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Über dieses Buch

Energie aus Biomasse wird auf politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene höchst kontrovers diskutiert. – Dieses Buch liefert eine fundierte, klare und gut verständliche Analyse und Diskussion der ethischen und kulturell-emotionalen Aspekte von Energie aus Biomasse. Es diskutiert die Frage der Verantwortung und bringt naturwissenschaftliche und ethische Expertise in einen fruchtbaren Dialog. Vergleichende Fallstudien und Szenarien sorgen für die praktische Anbindung an die derzeitige landwirtschaftliche Praxis. Die zweite, überarbeitete Auflage bezieht sich auf die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und berücksichtig die neuesten wissenschaftlichen Beiträge zum Diskurs, wie zum Beispiel zu indirekten Landnutzungsänderungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Energie aus Biomasse wird gegenwärtig sowohl auf politischer, wissenschaftlicher wie auch gesamtgesellschaftlicher Ebene höchst kontrovers diskutiert. Sind Bioenergietechnologien die ersehnte Antwort auf die drängenden Fragen der Energieproblematik unserer Zeit oder werfen sie mehr Probleme auf, als sie lösen? Bedeuten sie einen Ausweg aus der drohenden Energiekrise oder sind sie nur Produkt guter Lobby-Arbeit? Welchen Beitrag können und sollen sie im Rahmen der sogenannten „Energiewende“ leisten?

Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl

2. Orientierung über den Sachstand

Die energetische Nutzung von Biomasse ist eine der frühesten Formen der Energiebereitstellung der Menschheitsgeschichte und ist für Millionen von Menschen in nicht industrialisierten Ländern nach wie vor die wichtigste Energiequelle. In den Industrieländern wurden in den letzten Jahrzehnten – auf der Suche nach Alternativen zu den fossilen Brennstoffen – neuartige Technologien zur Energiegewinnung aus Biomasse entwickelt, die einen hohen technischen Innovationsgrad aufweisen und hinsichtlich ihrer umweltethischen wie auch sozialethischen Auswirkungen nicht mit jenen Formen in ärmeren Ländern zu vergleichen sind.

Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl

3. Das ethische Diskussionsmodell

Das ethische Diskussionsmodell des vorliegenden Buches soll für Konflikte des Themenfeldes „Energie aus Biomasse“ sensibilisieren, sie strukturierend analysieren, die einflussreichen Intuitionen kritisch prüfen und auf diesem Wege zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen. Das erarbeitete Schema soll dabei keine abschließende ethische Beurteilung einzelner Bioenergietechnologien leisten, sondern versteht sich vielmehr als Förderinstrument für eine eigenständige, fundierte Diskussion.

Mit dem Modell verbinden sich zwei Erwartungen: Zum einen die Hoffnung, dass es den Leser in seiner Urteilsbildung über das so komplexe Thema unterstützt. Zum anderen die Hoffnung, dass es das Vertrauen des Bürgers dahingehend wiederherstellen kann, dass die Debatte um Energie aus Biomasse sorgfältiger und ehrlicher geführt wird, als ihm dies zuweilen erscheinen mag.

Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl

4. Energie aus Biomasse – eine ethische Analyse

Vorweg ist festzuhalten, dass jede gegenwärtig realisierte Art der anthropogenen Energieversorgung ihren ökologischen Preis aufweist: „Umweltfreundlich ist keine, nur Art und Grad der Umweltbelastung sind unterschiedlich.“ Die „klassischen“ fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle kamen dabei in den letzten Jahren und Jahrzehnten mehr und mehr in die Kritik: Missbilligt wurde beispielsweise nicht nur die Belastung der Atmosphäre durch Kohlendioxid, sondern auch massive Umweltschäden bei der Förderung dieser Energiequellen. Angesichts des Reaktorunglücks von Fukushima im März 2011 traten auch die Risiken der Kernenergie erneut ins Bewusstsein breiter Gesellschaftsschichten.

Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl

5. Fallbeispiele

Die Gewinnung und Nutzung von Energie aus Biomasse hat sich im Rahmen der bisherigen Diskussion als stark orts-, struktur-, anbau- und nutzungsspezifisch herausgestellt. Ihre Diskussion hat daher fallbezogen an konkreten Szenarien stattzufinden.

Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl

Backmatter

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