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About this book

​Das Ideal des ehrbaren Kaufmanns hat eine lange Tradition. In Europa wurden Tugenden wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit seit dem Mittelalter in Handbüchern für Kaufleute gelehrt. Das Leitbild des ehrbaren Kaufmannes, welches das Vertrauen in die Integrität des Handelspartners in das Zentrum rückte, entstand in einer Zeit, in der Kaufleute Reisende waren, denen man überwiegend mit Skepsis begegnete.

In einer von Finanz- und Wirtschaftskrise geprägten Zeit wird das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns wieder intensiv diskutiert. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen dieses Leitbild aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen wie Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte, Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft sowie erstmalig in kulturvergleichender Sicht (Europa, islamische Welt, Japan).

Table of Contents

Frontmatter

Das Bild des Kaufmanns in epochenübergreifenden Betrachtungen

Frontmatter

Der Kaufmann von der Patristik zum honnête homme bei Savary

Zusammenfassung
Zunächst werden die Ursprünge des negativen Bildes vom Kaufmann in der Antike und im Mittelalter dargestellt. Dann soll nach möglichen Gründen für den Wechsel dieses Bildes ins Positive gesucht werden, bevor schließlich Texte aus dem französischen 17. Jahrhundert das Lob des Kaufmanns und seiner Tätigkeit exemplifizieren sollen. Dabei zeigt sich, dass Savary Nützlichkeit des Handels unterstreicht, indem er auf die Notwendigkeit der Umverteilung der ungleich verbreiteten Güter hinweist. Zudem befürwortet er, dass der Handel Lebensfreude schafft und Überfluss verhindert, der zu schädlichem Müßiggang führen könnte. Überdies fördere Handel die Freundschaft und bringe dem König Informationen über fremde Länder. Savarys parfait négociant wird als Unternehmerpersönlichkeit zunächst durch sein Wissen, z. B. die Kenntnisse über Orte und Herstellungsweisen, charakterisiert, bevor unabdingbare Charaktereigenschaften wie Vorsicht, Umsicht, Disziplin und Ordnung in der Buchhaltung postuliert werden. Hinzukommen sollen aber auch Freundlichkeit und Höflichkeit, die ihn zum honnête homme machen. Dieser ist im 17. Jahrhundert in Frankreich Denn dieser ist im 17. Jahrhundert in Frankreich gerade nicht wie der homme honnête durch die Ehrlichkeit, die honnêteté, sondern durch perfekte Umgangsformen und Geschick in der geschäftlichen wie in der geselligen Unterredung gekennzeichnet.
Christoph Strosetzki

Der ehrbare Kaufmann und die Corporate Social Responsibility-Bewegung

Zusammenfassung
Der ehrbare Kaufmann hat als Leitbild in der Wirtschaftsethik eine lange Tradition. Allerdings fokussiert dieses Leitbild auf das Individuum und vernachlässigt tendenziell situative Bedingungen und Anreize, unter denen Menschen handeln. Mit Hilfe der Ordnungsethik lässt sich begründen, weshalb Wirtschaftsethik unter Bedingungen der Globalisierung den Fokus verschieben und situative Bedingungen ins Zentrum stellen muss. Das gilt auch innerhalb von Unternehmen: Statt auf den ehrbaren Kaufmann zu setzen, sollten Unternehmen eher strukturelle Anreize und Bedingungen verändern, etwa durch Mechanismen wie Corporate Social Responsibility.
Christoph Lütge

