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2014 | Book

Wirtschaftsinformatik in Wissenschaft und Praxis

Festschrift für Hubert Österle

Editors: Walter Brenner, Thomas Hess

Publisher: Springer Berlin Heidelberg

Book Series : Business Engineering

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About this book

Die Schwerpunkte der Wirtschaftsinformatik ändern sich. Für viele Jahre stand die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik zur Effizienzsteigerung von Prozessen in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen im Vordergrund. Heute ist immer mehr der private Bereich das wichtigste Einsatzgebiet der Informations- und Kommunikationstechnik. Diese Transformation wird in den nächsten Jahren die Tätigkeitsfelder der Wirtschaftsinformatik stark verändern.

In dieser Festschrift zu Ehren von Prof. Dr. Hubert Österle von der Universität St. Gallen, stellen 26 prägende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis mit ihren Koautoren ihre Sicht auf die weitere Entwicklung der Wirtschaftsinformatik in Wirtschaft und im privaten Bereich dar. Das Spektrum der Beiträge reicht von der Beschäftigung mit neuartigen Technologien, wie z.B. Cloud Computing, über Veränderungen von Geschäftsmodellen und Unternehmensgründungen, Beiträgen über Veränderungen der Arbeitswelt bis zu forschungsmethodischen Artikeln.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1 Andrea und die Kollegen aus dem Institut für Wirtschaftsinformatik

Frontmatter
Inter-, trans- und multidisziplinär – Eine essayistische Annäherung mit Blick auf die Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Den Begriff „interdisziplinär” verwende ich seit langem, ohne je weiter darüber nachgedacht zu haben. Mein Fach Wirtschaftsinformatik (WI) betrachte ich als in sich interdisziplinär. Schon in einer der ersten Vorlesungen meines Studiums habe ich gehört, dass die WI mehrere Disziplinen in sich vereint, mindestens Betriebswirtschaftslehre und Informatik. Ein Blick in das Online-Lexikon Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik (Kurbel et al. 2013) bestätigt mich in dieser Erinnerung. Bei drei Beiträgen kommt der Begriff „interdisziplinär“ vor: Bei den Stichworten „Wirtschaftsinformatik“, „Geschichte der Wirtschaftsinformatik“ und „Wirtschaftsinformatik-Zeitschriften“; darauf gehe ich im Abschnitt 2.1 noch näher ein.
Andrea Back
Walk like Internet Giants: Konsequenzen für Forschung und Lehre in der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
In den letzten 20 Jahren sind eine Reihe von Unternehmen entstanden, die durch intensive Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik, insbesondere des stationären und mobilen Internets, auf jeden Fall in ihren jeweiligen Branchen und in Summe letztendlich strukturverändernde Wirkungen auf die gesamte Wirtschaft hatten oder komplett neue Geschäfte und Geschäftsmodelle kreiert haben. Unternehmen, die derartige Wirkungen erzielt haben und nachhaltig, d.h. über viele Jahre überlebensfähig bzw.
Walter Brenner, Hermann-Josef Lamberti, Lothar Wieske
Rekursive Transformation: Entwicklung der Business Engineering-Landkarte
