Skip to main content
main-content
Top

2020 | Book

Zukunft denken und verantworten

Herausforderungen für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert

Editors: Dr. Wolfgang Roters, Prof. Dr. Horst Gräf, Prof. Dr. Hellmut Wollmann

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

share
SHARE
insite
SEARCH

About this book

Dieses Buch untersucht in einem Querschnitt durch aktuelle und künftig zu erwartende Herausforderungen für Staat und Politik (Finanzen, Digitales, Stadtentwicklung, Verkehr, Bildung, Wissenschaft usw.), ob und unter welchen Bedingungen Staat und Politik in der Lage sind, Zukunft zu denken und – noch wichtiger – zu gestalten.

Table of Contents

Frontmatter
Zukunft denken und verantworten – eine Einleitung

Stephen Hawking wurde in einem Interview um die letzte Jahrhundertwende gefragt: „Es gibt Leute, die sagen, das 21. Jahrhundert werde das Jahrhundert der Biologie sein, nachdem das 20. das Jahrhundert der Physik war. Wie sehen Sie das?“ Er antwortete: „Ich denke, das nächste Jahrhundert wird das Jahrhundert der Komplexität sein“ (Hawking 2000).

Wolfgang Roters

Zukunft und Zukünfte

Frontmatter
Die Zukunft der funktional differenzierten Gesellschaft: Herausforderungen und Gestaltungsoptionen

Die Weltgesellschaft befindet sich in einer schwierigen, paradoxen Lage. In der Alltagssprache wird dies unter anderem so formuliert: je mehr wir unsere Schritte beschleunigten, desto weiter entfernten wir uns von unserem Ziel. Die Zeitforscher betonen die Notwendigkeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen zu thematisieren, stellen gegenwärtig aber oft das Gegenteil fest und beklagen unter anderem, dass wir mit der „Daten speichernden“ Gegenwart – einer die Menschen oft überfordernden globalen „Synchronwelt“ (Sloterdijk 2017) – die Vergangenheit und die Zukunft „auffressen“.

Dieter Grunow
Zukunftsfähigkeit und Zukunftsgestaltung aus der Sicht der zwei dominierenden Weltleitbilder

Zukunftsfragen und der Wunsch, zukünftige Ereignisse und Entwicklungen zu erkennen und bewusst zu gestalten, haben zu allen Zeiten die Menschen bewegt. Das war schon in der Antike so, die umfangreiche klassische Literatur legt darüber ein beredtes Zeugnis ab. Das war auch ein zentrales Anliegen in zahlreichen anderen alten Kulturen (Minois 1998).

Rolf Kreibich
Die nachhaltige Gesellschaft Eine konkrete Utopie

Nie war so viel von Nachhaltigkeit die Rede wie heute. Das ist, sozialpsychologisch gesehen, kein Zufall. Denn man redet ja immer über das besonders viel und intensiv, woran es mangelt. Denn nie waren die Gesellschaften der Welt weniger nachhaltig als heute; seit dem Erscheinen der ‚Grenzen des Wachstums‘, das war 1972, hat sich der Ressourcenaufwand vervierfacht; ein Ende der Steigerung ist nicht abzusehen.

Harald Welzer

Welt – Europa

Frontmatter
Nachdenken über die Zukunftsfähigkeit von Staat und Politik

Nachdenken über die Zukunft von Staat und Politik – Nachdenken über die damit verbundene Stabilität, Resilienz und Perspektive der Gesellschaft in der offenen Demokratie – Nachdenken im Jahre 2020, dem Jahr der sich überholenden, wechselseitig verstärkenden globalen, bisher in ihrer Dramatik nie erfahrenen und bekämpften Krisen.

Klaus Töpfer
Weltdemokratie – als Gestaltungsaufgabe dringender denn je

Von Christoph Zöpel stammen wegweisende Impulse zwischen wissenschaftlicher Analyse und politischer Programmatik. Auf ein besonderes Werk von 2008, das das Denken in abgegrenzten Territorien zu überwinden sucht und nach Möglichkeiten der Realisierung von „gutem Leben“ und Demokratie allerorts fragt, will ich in diesem Beitrag hinweisen. Es beschäftigt sich mit der Weltgesellschaft, die bekanntlich keine Utopie, sondern in vieler – längst allerdings nicht in jeder notwendigen – Hinsicht eine Realität ist.

Klaus-Jürgen Scherer
Kultur der Stadt, Stadt der Kultur Das Lokale gewinnt an Bedeutung: Außenpolitik braucht eine „Urban Diplomacy“

Christoph Zöpel ist sein prüfendes Lächeln ins Gesicht geschrieben. Es empfängt mich jeden Morgen, wenn ich mein Büro im Auswärtigen Amt betrete. Sein Porträt hängt direct neben meiner Bürotür, auf dem Flur der Staatsminister, neben all denen, die vor mir da waren: Ralf Dahrendorf etwa, Hildegard-Hamm Brücher und Hans-Jürgen Wischnewski.

