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01-12-2011 | Übersichtsartikel | Issue 4/2011

Gesunde Pflanzen 4/2011

Warum Untersaaten und Zwischenfrüchte wieder Bedeutung zur Unkrautregulierung in Europäischen Ackerbausystemen bekommen

Journal:
Gesunde Pflanzen > Issue 4/2011
Authors:
J. Brust, R. Gerhards, T. Karanisa, L. Ruff, A. Kipp

Zusammenfassung

Die positiven Wirkungen von Zwischenfrüchten und Untersaaten auf die Bodenstruktur, das Bodenlebewesen und den Nährstoffhaushalt sowie deren wirksamer Effekt gegen Unkraut sind vielfach belegt. In europäischen Anbausystemen hat der Anteil an Wintergetreide stark zugenommen, wodurch die Zwischenvegetationszeiten für den Anbau von Zwischenfrüchten verkürzt sind. In dieser Studie wurde untersucht, ob Zwischenfrüchte und Untersaaten auch Unkräuter in diesen Anbausystemen wirksam unterdrücken können. Dazu wurden in den Jahren 2008 bis 2010 an der Universität Hohenheim drei Feldversuche durchgeführt. Weißklee (Trifolium repens) und Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) konnten als Untersaat in Weizen und Dinkel die Unkrautdichte und deren Biomasse reduzieren. Hierbei wurden jedoch weder die Bestandesdichte noch der Kornertrag des Getreides von der Untersaat negativ beeinflusst. Nach der Getreideernte bildete sich innerhalb von 14 Tagen aus der Untersaat ein dichter Pflanzenbestand. Im dritten Feldversuch wurden Gelbsenf (Sinapis alba), Phacelia (Phacelia tanacetifolia), Sandhafer (Avena strigosa) und ein Gemenge aus Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum), Saatwicke (Vicia sativa), Tatarischer Buchweizen (Fagopyrum tataricum) und Ramtillkraut (Guizotia abyssinica) unmittelbar nach der Getreideernte in die Stoppel eingesät. Viele der Zwischenfrüchte liefen schnell auf und verringerten die Zahl und die Biomasse der auslaufenden Unkräuter. Gelbsenf reduzierte die Sprossmasse der Unkräuter um 93 %. Sandhafer verminderte die Wurzelmasse der Unkräuter um 97 % und die Unkrautanzahl um 90 %. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine rasche ober- sowie unterirdische Trockenmassebildung der Zwischenfrüchte, verbunden mit einer intensiven Beschattung der Unkräuter. Die Untersuchungen belegen, dass Zwischenfrüchte und Untersaaten auch in intensiven Anbausystemen, einen Beitrag zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Landwirtschaft leisten können.

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