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Über dieses Buch

Zu Beginn eines Bauprojektes müssen Bauherren und -frauen zahlreiche Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen treffen. In Bezug auf die Energieeffizienz bildet die ENEV sowie die EEWärmeG die Grundlage der Gebäudeeffizienzgestaltung, zahlreiche "Upgrades" verkomplizieren die ohnehin schon unübersichtliche Situation. Das Buch zeigt eine Übersicht der möglichen Maßnahmen auf, bewertet Potentiale ökonomisch und ökologisch und beschreibt die Wechselwirkungen. Grundlagenkenntnisse zur Wärmeverlustberechung werden ebenso vermittelt wie die Funktionen der Energiewandlungssysteme (Wärmesysteme). Dadurch können Bauprojekte individuell bewertet werden. Das Buch zeigt auch auf, wann es lohnenswert sein kann, effizienter als Richtlinien es vorschreiben zu bauen.

Auch im Zuge der Aufwertung einer Immobilie oder eines Umbaus hinsichtlich altersgerechten Wohnens stellt sich oft die Frage, ob eine Investition in eine verbesserte Energieeffizienz angebracht ist. Entsprechende Beratungsangebote kann dieses Buch unabhängig und fundiert begleiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Idee zu diesem Sachbuch entstand durch zahlreiche Rückfragen aus dem Bekanntenkreis, sobald diese sich häuslich niederlassen wollten. Im Bereich der Energieeffizienz gibt es so viele Varianten und Variationen, dass sich eine Abschätzung der Vor- und Nachteile von energieeffizienzsteigernden Maßnahmen für einen Bauherren oder eine Bauherrin als schwierig erweist. Das vorliegende Sachbuch behandelt die bauphysikalischen Eigenschaften des winterlichen bzw. sommerlichen Wärmeschutzes, der Behaglichkeit und des Feuchtigkeitsschutz bei Neubauten und soll auf verständliche Weise dem Häuslebauer helfen, Maßnahmen zu bewerten. Besonderer Fokus wird auf die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen der Gebäudeausrichtung, Gebäudegeometrie, der Gebäudekomponenten und der Gebäudeanlagentechnik gelegt. Zwar schreibt die Gesetzgebung bereits umfangreiche Effizienzsteigerungsmaßnahmen vor, es stellt sich jedoch die Frage, wie weit diese getrieben werden können, sodass Vorteile für den Hausbesitzer und der Umwelt gewonnen werden. Die erzielten Erkenntnisse können indirekt auch auf Sanierungsmaßnahmen bei Bestandsgebäuden angewendet werden.
Nicolei Beckmann

Kapitel 2. Energiebedarf Raumwärme und Warmwasser in Deutschland

Zusammenfassung
Der Gebäudesektor ist für rund 40 % des europäischen Energiebedarfs verantwortlich. Somit muss ein zentraler Aspekt der Energiewende eine deutliche Reduktion der Primärenergie sein. In Deutschland wurden 2016 für die Raumwärme ca. 2.562,3 Petajoule verbraucht.
Nicolei Beckmann

Kapitel 3. Die Behaglichkeit

Zusammenfassung
In unsrem Zuhause wollen wir uns sicher und gut aufgehoben fühlen. Die Wissenschaft hat für das körperliche Wohlergehen in einem Gebäude den Begriff der Behaglichkeit eingeführt. Obwohl das Wohlfühlen ein individuelles, subjektives Gefühl ist, gibt es Richtwerte, die für einen Großteil der Bevölkerung angenommen werden können. Aus energietechnischer Sicht wäre ein unbeheiztes Gebäude mit einer freien kontinuierlichen Belüftung anzustreben, jedoch würden diesen Zustand nur sehr wenige Personen als besonders behaglich beschreiben. Somit müssen einige Randbedingungen eingehalten werden, um das Leben in einem Gebäude angenehm zu gestalten.
Nicolei Beckmann

Kapitel 4. Ökologische Betrachtung

Zusammenfassung
Der ökologische Gedanke hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Begriff der Ökologie leitet sich aus dem Altgriechischen her und bedeutet übersetzt die Lehre vom Haushalt. Wir befinden uns in einem empfindlichen Gleichgewicht mit der Natur und dem Kreislauf zwischen Entnahmen und Rückgaben. Natürliche Regenerationszeiten wurden in den vergangenen 150 Jahren durch uns Menschen immer stärker missachtet. Daraus resultieren zahlreiche Umweltprobleme, vor denen wir heute stehen und die auch die nachfolgenden Generationen weiter bewältigen müssen.
Nicolei Beckmann

Kapitel 5. Gesetzliche Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Die gesetzlichen Anforderungen an den Bausektor sind vielseitig und haben sich über Jahrzehnte weiterentwickelt. Daher fällt es schwer, einen Überblick über die Verantwortlichkeiten und Zusammenhänge zu behalten. Für ein besseres Verständnis erfolgt ein Blick in die Historie zum gesetzlichen Mindestwärmeschutz im Hochbau. Der Begriff Hochbau beschreibt alle Baukörper, die sich mehrheitlich oberhalb der Erdoberfläche befinden, als Gegenpart zum Tiefbau.
Nicolei Beckmann