Michelle Müntefering
Für ein starkes, souveränes und solidarisches Europa – gerade jetzt

Die europäische Einigung gründet auf einer geradezu fantastischen Idee: der Überzeugung, das Gegeneinander der Nationen in einem politischen Zusammenschluss neuer Art zu überwinden. Einem Zusammenschluss, der über Züge eigener Staatlichkeit verfügt. Der Freiheit, Demokratie, wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Partnerschaft über nationale Grenzen hinweg ermöglicht und letztlich den Nationalstaat in eine transnationale Demokratie einbettet. Dieser Zusammenschluss heißt heute Europäische Union und stellt eine der bedeutendsten politischen, wenn nicht zivilisatorischen Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts dar.

Achim Post
Die Metropolen und Ballungsräume in Polen Zwischen den Handlungsformen der Kooperation und der Neuorganisation der kommunalen Selbstverwaltung

Eine polyzentrische Struktur des Landes bedeutet eine positive Voraussetzung für die effiziente Verwaltungsorganisation. Polen gehört zu den Staaten, die nicht von einer Metropole – meistens der Hauptstadt – dominiert wurden (Sikora 2018, S. 316‒318). In zwölf Großstädten und in drei Agglomerationen (in Warschau und ihrer Umgebung, in Danzigs Metropole und im Ballungsgebiet um Kattowitz) ist eine harmonische Entwicklung zwar möglich, sie braucht aber einen modernen rechtlichen und institutionellen Rahmen. Bei der Durchsetzung der kommunalen Selbstverwaltungsreform, die in zwei Etappen in den Jahren 1990 und 1998 erfolgte, konzentrierte man sich auf eine einheitliche, klare, demokratisch legitimierte Struktur der Gemeinden, Kreise und Wojewodschaften und ihren bedeutenden Aufgabenbereich (Ofiarska 2018, S. 351ff.). Gleichzeitig wurden die speziellen Möglichkeiten und Bedürfnisse der Großstädte weitgehend ignoriert.

Irena Lipowicz
The notion of migration in Amman New perspective in perceiving heterogeneous communities

Cities are always growing and developing, leading to dynamics in most of its attributes. One of the most influential phenomena for cities is the change in its social structure that may not always be predicted or planned; an example of sudden growth is migration. This phenomenon can be reflected back to many factors (like economic or political ones), and can also have different user typologies (like internal or external migrants). An ever-emerging question concerning this topic is how much this phenomenon shapes cities – and how it can be dealt with.

Maram Tawil, Lubna Alawneh
Historische Stadtkerne im goldenen Ring, Russland Gedanken und Erfahrungen aus einer anderen Zeit

Es war 1992, die Zeit der Umbrüche in Russland. Wir reisten mit einer Delegation der Landesregierung NRW nach Moskau in ein fremdes Land. Beschirmt und beschützt und geleitet. Staatssekretär, Ministerialbeamte, ein Stadtdirektor als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne und zwei Vertreter einigermaßen freier Architektur- und Stadtplanungsbüros.

Friedrich Wolters

Herausforderungen

Frontmatter
Interview mit Kurt Biedenkopf und Christoph Zöpel

Martin Kessler (MK): Was kann ein Doppelinterview von zwei einst führenden Politikern zu drängenden Zukunftsfragen beitragen und leisten?

Martin Kessler
Den sozialen und ökologischen Umbau mutig gestalten

Die Herausforderungen für Staat und Politik im 21. Jahrhundert scheinen vor allem darin zu bestehen, nicht enden wollende Kumulationen globaler Krisen bewältigen und meistern zu müssen. Dazu gehören ökologische Krisen ebenso wie soziale, gesellschaftliche und politische Krisen. Kollektive und individuelle Krisenerfahrungen werden begleitet oder auch verstärkt durch Disruptionserfahrungen, die nicht zuletzt die fortschreitende Digitalisierung auslöst und die über Jahrzehnte erfolgreiche Geschäfts- und Branchenmodelle radikal infrage stellt. Kein Kontinent und keine Gesellschaft sind davon ausgenommen.

Svenja Schulze
Die Zukunft des Sozialstaates

„Die Zukunft war früher auch besser.“ Dieser vielzitierte Satz von Karl Valentin ist nicht ganz so witzig, wie er sich liest. Er eignet sich jedoch vorzüglich, um darüber nachzudenken, was sich von früheren Zukunftserwartungen und heutigen Gegenwartsängsten in der jüngeren Geschichte Deutschlands tatsächlich und in welche Richtung verändert hat.

