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22.07.2015 | Energie | Im Fokus | Onlineartikel

Vom Verkauf von Kilowattstunden zu neuen, smarten Produkten

Dezentralität und der wachsende Anteil regenerativen Stroms zählen zu den zentralen Herausforderungen der Energiewirtschaft. Springer-Autor Oliver D. Doleski zu tragfähigen Geschäftsmodellen des zukünftigen Smart Market.

Bestand bis vor Jahren für Versorgungsunternehmen die Herausforderung im Wesentlichen in der sichern Energieverteilung, so müssen spätestens seit der Energiewende große Strommengen aus volatiler, regenerativer Erzeugung effizient transportiert und verteilt werden, ohne dabei gleichzeitig die Stabilität der Energienetze zu gefährden. Intelligente Lösungen sind gefragt, die eine optimale Abstimmung von Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch von Elektrizität ermöglichen.

Wettbewerbliche Angebote strukturiert gestalten

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Die Energiewirtschaft muss neue Wege beschreiten. Eine Möglichkeit verbirgt sich in der Gestaltung wettbewerblicher Angebote rund um das Management von Energiemengen, die zukünftig fraglos erheblich zur Stabilisierung des Energiesystems beitragen kann. So werden im funktionierenden Smart Market mittels innovativer, energiemengenbasierter Produkte und Dienstleistungen Stromangebot und -nachfrage unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken zum Ausgleich gebracht. Damit dieser wesentliche Nutzen eines intelligenten Energiemengenmarktes in der Praxis umfassend realisiert werden kann, müssen die dem Smart Market zugrundeliegenden Geschäftsmodelle umfassend designt und strukturiert eingeführt werden. Dazu bedienen sich Unternehmen standardisierter Methoden zur Geschäftsentwicklung – sogenannten Geschäftsmodell-Konzepten – die sich inzwischen als geeignete Mittel zur Geschäftsentwicklung etabliert haben. Eine dieser Methoden zur Entwicklung geeigneter Geschäftsmodelle ist das Integrierte Geschäftsmodell iOcTen.

Das Integrierte Geschäftsmodell als geeignetes Smart Market-Werkzeug

Klassische Geschäftsmodell-Ansätze greifen im komplexen Umfeld des Smart Markets im Hinblick auf die Berücksichtigung unterschiedlicher Rahmenbedingungen mitunter zu kurz. Geschäftsmodelle im Smart Market können sich nur dann erfolgreich durchsetzen, wenn sie die wesentlichen Parameter ökonomischen Handels in ausgewogener Form berücksichtigen und in eine ganzheitliche Lösung überführen. Hier setzt das auf dem St. Galler Management-Konzept basierende Integrierte Geschäftsmodell iOcTen mit seinen fünf ineinandergreifenden Modellkomponenten (siehe Grafik) an. Das Modell besitzt die Fähigkeit, alle erfolgskritischen Einflussfaktoren und Zusammenhänge betrieblicher Leistungserstellung ganzheitlich zu betrachten und bei der Entwicklung innovativer Smart Market-Lösungen zu berücksichtigen.

Zum Autor

Oliver D. Doleski ist branchenübergreifend agierender Unternehmensberater in den Bereichen Unternehmensführung und Prozessmanagement. Nach verschiedenen leitenden Funktionen, unter anderem beim deutschen Weltmarktführer der Halbleiterindustrie, widmet er sich derzeit in der Energiewirtschaft intensiv dem Thema Smart Market. In diesem Zusammenhang liegt sein Forschungsschwerpunkt im Bereich der Geschäftsmodellentwicklung.

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