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31-05-2018 | Wohnungsbau | Im Fokus | Article

Innovative serielle und modulare Lösungen für den Neubau

Author:
Christoph Berger

In einem 2017 eröffneten Ausschreibungsverfahren stand die Entwicklung und Realisierung zukunftsfähiger Wohnkonzepte in serieller und modularer Bauweise im Mittelpunkt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Neun Bieter erhielten am 29. Mai 2018 den Zuschlag für ihre innovativen Wohnungsbaukonzepte: die Lechner Immobilien Development GmbH, die AH Aktiv-Haus GmbH, die Max Bögl Modul AG, die Goldbeck Ost GmbH & Goldbeck Nordost GmbH, die Alho Systembau GmbH, die Solidbox GmbH, die Lukas Lang Building Technologies GmbH, die ARGE MBN Bau AG und Patriarche sowie Hullak Rannow und die Züblin AG. Aus den Lösungen dieser Unternehmen können Mitgliedsunternehmen des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW ab sofort das für sie passende Konzept auswählen.

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Der GdW war Initiator der Ausschreibung für die seriellen und modularen Wohnungsbaukonzepte. Er hatte auch die Funktion der Vergabestelle inne. Zudem zählten Partner aus dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI; vormals BMUB) zu den Partnern: das Bundesbauministerium, der Hauptverband der Bauindustrie und die Bundesarchitektenkammer. Gemeinsam unterzeichnete man jetzt eine Rahmenvereinbarung.

Schnelleres und kostengünstigeres Bauen

Mit der Vereinbarung sollen Wohnungsunternehmen die Möglichkeit erhalten, Wohnungsneubauprojekte schneller, einfacher, kostengünstiger und in hoher Qualität zu realisieren – denn Teile der Projektausschreibung und -vergabe sowie der Planung eines vorgesehenen Wohnungsbaus werden durch die Rahmenvereinbarung vorweggenommen. Hinzu kommen kürzere Baustellenzeiten dank der Vorfertigung von Bauteilen. All das führt zu einer Zeitersparnis. Das ausgesuchte Modellkonzept müsse in erster Linie nur noch an das jeweilige Grundstück angepasst werden, so das Ziel.

Die Angebotspreise der entwickelten Gebäudemodelle liegen zwischen 2.000 und 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – sie sind in der Vereinbarung festgeschriebenen und gelten für fünf Jahre. Skaleneffekte sind, so der GdW, bei Mehrfachbeauftragung eines Modellgebäudes im Angebot enthalten. Weitere Kostenvorteile würden außerdem durch die weiter zunehmende Vorfertigung von Bauteilen erwartet.

Auch eine ansprechende Architektur wurde gefordert

Somit erfüllt sich auch ein von Michael Voigtländer im Kapitel "Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsmarktlage" des Springer-Fachbuchs "Luxusgut Wohnen" aufgezählter Vorteil des seriellen Bauens. Er schreibt: "Dabei könnten gerade über den seriellen Wohnungsbau Kostenreduktionen erreicht werden." "Könnten" deshalb, weil er in dem Abschnitt auch die unterschiedlichen Landesbauordnungen nennt, die für in mehreren Bundesländern bauende Projektentwickler dazu führe, dass sie ihre Konzepte an die jeweilige Landesbauordnung anpassen müssten. Dies sei mit Zusatzkosten verbunden, so Voigtländer.

Sämtliche in der Ausschreibung ausgewählten Konzepte haben einige Punkte gemeinsam – sie gehörten zu den zentralen Anforderungen der Ausschreibung: eine gestalterisch ansprechende Architektur, städtebaulich variable Gebäude, eine Minimierung von Verkehrsflächen, ausreichende Belichtung für Wohnkomfort und Energieeffizienz, kompakte und flächeneffiziente Wohnungsgrundrisse, ein Drittel barrierefrei nutzbare Wohnungen, energieeffiziente und nachhaltige Gebäudekonzepte sowie ein hohes Maß an Standardisierung zugunsten von zeit- und kostensparendem Bauen.

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