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About this book

In vielen bereits erschienenen Arbeiten werden wettbewerbliche Preisregulierungsverfahren auf ihre Eignung für den Einsatz in der Wasserwirtschaft hin untersucht. Diese Analysen greifen aber in zweifacher Hinsicht zu kurz.
Zum einen kann man wettbewerbliche Preisregulierungsverfahren für die Wasserwirtschaft nur unter der Voraussetzung empfehlen, dass es zu keiner unerwünschten Qualitätsdegression kommt. Ob dies zu erwarten ist bzw. wie dem ausreichend wirkungsvoll begegnet werden kann, ist ein Schwerpunkt dieser Arbeit. Im Kern kommt der Autor zu dem Schluss, dass ganzheitliche wettbewerbliche Verfahren zwar nur sehr bedingt mit der derzeit praktizierten Qualitätsregulierung in Deutschland kompatibel sind, dass es aber Gründe gibt, diese aktuelle deutsche Qualitätsregulierung ganz grundsätzlich zu überdenken. Indem eine Kompatibilität von Qualitätsregulierung und Preisregulierung hergestellt wird, ist die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, überhaupt erst verschiedene Preisregulierungsverfahren in Erwägung ziehen zu können. Außerdem lässt sich die derzeitige Qualitätsregulierung bei fortbestehender Effektivität effizienter gestalten.
Zum anderen behebt die integrierte Behandlung von Qualitätsregulierung und Preisregulierung einen weiteren Schwachpunkt vorheriger Studien. Mittels eines solchen Vorgehens lassen sich substanziellere Aussagen darüber treffen, welches wettbewerbliche Verfahren tatsächlich für die deutsche Wasserwirtschaft empfohlen werden sollte.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Wasserwirtschaft ist ein hochregulierter Wirtschaftsbereich. Der Verzicht auf Wettbewerb begründet dabei die Vermutung, dass relativ zu teuer, relativ zu kleinteilig oder zu großflächig, relativ zu wenig kundenorientiert und relativ zu wenig innovativ gewirtschaftet wird. Diese Implikationen eines fehlenden Wettbewerbs in der deutschen Wasserwirtschaft dürften damit eine zentrale Erklärungsvariable für die im internationalen Vergleich sehr hohen Kosten sein (Abbildung A.1 im Anhang).
Mark Oelmann

Kapitel 2. Grundüberlegungen zur deutschen Wasserwirtschaft

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, die allgemeinen Grundlagen der deutschen Wasserwirtschaft (Wasserversorgung und Abwasserentsorgung) vorzustellen und die Punkte, die für die Diskussion in den folgenden Kapiteln zentral sind, herauszustellen. Daher wird derWassersektor zunächst im ersten Abschnitt mit Hilfe von Kennzahlen vorgestellt. Unter anderem wird hier die enorme Schwankungsbreite in den Preisen und Abgaben (Oberbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge) auffallen.
Mark Oelmann

Kapitel 3. Theoriegeleitete Analyse preisregulatorischer Konzepte

Zusammenfassung
In einem ersten Schritt wird nun zunächst begründet, weswegen und wo für die Wasserwirtschaft eine Preisregulierung nötig erscheint. Darauf aufbauend werden verschiedene Regulierungsverfahren auf ihre grundsätzliche Eignung für eine Anwendung in der deutschen Wasserwirtschaft überprüft. Eine Darstellung, wie solche Verfahren in der Praxis eingesetzt werden und inwieweit seitens der Europäischen Union ein spezifisches Verfahren präferiert wird, rundet dieses Kapitel ab.
Mark Oelmann

Kapitel 4. Theoriegeleitete Analyse qualitätsregulatorischer Konzepte

Zusammenfassung
Im vorangegangen Kapitel wurde herausgearbeitet, dass eine Anwendung anreizorientierter Regulierungsverfahren in der Wasserwirtschaft grundsätzlich eine begleitende Qualitätsregulierung erfordert. Im Rahmen dieses Kapitels nun wird sich zunächst in Abschnitt 4.1.1 mit dem Begriff der Qualität im Allgemeinen und der Bestimmung und Kategorisierung einzelner Qualitätsziele in der Wasserversorgung im Besonderen auseinandergesetzt. Darauf aufbauend werden Kriterien entwickelt, mit Hilfe derer Instrumente dahingehend beurteilt werden können, ob sie dazu beitragen, exogen vorgegebene Qualitätsziele ökonomisch sinnvoll zu erreichen.
Mark Oelmann

Kapitel 5. Für eine Reform der Preis- und Qualitätsregulierung

Zusammenfassung
Im Rahmen des dritten Kapitels wurde gezeigt, dass es sich bei den deutschen wasserwirtschaftlichen Unternehmen um regulierungsbedüftige natürliche Monopolisten handelte, dass aber gleichwohl verschiedene Preisregulierungsverfahren eingesetzt werden könnten, die Anreize zu einem effzienteren Wirtschaften begründen würden. Zwar wurden bereits in der theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit den einzelnen Verfahren deren jeweilige Vorteile und Nachteile herausgearbeitet und auch die Entwicklungen auf bundesdeutscher und europäischer Ebene wurden erläutert, ein in sich geschlossener Reformvorschlag wurde bislang aber noch nicht präsentiert.
Mark Oelmann

Kapitel 6. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Bislang sind deutsche wasserwirtschaftliche Unternehmen keinem wirklichen wettbewerblichen Druck ausgesetzt. Angesichts der positiven Effekte vonWettbewerb, die weit über die reine Kosteneffzienz hinausgehen, ist ein Verzicht auf diese Institution nur dann gerechtfertigt, wenn sich entweder kein wettbewerbliches Verfahren findet oder aber die Einführung mit einer unerwünschten Qualitätsdegression verbunden ist, die auch über eine begleitende Qualitätsregulierung nicht verhindert werden kann.
Mark Oelmann

Backmatter

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