Die Legende vom ehrbaren Kaufmann

Eine neuroethische Perspektive
Zusammenfassung
Wenn die Frage nach den Ursachen der Krisen in Spanien zahlreiche Veröffentlichungen hervorgebracht hat, so ist die Schlüsselfrage in jüngster Zeit, wie jener materielle und immaterielle Wohlstand geschaffen werden kann, den nur Unternehmen bieten können. Einer der Vorschläge, bei dem sich die Experten einig sind, besteht darin, den Unternehmergeist neu zu entfachen, indem die Lebensweise des Unternehmers wegen des von ihm geschaffenen Wohles und seiner sozialen Anerkennung als attraktive Option präsentiert wird. Unter Berücksichtigung der Anregungen des sogenannten narrative turn werden in diesem Artikel die Möglichkeiten von Geschichten in der Businesswelt zur Aufwertung der Rolle des Unternehmers analysiert. Zu diesem Zweck sollen drei thematische Schwerpunkte behandelt werden: (1) Geschichten sind notwendig, weil sie der Natur unserer kognitiven Verarbeitung entsprechen, (2) es ist ratsam, zu hinterfragen, warum Unternehmer in Spanien für gewöhnlich nicht als Hauptfiguren guter Geschichten in Frage kommen, (3) gute Geschichten also solche, die überzeugen, sind welche, die in der Lage sind, den Sinn der unternehmerischen Tätigkeit und die Wahrheit unseres Tuns aufzuzeigen.
Adela Cortina

Der Ehrbare Kaufmann: Kosmopolitische Theorie und Kulturelle Praxis

(Das Beispiel Skandinavien)
Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird das Verhältnis von einer kantischen, kosmopolitischen Wirtschaftsethik zur Theorie und Praxis des Ehrbaren Kaufmannes in Skandinavien analysiert. Eine kosmopolitische Wirtschaftsethik ist die Voraussetzung für die Verantwortlichkeit, Ethik und Legitimität der Unternehmen des globalen gesellschaftlichen und ökonomischen Systems. So wird sich die Notwendigkeit einer kosmopolitischen Wirtschaftsethik in komplexen und hypermodernen Gesellschaften als Grundlage der Theorie und Praxis des Ehrbaren Kaufmannes herausstellen. Folglich kann auch eine philosophische Theorie der Unternehmensführung in den globalen Kontexten formuliert werden. Dabei stellt sich die Frage, auf welche Weise sich eine solche Idee der kosmopolitischen Wirtschaftsethik in der kulturellen Praxis der Ideale des ehrbaren Kaufmannes in bestimmten Ländern und Regionen der Welt äußert. In vorliegendem Beitrag wird das Beispiel von Dänemark und Skandinavien erörtert. Schließlich lässt sich sagen, dass die kosmopolitische Wirtschaftsethik mit den Begriffen des Vertrauens, der Transparenz und Integrität durch die Unternehmensführung und dem Fokus auf Integration der Verantwortlichkeit in die Unternehmensstrategie eingeführt worden ist. Die Werte der protestantischen Ethik von Gleichheit und Askese sind wichtige Aspekte dieser Institutionalisierung der Werte des skandinavischen Wirtschaftslebens, die eng mit den Werten der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortlichkeit der Unternehmen verbunden sind.
Jacob Dahl Rendtorff

Das Bild des Kaufmanns in Europa vom Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit

Frontmatter

Der ehrbare Kaufmann vor Adam Smith

Streifzüge durch eine literarische Entstehungsgeschichte in Großbritannien
Zusammenfassung
Die diskursive Modellierung der Figur des Kaufmanns lässt sich besonders anschaulich und prägnant in der englischsprachigen Literatur seit dem Mittelalter verfolgen. Gerade hochrangige literarische Texte liefern dabei aufgrund ihrer hohen Komplexität Einblicke in die facettenreiche Entstehungsgeschichte des Bildes vom Kaufmann, aber auch von einem an Eigennutz und Gewinnmaximierung orientierten Menschenbild, welches seinen ersten historischen Höhepunkt bei Adam Smith fand. Diese im Beitrag nachvollzogene positive Neubewertung des Kaufmanns und Händlers wurde jedoch bereits über viele Jahrhunderte vor Smiths The Wealth of Nations (1776) in literarischen Texten vorbereitet. So kann gezeigt werden, wie sich seit dem Mittelalter sukzessive das Bild des Kaufmanns und Händlers von einer eher negativ konnotierten sozialen Außenseiterfigur veränderte. Dieser mentalitätsgeschichtliche Paradigmenwechsel kann deutlich bei Autoren wie Chaucer, Shakespeare, Defoe und Mandeville nachvollzogen werden. Im vorliegenden Beitrag erfolgt eine literarische Spurensuche, welche die teilweise sehr kontrovers zu bezeichnende literarische Auseinandersetzung mit der Figur des Kaufmanns aufzeigt. Entsprechend wird eine Reihe von fiktionalen Entwürfen händlerischer Tätigkeiten beispielhaft diskutiert.
Laurenz Volkmann

