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10.03.2015 | Energie | Im Fokus | Onlineartikel

IT-Infrastruktur vernetzt sich mit Energiesektor

Autor:
Sabine Voith

Das europäische Förderprojekt FINESCE trägt durch Forschung und Feldtests zur Zukunft des Smart Grids bei. Ein Testlauf findet in Aachen statt mit einem grenzüberschreitenden virtuellen Kraftwerk und einer Versuchsfabrik.

FINESCE, kurz für Future INtErnet Smart Utility ServiCEs, hat das Ziel, durch umfassende Feldtests in sieben europäischen Ländern eine offene IT-Infrastruktur für den Energiesektor zu entwickeln. Ziel ist die informationstechnische Anbindung von Geräten und Systemen im industriellen und privaten Bereich. Es bedient sich dabei den Ergebnissen aus dem Vorgängerprojekt FINSENY. Die Ergebnisse werden praktisch umgesetzt und ergänzt, indem auch andere Energiequellen eingebunden werden.

Bei den Testläufen werden verschiedene Bereiche untersucht:

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  • Aufbau eines grenzüberschreitenden, privat geführten, virtuellen Kraftwerks
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Energie-Simulation in Aachen

Aachen ist der deutsche FINESCE-Standort. Ziel hier ist die Entwicklung eines grenzüberschreitenden virtuellen Kraftwerks für Belgien und Deutschland. An der RWTH Aachen befindet sich Europas größte Testplattform für elektrische Stromsysteme. Außerdem soll untersucht werden, wie sich eine Smart-Grid-Steuerung auf die Fertigung von Elektroautos auswirkt. Teile für die Autos werden in einer Versuchs-Fabrik erstellt, die reale Güter produziert um den Zusammenhang zwischen Produktionsprozessen und Energieverbrauch zu erfassen und um IKT, Informations- und Kommunikationstechnologie, im Produktionsumfeld zu testen.

Die technischen Details finden sich auf der Projektseite. Die Springer-Autoren Volker Stich, Ulrich Brandenburg und Julian Krenge, tätig an der RWTH Aachen, beschreiben das Projekt in Aachen detailliert im Buchkapitel "Energy Simulation for the Integration of Virtual Power Plants into Production Planning".

Das Projekt

Das "Smart Energy" Projekt wurde als zweite Phase des "Future Internet Public-Private Partnership Programme", FI-PPP, im Rahmen des siebten Rahmenprogramms für europäische Forschung und technologische Entwicklung, FP7, von der europäischen Union ins Leben gerufen. Es ist auf zwei Jahre ausgelegt und endet in diesem Jahr.

Profiteure des Projekts sind unter anderem die Energieversorger, die mit dem Future-Internet-IKT die Einspeisung volatiler Energiequellen regeln können. Die Springer-Autoren Antonello Monti und Ferdinanda Ponci zeigen im Buchkapitel "Electric Power Systems" den Wandel auf, den das Stromnetz zurzeit durchläuft und stellen die Abhängigkeiten von Energienetzen und IKT dar.

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