Skip to main content
main-content

14.11.2016 | Energie | Interview | Onlineartikel

"Alles bequem mit dem Smartphone managen"

Autor:
Günter Knackfuß
Interviewt wurde:
Dr. Norbert Verweyen

Geschäftsbereichsleiter Effizienz der RWE-Tochter Innogy SE ist überzeugt, dass Haussteuerung kein Luxus mehr ist, sondern einfach, sicher und energiebewusst.

Strom nachhaltiger erzeugen, cleverer verteilen und intelligenter nutzen, ist das Ziel von Innogy SE. Dr. Norbert Verweyen erklärt, wie eine neue Haussteuerung dieses Vorhaben unterstützt.

Springer Professional: Mit innogy Smarthome haben sie eine neue Haussteuerung entwickelt. Wie funktioniert dieses System?

Dr. Norbert Verweyen: innogy SmartHome ist komfortabel und sehr einfach zu bedienen. Damit räumen wir Neueinsteigern eine der größten Hürden aus dem Weg – die Sorge vor zu komplexer Technik. Und wir machen natürlich den bestehenden Usern das Leben leichter. Sie können alles bequem mit dem Smartphone managen: sich anmelden, die Geräte konfigurieren und sie dann steuern, Szenarien gestalten, neue Geräte einbinden usw. Wir verbinden also eine vollkommen neue Form der Benutzerführung mit einer Hausautomation, die seit mehr als fünf Jahren unter RWE SmartHome immer mehr Nutzer gewonnen hat. Das Herzstück der Haussteuerung ist die innogy Zentrale. Alle Geräte, etwa Zwischenstecker, Thermostate, Schalter etc. erhalten ihre Anweisungen innerhalb des Hauses per Funk. Das funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Das System kann so automatisch auf Ereignisse reagieren und beispielsweise im Brand- oder Einbruchsfall eine exakt definierte Alarmkette auslösen – einschließlich einer Nachricht an den Nutzer. So kann man sofort reagieren.

Empfehlung der Redaktion

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Theoretical Foundations of the WISE Home

Given the complexity and variety of potentially relevant aspects in the interaction with and within a home in general and a smart home in particular, field-based, longitudinal research is the only chance for appropriately covering the whole scope. Th


Welche Funktionen können realisiert werden?

Wir haben momentan etwa 30 unterschiedliche Geräte im System. Einen Teil davon bieten wir in Kooperation mit ausgewählten Partnern an. Aktuell sind das etwa AXA, Buderus, Philips, Miele, Netatmo, Samsung oder Yale – und die Plattform wird permanent weiter ausgebaut. Alle Komponenten können mit Hilfe der innogy-App nahtlos miteinander verknüpft werden. So bieten sich praktisch unendliche Möglichkeiten der Vernetzung untereinander, aber auch mit herkömmlichen Geräten und der Beleuchtung, die über Zwischenstecker und Funkschalter eingebunden werden. Deshalb ist der modulare Aufbau von innogy SmartHome ganz entscheidend: Allein der Nutzer bestimmt, welche Geräte er automatisieren oder steuern will und welche Szenarien sein Zuhause noch smarter machen. Auf Wunsch übernimmt innogy SmartHome auch das ganzheitliche Energiemanagement für Zuhause – sogar unter Einbeziehung von Solaranlage, Batteriespeicher und Ladebox fürs E-Auto.

Wie sieht es mit der Bedienung aus?

Mit der neuen Benutzeroberfläche ist die Bedienung noch komfortabler als zuvor. Eine einzige App fasst das vernetzte Zuhause zusammen. Und jeder Smartphone-User kann die App leicht installieren, bequem einrichten und intuitiv steuern. Dafür sorgen die durchdachte Struktur und die assistierende Interaktion mit dem Anwender: Die innogy SmartHome App stellt Fragen, bestätigt Eingaben, macht Vorschläge. Einsteiger brauchen sich also gar nicht um die technischen Details zu kümmern – sie können einfach loslegen. Wir gehen noch einen Schritt weiter: innogy SmartHome wird an die Sprachsteuerung von Amazon Echo angebunden. Durch die Integration eröffnen sich bislang ungeahnte Möglichkeiten im smarten Zuhause. Nicht nur Technik-Fans, sondern auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden den Service zu schätzen wissen: Die Sprachassistenz ergänzt die einfache und bequeme Steuerung per App für Smartphone oder Tablet um eine vollkommen berührungslose Variante.