Norbert Lammert

Staat und Politik

Frontmatter
Nach 30 Jahren. Ein freundlicher Blick auf die Deutsche Vereinigung

Im vergangenen Jahr, im vergangenen Herbst haben wir den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution (nicht bloß einer „Wende“) begangen, in diesem Jahr 2020 ist es der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, den wir zu begehen haben. Das sind Zeiten der Erinnerungen an einen Aufbruch in die Freiheit und in die Demokratie – das war es schließlich, was Sinn und Ziel der Herbstrevolution von 1989 in der DDR und im Osten Europas gewesen ist! Erinnerungen also an großes historisches Glück! Und Anlass zur Freude und Dankbarkeit! An beidem will ich trotzig festhalten – auch 30 Jahre danach.

Wolfgang Thierse
Die digitale Transformation der deutschen Verwaltung Analysen zu Marktversagen und Daseinsvorsorge in Zeiten der Covid-19-Pandemie

Die digitale Transformation ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess der insbesondere in Krisenzeiten (Covid-19-Pandemie) sämtliche Bereiche des Lebens, Kommunizierens, Wirtschaftens und Denkens sowie auch die öffentlichen Verwaltungen verändert. Die Diskussion über die digitale Transformation der deutschen Verwaltung offenbart dabei zweierlei: Einerseits zeigen sich auf Fachtagungen, bei Regierungsgipfeln, in Aktionsplänen, Strategiepapieren und Koalitionsverträgen seit Jahren keine grundsätzlichen Zielkonflikte (s. z. B. die Digitale Agenda der Bundesregierung) und die formulierten Zielsetzungen sind von spürbarer Aufbruchstimmung bestimmt. Weder in Praxis noch in Forschung fehlt es an innovativen (oder auch ganz pragmatischen) Ideen zur Modernisierung der deutschen Verwaltung. Andererseits bleibt Deutschland im OECD-Vergleich bei der digitalen Infrastruktur wie auch bei der Digitalisierung der Verwaltung und Politik (E-Government und E-Democracy) konstant hinter den Erwartungen zurück.

Norbert Kersting, David Graubner
Entwicklungs- und Konfliktlinien des Bildungssektors im deutschen Föderalismus Neue Dynamik durch Digitalisierung in Zeiten des Coronavirus?

Die Entwicklung eines leistungs- und international wettbewerbsfähigen Bildungs- und Wissenschaftssystems ist für Deutschland – zumal als rohstoffarmes Land – eine unverzichtbare Voraussetzung, um dauerhaft die Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger, die internationale Konkurrenz- und Innovationsfähigkeit seiner Wirtschaft und somit seine Zukunftsfähigkeit insgesamt zu sichern. Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, dem vorliegenden Band, der um das Thema der „Herausforderungen für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert“ kreist, einen Beitrag beizusteuern, der von der Entwicklung, dem Potenzial und den Perspektiven des Bildungssektors handelt. Im Gefolge der Coronapandemie, die seit März 2020 auch Deutschland erreicht hat, gewinnt diese Frage erhöhte Dringlichkeit.

Hellmut Wollmann
Innovatives Lehren und Lernen in Zeiten des Coronavirus
Erfahrungen in und aus den Schulen Neuseelands

An einem Montagmorgen sitzt Leo am Laptop und singt das Lied seiner Schule – zusammen mit dem Direktor, den er auf dem Bildschirm sieht. Der Direktor zeigt Akkorde auf der Gitarre, er holt seine Hündin Daisy herbei, er spricht, erklärt und ermuntert. Wie jeden Morgen, seitdem das Coronavirus Neuseeland erreicht hat und die Kinder nicht mehr zur Schule gehen können.

Verena Friederike Hasel
Smart City und der ‚European Way of life‘

Als die Berliner Mauer im Jahre 1989 fiel, war das deutsche Volk glücklich. Als Deutschland und Europa 1990 wiedervereinigt wurden, endete der Kalte Krieg. Jahrhunderte des Kampfes um die Hegemonie in Europa und die Vorherrschaft des Westens in der Welt fanden ein Ende.

Jürgen Rüttgers
Die Sehnsucht nach Zukunftspolitik im Zeitalter der Politikverdrossenheit

Der Bürgermeister Roms, Walter Veltroni, machte 2006 mit einem Vortrag in Italien Furore. Im Vorfeld schon wegen des eigenwilligen Titels: „Die Schönheit der Politik“. Spektakulär war, dass der Vortrag die Veranstaltungssäle mit Eintritt zahlenden Bürgerinnen und Bürger füllte (Veltroni 1995, 2006; La Repubblica 2006).

