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13.11.2013 | Energietechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Wie sich der Stromverbrauch in Rechenzentren deutlich verringern lässt

Autor:
Peter Pagel

Trotz Green IT und wachsender Energieeffizienz der Server haben Rechenzentren immer noch einen hohen Stromverbrauch. Erhebliches Optimierungspotenzial liegt in der Kühlung, die den Löwenanteil am Energieverbrauch ausmacht.

Der immense Strombedarf von Rechenzentren entsteht vor allem durch eine immer höhere Leistungsdichte und energieintensiven Hardwareeinsatz. So verbrauchten nach Angaben des Branchenverbands BITKOM die zirka 2,4 Millionen in Deutschland installierten Server allein im vergangenen Jahr rund 9,4 Terrawattstunden Strom – das entspricht in etwa der Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Dabei liegt der Anteil, den die Kühlung ausmacht, mit durchschnittlich 40 Prozent deutlich am höchsten. Doch gerade dort lässt sich in erheblichem Maß Energie einsparen, denn mehr als die Hälfte der erzeugten Kaltluft gelangt meist gar nicht an ihren Bestimmungsort. Sie entweicht vielmehr ungenutzt in undichten Kabel- und Versorgungsschächten oder vermischt sich mit der heißen Abluft an den Rackfronten. Wie Jörg Poschen, Gründer der Gruppe Green IT auf Xing, in seinem Fachbeitrag Ganz cool zu mehr Energieeffizienz im Rechenzentrum zeigt, kann man bereits mit wenig Kosten- und Zeitaufwand eine deutliche Effizienzsteigerung seines Rechenzentrums erzielen.

Hohes Einsparpotenzial durch einfache Maßnahmen

Gerade auf Doppelboden fußende Rechenzentren lassen sich mit einfachen mechanischen Mitteln energetisch optimieren. Dazu zählen bspw. das Abdichten von Einlässen im Doppelboden, die Verblendung freier Höheneinheiten in Racks, die Einhausung von Kaltgängen und eine gezielte Kühlluftführung. Auch die durch die Green IT bekannte Methode, Racks nach dem Kalt- und Warmgangprinzip einfach „Rücken an Rücken“ zu stellen, hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Doch obwohl die genannten Maßnahmen einfach und schnell umzusetzen sind und im Verbund Effizienzsteigerungen von bis zu 50 Prozent ermöglichen, werden sie immer noch viel zu selten in Betracht gezogen. Eine fachmännische Vor-Ort-Analyse kann helfen, um eine Vorstellung von den tatsächlichen Möglichkeiten zur Einsparung von Strom und Kosten zu erhalten.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.05.2013 | Schwerpunkt | Ausgabe 5/2013

Ganz cool zu mehr Energieeffizienz im Rechenzentrum

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Fallstudie 3 Green IT bei der SAP AG

Quelle:
Green IT

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