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2019 | OriginalPaper | Chapter

4. Zusammenfassung und Ausblick

Authors : Thomas Klie, Pablo Rischard, Irina Siegel

Published in: Demokratische Integration in Deutschland

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Mit dem Monitoring Demokratische Integration und der hier vorgelegten Vorstudie konnte die Bedeutung von Strukturmerkmalen von Regionen abgeleitet und entwickelt werden sowie aus Aktivitätsmustern der regionalen Bevölkerung (Wahlverhalten, Engagement) in Verbindung mit strukturellen Einflussgrößen (Urbanität, wirtschaftliche Prosperität, relative Benachteiligung) herausgearbeitet werden. Damit erhält die Diskussion um Strukturbedingungen von Regionen und Gemeinden weitere empirisch begründete Nahrung. Wir sind uns dessen bewusst, dass das zugrunde liegende Modell und die herausgearbeiteten Einflussgrößen weiterer Diskussionen bedürfen.

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Footnotes
1
Beispiel: Der direkte positive Effekt des demografischen Druckes auf die demokratische Integration wird zugleich indirekt – über das höhere Risiko der relativen Benachteiligung – reduziert. Es lässt sich aus diesen Strukturmerkmalen jedoch nicht ableiten, dass in Regionen mit einem hohen Anteil älterer Menschen (demografischer Druck) und einem hohen Anteil von ökonomisch benachteiligten Menschen (relative Benachteiligung) deshalb auch die älteren und ärmeren Menschen seltener zur Wahl gehen und sich weniger zivilgesellschaftlich engagieren. Es könnten ebenso jüngere Menschen, Alleinstehende oder Familien sein.
 
2
Gelegentlich greifen Forscherinnen und Forscher mangels repräsentativer öffentlich verfügbarer Daten auf Dienstleister aus dem Bereich der Marktforschung (Dialogmarketing) zurück, die aus unterschiedlichsten Quellen aggregiert werden und keinen nachvollziehbaren sozialwissenschaftlichen Standards entsprechen. Wir sind deshalb der Meinung, dass solche Daten in der sozialwissenschaftlichen Forschung ausschließlich durch breit angelegte, nachvollziehbare und methodisch fundierte Bevölkerungsumfragen Eingang finden sollten. Deshalb bedarf es eines Ausbaus und einer gewissen Harmonisierung von etablierten Instrumenten wie dem Freiwilligensurvey, der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) oder dem ESS.
 
3
Auf diese Weise ändert sich nicht die Rangordnung von Objekten. Zusätzlich werden durch die Zuteilung von Werten zwischen 0 und 100 aber in einer (so hoffen wir) plausiblen Weise die Differenzen zwischen Objekten abgebildet. Wir gehen davon aus, dass die so transformierten Ausgangswerte die Eigenschaft einer „ordered metric scale“ besitzen: Eine „ordered metric scale“ liegt im Messniveau zwischen einer Ordinal- und Intervallskala und ermöglicht Operationen wie Additionen, die bei einer Ordinalskala nicht zulässig wären (vgl. dazu Siegel 1956).
 
4
Diese Methode der Kennziffernbildung wurde bereits in verschiedenen Forschungsprojekten angewendet (vgl. z. B. Blinkert 2016).
 
5
Die subjektive Integration ist überdurchschnittlich hoch in den Raumordnungsregionen mit hoher wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und dort, wo familienzentrierte Lebensweisen (Familismus) höhere Bedeutung haben. Bei steigendem demografischen Druck und relativer Benachteiligung liegt die Kennziffer hingegen durchschnittlich niedriger. Diese Zusammenhänge gelten vor allem für die westlichen ROR.
 
Literature
go back to reference Blinkert, Baldo. (2016). Generation 55plus: Lebensqualität und Zukunftsplanung. Das KOSIS-Projekt „Aktives Altern“ in den Städten Bielefeld, Freiburg, Karlsruhe, Moers, Villingen-Schwenningen und im Landkreis Mettmann. Berlin, Münster: LIT Verlag (FIFAS-Schriftenreihe, 13). Blinkert, Baldo. (2016). Generation 55plus: Lebensqualität und Zukunftsplanung. Das KOSIS-Projekt „Aktives Altern“ in den Städten Bielefeld, Freiburg, Karlsruhe, Moers, Villingen-Schwenningen und im Landkreis Mettmann. Berlin, Münster: LIT Verlag (FIFAS-Schriftenreihe, 13).
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Metadata
Title
Zusammenfassung und Ausblick
Authors
Thomas Klie
Pablo Rischard
Irina Siegel
Copyright Year
2019
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-25264-9_4