Karsten Rudolph
Das Vermächtnis der Arbeiterbewegung und die Zukunft der Demokratie

Nach mehr als einem Jahrhundert der Kämpfe mit stets unsicherem Ausgang, oft der Niederlagen und vieler Opfer, aber auch vieler Siege, hat die demokratische Arbeiterbewegung fast überall in Europa, jedenfalls in Deutschland, politische, soziale und wirtschaftsdemokratische Institutionen errungen, in denen ihre Vertreter Sitz und Stimme haben und täglich Erhebliches im Interesse der arbeitenden Mehrheit der Gesellschaft voranbringen können. Geschaffen wurde ein gutes Stück wirtschaftsdemokratischer, sozialpolitischer und politischer Infrastruktur für die Interessenvertretung der abhängig Beschäftigten und damit die entscheidende Erweiterung und Ergänzung der liberalen zur sozialen Demokratie. Die moderne rechtstaatliche, soziale und partizipative Demokratie – man könnte auch sagen: die Demokratie europäischen Typs – wäre ohne die europäische Arbeiterbewegung, vor allem das Zusammenwirken einer sozialdemokratischen Partei mit demokratisch-reformerischen Gewerkschaften, nicht denkbar.

Thomas Meyer
Zukunftsfähigkeit: Impulse der Zivilgesellschaft

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften wird oft unterschätzt. Staat und Wirtschaft sind in der Regel die Hauptadressaten, wenn es um die Umsetzung von wissenschaftlich als notwendig erachteten Transformationsprozessen geht. Am Beispiel der Energiewende, des Klimawandels, der Willkommenskultur für Geflüchtete und der Beteiligungspolitik des Landes Baden-Württemberg wird gezeigt, dass zivilgesellschaftliche Akteure mehr Aufmerksamkeit in Nachhaltigkeitsdebatten verdienen.

Roland Roth
Whistleblower (un)erwünscht?

Die letzte Verhandlung im Rechtsstreit zwischen der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH und der Altenpflegerin Brigitte Heinisch findet am 24. Mai 2012 im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg statt und dauert fünf Stunden (LAG Berlin-Brandenburg 25 Sa 2138/11). Der Tag ist heiß und die Nerven liegen blank. Der Vorsitzende rät von Anfang an zum Vergleich, aber Brigitte Heinisch hat nicht sieben Jahre für ihr Recht gekämpft, um sich in letzter Minute den Schneid abkaufen zu lassen. Sie hat gelernt, Druck auszuhalten. Sie hat ein Urteil vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erstritten, das die Situation für Whistleblower in Deutschland hätte grundlegend verbessern können.

Annegret Falter
Open Government als Zukunftsvision für Kommunen?
Zu Ergebnissen eines Modellprojekts

Wenn über die Zukunft von Staat, Demokratie und Politik nachgedacht wird, wie das Christoph Zöpel regelmäßig gemacht hat, um über den Zwängen des Alltags nicht die großen Linien aus den Augen zu verlieren (Hesse & Zöpel 1987; Hesse et al. 1989), dann fällt heute über kurz oder lang das Schlagwort Open Government (Krabina 2019; zur älteren Diskussion: McDonald & Terill 1998; Robertson 1999). Mario Martini sieht in Transparenz, Partizipation und Kollaboration die „Leitbilder einer digitalen Zeitenwende“ (2014, S. 11ff.), Joachim Beck und Jürgen Stember betrachten Open Government als ein „neues Paradigma für Staat und Verwaltung“ (2019, S. 11ff.) und Jörn von Lucke versteht ein offeneres Regieren und Verwalten sogar als die universelle „Staatsdoktrin für das 21. Jahrhundert“ (2010, S. 402). In einem Faltblatt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) heißt es: Open Government begründe „einen umfassenden Reformanspruch, der alle Aspekte des politischen und administrativen Handelns berührt“, nicht etwa nur auf Bundes- oder Landesebene, sondern auch für „eine Neugestaltung des Verhältnisses von lokaler Politik, Verwaltung und Gesellschaft“ (Neutzner 2018, S. 2).

Göttrik Wewer
Wissenschaftliche Politikberatung – von strategischen Visionen zur Analyse der Innovationsblockaden

Politikberatung hat in den letzten Jahrzehnten eine erfolgreiche Karriere gemacht. Schaut man sich in Onlinesuchmaschinen die Häufigkeit der Verwendung dieses Begriffs in Datenbanken an, wird eine markante Steigerung seit Ende der 1990er-Jahre deutlich. In manchen sozialwissenschaftlichen Diskursen wird schon von einer Beratungsgesellschaft gesprochen, um den Boom insbesondere in der Organisationsberatung in den letzten Jahrzehnten nachzuvollziehen (Schützeichel & Brüsemeister 2004).