Zusammenfassung
Qipp, Loylogic, Figo, das alles sind Unternehmen, die es vor zwei Jahren noch nicht gegeben hat. Diese Tatsache an sich ist noch nicht aussergewöhnlich – Unternehmensgründungen, wie auch Unternehmensschliessungen, gibt es seit dem Alter-tum. Das Besondere an diesen Unternehmen ist jedoch, dass sie das Informationszeitalter repräsentieren, wie kaum andere. Ihre Geschäftsmodelle basieren auf innovativen Ideen in Verbindung mit moderner Informationstechnik (IT). Sie zielen darauf ab, das Leben der Kunden zu verbessern und damit einen wirklich wertschöpfenden Nutzen zu stiften. Menschen werden mit anderen Menschen und Dingen vernetzt, Nutzer beraten und unterstützen sich gegenseitig, Unternehmen lernen direkt vom und mit dem Kunden. Organisationen verändern sich, zum Teil grundlegend, durch den Einfluss von Nutzerverhalten und IT.
Ulrike Baumöl, Reinhard Jung
Crowdsourcing und Crowd Work – ein Zukunftsmodell der IT-gestützten Arbeitsorganisation?
Zusammenfassung
Das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten haben jegliche Bereiche der Gesellschaft verändert und nachhaltig geprägt. In nahezu allen Bereichen sind digitale Technologien Auslöser und Begleiter neuer Entwicklungen und teilweise radikaler Veränderungen sowohl auf gesamtgesellschaftlicher als auch auf individueller Ebene. Sie haben Einfluss auf unsere Lebens- und Nutzungsgewohnheiten, bieten Lösungen für aktuelle Probleme und eröffnen neue Möglichkeiten (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2013). Es lässt sich nicht abstreiten, dass das Internet und sonstige digitale Technologien die Art der Arbeit grundlegend verändert haben. Am deutlichsten wird dies bei den sogenannten Digital Natives. Die jüngere Generation in Industrieländern wächst von Geburt an mit digitalen Technologien und dem Internet auf – entsprechend anders sind deren Arbeits- und Kommunikationsformen. Leben und Arbeiten sind ohne Digitalisierung nicht vorstellbar und neue Arbeitsformen haben alte ersetzt (Unterberg, 2010).
Ivo Blohm, Leimeister Jan Marco, Shkodran Zogaj
Gestaltungsorientierte Forschung in der Betriebswirtschaftslehre – mit spezieller Berücksichtigung der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Forschung wird häufig mit der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis gleich gesetzt. Dies mag daran liegen, dass sowohl die Natur- wie auch die Sozialwissenschaften (z.B. Physik oder Soziologie) Forschung traditionell als erklärende Forschung begreifen. Für viele andere wissenschaftlichen Disziplinen (z.B. Medizin, Ingenieurwesen oder Architektur) besteht das vorrangige Forschungsziel jedoch nicht ausschliesslich in der „Erklärung der Welt“, sondern vielmehr darin, diese zu verändern bzw. zu verbessern. Da die betriebswirtschaftliche Forschung zu den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gehört, werden das „Verbesserungs-“ oder „Problemlösungsverständnis“ in der Konsequenz häufig nicht als Forschung angesehen, sondern als komplementäres Organisationsgestaltungskonzept verstanden und z.B. mit dem Namen „Design“ versehen (siehe z.B. Romme, 2003).
Robert Winter