Kapitel 6. Verfahren zur Energieeffizienzberechnung

Zusammenfassung
Aktuell sind zwei Methoden zur Berechnung der Energieeffizienz zulässig. Sowohl die DIN V 4108-6 in Kombination mit der DIN V 4701-10, als auch die DIN V 18599 sind für das Nachweisverfahren zugelassen. Beide Verfahren arbeiten mit einer monatlichen Betrachtung. Im Detail gibt es aber Unterschiede die zu verschiedenen Ergebnissen führen können. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Verfahren nach der DIN V 18599 detaillierter und somit auch aufwendiger ist. Aus diesem Grund werden die Berechnungen im Folgenden durch die einfachere DIN 4108-6/DIN 4701-10 ausgeführt. Sind tiefergehende Analysen notwendig oder ist im Berechnungsverfahren eine aktive Kühlungsanlage inkludiert, so erfolgt eine Betrachtung der DIN V 18599. Als Klimareferenzregion ist abweichend zur DIN V 4108-6 die Klimazone 4 Potsdam für ganz Deutschland anzuwenden.
Nicolei Beckmann

Kapitel 7. Bewertungsverfahren

Zusammenfassung
Wir wollen die ökonomischen und ökologischen Eigenschaften des geplanten Bauobjekts für eine nachhaltige Entscheidung analysieren und Optimierungspotenziale aufdecken. Dafür werden wir in einem ersten Schritt die Ökonomie betrachten und Gleichungssysteme für eine individuelle Bewertung entwickeln. Anschließend erfolgt eine ökologische Bewertung.
Nicolei Beckmann

Kapitel 8. Unser Referenzhaus

Zusammenfassung
In den kommenden Abschnitten geht es nun um die Vergleichsrechnungen zu den jeweiligen Baumaterialien oder Anlagenkomponenten. Um nicht nur mit spezifischen Größen zu arbeiten, konstruieren wir uns ein Referenzhaus nach unseren Wünschen. Wir werden dann unsere Berechnungen auf unser Referenzhaus beziehen und ökonomische und ökologische Potenziale zur Verbesserung unseres Referenzhauses erarbeiten.
Nicolei Beckmann

Kapitel 9. Auswirkung Suffizienz

Zusammenfassung
Basis der Energiewende ist eine Reduktion des Primärenergieverbrauchs durch eine höhere Effizienz bei der Isolierung und den Heizungsanlagen. Dies führt uns wieder zum Punkt der Nachhaltigkeit und der ersten Strategie der Effizienzsteigerung. Neben den bautechnischen Herausforderungen, die wir in den kommenden Kapiteln ausführlich betrachten werden, muss auch unser Verhalten überdacht werden. Aus diesem Grund werden wir zusätzlich auf die zweite Strategie, die Suffizienz, eingehen.
Nicolei Beckmann

Kapitel 10. Energiestandards im Bausektor

Zusammenfassung
Der energetische Mindeststandard für Neubauten wurde im Kap. 5 ausführlich erläutert, dennoch steht es dem Bauherren offen, höhere Standards für sich zu wählen. Am Markt ist eine große Bandbreite an Bezeichnungen für die Energieeffizienzhäuser zu finden.
Nicolei Beckmann

Kapitel 11. Die Gebäudehülle

Zusammenfassung
Sehr beliebte Themen der Bauherren sind die Gebäudeform und die geografische Ausrichtung des Gebäudes. Während ästhetische Aspekte sofort offensichtlich sind und für stundenlagen Diskussionsstoff sorgen können, bleibt der enorme Einfluss dieser beiden Parameter auf die Gebäudeeffizienz manchmal im Verborgenen.
Nicolei Beckmann

Kapitel 12. Das Belüftungssystem

Zusammenfassung
Für eine hohe Energieeffizienz von Wohngebäuden sind nicht nur hohe Dämmwerte und effiziente Heizungssysteme verantwortlich, sondern auch effizientere Wohnraumlüftungen.
Nicolei Beckmann

Kapitel 13. Heizungssysteme

Zusammenfassung
Das Heizungs- und Warmwasseraufbereitungssystem ist in der Regel das Herzstück des häuslichen Energiekonzeptes. Weitere Hauptbestandteile im Heizungssystem sind die Wärmespeicherung, die Verteilung und die Wärmeübertragung. Die Wärmeübertragung ist verantwortlich für den thermischen Energieübergang vom Heizungssystem an die Wohnfläche. Alle Systemkomponenten müssen auf die thermische Energiewandlungsanlage (oder einfach die Heizung) abgestimmt sein, damit eine vorteilhafte Interaktion zwischen den einzelnen Hauptbestandteilen stattfinden kann. Häufig werden in den einzelnen Systembereichen auch Kombinationen eingesetzt. So stellt eine Gasbrennwerttherme kombiniert mit einer Solarthermieanlage eine geläufige Anlagenkombination dar.
Nicolei Beckmann

Kapitel 14. Optimierung Referenzhaus

Zusammenfassung
Gemeinsam wollen wir nun die Erkenntnisse aus den vorherigen Kapiteln nutzen und unser Referenzhaus optimieren. Dabei werden wir die ökonomischen Kosten und die ökologischen Aufwendungen als Optimierungsparameter ansetzen. Die vorangestellten Kapitel haben uns das Handwerkzeug zur Verfügung gestellt und diese werden wir nun bei unserem Referenzhaus angewendet – Schritt für Schritt. Vorgreifend möchte ich erwähnen, dass wir sowohl die ökonomischen als auch die ökologischen Lebenszykluskosten deutlich beeinflussen werden.
Nicolei Beckmann

Kapitel 15. Fazit

Zusammenfassung
Energieeffizientere Gebäude, als der Mindeststandard nach der aktuellen EnEV 2014 mit der Verschärfung 2016, können ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll sein. Während eine pauschalisierte Hauskonfiguration die ökonomischen Mehraufwendungen unnötig in die Höhe treiben kann, können gezielte Gebäudeoptimierungen die Mehrkosten deutlich senken und somit über die Lebenszyklusphase der Komponenten vorteilhaft gestalten.
Nicolei Beckmann

Backmatter

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