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About this book

Dieses Lehrbuch beschäftigt sich mit der zentralen Frage, inwiefern moralische Werte als produktive Kräfte für die Wirtschaft eine Rolle spielen. Hierbei soll ganz bewusst kein normativer Ansatz verfolgt und auch nicht verkürzt eine Moral von der Wirtschaft eingefordert werden.

Die Wirtschaftsethik umfasst gemäß dem Sprachgebrauch sowohl die Ethik der Unternehmen in der Wirtschaft, als auch die Managerethik in den Unternehmen sowie die Ethik innerhalb des volkswirtschaftlichen Ordnungsrahmens. Ziel ist es, aus den vielen Ethikansätzen und teilweise auch unterschiedlichen Begriffsverwendungen ein übergreifendes Lehrbuch für Wirtschaftsethik zu entwickeln. Zur Anwendung in der Wirtschaftspraxis werden konkrete Ethiktools zur Verfügung gestellt. Um herauszuarbeiten, wie sich Menschen ethisch und unethisch verhalten und wie sich dies wirtschaftlich auswirkt, bezieht dieses Buch neuere Forschungsergebnisse der Wirtschaftswissenschaften, aber auch anderer Disziplinen wie der Psychologie und Soziologie ein und kommt damit zu neuen Schlussfolgerungen für die Wirtschaftsethik. Das für die Studierenden relevante Wissen wird zuerst wissenschaftlich hergeleitet, um dann die Ergebnisse als zusammengefassten Lehrinhalt zu präsentieren.

Die 2. Auflage wurde vollständig überarbeitet und um neue Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften (Psychologie, Sozialpsychologie, Soziologie und Behavioral Economics) erweitert. Hieraus entstanden viele neue Impulse für die Wirtschaftsethik.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Notwendigkeit einer Wirtschaftsethik wird insbesondere in der Betriebswirtschaftslehre kontrovers diskutiert. Bereits 1985 forderten Steinmann und Oppenrieder in der Zeitschrift „Betriebswirtschaftslehre“ eine Unternehmensethik als ein an praktischer Vernunft orientiertes autonomes Steuerungselement, das zur Lösung des Spannungsverhältnis` zwischen Unternehmung und Gesellschaft beitragen könnte. In der „Zeitschrift für Betriebswirtschaft“ entgegnete Albach, die BWL könne getrost auf „Moralprediger“ verzichten. Er sieht die notwendige Ethik bereits in der erwerbswirtschaftlichen Rationalität der BWL im Sinne der Vernunftsethik von Kant enthalten. Die Ethik beschränke sich darauf, „mit den knappen Ressourcen einer endlichen Welt „vernünftig“ umzugehen.“ Er sieht keine „Zwei-Weltentheorie“, in der „ökonomische Sachlogik“ und „außerökonomisches moralisches Verantwortungsbewusstsein“ voneinander getrennt sind. Betriebswirtschaftslehre benötigt keine Ethik oder Verantwortung, weil sie bereits auf ethischen Prinzipien beruht.
Christian A. Conrad

Kapitel 2. Grundlagen der Wirtschaftsethik

Zusammenfassung
Ergänzend zu den betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Veranstaltungen soll Ihnen dieses Kapitel die Begriffe und die Ausgangsbasis der anwendungsorientierten Disziplin Wirtschaftsethik vermitteln.
Christian A. Conrad

Kapitel 3. Ethische Bewertungsansätze

Zusammenfassung
Dieses Vorlesungskapitel erklärt Ihnen die klassischen und modernen ethischen Bewertungsmaßstäbe für menschliches Handeln. Sie sollen ihnen als Grundlage dienen, um wirtschaftliches Handeln zu bewerten.
Christian A. Conrad

Kapitel 4. Der Mensch in der Wirtschaft

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird das menschliche Verhalten in der Wirtschaft analysiert. Was motiviert sie, welche Ziele verfolgen sie und was macht sie glücklich? Die gewonnenen Erkenntnisse benötigen wir, um unethisches Verhalten zu erklären und Menschen zu ethischem Verhalten zu bewegen.
Christian A. Conrad

Kapitel 5. Markt und Moral

Zusammenfassung
Inwiefern ist der Markt moralisch und lässt ethisches Verhalten zu? Sind die Ergebnisse des Marktes moralisch und welche Wirkungen gibt es bei sogenanntem Marktversagen? Der Markt soll im folgenden Kapitel als Rahmen und Ort wirtschaftlichen Handelns analysiert sowie Gewinn und Eigentum moralisch hinterfragt werden.
Christian A. Conrad

Kapitel 6. Ethik als Ordnungspolitik

Zusammenfassung
Verhalten sich alle Wettbewerber moralisch, ergibt sich ein fairer Leistungswettbewerb von dem alle profitieren. Es wurde schon festgestellt, dass der Ordnungsrahmen der Wirtschaft moralisches Verhalten durchsetzen muss.
Christian A. Conrad

Kapitel 7. Ethiktools der Unternehmensführung

Zusammenfassung
Im Folgenden wollen wir uns mit der zentralen Frage der Wirtschaftsethik beschäftigen: Wie kann das Verhalten der Mitarbeiter so beeinflusst werden, dass ein ethisches Verhalten hervorgerufen wird.
Christian A. Conrad

Kapitel 8. Ethik in der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung

Zusammenfassung
In der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung empfiehlt es sich, die Ethikveranstaltungen in Form von Seminaren abzuhalten, weil dies die selbstständige ethische Reflexion fördert. Die Seminarteilnehmer fertigen in Gruppen schriftliche Arbeiten zu Case Studies an, die sie mit den in Kap. 3 vorgestellten ethischen Bewertungsregeln analysieren und anschließend vor dem gesamten Seminar präsentieren.
Christian A. Conrad

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