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06.07.2016 | Energieeffizienz | Im Fokus | Onlineartikel

Erneuerbare Energien im Wohngebäudebereich

Autor:
Christoph Berger

In weit über der Hälfte der im Jahr 2015 fertiggestellten Wohngebäude wurden Heizanlagen installiert, die erneuerbare Energien verwenden.

In 61,5 Prozent der im Jahr 2015 fertiggestellten knapp 106.000 Wohngebäude wurden Heizanlagen installiert, die erneuerbare Energien verwenden. 38 Prozent der Gebäude nutzen dabei primär erneuerbare Energien für die Heizanlagen. Dies geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Damit lagen die erneuerbaren Energien auf Platz 2 der primären Energiequellen. An erster Stelle wurde mit 51,5 Prozent Gas für die Heizung eingesetzt.

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Laut dem Kapitel „Ökologisches Sanieren“ im Springer-Fachbuch „Bausanierung“ fallen unter den Begriff der erneuerbaren Energien solarthermische Anlagen, Fotovoltaik, Windenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft.

Bevorzugt werden Umweltthermieanlagen

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies laut den veröffentlichten Zahlen vor allem mit Umweltthermieanlagen. Der Anteil der Anlagen, die der Luft oder dem Wasser Wärme entziehen, beläuft sich auf 63,9 Prozent, 18,6 Prozent entfallen auf Geothermieanlagen.

"Umgebungsluft und oberflächennahe Erdwärme kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken, Verfahren und Konzepte nutzbar gemacht werden", heißt es im Kapitel "Nutzung der Umgebungsluft und oberflächennaher Erwärme" im Springer-Fachbuch "Erneuerbare Energien". "Da die nutzbare Energie auf einem geringen Temperaturniveau – meist unter 20 Grad Celsius – anfällt, wird, damit diese Wärme technisch sinnvoll nutzbar ist (zum Beispiel zur Beheizung eines Wohnhauses), im Regelfall eine Einrichtung zur Temperaturerhöhung benötigt; das heißt eine Wärmepumpe ist im Normalfall zwingend notwendig." Alternativ dazu könne das Temperaturniveau im Untergrund durch das Einspeichern von Wärme – zum Beispiel aus Sonnenenergie über Solarkollektoren oder Abwärme aus Industrieprozessen – angehoben werden, schreiben die Autoren. Allerdings habe diese Möglichkeit aufgrund der damit verbundenen Kosten bisher kaum praktische Bedeutung erlangt. "Für die Nutzbarmachung der Energie der Umgebungsluft und der oberflächennahen Erdwärme ist damit aber immer zusätzliche, von außen zugeführte Energie erforderlich", so das Fazit.

Die Kombination mit Holz

Das Statistische Bundesamt hat zudem erhoben, dass, wenn Umweltthermie, Geothermie oder Gas als primäre Energiequelle gewählt wurden, diese in mehr als 50 Prozent der neuen Wohngebäude jeweils der alleinige Energieträger waren. Kam es zu Kombinationen, so geschah dies bei der primären Nutzung mit Umweltthermie (22,9 %) und bei Geothermie (16,2 %) mit Holz. Gas wurde am häufigsten mit Solarthermie kombiniert (26,8 %).

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