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04.12.2018 | Energienutzung | Im Fokus | Onlineartikel

Lichteffizienz in Gewerbeimmobilien mit LEDs steigern

Autor:
Frank Urbansky

Auch in Gewerbeimmobilien halten LEDs Einzug. Sie lösen Leuchtstoffröhren und Halogenstrahler ab. Dadurch ergeben sich nicht nur zahlreiche Lichtvariationen, auch die Energieeffizienz verbessert sich.


Gerade bei Immobilien für Gewerbe und Industrie sind optimale Beleuchtungssysteme entscheidend. "Leuchten haben die Aufgabe, den von einer Lichtquelle erzeugten Lichtstrom so zu beeinflussen, dass eine optimale Beleuchtung einer Anlage erreicht wird", beschreibt dies Springer Vieweg-Autor Ismail Kasikci in seinem Buchkapitel Tages- und Kunstlicht auf Seite 331.

Empfehlung der Redaktion

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Tages- und Kunstlicht

Die europäische Norm EN 12464-1 ist im März 2003 erschienen. Diese Norm ersetzt die wesentlichen Teile der DIN 5035. Außerdem beschreibt DIN 5035-7 den Anwendungsbereich der Bildschirmarbeitsplätze und DIN 5034-1 Tageslicht in Innenräumen.


Die entscheidenden Faktoren dabei sind Beleuchtungsstärke, Leuchtdichte, Blendung, Farbe, Energie sowie Wartungsaufwand. Derzeit dominieren in Industriegebäuden meist T8-Leuchtstoffröhren oder Halogenstrahler. Doch diesen droht nicht nur ein gesetzliches Aus wie schon den Glühlampen, sondern auch ein wirtschaftliches. Denn die Lichtanforderungen in Gewerbeimmobilien lassen sich heute auch sehr gut mit LED (light-emitting diode) erreichen.

Licht kann an den Tagesverlauf angepasst werden

So können LEDs etwa biodynamisch den natürlichen Tagesverlauf des Lichtes nachempfinden. So benötigt man tagsüber kaltweißes Licht, am Abend jedoch eher warmweißes Licht. Eine entsprechende Lichtsteuerung, die mit anderen Technologien nicht machbar ist, sorgt für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz und mindert den Krankenstand.

Zudem lassen sich Arbeitsplätze punktgenau mit einem bestimmten Lichtspektrum ausleuchten. Auch indirekte oder flächige Beleuchtungen sind möglich. Gegenüber anderen Anwendungen zeichnen sich LEDs auch dadurch aus, dass sie jegliche Blendeffekte vermeiden – eine der grundlegenden Anforderungen an Licht.

Neben diesen anwendungspraktischen Vorteilen hat die LED aber auch einen handfesten finanziellen. Denn die leuchtenden Dioden verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, da sie aus der gleichen Menge die etwa sechsfache Leuchtstärke einer Glühbirne herausholen. Sie leben auch länger als die anderen Leuchtmittel – etwa 15 Mal so lang wie eine vergleichbare Glühbirne. Das wiederum verringert den Wartungsaufwand, etwa für das Auswechseln der Leuchtkörper. Nur Energiesparlampen kommen auf ähnlich gute Werte.

Beispiele aus der Praxis zeigen, dass sich durch die Verwendung von LEDs in großen, gewerblich genutzten Gebäuden der Energieverbrauch fürs Licht auf gut ein Viertel reduzieren lässt.

Auf Energieeffizienz achten

Allerdings muss auch ein Effekt erwähnt werden: Ausgehend von dem sehr günstigen Licht, das die LEDs erzeugen, machen Planer mitunter einen Fehler und installieren mehr Lichtquellen als nötig. Das wiederum steigert den Energieverbrauch, wenn auch nicht auf die ursprünglichen Höchstwerte.

Doch auch dem kann begegnet werden. "Leuchten mit "Intelligenz" sind mit Sensoren ausgestattet, die Helligkeiten und Bewegungen erfassen können. Diese Leuchten besitzen dadurch eine enorme Effizienz. Die Leuchten passen den Lichtstrom nach den Helligkeiten der Umgebung an", beschreibt Springer Vieweg-Autor Emlyn Etienne Goronczy auf Seite 136 seines Buchkapitels Lösungsansätze zur Reduzierung der urbanen Lichtverschmutzung eine dieser Möglichkeiten.

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