Rolf G. Heinze
Am Wendepunkt angekommen?
Kommunale Haushaltskonsolidierung zwischen Hebesatzanpassung und Vergeblichkeitsfalle

Das in Art. 28 Abs. 2 GG verankerte Selbstverwaltungsrecht garantiert den Kommunen Eigenverantwortlichkeit und Handlungsfähigkeit von Verfassungsrang. Es unterstreicht ihre herausgehobene Stellung innerhalb des Föderalstaates. Kommunen sind als Träger der öffentlichen Daseinsvorsorge von hoher Bedeutung.

Lars Holtkamp, Benjamin Garske

Stadt

Frontmatter
1970 bis 2020: Ein unvollständiger Bilderbogen verpasster Chancen sozialer Wohnungspolitik

Viel einfacher lassen sich Essentials für politisches Handeln kaum finden. Denn fragt man ganz banal, worauf ein Mensch überhaupt nicht verzichten könne, kommt ein jeder ohne übertriebene intellektuelle Kraftanstrengung zum richtigen Ergebnis: auf Essen, Trinken und Schlaf. Und mit dieser Antwort definiert sich ein wohl unstrittiger Auftrag der Politik. Denn mehr Grundbedürfnis geht kaum.

Klaus Bussfeld
Die Stadt – Mikrokosmos der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Christoph Zöpel und die Politiker und Politikerinnen seiner Generation haben den Umbau des Ruhrgebiets vorangetrieben. Zu bewältigen waren nicht nur die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen. Es ging auch um die Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls, das an die Stelle der alten „Ruhrpott-Mentalität“ treten konnte.

Edda Müller
„Ohne die Stadtgesellschaft geht es nicht“
Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Gespräch mit Klaus Selle

Ullrich Sierau [US]: Als Hintergrund muss man die Strukturkrise und die damit verbundenen gewaltigen Herausforderungen sehen: Mit dem Strukturwandel hat Dortmund rechnerisch über 80.000 Arbeitsplätze in den Bereichen Kohle, Stahl, Bier u. a. verloren. Das ging damals von 320.000 auf 240.000 herunter. Heute stehen wir wieder bei 330.000.

Ullrich Sierau, Klaus Selle
Düsseldorfs schönstes Bauwerk sieht man nicht

Als Christoph Zöpel als frischgebackener Minister für Bundesangelegenheiten 1978 sein Büro in der Staatskanzlei am Düsseldorfer Rheinufer bezog, blickte er auf einen unablässigen Strom aus Autos, die in der Nord-Süd-Achse die Stadt durchquerten: 55.000 pro Tag! Die Blechlawine schnitt die Stadt vom Rhein ab.

Thomas Geisel
Spurensuche
Christoph Zöpel und die Verkehrspolitik – genutzte und verpasste Chancen

Die nachfolgenden Beobachtungen beruhen im Wesentlichen auf meinen Erfahrungen, die ich in meinen zehn Jahren im Verkehrs- und Städtebauministerium NRW als Referatsleiter für Stadtverkehr und Verkehrsberuhigung sammeln konnte. Hinzu kam die Kooperation bei der gemeinsamen Herausgabe des Sammelbandes Raum für Zukunft (2008 [1997]) mit vielen Fachbeiträgen zur nachhaltigen Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik und ihrer praktischen Umsetzung in NRW.

Heiner Monheim
Die Erfindung der historischen Stadtlandschaft

In den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Konzepte zum Schutz und zur Erhaltung des baukulturellen und archäologischen Erbes grundlegend weiterentwickelt. Die Denkmalpflege wurde aus der bildungsbürgerlichen und antimodernistischen Abstellecke geholt; dort war sie stecken geblieben, obwohl die Lebensreformbewegung (Ringbeck 1991, S. 216ff.) schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannt hatte, dass Baukultur und Denkmalpflege zusammengehören. Die notwendige Balance zwischen Bewahrung und Entwicklung aber wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bis weit in das siebte Jahrzehnt hinein nicht gehalten, die Denkmalpflege war kein integraler Bestandteil städtebaulicher Planung (Ganser 1991).

Birgitta Ringbeck
Die lebenswerte Stadt
Landschaft als „Grüne Infrastruktur“ im Städtebau der Zukunft

Derzeit erlebt LANDSCHAFT europaweit eine Renaissance. In Zeiten des Klimawandels und des Bevölkerungswachstums mit allen seinen neuen Formen des Zusammenlebens sowie der Rückbesinnung auf natürliche Kreisläufe lassen sich der bebaute und unbebaute Raum kaum noch auseinanderdividieren. Das gilt besonders in unseren verdichteten Metropolregionen mit ihrer ungestillten Sehnsucht nach einer wie auch immer gearteten Manifestation des Natürlichen, des Gesunden.