Das Bild des Kaufmann-Bankiers in oberdeutschen Familiengesellschaften der Frühmoderne

Zusammenfassung
Ökonomischer Erfolg, Stabilität und Kontinuitätsvorstellung waren für den Kaufmann-Bankier des 15. Jh. und 16. Jh. verbunden mit ethisch-normativen Idealen von Ehre (Ehrlichkeit), Vertrauen, Zuverlässigkeit, Treue und Friedenswahrung. Fragen nach Ethik und Moral wurden von den Akteuren selbst gestellt, aber genauso auch von außen an sie herangetragen. Der Kaufmann-Bankier und Unternehmer stand im Zwiespalt einerseits des geschäftlichen Erfolgs, des Profits und andererseits eines, in dieser Zeit christlich geprägten Ethos eines ehrlichen und redlichen Kaufmanns, für den alleiniges Gewinnstreben ein verwerfliches Handeln darstellte. Das führte dazu, dass den normativen Idealvorstellungen mit ihren ethischen Prinzipien häufig die Realität im Widerspruch gegenüberstand. Im Beitrag wird diese Ambivalenz anhand von zeitgenössischen Chroniken, einschlägigen Kaufmannslehrbüchern und Gesellschaftsverträgen sowie einschlägigen Beispielen von Kaumann-Bankiers insbesondere aus den Handelszentren Nürnberg und Augsburg behandelt.
Mechthild Isenmann

Das Bild des Kaufmanns in Europa von der Frühen Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert

Frontmatter

Der lange Weg vom „Täuscher und Betrüger“ zum „ehrbaren Kaufmann“

Das Bild des Kaufmanns in der spanischen Literatur und ihren Kontexten vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Zusammenfassung
Das Bild des Kaufmanns ist im Spanien zu Beginn der frühen Neuzeit ausgesprochen negativ konnotiert: In der säkularen Gesellschaft der Zeit steht sein Gewinnstreben im Verdacht des permanenten Betrugs; im religiösen Bereich gelten das für den Kaufmannsberuf unabdingbare Anhäufen von Kapital und das Nehmen von Zinsen als schwere Sünde. Erst der internationale gesellschaftliche Aufstieg der Kaufleute in der historischen Realität des 16. Jahrhunderts und die wachsende Einsicht in ökonomische Notwendigkeiten veranlassen die Theologen der „Schule von Salamanca“, darunter insbesondere Tomás de Mercado (1523/30-1575), das negative Bild des Kaufmanns zu korrigieren und dessen Tun theologisch zu legitimieren. Bedingung ist allerdings, dass der Kaufmann auch als Privatmann die sonstigen kirchlichen Normen strikt befolgt. Erst das säkulare Denken der Aufklärung erkennt die Schlüsselrolle des Handels im Wirtschaftsgeschehen und vermag so das Bild eines ehrbaren Kaufmanns als humanitäres Ideal zu propagieren, was sich auch in neu entdeckten autobiographischen Zeugnissen der Zeit spiegelt.
Manfred Tietz

Ehrbarkeit und ökonomisches Handeln im spanischen Theater des 18. Jahrhunderts: Der Kaufmann und der Unternehmer

