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Über dieses Buch

Energiewirtschaftliche Entscheidungen und technische Weichenstellungen erfordern eine fundierte Datenbasis. Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu deutschen und europäischen Energiemärkten (Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität), zu den Eigentumsverhältnisse von über 100 Energieunternehmen und Nachfrage- sowie Angebotsstrukturen sind in diesem Buch vermittelt. Es bietet sich als Nachschlagewerk und Einführung in die vielfältige Thematik an. Über 100 Tabellen und mehr als 200 Diagramme erleichtern den Zugang zu den umfangreichen Daten. Ein Glossar hilft dabei, Klarheit in die unterschiedlichen Begrifflichkeiten zu bekommen. Berater, Entscheider und an Kennzahlen interessierte Leser finden in diesem Buch umfangreiches Material für die eigene fachliche Fragestellung. Der Autor ist Executive Chair of the World Energy Resources Programme des World Energy Council, London. Er war viele Jahre in zwei Bundesministerien sowie in leitender Funktion bei einem großen Energieunternehmen tätig und ist Lehrbeauftragter in verschiedenen Masterstudiengängen an der RWTH Aachen.

Aus dem Inhalt

- Grundlagen der Energiewirtschaft

- Struktur einzelner Energie-Teilmärkte

- Erneuerbare Energien

- Preisbildung in der Energiewirtschaft

- Entwicklung der Energienachfrage

- Klimaschutz und Emissionshandel

- Perspektiven der Energieversorgung

- Energiepolitik (Bundesebene)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Ausgangsdaten

Im Jahr 2017 betrug der Energieverbrauch in Deutschland 13.534 Petajoule (PJ). Dies entspricht 461,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit steht Deutschland in der Rangliste der größten Energiemärkte der Welt – nach China, USA, Russland, Indien, Japan und Kanada – siebter Stelle. Deutschland hat 2017 allerdings mit 3263,35 Milliarden Euro (Mrd. €) die weltweit vierthöchste Wirtschaftsleistung erzielt – nach USA, China und Japan. Besonderes Kennzeichen der deutschen Energieversorgung ist die hohe Importabhängigkeit. 2017 steuerten Einfuhren mit 70 % zur Deckung des Energiebedarfs bei. Die Energieversorgung gilt nicht als staatliche Daseinsvorsorge. Die Bereitstellung von Energie erfolgt vielmehr durch Unternehmen. Der Staat und zunehmend auch die Europäische Union sind für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Hierzu gehören u.a. die Wahrung bzw. die Schaffung einer Wettbewerbsordnung, Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung sowie die Festlegung von Anforderungen des Umwelt- und des Klimaschutzes.
Hans-Wilhelm Schiffer

2. Struktur der einzelnen Energie-Teilmärkte

Die deutsche Energiewirtschaft ist privatwirtschaftlich organisiert. Kennzeichen ist die pluralistische Struktur. Keine Branche gleicht der anderen. Vielmehr weisen die einzelnen Zweige der Energiewirtschaft verschiedenartige technische und wirtschaftliche Besonderheiten auf. Die Unternehmensstrukturen auf den Märkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität werden dargestellt. Das Aufkommen und die Verwendung der auf diesen Märkten angebotenen Erzeugnisse werden in einer Vielzahl von Abbildungen und Tabellen veranschaulicht. Dies erfolgt unter Differenzierung nach den jeweils relevanten Wertschöpfungsstufen. Ferner wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen aufgezeigt, die zu den gegenwärtig bestehenden sehr unterschiedlichen Strukturen geführt haben.
Hans-Wilhelm Schiffer

3. Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien leisten einen stark wachsenden Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland. Dies gilt insbesondere für die Stromerzeugung. 2017 waren die erneuerbaren Energien bereits mit 36,2 % an der Deckung des Brutto-Stromverbrauchs beteiligt. Damit hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Stromverbrauch seit dem Jahr 2000 mehr als verfünffacht. Zentrale Bedeutung für die Entwicklung kommt dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu, das im Jahr 2000 erstmals in Kraft trat und seitdem zahlreiche Novellierungen durchlaufen hat. Die mit dem EEG verbundenen Verteilungseffekte werden ebenso thematisiert wie die mit der Integration vor allem von Wind- und Solarenergie in die Stromversorgung verbundenen Herausforderungen. Auch im Wärmemarkt und im Verkehrssektor sollen die erneuerbaren Energien künftig einen vergrößerten Stellenwert bekommen. Eine wichtige Rolle soll dabei die Sektorenkopplung spielen, also die verstärkte Nutzung von erneuerbar erzeugtem Strom im Gebäude- und im Transportbereich.
Hans-Wilhelm Schiffer

