Skip to main content
main-content

15.07.2020 | Energiespeicher | Nachricht | Onlineartikel

Batterie-Innovations- und Technologie-Center eröffnet

Autor:
Leyla Buchholz
1:30 Min. Lesedauer

Mit einer Förderung des Freistaats Thüringen über 13,5 Millionen Euro nahm das Batterie-Innovations- und Technologie-Center (BITC) am 10. Juli 2020 seine Arbeit auf. Die Eröffnung in Arnstadt markiert einen wichtigen Schritt beim Ausbau und der Vernetzung der Aktivitäten im Bereich der Batterie- und Energiespeichertechnik in Thüringen. Als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS ist das BITC an eines der größten Batterieforschungsinstitute Deutschlands angebunden.

Den Aufbau des Centers zu einem europaweiten Leuchtturm für energieeffiziente und ressourcenschonende Batteriefertigung unterstützt das Land Thüringen in den kommenden fünf Jahren. Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen hat den Gebäudekomplex mit etwa 5000 m² Büro- und Technikflächen für die Nutzung durch das Fraunhofer IKTS erworben. Mit Blick auf den Transformationsprozess in der Automobil- und Energiewirtschaft wird das Batterie-Innovations- und Technologie-Center (BITC) Lösungen für die vernetzte, digital unterstützte Produktion und Qualitätssicherung von Batteriezellen und -modulen erarbeiten. Dabei kommen keramische Materialien, hochmoderne Sensorik und zerstörungsfreie Prüfverfahren zum Einsatz. Bei der Fertigung von Batteriezellen und Batteriemodulen ist die Skalierung, das heißt die Produktion von Bauteilen in millionenfacher Anzahl bei gleichbleibender hoher Qualität, eine große Herausforderung. Daher werden Forschende am BITC auf industrienahen partiellen Pilotlinien Technologieketten simulieren und neue, datengetriebene Ansätze der Prozessüberwachung und Steuerung etablieren.

Starke Vernetzung mit Thüringer Forschungslandschaft

Bei der Erforschung moderner Mobilitäts- und Energiespeichertechnologien, die auch über Lithium-Ionen-Batterien hinausgehen, verfolgt man am neuen Forschungsstandort interdisziplinäre Lösungsansätze. „Die große Stärke des BITC liegt in der entwicklungsbezogenen Zusammenarbeit mit Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen. So bündeln wir das Know-how direkt am Standort der Batteriezellenproduktion“, betont der Leiter des BITC Dr. Roland Weidl. Kooperationen mit der Technischen Universität Ilmenau, den Hochschulen in Jena und Gera-Eisenach sowie mit hochspezialisierten KMUs aus der Region sind geplant. Darüber hinaus wird sich das Center in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften aus der Region engagieren und Industrie 4.0-Konzepte in der Batteriefertigung und anderen Industriezweigen vermitteln.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

    Marktübersichten

    Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

    Bildnachweise