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22.11.2017 | Energie + Umwelt | Nachricht | Onlineartikel

Deutsche Klebstoffindustrie informiert: Mineralöl-Kohlenwasserstoffe

Autoren:
Dr. Hubert Pelc, Nadine Klein

In einem vom Industrieverband Klebstoffe veröffentlichten Merkblatt nehmen Experten der Technischen Kommission Papier- & Verpackungsklebstoffe umfänglich Stellung zur Mineralöl-Kohlenwasserstoff-Problematik.

Schon seit vielen Jahren gibt es Berichte darüber, dass niedermolekulare Kohlenwasserstoffverbindungen (hauptsächlich Kettenlänge C10 bis C50) in Lebensmitteln gefunden werden. Gewöhnlich werden diese niedermolekularen Kohlenwasserstoffverbindungen in der Literatur als MOH (Mineral Oil Hydrocarbons/Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) bezeichnet, da Mineralöle im Wesentlichen aus solchen Kohlenwasserstoffverbindungen bestehen. Entsprechend der Definition in der Empfehlung (EU) 2017/842 sind "Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MKWs) … chemische Verbindungen, die überwiegend aus Rohöl gewonnen werden, aber auch synthetisch aus Kohle, Erdgas und Biomassen hergestellt werden." MKWs werden in vielen Chemieprodukten eingesetzt –
zum Beispiel in Wachsen, Weißölen oder Maschinenschmierstoffen und darüber hinaus in Produkten, die in medizinischen und kosmetischen Anwendungen sowie im ökologischen Anbau von Nahrungsmitteln seit vielen Jahrzehnten verwendet werden.

Reduktion von MKWs in Klebstoffen

In dem Merkblatt "Niedermolekulare Kohlenwasserstoffverbindungen in Papier- und Verpackungsklebstoffen"​​​​​​​ der Technischen Kommission Papier- & Verpackungsklebstoffe (TKPV) werden neben den möglichen Eintragsquellen für MKWs in Lebensmitteln und Klebstoffen auch die derzeit gültigen rechtlichen Vorschriften nach EU- sowie nach schweizerischem Recht und darüber hinaus die aktuellen und geplanten Aktivitäten der Gesetzgeber beleuchtet. Ferner werden die Möglichkeiten der Klebstoffindustrie zur weiteren Reduktion von MKWs in Klebstoffen nach dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) sowie die entsprechenden Empfehlungen der TKPV beschrieben. Insbesondere eingegangen wird dabei auf Stoffe, die in Europa für eine Verwendung in Lebensmittelkontaktmaterialien ausdrücklich zugelassen sind, jedoch Komponenten enthalten, die bei der Analytik der Mineralöl-Kohlenwasserstoffe häufig mit erfasst werden und deren Signale meist nur sehr schwierig von denen der Mineralölkohlenwasserstoffe zu trennen sind.

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