Andreas Kipar
Universitätsklinikum Aachen

Ende der 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurden in Deutschland die Defizite im Bildungsbereich, vor allem auch im Hochschulbereich wegen des Mangels an Studienplätzen und steigender Studentenzahlen immer gravierender. Das galt vor allem für NRW; hier bestand ein besonders deutlicher Nachholbedarf. Schnelles und überlegtes politisches Handeln war somit dringend geboten.

Dieter vom Rath

Ruhr

Frontmatter
Das Konstante ist der Wandel: Chancenregion Ruhr

Hätten schon vor 200 Jahren Satelliten aus dem Weltall die Erde beobachtet, dann würde uns ein Zeitrafferfilm über die Region an Ruhr, Emscher und Lippe heute vor allem eines zeigen: den ständigen Wandel. An den Gruben und Fördertürmen wäre erkennbar, wie der Bergbau sich von Süden nach Norden bewegte, wie aus kleinen Schmieden Stahlwerke wurden, wie die Städte wuchsen und wie der Staub der Halden und der Rauch der Schornsteine den Blick auf die Erde trübte. Später im Film würde die Sicht wieder klarer, im gleichen Maß, wie die Menschen, wenn sie nach oben schauten, wieder den blauen Himmel sahen.

Stephan Holthoff-Pförtner
Ruhr – Mut und Fantasie

Jede Region hat ihre eigene Geschichte und eigenen Geschichten, Erinnerungen, Sentimentalitäten. Auch das Ruhrgebiet macht da keine Ausnahme, so jung seine regionale Identität auch sein mag, so handfest sich die Menschen an Ruhr und Emscher auch geben mögen. Vermutlich muss man es sogar so sagen: Gerade das Ruhrgebiet pflegt seine Sentimentalitäten mit besonderer Leidenschaft.

Frank Baranowski
Die Zukunft des Ruhrgebietes
Auf dem Weg zur ökologischen Wissensregion

In den letzten Jahren gab es einige Einschätzungen zur Situation und Zukunft des Ruhrgebietes (Bogumil et al. 2012; Bogumil & Heinze 2019; BMR 2020; Kempermann et al. 2020; Roters et al. 2019). Die Einschätzungen schwanken dabei zwischen Skepsis, Hoffnung und Zuversicht. Christoph Zöpel gehört seit Jahrzehnten eher zu den Personen mit Hoffnung und Zuversicht bezogen auf das Ruhrgebiet.

Jörg Bogumil
Heimat Ruhrgebiet?
Zur mentalen Rekonstruktion eines altindustriellen Ballungsraumes

Der Begriff ‚Heimat‘ hat Konjunktur (grundlegend: Scharnowski 2019). Nicht nur unser Bundesland Nordrhein-Westfalen, sondern auch die Bundesrepublik Deutschland verfügt seit der letzten Regierungsbildung über ein eigenes Heimatministerium und seitdem läuft die muntere Diskussion, was denn Heimat eigentlich sei. Und diese Diskussion kommt auch nicht von ungefähr, ist der Begriff Heimat, zumal in Deutschland doch nicht ganz unproblematisch.

Theo Grütter
Herausforderungen und Chancen einer polyzentrischen Agglomeration Ruhr

Regionen, die sich aus einer Vielzahl von einzelnen Städten und Ortschaften zusammensetzen, sind kein Sonderfall. Dennoch steht das Ruhrgebiet im deutschsprachigen Raum nahezu paradigmatisch für den Typus einer polyzentrischen Agglomeration. Welche besonderen Herausforderungen und Chancen stellen sich in einer Agglomeration? Wie lässt sich eine solche großräumige Städtelandschaften nachhaltig planen und gestalten? Nach welchen Prinzipien und mit welchen Mitteln kann und sollte Städtebau im regionalen Maßstab stattfinden? Das Ruhrgebiet ist für derartige Fragen besonders prädestiniert, nicht zuletzt weil derzeit der Blick verstärkt auf die Formate der Stadt- und Regionalentwicklung fällt, die in den letzten 30 Jahren seit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park die Agglomeration Ruhr geprägt und im Hinblick auf die Gestaltbarkeit regionaler Stadträume neue Wege erprobt haben.

Christa Reicher
Industrie und Nachhaltigkeit für eine starke Ruhrbanität

Der von Jan Polívka, Christa Reicher und Christoph Zöpel geprägte Begriff der „Ruhrurbanität“ beschreibt in einem einzigen Wort das Ziel des Strukturwandels des Ruhrgebiets: die Entwicklung von einem durch die Montanindustrie definierten Gebiet zu einer Agglomeration mit einer klaren urbanen Identität. Sie beschreiben diesen Weg durch sechs strategische Schwerpunkte, nämlich.

