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02.02.2018 | Energie | Infografik | Onlineartikel

Unternehmen wollen weniger in Energieeffizienz investieren

Autor:
Julia Ehl

Der Energieeffizienz-Index bricht ein. Die halbjährlich durchgeführte wissenschaftliche Erhebung zeigt, Unternehmen planen 50 Prozent weniger Investitionen für die Steigerung der Energieeffizienz ein.

Im halbjährlichen Rhythmus befragt das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit unter anderem mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) , dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland deutsche Unternehmen zu aktuellen und geplanten Aktivitäten zur Energieeffizienz und ermittelt den Energieeffizienz-Index EEI. Bei der aktuellen Befragung beteiligten sich 1.064 Unternehmen. Bei der Erhebung zum Jahreswechsel 2017/2018 meldet das EEP einen Einbruch des Indexes gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Nach wie vor ist die Einschätzung der befragten Unternehmen zur Bedeutung der Energieeffizienz konstant hoch. Drastisch geändert haben sich die geplanten Investitionen für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Der Investitions-Index hat sich halbiert und führt damit zum Einbruch des EEI.

Professor Alexander Sauer, Leiter des EEP, begründet den Rückgang der geplanten Investitionen damit, dass einfache Maßnahmen häufig bereits umgesetzt seien und für die schnelle Umsetzung komplexerer Maßnahmen die Ressourcen fehlten. Die aktuelle Hochkonjunktur sowie die politische Unsicherheit im Wahljahr haben diese Effekte noch verstärkt, stellt der Institutsleiter weiterhin fest. Ein Großteil der befragten Unternehmen (1.047) benannte die Bereiche, bei denen gezielte Maßnahmen zur größten Energieeffizienzsteigerung geführt haben. Spitzenreiter mit 30 Prozent sind Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei der Beleuchtung.

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