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2018 | Book

Vertrauen und Wandel sozialer Dienstleistungsorganisationen

Eine figurationssoziologische Analyse

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Janina Evers zeigt, inwiefern Vertrauen in Teams sowie zwischen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern organisationalen Wandel unterstützt oder erschwert. Die Autorin bietet Gestaltungshinweise für die Umsetzung von Veränderungsprozessen in sozialen Diensten, die sich in fortlaufendem und dynamischem Wandel befinden. Für die Analyse legt sie einen figurationssoziologischen Ansatz nach Norbert Elias zugrunde. Hierfür werden Vertrauen und Machtverhältnisse in Figurationen diskutiert und gezeigt, ob und inwiefern Vertrauen im Wandel eine Rolle spielt und Veränderungsprozesse sozialer Dienste mitgestaltet.

Table of Contents

Frontmatter
Chapter 1. Figuration und Organisation
Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt den theoretischen Rahmen der vorliegenden Arbeit vor, der durch die Figurationssoziologie von Norbert Elias konstituiert wird, um im darauf-folgenden Kapitel 2 die zentrale Fragestellung des Vertrauens in der Soziologie zu diskutieren und in Kapitel 3 eine figurationssoziologische Konzeption von Ver-trauen zu entwickeln.
Janina Evers
Chapter 2. Vertrauen Eine soziologische Betrachtung
Zusammenfassung
Die Soziologie diskutiert Vertrauen mit Bezug auf soziale oder organisationale Wandlungen. Teilweise wird es als förderlich (vgl. Allmendinger & Hinz 2002; Beckert et al. 1998), teilweise als hinderlich (vgl. Kühl 2011; Luhmann 2011) und somit als ambivalent (vgl. Bleses 2011) beschrieben. Um zu analysieren, ob und inwiefern Vertrauen im Wandel sozialer Dienstleistungsorganisationen eine Rolle spielt (vgl. Einleitung), stellt dieses Kapitel zunächst dar, wie die Soziologie Vertrauen auffasst, um darauf aufbauend ein Konzept für eine figurationssoziologische Analyse von Vertrauen zu entwickeln (vgl. Kapitel 3).
Janina Evers
Chapter 3. Eine figurationssoziologische Annäherung an Vertrauen
Zusammenfassung
Wie beschrieben, sind Machtverhältnisse als Struktureigentümlichkeit von Figurationen zentral für die Figurations- und Prozesssoziologie von Norbert Elias. Vertrauen wurde von Elias selbst zwar vorausgesetzt (vgl. Elias & Scotson 1993), jedoch nicht analytisch in die Figurations- und Prozesssoziologie eingebunden. In einer Arbeit zur Analyse von Informalisierungsprozessen beschreibt Wouters, dass interpersonales Vertrauen relevant war, um in der höfischen Gesellschaft Anerkennung zu erhalten (vgl. Wouters 2011). Wouters bindet Vertrauen jedoch nicht in eine figurations- und prozesssoziologische Analyse und Ausarbeitung ein.
Janina Evers
Chapter 4. Methodisches Vorgehen
Zusammenfassung
Mit der vorliegenden Arbeit wird die Rolle von Vertrauen in organisationalem Wandel figurationssoziologisch analysiert. Diese Analyse erfolgt auf Basis einer Einzelfallstudie (vgl. Lamnek 2010, S. 273; Yin 2009) in einer sozialen Dienstleistungsorganisation (siehe zur Fallbeschreibung Kapitel 6). Um die Einzelfallstudie in ihrer Tiefenschärfe abbilden zu können, werden verschiedene Methoden trianguliert, die jeweils unterschiedliche Akteure, deren Situation in und ihrem Erleben von Wandel in der Organisation in den Blick nehmen.
Janina Evers
Chapter 5. Rahmenbedingungen der Entwicklung christlicher Fürsorge zur marktnahen sozialen Dienstleistung
Zusammenfassung
Eine figurationssoziologische Analyse organisationalen Wandels und Vertrauens bedingt auch, die längerfristigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu analysieren (vgl. Treibel 2009, S. 135; Elias 2001), mit denen Organisationen sozialer Dienste verflochten sind. In diesem Kapitel werden ausschnittshaft Entwicklungslinien und Rahmenbedingungen sozialer Dienste in Deutschland dargestellt und hierbei kirchliche soziale Dienste fokussiert. In solcher Weise analysierte längerfristige Entwicklungen als Prozesse sind nach Elias ungeplant, unterliegen aber einer spezifischen Ordnung (vgl. Treibel 2009, S. 135; Elias 1997b).
Janina Evers
Chapter 6. Die organisationale Fallstudie
Zusammenfassung
Nachdem im ersten Teil der vorliegenden Arbeit die theoretischen Grundlagen der figurationssoziologischen Analyse von Vertrauen und Wandel diskutiert wurden, beschreibt der zweite Teil die empirische Fallstudie vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen sozialer Dienste (vgl. Kapitel 5). Der Fall stellt sich durch die Fusionierung dezentraler Häuser der Unterstützung von Menschen mit Behinderung und die von dieser Fusionierung betroffenen Akteure dar: Dies sind die Teams, welche die Klienten in den dezentralen Häusern unterstützen. Hierzu gehören auch die direkten Führungskräfte und die Bereichsleitung sowie die Mitarbeitervertretung, die ebenfalls in den Veränderungsprozess eingebunden sind.
Janina Evers
Chapter 7. Figurationale Ebenen von Vertrauen
Zusammenfassung
In den Interviews und Gruppendiskussionen werden verschiedene Muster von Macht- und Aushandlungsprozessen deutlich, die Rückschlüsse auf Vertrauen und Wandel zulassen. Diese werden durch die Protokolle der teilnehmenden Beobachtungen ergänzt. Kapitel 7 stellt Vertrauen und Wandel in der HUB strukturiert und verdichtet dar.
Janina Evers
Chapter 8. Fazit und Ausblick: Vertrauen und Wandel sozialer Dienstleistungsorganisationen
Zusammenfassung
Organisationen wandeln sich beständig, wie zu sehen war, wobei es zu einer Gleichzeitigkeit von intendierten und nicht-intendierten Veränderungen kommt (vgl. Ernst 2010; Ernst 2013; Kühl 2011). Bezugnehmend auf soziale Dienstleistungsorganisationen vollzieht sich aktuell ein deutlicher Pfadbruch: Die fortschreitende Ökonomisierung bedingt grundlegende Veränderungen in Akteurskonstellationen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und interner Organisation von Arbeit (vgl. Liebig 2005; Senghaas-Knobloch 2008). Ein hoher Anteil an sozialen Dienstleistungen wird von frei-gemeinnützigen Trägern angeboten, was auch auf dem bis in die 1990er Jahre geltenden Subsidiaritätsprinzip der Vorrangstellung frei-gemeinnütziger Anbieter beruht (vgl. Liebig 2005).
Janina Evers
Backmatter
Metadata
Title
Vertrauen und Wandel sozialer Dienstleistungsorganisationen
Author
Janina Evers
Copyright Year
2018
Electronic ISBN
978-3-658-19618-9
Print ISBN
978-3-658-19617-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-19618-9

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