Kapitel 2 Akademische Kinder und Enkel

Frontmatter
Transformation durch praxisorientierte Forschung in der Bankenindustrie – Eine Zwischenbilanz von zehn Jahren CC Sourcing
Zusammenfassung
Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmenspraxis gilt als Kernelement einer nachhaltigen Standortpolitik. So bemerkt beispielsweise die Deutsche Bundesregierung, dass „Die Technologie- und Innovationspolitik der Bundesregierung […] darauf ab[zielt], Wissenschaft und Wirtschaft besser miteinander zu verzahnen. Damit schneller marktfähige Produkte entstehen.“ (Bundesregierung 2013). Diese Zielsetzung illustriert zwar die grundsätzliche Notwendigkeit eines funktionierenden Austausches zwischen Wissenschaft und Unternehmenspraxis. Weniger klar ist jedoch die Frage nach den konkreten, zur ‚Verzahnung‘ eingesetzten Organisationsformen. Neben der Förderung durch öffentlich finanzierte gemeinsame Forschungsprojekte, besteht die Möglichkeit zur direkten Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Nicht selten ist jedoch die gemeinsame Zielsetzung, wie etwa der Entwicklung marktfähiger Produkte, nicht vorhanden. Gerade in jüngster Vergangenheit hat sich mit der Diskussion des Begriffspaares von ‚Rigor‘ und ‚Relevance‘ eine Lücke in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis gezeigt (Österle et al. 2010).
Alt Rainer, Zerndt Thomas
Informationstechnologie-basierte Geschäftsmodelle – Stand und Ausblick
Zusammenfassung
Im Jahr 2006 hat Hubert Österle gemeinsam mit dem damaligen SAPVorstandssprecher Henning Kagermann das Buch „Geschäftsmodelle 2010“ veröffentlicht. Darin beschreiben die beiden Autoren einen Paradigmenwechsel in der Informationstechnologie, der „intelligentere“ Geschäftsmodelle erlaubt. Ähnlich wie in den 1990er Jahren mit der Geschäftsprozessorientierung hat Hubert Österle mit dem Thema Geschäftsmodelle frühzeitig Entwicklungen erkannt, die einen tiefen Umbruch in der Unternehmenswelt auslösen und damit von Managern neue Konzepte und Denkmuster erfordern. In beiden Fällen handelt es sich um Innovationen, die eng mit neuen Informationstechnologien verknüpft sind, auch wenn sie sich nicht darauf beschränken lassen. Aufgrund ihres Interesses für neue Technologien haben sich Wirtschaftsinformatiker sehr früh mit neuen Geschäftsmodellen rund um das Internet beschäftigt – lange Zeit bevor andere Managementdisziplinen überhaupt damit begannen, sich näher mit dem Konzept des „Geschäftsmodells“ auseinanderzusetzen.
Fleisch Elgar, Legner Christine, Thiesse Frédéric
Von der strukturierten Beschreibung betrieblicher Informationssysteme zur integralen Unternehmenstransformationsmethodik
Zusammenfassung
Spaghetti. Das ist das, was Hubert Österle und Thomas Gutzwiller zunächst verband. Thomas Gutzwiller kam als Student aus Rom nach St. Gallen und lernte bei Hubert Österle Wirtschaftsinformatik.
Thomas A. Gutzwiller
Bekannte und weniger bekannte Wege zu praxisrelevanter Forschung in der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Die Wirtschaftsinformatik kann für ihre Forschung auf verschiedene Methoden zurückgreifen. Vereinfachend lassen sich gestaltungsorientierte Methoden, formal-analytische Methoden und empirische Methoden unterscheiden. Die erstgenannte Klasse an Methoden stammt eher aus den ingenieurwissenschaftlichen Wurzeln der Wirtschaftsinformatik. Formal-analytische sowie empirische Methoden sind dagegen etablierte Ansätze in den Wirtschaftswissenschaften und kommen damit aus der zweiten Mutterdisziplin in die Wirtschaftsinformatik. Traditionell liegt der Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik im deutschsprachigen Raum bei den gestaltungsorientierten Methoden (Wilde und Hess, 2007) – oft auch verbunden mit der Begründung, dass nur diese Methode praxisrelevante Ergebnisse liefere und damit nur diese einem wichtigen Ziel der Wirtschaftsinformatik gerecht werde. Nachfolgend wollen wir der Frage nachgehen, ob diese These stimmt.