Franz Lehner
IBA, oder die Kunst, Innovationen zu organisieren in nicht-innovativen Milieus

Internationale Bauausstellungen sind eine Antwort auf ein Problem hoch organisierter Planungssysteme: Sie bezahlen ihre Effizienz und Verlässlichkeit mit einer gewissen Unbeweglichkeit. Eine IBA ist ein Instrument zur Organisation von Innovationen. Dieser Beitrag beschreibt Ziele, Voraussetzungen und Merkmale der IBA.

Walter Siebel
Die IBA Emscher Park im Kontext der Stadtentwicklungspolitik für Nordrhein-Westfalen

Über die Methoden und Wirkungen der IBA Emscher Park (1989‒1999) ist zu Recht viel geschrieben worden. Viel weniger Material gibt es jedoch zu den politisch-administrativen Rahmenbedingungen, die den Start dieser Bauausstellung erleichtert und sie über den gesamten Arbeitsprozess hinweg wirkmächtig begleitet haben. Das gilt im Prinzip auch für Einschätzungen dazu, welche Wirkungen umgekehrt von der IBA Emscher Park in das politisch-administrative System hinein ausgegangen sind.

Gerd Seltmann
Die Emscher – Erinnerungsort und Zukunftswerkstatt

Auch die Zukunft hat eine Vergangenheit. Hätte jemand einem „Pottler“ vor 50 oder 60 Jahren prophezeit, dass die Emscher wieder zu einem sauberen Fluss werden würde, hätte man wahrscheinlich bestenfalls ungläubige Blicke geerntet. Denn die Emscher – ein knapp 83 Kilometer langer Fluss, der mitten durch das Revier fließt – hieß im Volksmund lange „Köttelbecken“. Noch in den 1990er-Jahren wurde sie in der Presse als „gequältes Wasser“ beschrieben (Rigos 1999, S. 223).

Ulrich Paetzel
Emscher I

Mario Pallaschs Frau hat Kaffee gekocht, und die Tassen, die sie bereitgestellt hat, sind beschriftet: „Ickern – hier is auch schön!“ Klar ist es schön bei Mario Pallasch im Garten, er hat ja jetzt viel Zeit, ihn zu pflegen, denn seine Zeit als Bergmann ist lange vorbei.

Stefan Klein
Stadt Architektur Vergangenheit Zukunft Ruhr

Wilhelm von Humboldts Ausspruch „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ gehört zwar zu den häufig zitierten Bildungsweisheiten, doch die Verbindung zwischen beidem wird selten hergestellt. Historiker möchten die Wissenschaftlichkeit ihrer Erkenntnisse nicht durch Wertvorstellungen und Wünsche für die Zukunft beflecken; Zukunftsgestalter wie Politiker, Wirtschaftstreibende und andere jagen zumeist jüngsten aktuellen Daten hinterher und haben kaum Zeit, längerfristige Prozesse zu reflektieren und in die Begründung ihres Handelns mit einzubeziehen. Doch gerade im aufkommenden Zeitalter der Nachhaltigkeit stellt sich die Frage nach der Berücksichtigung des Historischen als der einzigen Möglichkeit, Langfristigkeit auch empirisch zu untersuchen und zu belegen, mit zugespitzter Dringlichkeit.

Wolfgang Sonne
Altes „Bauhaus“ und neue „Industriekultur“, oder Courage zur Transformation

Die Urbanistik, insbesondere Siedlungen und Industriequartiere, darf als eines der zentralen Handlungsfelder Christoph Zöpels gelten, der sein Studium in der fachlichen Breite von Philosophie, Recht, Politik und Ökonomie absolvierte und 1980 bis 1985 Minister für Landes- und Stadtentwicklung sowie von 1985 bis 1990 Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) war. Er initiierte in den 1980er-Jahren die leitbildhafte Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park, die schließlich zwischen 1989 und 1999 unter der Regie seines Büroleiters Karl Ganser realisiert werden konnte. Zöpel wagte Neues mit dem Konzept der erhaltenden Stadterneuerung. Zur weiteren Folge darf man Entwicklungen zählen wie die Gründung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1995), die Route der Industriekultur (1999), die Eintragung des Industriekomplexes Zeche Zollverein in Essen in die Welterbeliste (2001) und das Ruhrgebiet als die soeben zehnjährig jubilierende Europäische Kulturhauptstadt (2010).