4. Preisbildung in der Energiewirtschaft

Der Preismechanismus ist das entscheidende Element bei der Steuerung von Angebot und Nachfrage. Diese Steuerungsfunktion wird bestmöglich gewährleistet, wenn die Märkte durch Anbieter-Wettbewerb gekennzeichnet sind. Vor diesem generellen Hintergrund werden die Prinzipien der Preisbildung und die Bestimmungsfaktoren der Preise für Öl, Erdgas, Kohle und Elektrizität beschrieben. Diese Darstellung erstreckt sich sowohl auf die internationalen Märkte als auch auf die Situation in Deutschland. Grafische und tabellarische Übersichten zur Entwicklung der Energiepreise in den vergangenen Jahren illustrieren den Verlauf der Energiepreise. Die jeweilige Wettbewerbssituation – global und national – wird differenziert für die genannten Teilmärkte erläutert. Ferner wird die Aussagefähigkeit von Preisprognosen hinterfragt.
Hans-Wilhelm Schiffer

5. Entwicklung der Energienachfrage

Der Energieverbrauch in Deutschland war in den vergangenen Jahrzehnten einem starken Wandel unterworfen. Kennzeichen ist die Entkopplung der Entwicklung des Energieverbrauchs vom Wirtschaftswachstum. Ferner hat sich der Energiemix stark verändert. Im Vergleich zum Jahr 1973 haben Öl und Kohle Marktanteile verloren; Erdgas und insbesondere die erneuerbaren Energien konnten starke Zuwächse verzeichnen. Beim Energieverbrauch nach Sektoren ist festzustellen: Der Anteil der Industrie hat sich aufgrund von Effizienzverbesserungen und wegen des verzeichneten Strukturwandels vermindert. Der Anteil des Verkehrssektors hat – bedingt durch das erhöhte Verkehrsaufkommen – stark zugenommen. Der Anteil des Sektors Haushalte und Kleinverbraucher ist dagegen weitgehend stabil geblieben.
Hans-Wilhelm Schiffer

6. Klimaschutz/Emissionshandel

Die Ergebnisse der internationalen Konferenzen zum Klimaschutz werden skizziert. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Entwicklung der weltweiten Emissionen an Treibhausgasen, deren Höhe seit 1990 – differenziert nach Staaten – ausgewiesen wird. Auf europäischer Ebene wurde zum 1. Januar 2005 als zentrales marktwirtschaftliches Instrument zum Klimaschutz ein System zum Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten eingeführt. Dieser Mechanismus, der im Einzelnen beschrieben wird, begrenzt EU-weit die Höhe der Emissionen insbesondere an Kohlendioxid in den in dieses System einbezogenen Sektoren. Das sind die Energiewirtschaft und die Industrie. Im Rahmen des Pariser Klimaabkommens hat sich die EU verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 40 % gegenüber 1990 zu senken.
Um dieses Ziel zu erreichen wurden differenzierte Vorgaben rechtsverbindlich verankert. Das gilt für die in das System des Emissionshandels einbezogenen Anlagen sowie auch für die davon nicht erfassten Sektoren, also Gebäude und Verkehr.
Hans-Wilhelm Schiffer

7. Perspektiven der Energieversorgung

Bei der quantitativen Darlegung künftiger Entwicklungspfade ist zwischen Szenarien und Prognosen zu unterscheiden. Deren Charakteristika und Ausprägungsformen werden dargelegt. Konkret werden die Ergebnisse der zum Jahresbeginn 2018 im Auftrag des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) vorgelegten Studie Klimapfade für Deutschland vorgestellt – als aktuelles Beispiel für eine umfassende Szenarien-Studie. Außerdem wird die Energieprognose für Deutschland von ExxonMobil, die das Unternehmen im März 2018 veröffentlicht hatte, präsentiert. Die Zeithorizonte der beiden Studien reichen bis 2050 (BDI) bzw. 2040 (ExxonMobil).
Hans-Wilhelm Schiffer

8. Energiepolitik auf Bundesebene

Die Energieprogramme und programmatischen Aussagen zur Energie- und Klimapolitik, seit 1973 von den verschiedenen Regierungskoalitionen auf Bundesebene veröffentlicht, werden – einschließlich des Koalitionsvertrages der Großen Koalition vom 14. März 2018 – skizziert. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Darstellung der 2010/2011 in Deutschland eingeleiteten Energiewende dar. Zentrale Eckpunkte dieser Energiewende sind der Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022 sowie ambitionierte Ziele zur Verbesserung der Energieeffizienz, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen. Als Fazit wird eine Bewertung zur Energiepolitik der vergangenen Jahrzehnte und zur Energiewende vorgenommen, die Handlungsempfehlungen einbezieht.
Hans-Wilhelm Schiffer

9. Glossar

Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Energiewirtschaft und der Energietechnik werden umfassend erläutert. Alle Energiearten und Energietechnologien sind dabei berücksichtigt. Dieses Glossar ist darauf gerichtet, mit der Erläuterung der wichtigsten Begriffe zum Verständnis der komplexen Zusammenhänge in der Energiewirtschaft beizutragen.
Hans-Wilhelm Schiffer

Backmatter

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