Hess Thomas, Matt Christian, Hilbers Konrad
Nachhaltige Mobilität – Herausforderungen und Potentiale für die Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Wissenschaftliche Disziplinen müssen sich ständig fragen, was ihr Beitrag zu bedeutenden und aktuellen gesellschaftlichen Themen ist, um ihre Relevanz und Legitimität unter Beweis zu stellen. Eine der derzeit wesentlichsten Herausforderungen moderner Gesellschaften ist das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit. Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung sind wesentliche Treiber dieser Diskussion. Der Bereich Verkehr bzw. Transport gilt aufgrund seines hohen Anteils an den CO2Emissionen als Handlungsfeld mit besonderen Herausforderungen, aber auch großen Potentialen im Hinblick auf umweltverträglicheres Handeln.
Busse Sebastian, Hanelt Andre, Kolbe Lutz M.
Potentiale und Risiken von In-Memory-Technologie: Eine Business Engineering-Perspektive
Zusammenfassung
In-Memory-Datenbanken erfahren derzeit große Aufmerksamkeit in der Praxis. So positioniert SAP die eigene In-Memory-Datenbanktechnologie SAP HANA als strategische „Appliance“. Aber auch andere Anbieter wie IBM und Oracle bieten Produkte auf Basis von In-Memory-Datenbanktechnologie an, so dass Gartner bereits der Ansicht ist, bei In-Memory-Datenbanken handele es sich bereits um „Mainstream“ (Pezzini, 2013).
Otto Boris, Bärenfänger Rieke
Beteiligte und Entwicklungen des Service-Wohnens
Zusammenfassung
Die Stärken der Wirtschaftsinformatik sind das Zusammenführen von Business und Informationstechnologie sowie ein konsequent interdisziplinärer Ansatz. Das Thema „Service-Wohnen“ fordert diese Stärken in besonderem Maße von Branchen, die in den letzten Jahrzehnten nicht zu Vorreitern des Business Engineering gehörten. Dazu gehören Unternehmen aus den Bereichen Health Care und Immobilienmanagement genauso wie Anbieter wohnnaher Dienste, so etwa ambulante Pflege, Lieferservices oder Putzdienste.
Sven Pohland
Geschäftsmodelle im Cloud Computing
Zusammenfassung
Der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien unterliegt traditionell einer hohen Innovationsdynamik. Die Wirtschaftsinformatik stellt dies vor die Herausforderung, regelmäßig neue vermeintliche oder tatsächliche sogenannte Megatrends beobachten und hinsichtlich ihrer tatsächlichen Potentiale beurteilen zu müssen. Cloud Computing stellt eine derartige Entwicklung dar, die in den letzten Jahren zum Teil kontrovers diskutiert wurde. Das Meinungsspektrum reicht von offener Ablehnung über vorsichtige Skepsis bis hin zu übermäßiger Begeisterung ob der revolutionären Potentiale. Für die Wirtschaftsinformatik bietet dieses Spannungsfeld eine sehr gute Ausgangsbasis, neuartige Informationssysteme auf der Basis des Cloud Computing mit zu gestalten und hinsichtlich ihrer tatsächlichen Einsatzmöglichkeiten und Erfolgspotentiale zu evaluieren.
Zarnekow Rüdiger, Labes Stine