Thomas Schleper

Christoph Zöpel

Frontmatter
Wegweisende Entscheidungen

Der Name Christoph Zöpel ist für mich untrennbar mit zwei wegweisenden Entscheidungen verbunden, die für industriell geprägte Stadtlandschaften Mitte der 1980er-Jahre geradezu revolutionär waren: massive Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr und die Erhaltung der Industriekultur oder, besser, die Anerkennung alter Industrieanlagen als Kultur. In einer Zeit, als die Philosophie von der „freien Fahrt für freie Bürger“ in zunehmenden Staus, verpesteter Luft und zerschnittenen Siedlungsräumen zur Farce geraten war, lag der konsequente Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen zwar nah, aber er hatte immer noch etwas an sich, das uns Deutschen unser liebstes Kind vergällen wollte: das Auto. Für mich als Aktivist in Sachen ökologischer Verkehrspolitik und später dann im Jahr 1986 Mitbegründer des umweltorientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD) war ein Politiker, der unverdrossen für eine Wende in der „autogerechten“ Verkehrspolitik eintrat, ein absoluter Hoffnungsträger. Christoph Zöpel hat die Hoffnungen nicht enttäuscht.

Norbert Walter-Borjans
Der letzte Preuße
Eine Annäherung an Christoph Zöpel

Wir spielten Straßentheater. In Röhlinghausen Pershing-Raketen einzupflanzen hatte zwar niemand ernsthaft vor, aber die Mächtigen in Stadt und Ruhrgebiet wollten das Areal der stillgelegten Zeche freihalten, für Großes. Für neue Industrien vielleicht, warum nicht für Raketen? Wir dagegen wollten, dass Röhlinghausen endlich einen Park bekäme, die Röhlinghauser Bürgerschaft Luft zum Atmen, der abgehängte Kiez eine Zukunft.

Uwe Knüpfer
Lieber Christoph

Lieber Christoph, dies ist ein Freundschaftsgruß, eine kleine Collage unserer politischen Begegnungen, Verbindungen, Parallelen und Entfernungen betrachtet über ein halbes Jahrhundert, zugleich auch als Beispiel für das politische Engagement einer besonderen Alterskohorte.

Anke Brunn
Sieben Begegnungen mit Professor Christoph Zöpel

Herrn Professor Christoph Zöpel kenne ich – das muss ich zugeben – seit relativ kurzer Zeit, seit etwa fünf Jahren. Alles begann im Herbst 2015 im polnischen Gliwice. In dieser Stadt, im früheren deutschen Gleiwitz, besteht eine im Jahr 1945 gegründete Technische Universität – Politechnika Śląska.

Krysztof Kafka
Zur richtigen Zeit am Puls der Zeit

Wir „Mit-Arbeiter“ im Ministerium hatten den Eindruck, mit Zöpel im richtigen Moment am Puls der Zeit zu sein, in einem neu gegründeten Zukunftsministerium. Ministerpräsident Rau hatte erstmals in der Kabinettgeschichte Nordrhein-Westfalens die regierungspolitische Verantwortung für Kommunales in einem Ministerium für Landes- und Stadtentwicklung gebündelt und Zöpel beauftragt, das politische Konzept für die urbane Erneuerung der Städte und den Erhalt einer lebenswerten Wohnumwelt zu entwickeln sowie der Stadtpolitik einen neuen Rang in der Landespolitik zu verschaffen (Rau 1980). Zöpel hatte mich, zuvor in der Regierungszentrale zuständig für finanzpolitische Koordination und Landesentwicklung, damit beauftragt, das Ministerium organisatorisch und personell aufzubauen, umgehend eine politisch handlungsfähige Administration zur Durchsetzung seines politischen Auftrages zu organisieren, vor allem um die Kooperation von Staatshochbau und Städtebau zum integrierten Instrument der behutsamen Stadterneuerung zu optimieren.

Horst Gräf
Blicke nach innen – enge Mitarbeiter begeben sich auf Spurensuche

Unerwartetes, vielleicht sogar Überraschendes haben alle erfahren, die Anfang der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, vor vier Dekaden, beruflich eng mit Christoph Zöpel zusammenarbeiten durften. Wir, diese Mitarbeiter, begeben uns auf Spurensuche, nicht (oder nicht vorrangig) aus Gründen der Nostalgie – so schön sie auch ist. Wir glauben, dass vor vier Dekaden etwas Ungewöhnliches passiert ist, das die Gegenwart weiter prägt und für die Zukunft von besonderer Bedeutung ist. Vor allem Letzteres interessiert uns.

Hein Arning, Klaus Bussfeld, Ulrich Giebeler, Horst Gräf, Joachim Henneke, Wolfgang Roters, Gerd Seltmann, Ullrich Sierau
Backmatter
Metadata
Title
Zukunft denken und verantworten
Editors
Dr. Wolfgang Roters
Prof. Dr. Horst Gräf
Prof. Dr. Hellmut Wollmann
Copyright Year
2020
Electronic ISBN
978-3-658-31703-4
Print ISBN
978-3-658-31702-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-31703-4