Sie bieten mit der neuen Lösung auch einzelne Pakete an. Welche sind das?

Aktuell gibt es vier Angebote für Einsteiger: Das Aktionspaket Rauchmelder besteht aus drei hochwertigen Funk-Rauchmeldern, die im Brandfall gleichzeitig Alarm schlagen. Damit kann jeder sein Haus oder die Wohnung ganz einfach sicherer machen. Der Clou: Zusammen mit der Zentrale sind die intelligenten Rauchmelder jederzeit zum innogy SmartHome System erweiterbar. Dann lassen sie sich multifunktional einsetzen – beispielsweise als Sirene zur Abwehr von Einbrechern. Das geht aber auch gleich mit dem Aktionspaket Sicherheit: Da ist die Zentrale schon dabei, und dazu je ein funkgesteuerter Rauchmelder, Tür- und Fensterkontakt sowie ein Wandsender zum komfortablen Ein- und Ausschalten des Alarmsystems. Einen geeigneten Einstieg bietet auch das Aktionspaket Energie. Es umfasst die Zentrale, einen Tür- und Fenstersensor, den Wandsender und dazu einen Heizkörperthermostat und einen Zwischenstecker. Damit lassen sich im Handumdrehen der Stromverbrauch und die Heizkosten senken.


Schließlich geht es auch um Sicherheit im intelligenten Zuhause. Was haben sie dafür getan?

Zunächst hat die Datensicherheit für uns höchste Priorität. Deshalb kommunizieren die Geräte über die innogy SmartHome-Zentrale und ein geschütztes Funknetz miteinander. Die Daten für Steuerimpulse werden lediglich transportiert, aber nicht gespeichert. Die Benutzerprofile werden in einem Rechenzentrum in Deutschland gesichert. Aber sie werden weder für eigene Zwecke genutzt noch an Dritte weitergegeben. Sie unterliegen den strengen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Übrigens hat der Verband für Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) die Datensicherheit von innogy SmartHome gerade erneut mit dem VDE-Gütesiegel ausgezeichnet. Und auf der Funktionsebene umfasst innogy SmartHome natürlich zahlreiche Sicherheitsprodukte wie Tür- und Fenstersensoren, Bewegungs- und Rauchmelder oder Rollladensteuerung.

Bleibt als Fazit: Welche Vorteile bietet innogy SmartHome?

Mit der einen App für alles und für alle mobilen Endgeräte passt unser System nun wirklich in jede Hosentasche. Die Bedienung ist kinderleicht, jeder findet sich sofort intuitiv zurecht – das ist bequem und macht Spaß. Dazu bietet das System als offene Plattform eine stetig wachsende herstellerübergreifende Funktionsvielfalt. Als modulare, funkbasierte und sogar umzugstaugliche Lösung ermöglicht innogy SmartHome darüber hinaus einen individuellen und preislich attraktiven Einstieg in das Internet der Dinge. Damit ist Haussteuerung kein Luxus mehr, sondern bietet Vorteile für alle: ganz einfach komfortabel, sicher und energiebewusst zu leben.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Gebäudeautomatisierung (Smart Home)

Quelle:
Elektrische Messtechnik

01.09.2016 | Schwerpunkt | Ausgabe 9/2016

Das Smart Home als Herausforderung für das Datenschutzrecht

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Ambient Assisted Living

Quelle:
eHealth in Deutschland

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Internet der Dinge

Quelle:
Digitale Transformation von Geschäftsmodellen

Das könnte Sie auch interessieren

12.08.2014 | Bauphysik | Im Fokus | Onlineartikel

Die Datensicherheit von Smart Homes

08.09.2016 | Energienutzung | Im Fokus | Onlineartikel

Was ist dran am Hype um Smart Home?

31.10.2016 | Umwelt | Interview | Onlineartikel

"Den Umgang mit smarten Technologien selbst erleben"

04.10.2016 | Energienutzung | Im Fokus | Onlineartikel

Digitalisierung der Heizung spart Brennstoff

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche