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03-03-2020 | Zahlungsverkehr | Im Fokus | Article

Payment Services im Handel orchestrieren

Author:
Daniel Smeds
2:30 min reading time

Bezahlplattformen und internationale Zahlungsabwickler sind das Öl im Getriebe der globalen Ökonomie. Was moderne Payment-Lösungen im Zahlungsverkehr leisten, erläutert Branchenexperte Daniel Smeds in seiner Kolumne.

Das starke Wachstum der E-Commerce-Branche treibt die Entwicklung der Zahlungsindustrie stetig voran. Internationaler Handel erfordert sicheres und schnelles Bezahlen über alle Grenzen hinweg. Für große, internationale Shops reichen die Standartlösungen eines Payment Service Providers (PSP) nicht mehr aus. Hier helfen  Payment Orchestration Provider (POP). Dabei handelt es sich um eine offene cloudbasierte Plattform, die alle Payment-Anbieter, Zahlungsarten, Banken, aber auch Risiko-Provider weltweit in einem Portal bündelt.

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Payment Orchestration bietet dem Handel Flexibilität

Bei der Orchestrierung laufen alle Prozesse zusammen: Nach der einmaligen technischen Integration eines POPs kann der Händler sein gesamtes Payment-Setup frei gestalten. Dabei wählt der Händler die Zahlungsmethoden oder -Provider je nach Region selbst aus und kann diese jederzeit testen, vergleichen und anpassen. Routing ermöglicht es auch, Zahlungen zu lenken und beispielsweise einzelne Provider oder Zahlungsarten zu bevorzugen. Durch Implement-Once gibt es während des Livebetriebes auch keine Wartungen. Einmal integriert, werden alle Updates vom POP eingepflegt. Auch die Datenmigration vom alten hin zum neuen Anbieter geht in der Regel schnell und ohne großen Aufwand.

Ein Payment Orchestration Provider eignet sich also für große, internationale Unternehmen, die in vielen Ländern aktiv sind, schnell wachsen und reibungslos in neue Märkte expandieren wollen. Die Lösung vereinfacht die komplexe Zahlungsinfrastruktur und lässt diese leicht steuern und optimieren. So können Unternehmen rasch und flexibel auf Veränderungen reagieren – seien es die eigenen Geschäftsentwicklungen oder die des Marktes. Das Tracking einzelner Transaktionen ist besonders für Branchen wie Einzelhandel, Travel, Digital oder auch Marktplätze interessant.

Die nahtlose Integration zieht sich weiter bis zum Check-out des Endkunden. Ein POP bietet verschiedene technische Einbindungen, die den Bezahlprozess am Kunden orientieren und im Look-and-Feel des Shops darstellen. So ist der Prozess Kanal- und geräteunabhängig und auch das One-Click-Check-out für wiederkehrende Kunden oder Express-Check-outs für Neukunden sind möglich. Das Kundenerlebnis wird optimiert, was nicht zuletzt Kaufabbrüche reduziert, die Conversion Rates ansteigen lässt und Kosten einspart.

Ökosysteme mehrerer Händler

Der Trend ist klar: Das Einkaufserlebnis des Kunden ist das, was zählt. Die Zahlung tritt mehr und mehr in den Hintergrund. Soll Einkaufen und Bezahlen nicht nur in einem Shop stattfinden, gibt es auch hierfür passende Lösungen. Sie ermöglichen es Händlern, ein eigenes Ökosystem für sich und ihre Handelspartner aufzubauen. Damit lassen sich Cross-Selling-Szenarien abbilden, also Käufe zwischen verschiedenen Shops. 

Alle angeschlossenen Händler können den gleichen Payment-Prozess nutzen, bewahren aber im Backend ihre Unabhängigkeit. Airlines können beispielsweise ein Ökosystem von Händlern schaffen, die alle Dienstleistungen rund um die Reise anbieten. Kunden kaufen dort ihre Flugtickets, mieten ein Auto oder buchen Hotelzimmer – sie bezahlen nur einmal und ohne ihre Zahlungsdaten immer wieder eingeben zu müssen.

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