Kapitel 3 Weggefährten

Frontmatter
Aspekte der Technologieakzeptanz von Mobile Payment Services
Zusammenfassung
Der strategische Fokus der Banktechnologie verschiebt sich seit einigen Jahren immer stärker von Produktions- und Abwicklungsaspekten auf die Kundenschnittstelle. Dabei kommt der Entwicklung und dem Ausbau neuer elektronischer Kommunikations- und Transaktionskanäle eine Schlüsselrolle zu. Von besonderer Bedeutung wird in den kommenden Jahren die Weiterentwicklung und der Ausbau der Schnittstellen zum Mobiltelefon und zum Personal Digital Assistant (PDA) bzw. Tablet der Kunden sein. Diese Geräte übernehmen auch im Banking eine immer wichtigere Rolle, nicht nur in der direkten Kommunikation mit dem Finanzdienstleister, sondern auch für das kundenseitige Transaktionsgeschäft.
Bernet Beat
Müssen Führungskräfte normalisieren können?
Zusammenfassung
Die Frage „Müssen Führungskräfte normalisieren können?“ ist eigenartig. Dennoch ist sie mehr als nur interessant. Sie ist wichtig, besonders in Organisationen, die sich mit der Bereitstellung und Verarbeitung von Informationen befassen, wie z.B. eine Universität oder eine Professional Service Firm.
Brönnimann Markus
Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle für das Internet der Dienste
Zusammenfassung
Das Internet beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich. Mit Informationstechnologien wie Cloud Computing haben Unternehmen neue Möglichkeiten, Dienstleistungen im Internet zu entwickeln, bereitzustellen, zu vertreiben und zu handeln (BMWi, 2010). Sowohl Dienstleister als auch die Industrie profitieren vom Internet. So zeigt die Studie (IW consult und Bitkom, 2013), dass Dienstleister besonders beim Export, bei der Innovationsfähigkeit sowie bei Forschung und Entwicklung Nutzen aus dem Internet ziehen. Bei der Industrie ist das Internet bei der Kundenansprache und den wertschöpfenden Aktivitäten von großer Bedeutung. Insbesondere der industrielle Sektor steht mit der Entwicklung hin zu Industrie 4.0 (Forschungsunion, 2013) vor einem großen Umbruch.
Bullinger Hans-Jörg, Weisbecker Anette
Einige Bemerkungen zur Wissenschafts- und Methodendiskussion in der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Lutz J. Heinrich hat in der „Geschichte der Wirtschaftsinformatik“(1) diese Thematik umfangreich aufgearbeitet. Mir bleiben für die Wissenschaftsdiskussion lediglich einige Anmerkungen aus dem persönlichen Erleben insbesondere des Anfangszeitraums der Wirtschaftsinformatik.
Griese Joachim
Big Data aus dem Produktkonfigurator: Entscheidungsunterstützung für Kunden und Basis für Customer Insights
Zusammenfassung
Immer mehr Unternehmen motivieren Kunden dazu, ihre Wunschprodukte online zu konfigurieren (Duray, Ward, Milligan, & Berry, 2000). In beinahe allen Industrien wird den Kunden die Möglichkeit geboten, Taschen, Jacken, Schuhe, Uhren und Fahrzeuge selbständig zu gestalten beziehungsweise zusammen zu stellen. Der ausgedehnte Computer- und Internetzugang verbunden mit den Fortschritten in der Produktionstechnologie erleichtert und fördert diesen Trend zusätzlich (Coker & Nagpal, 2013). Es wird geschätzt, dass weltweit mehr als 40.000 dieser Online-Konfiguratoren die individuelle Produktgestaltung unterstützen (www.configurator-database.com).
Andreas Herrmann, Reto Hofstetter, Lucas Beck
Industrie 4.0 und Smart Services
Zusammenfassung
Die Zusammenarbeit mit Hubert Österle reicht viele Jahre zurück in meine Zeit als Vorstand bei der SAP AG. Geschäftsprozessmodellierung und -gestaltung, Business Engineering (Österle & Winter, 2003) und Business Networking (Österle, Fleisch, & Alt, 2001) waren Themen von gemeinsamem Interesse. Besonders intensiv wurde die Zusammenarbeit, als wir uns 2005 entschlossen, ein Buch über IKT-gestützte Geschäftsmodell-Innovationen (Kagermann & Österle, 2006) zu schreiben.
Kagermann Henning
Model fragment comparison using natural language processing techniques
Abstract
The goal of this paper is to set a common working ground for computational linguistics and the metamodelling paradigm, by integrating notions of high abstraction from both fields and thus mediating the possibility of repurposing techniques from one field to the other.
Karagiannis Dimitris, Buchmann Robert Andrei
Gute Universitätslehrer der Wirtschaftsinformatik – eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Faches
Zusammenfassung
Aus verschiedenen Anlässen haben sich in der jüngeren Zeit die Gewichte der Kriterien, an Hand derer man Hochschullehrer, speziell Universitätslehrer, beurteilt, sehr verschoben. Solche Anlässe sind bedrohliche Fälschungen in der lebenswissenschaftlichen Forschung, Exzellenzinitiativen, der Drang, nach jahrzehntelanger schleichender Nivellierung die Hochschulen wieder stärker zu differenzieren u. a. m.
