Skip to main content
main-content

26.08.2014 | Energie | Im Fokus | Onlineartikel

Neue Redox-Flow-Batterie überzeugt

Autor:
Sabine Voith
1:30 Min. Lesedauer

Eine neue Redox-Flow-Technologie in Speichermedien macht den Markt für Microgrids effizienter. Ein Prototyp ist bereits auf dem Markt, ein erster Speicher mit 750 Kilowattstunden soll noch dieses Jahr kommen.

Ein Speichermedium eines amerikanischen Herstellers nutzt eine neue Redox-Flow-Technologie für gewerbliche Anwendungen ab 160 Kilowattstunden. Die chemische Batterie, die ein Gemisch aus Zink und Eisen enthält, soll den Markt für Microgrids interessanter machen. Untergebracht ist die Batterie in einem sechs Meter langen Container.

Vorteile der ökologisch ausgelegten Technologie

Weitere Artikel zum Thema
  • Er kommt weitgehend ohne Gefahrenstoffe im Speichermedium aus.
  • Ein deutliches Kostenreduktionspotenzial ergibt sich aus dem Einsatz kostengünstiger Rohstoffe, verglichen mit der aktuellen Vanadium-Redox-Flow-Technik.
  • Er zeichnet sich durch Sicherheit und Skalierbarkeit aus.

Die bekannteste Redox-Flow-Technologie ist der Vanadium-Redox-Akkumulator. Weitere bekannte Typen sind der Natriumbromid-Redox-, Zink-Brom- oder Uran-Redox-Akkumulator. Neue Patentanmeldungen untermauern den innovativen Charakter des Systems, das sich wie alle Redox-Flow-Batterien aufgrund der aufwändigen Konstruktion für Anlagen in großem Maßstab eignet.

Gewinner auf der Messe InterSolar

Die Insellösung passt sich den Anforderungen der Erneuerbaren Energien an. So deckt sie Spitzenlasten ab, reguliert Frequenzen und verlagert Lasten. Dies ist unter anderem den Eigenschaften von Zink-Zellen zu verdanken, die weniger Spannung abgeben als beispielsweise Vanadium-Zellen.

Das neue Speicherkonzept gewann einen Award für Innovationen in der Batterie- und Energiespeichertechnik auf der diesjährigen Messe InterSolar in München. Bewertet wurden der technologische Innovationsgrad, der Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft, die Wirtschaftlichkeit sowie der Nachweis der Innovation. Ziel des Herstellers ist es, noch dieses Jahr ein Speicher mit 750 Kilowattstunden zu bauen. Der erste Großspeicher mit einer Megawattstunde Kapazität soll bis 2016 kommen und rund 500.000 US-Dollar kosten.

Die Autoren Hendrik Kondziella, Kristina Brod, Thomas Bruckner, Sebastian Albert und Florian Mes bewerten im Zeitschriftenartikel "Stromspeicher für die "Energiewende" – eine akteursbasierte Analyse der zusätzlichen Speicherkosten" die Speicherkosten der Redox-Flow-Technologie mit der Blei-, Lithium- und Natrium-Schwefel-Technologie.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

    Bildnachweise