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag nimmt anhand der Gattung der sentimentalen Komödie des spanischen 18. Jahrhunderts ein Genre mit moralisierend-erzieherischem Auftrag in den Blick. Gegenstand der Analyse ist die Inszenierung von Kaufmann und Unternehmer als patriarchalische Figurentypen mit sozialer Vorbildfunktion. Diese Figurentypen führen einem vorwiegend bürgerlichen Publikum vor, inwiefern wirtschaftlich profitables und zugleich sozial verantwortliches Handeln im Mikrokosmos des eigenen Wirkungsbereiches dem Makrokosmos der spanischen Nation zugutekommen. Über die sentimentale Komödie finden sich also im Zuge eines theatralen aufklärerischen Reformdiskurses freundschaftliches Gefühl und ökonomische ratio aneinandergekoppelt. Jener Kopplung spürt der Beitrag auf der Basis der Cartas sobre los obstáculos que la naturaleza, la opinión y las leyes oponen a la felicidad pública (1795) des spanischen Ökonomen Francisco Conde de Cabarrús nach, werden hier doch über die Briefform aufklärerisches Reformdenken und eine subjektiv-gefühlsbezogene Komponente zusammengedacht. Dabei kondensiert sich das Gefühl in Form des Patriotismus, den Cabarrús als die freundschaftliche Verbundenheit der Mitglieder der spanischen Gesellschaft miteinander konzipiert.
Anhand von sentimentalen Komödien wie Luciano Francisco Comellas El hombre agradecido (1796) und Francisco Duráns La industriosa madrileña y El fabricante de Olot (1789) beleuchtet der Beitrag die Figuren des ehrbaren Kaufmanns und des wohlwollenden Unternehmers unter Berücksichtigung folgender Aspekte: der Bedeutung der Zeitschere für den Handel des 18. Jahrhunderts; der Rolle transatlantischer Handelsketten und ihrer Rolle als ‚soziale Netzwerke‘; der Übergänglichkeit von Gabe und Gegengabe zu Investition und Tausch; der Verbindung von ökonomisch maßvollem und freundschaftlichem Handeln sowie der Inszenierung der Arbeit als neue bürgerliche Tugend.
Beatrice Schuchardt

Homo oeconomicus, Kaufmannsethos und Liberalismus im Spanien des aufgeklärten Absolutismus

Zusammenfassung
Die spanische Aufklärung bezeichnet eine Epoche, in der das ökonomische Denken im Rahmen der bourbonischen Reformpolitik einen zentralen Stellenwert einnimmt. Das ökonomische Wissen jedoch und seine Einbindung in einen größeren politischen und kulturellen Zusammenhang durchlaufen im 18. Jahrhundert unterschiedliche Phasen. Am Leitfaden des Begriffs des Interesses lassen sich diese Phasen nachvollziehen. Während über weite Teile jenes Zeitabschnittes die Frage des allgemeinen Wohlstandes die Erkenntnis über die Dynamik der Einzelinteressen überlagert, beginnt eine Rezeption des klassischen Liberalismus erst in den letzten Dekaden des 18. Jahrhunderts. Die Vorstellung des Ehrbaren Kaufmanns und dessen Rolle in der spanischen Reformpolitik wird allerdings maßgeblich bereits um die Jahrhundertmitte in der Zeitschrift Discursos Mercuriales von Juan Enrique Graef geprägt. Obwohl Graef die Ausdifferenzierung ökonomischer Wissenschaften proklamiert, verbleibt jedoch wirtschaftliches Handeln im Zeichen des Ehrbaren Kaufmanns im Rahmen eines Wertesystems, in dem die Ehre sowie die Verpflichtung und das Engagement für die eigene Nation im Vordergrund stehen.
Jan-Henrik Witthaus

