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15-02-2017 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Article

Mobiles Bezahlen vorantreiben

Author:
Eva-Susanne Krah
1:30 min reading time

Mobiles Bezahlverfahren soll sich mit der Digitalisierung und der Zahlungsdiensterichtline (PSD2) europaweit durchsetzen und einheitlich sichere Zahlungsdienstleistungen etablieren. Branchenvertreter sehen noch Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung.

Authentifizierung und Zahlungsabwicklung sollen mit der Payment Services Directive (PSD 2) unter anderem sicherer und transparenter werden und Verbraucher sollen europaweit einheitliche Zahlungsverfahren nutzen können. Michael Mandel, Vorsitzender des Ausschusses für Privat- und Geschäftskunden des Bankenverbandes und im Vorstand der Commerzbank verantwortlich für das Segment Privat- und Unternehmerkunden, weist in einer Stellungnahme des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) darauf hin, dass es im Rahmen der Zahlungsdiensterichtlinie PSD 2 für alle Anbieter von Zahlungsdiensten, etwa Banken oder Fintechs, die gleichen Rahmenbedingungen braucht. Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BdB, ist überzeugt, dass einige Details in der PSD 2 "durchaus noch zu verbessern“ sind. So sei es etwa unverständlich, dass "Drittdienste einen gesetzlich definierten Zugang zur Infrastruktur der Banken haben", der umgekehrt nicht gelte, sagt Krautscheid. 

Bessere Bedingungen

In einem Positionspapier fordert der BdB daher mit Blick auf das Digitale Bezahlen 2020 unter anderem, dass

  • mobile Zahllösungen für mehr Reichweite im Direktkontakt zwischen Privatpersonen (P2P) und an der Kasse gefördert werden, 
  • mehr Wettbewerb und Wahlfreiheit bei E-Commerce-Zahlverfahren herrscht und 
  • ein zeitgemäßes digitales Onboarding als Standard verankert wird, um ein digitales und europaweites Angebot sicherzustellen.

Notwendige Technologien für Mobile Payment, beispielsweise zur Authentifizierung oder Datenübertragung, sollten nach Ansicht des BdB allen Anbietern von Zahlungsdiensten offenstehen und mobile Zahlverfahren von allen EU-Kunden genutzt werden können. Mindestsicherheitsstandards für Endgeräte und verbraucherfreundliche, alternative Authentifizierungsformen sollten zudem das Verbrauchervertrauen in die Zahlungsdienste stärken. 

"Die privaten Banken wollen einen digitalen europäischen Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen und diesen auch aktiv mit vorantreiben“, so Mandel. Er warnt jedoch davor, sich europaweit nicht zu verzetteln, sondern auf das Wesentliche zu konzentrieren. "Für uns sind das der Zahlungsverkehr und eine einheitliche Registrierung und Identifizierung der Kunden", sagte er.

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