Mertens Peter, Barbian Dina
Das e-HomeOffice der e-Familie in der e-Welt: Notwendigkeiten, Konzepte und Funktionalitäten
Zusammenfassung
„Die Informations- und Kommunikationstechnik hat in den letzten vierzig Jahren Wirtschaft und Gesellschaft einschneidend verändert. Es gibt keine Hinweise, dass der Strom neuer Entwicklungen in diesem Bereich in den nächsten Jahren abreißen wird. Geschäftsmodelle, Produkte, Prozesse und Infrastrukturen werden starken Veränderungen unterworfen sein werden.“ [WINFO Uni SG]
Vor diesem Hintergrund hat Hubert Österle als fruchtbares Ergebnis seiner umfangreichen Forschungs- und Designarbeiten vielfältige Innovationen bewirkt und initiiert, sowie entscheidende Beiträge zu zukunftsorientierten Konzepten, Methoden, Prototypen und Lösungen für betriebswirtschaftliche Einsatzgebiete der Informations- und Kommunikationstechnik geleistet.
Ludwig Nastansky
Die Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt – Herausforderung für die Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Die seit Jahren fortschreitende Digitalisierung durchdringt zunehmend sämtliche Lebensbereiche, seien es das private Umfeld und die Bewältigung des privaten Alltags, der berufliche Kontext und die Formen des Arbeitens und Zusammenarbeitens, die Kommunikation und das soziale Miteinander sowie die Interaktion zwischen Gegenständen auf Basis des Internets – das sog. Internet der Dinge. Diese Entwicklung erstaunt nicht vor dem Hintergrund der im Wesentlichen dahinter stehenden technischen und ökonomischen Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechniken: exponentieller Leistungssteigerung steht ein rasanter Kosten- und Preisverfall gegenüber. Fig. 1 illustriert exemplarisch die Leistungssteigerung und den Preisverfall im Prozessorbereich (eine vergleichbare Entwicklung zeigt sich auch bei der Bandbreite der Datenübertragung und der Kapazität elektronischer Speichermedien).
Picot Arnold, Hopf Stefan, Neuburger Rahild
Wie findet man eine Produktidee?
Zusammenfassung
Ideen gibt es wie Sand am Meer. Sie sind eigentlich nicht der Engpass für Innovationen. Nach dem österreichisch/amerikanischen Ökonomen Schumpeter ist erst die erfolgreiche wirtschaftliche Umsetzung einer Idee eine Innovation. Aber die erfolgreiche Umsetzung einer Idee ist eben die Krux. Zunächst muss die Idee technisch umsetzbar sein und dann muss sie noch ihren Markt finden. Ist eine Idee zwar technisch realisierbar, findet aber keine Marktakzeptanz, so ist sie genauso gescheitert als wenn die technische Umsetzung noch nicht gelingt. Also muss die Zeit bezüglich Technologie und Markt reif für die Idee sein. Klaffen hier Lücken auseinander, dann ist die Idee zwar zunächst gescheitert, kann aber später, wenn alles zusammen passt, durchaus erfolgreich werden. Mir ist dieses in meinem Leben mehrfach passiert. In den Jahren um 1980 arbeitete ich an meinem Forschungsinstitut an der Universität des Saarlandes intensiv am Konzept des Computer Integrated Manufacturing (CIM). Dieses Konzept konnte aber damals nicht realisiert werden, weil die Informationstechnik noch nicht ausgereift genug war. Das Konzept galt deshalb bald als undurchführbar. Heute werden einige dieser Ideen unter dem Begriff Industrie 4.0 wieder aufgenommen und als großes Zukunftskonzept erfolgreich herausgestellt.
Scheer August-Wilhelm
Hubert Österle und seine Verbindungen nach Karlsruhe
Zusammenfassung
Wenn man gefragt wird, ob man ein paar Worte, einen kleinen Essay oder etwas Ähnliches beitragen kann zu einer Festschrift aus Anlass der Emeritierung eines langjährigen Weggefährten, beginnt man sich zu fragen, ab wann eigentlich man diesen Kollegen kennt, was die markanten Punkte des gemeinsamen Weges waren und vielleicht auch, was alles sich sonst im Laufe dieser Zeit zugetragen hat.
Stucky Wolffried
Leiser Auftritt mit großer Wirkung
Zusammenfassung
Laut ist Professor Österle nicht. Zumindest nicht gegenüber Journalisten und bei Vorträgen. Wie das beim Fußballspielen oder im Seminar ist, weiß ich natürlich nicht. Aber man macht sich so seine Gedanken, wenn man den Mann erlebt. Die Hosenträger sprechen für ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, die Wahl seiner Themen nicht. Sie sprechen eher für Neugier, Mut, Neues zu erforschen und ihnen auf den Grund zu gehen.
Witte Christoph
Metadata
Title
Wirtschaftsinformatik in Wissenschaft und Praxis
Editors
Walter Brenner
Thomas Hess
Copyright Year
2014
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-642-54411-8
Print ISBN
978-3-642-54410-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-642-54411-8

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