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04.06.2019 | Energietechnik | Infografik | Onlineartikel

Klimabilanzeffekte der Elektromobilität

Autor:
Dieter Beste

Die Vorstellung, Deutschland könne kurzfristig mit Elektroautos seine Klimaschutzziele im Verkehrssektor erreichen, wird von einer aktuellen Studie relativiert.

Der verkehrsbedingte CO₂-Ausstoß in Großbritannien ist ebenso wie in Deutschland, gegenwärtig immer noch so hoch wie 1990. Bis 2030 dürfte er einer aktuellen Studie des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und der britischen Newcastle University zufolge insgesamt um etwa 20 Prozent sinken – allerdings weitgehend unabhängig von einem steigenden Anteil der Elektrofahrzeuge, sondern den ehrgeizigen Entwicklungszielen der Hersteller geschuldet, die Emissionen von Verbrennungsmotoren zu drosseln. Beim derzeitigen Strom-Mix fahren Elektroautos nämlich nicht emissionsfrei. Und bei ihrer Herstellung entstehen der Studie zufolge rund 8,8 Tonnen CO₂, etwa 60 Prozent mehr als bei der Herstellung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.

"Unserer Studie zufolge können Elektroautos erst nach dem Jahr 2040 die Klimabilanz deutlich verbessern", sagt Studien-Mitautor Felix Creutzig vom MCC. 2050 könnte demnach der Gesamtausstoß, inklusive der bei der Autoproduktion entstehenden Emissionen, in einem Best-Case-Szenario tatsächlich um 80 Prozent niedriger liegen als heute. Voraussetzung sei allerdings, dass bis dahin auch der CO₂-Ausstoß der Stromerzeugung um vier Fünftel sinke.

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Quelle:
Elektromobilität

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