen in den Sparstrumpf

In dieser Zeitspanne rechnet der BVR mit einem Rückgang der verfügbaren Einkommen aufgrund von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und rückläufigen Einkommen von Unternehmern und Selbstständigen um zwei Prozent. "Der voraussichtliche Anstieg der Sparquote in diesem Jahr ist vor allem Folge des gedrosselten Konsums während der wirtschaftlichen Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. In dieser Zeit unterlassene Ausgaben aufgrund der Schließung von Geschäften und Gaststätten oder auch des Ausfalls von Urlaubsreisen werden die Bundesbürger später im Jahr nur teilweise nachholen“, betont BVR-Vorstand Andreas Martin.

Gleiches gelte auch für aufgeschobene Anschaffungen von langlebigen Konsumgütern wie Autokäufe. Als Katalysator für Käufe im zweiten Halbjahr könne aber die von der Bundesregierung geplante befristete Senkung des Mehrwertsteuersatzes wirken, meint Martin.  

Deutsche bevorzugen Bankeinlagen

Im vergangenen Jahr setzten die deutschen Verbraucher vor allem auf Bankeinlagen als beliebteste Sparform. Trotz anhaltend niedrigen Zinsniveaus verzeichneten diese 2019 mit 139,9 Milliarden Euro erneut den höchsten Zufluss im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Rennern gehörten die liquiden Sichtguthaben.

Auch das Wertpapiersparen stieg um rund vier Milliarden auf 53,0 Milliarden Euro. Besonders gesucht waren dabei abermals Investmentfonds, deren Zuflüsse sich von 25,2 Milliarden auf 37,2 Milliarden Euro per Ultimo erhöhten. Versicherungen floss mit 68 Milliarden Euro zuletzt etwas weniger zu als in den Jahren zuvor. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland lag Ende 2019 bei 6.655,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um 7,2 Prozent beziehungsweise 446,2 Milliarden Euro.

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