„A traveling salesman from Hades“

Zur Kritik der Erwerbsmentalität in Nikolai W. Gogols Roman Tote Seelen (1842)
Zusammenfassung
In Nikolai Wassiljewitsch Gogols (1809-1852) zum Kanon der Weltliteratur zählenden Roman Tote Seelen (1842) wird das bürgerlich-ökonomische Leitbild des ehrbaren Kaufmanns ex negativo evoziert: durch die Kontrastfigur Pawel Iwanowitsch Tschitschikow, einen dubiosen Geschäftemacher und betrügerischen Spekulanten. Tschitschikow plant einen groß angelegten Kreditbetrug in der russischen Provinz, der auf der kriminellen Idee der Beleihung sogenannter ‚toter Seelen‘, also toter Leibeigener beruht. Im Rückgriff auf jüngere Beiträge zum Verhältnis von literarischen und ökonomischen Diskursen und unter Berücksichtigung der sozialhistorischen Situation Russlands im 19. Jahrhundert sowie des literaturgeschichtlichen Kontexts untersucht der Beitrag die juristischen, moralischen, ökonomischen, metaphysischen und anthropologischen Implikationen dieses fiktiven Betrugsvorhabens. Aus der Perspektive einer ‚ökonomischen Lektüre‘ wird Gogols Roman lesbar als Produkt einer imaginären Verarbeitung des Befremdens, aber auch der Faszination, die der als neu und überwiegend ‚unrussisch‘ empfundene Geist des modernen Kapitalismus, die gespenstisch-unheimlich anmutende Funktionsweise des Geldes und die in Russland noch ungewohnte Kreditwirtschaft auslösen. Darüber hinaus wird gezeigt, dass Gogols satirischer Roman verblüffende strukturelle Parallelen zu aktuellen literarischen und filmischen Darstellungen der Finanzkrisen der Gegenwart aufweist.
Christian von Tschilschke

Das Bild des Kaufmanns in außereuropäischen Kontexten

Frontmatter

Die Ethik des Händlers im islamischen Glauben: Von Ibn Khaldoun zur islamischen Finanzwirtschaft

Zusammenfassung
Der Monotheismus hat mit der Vorstellung von einer ewigen, unveränderlichen Welt ohne Geschichte gebrochen. Am Anfang steht der einzige Gott, Schöpfer der Erde und des Menschen. Von der Einzigartigkeit Gottes lässt sich die Universalität einer Moral ableiten, die durch die Universalität des Gebotes der Nächstenliebe sowie durch die Anschauung einer historischen Menschlichkeit, verinnerlicht in einer sich auf dem Weg zur Umsetzung ihres Ideals befindlichen Gemeinschaft, zum Ausdruck kommt. Die Vergeschichtlichung des Religiösen impliziert eine Ethik des Handelns in der Welt sowie insbesondere eine Ethik von ökonomischen und kommerziellen Aktivitäten. Aus diesem Grund haben die drei monotheistischen Weltreligionen, jede auf ihre eigene Art und Weise, eigene wirtschaftliche Handlungsweisen entwickelt. Insofern als der Prophet des Islams selbst ein Handelsmann war, hat er wirtschaftlichen und kaufmännischen Aktivitäten eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Später hat sich der Denker Ibn Khaldoun für deren Regulierung interessiert. Welche Empfehlungen kann uns der Islam in der zeitgenössischen Marktwirtschaft unserer globalisierten Welt heute geben? Dies ist die Frage, die im Beitrag näher erörtert werden soll.
Dominique de Courcelles

Der erfolgreichste und moralischste Kaufmann zu Beginn des japanischen Kapitalismus

Shibusawa und sein Konfuzianismus
Zusammenfassung
Ei-ichi Shibusawa was extraordinary successful in business while known as an ardent Confucian. It is notable that in his later years not only believing in the compatibility of Confucianism and business, he repeatedly recommended Confucian morality to the youth saying that they can solve many political and social problems, including even trade disputes, if people learn and practice that morality. But it is uncertain how much his Confucian learning contributed his success in business. It is plausible that one of his guiding ideas came from Saint-Simonian social philosophy, which he was exposed to in his early days while staying in Paris. Besides his experience and connections he acquired as one of leading bureaucrats in blueprinting the framework of Japanese modernization, the position he was given after coming back from Paris helped his business greatly later. In the era when almost all former warriors were learned, well or poorly, in Confucian teachings, none could make another Shibusawa. On the contrary, his colleagues were not free from feudalistic mind set in which public job or governing is placed always above trade as one’s status and could not understand Shibusawa’s decision to quit government to go into business. The fact that Shibusawa was in the strict sense never a warrior in the older class distinction but a son of a rich farmer may have contributed to his uniqueness as a leader preferring business to politics or governing.
Itaru Shimazu

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