Skip to main content
main-content

05.10.2016 | Enterprise Application Integration | Im Fokus | Onlineartikel

Die IT als Enabler und Innovator

Autor:
Detlev Spierling

Um die digitale Transformation voranzutreiben, muss die bestehende IT-Systemlandschaft eines Unternehmens möglichst gut auf die strategischen Business-Anforderungen ausgerichtet und mit diesen abgestimmt werden. Enterprise Architecture Management (EAM) kann hierbei einen wichtigen Beitrag  leisten.

Weil ein Großteil der Geschäftsprozesse heute von Informationstechnologie abhängt, wird sie nicht mehr nur als unternehmenskritische Ressource verstanden, sondern in zunehmendem Maße auch als zentraler Bestandteil neuer Produkte, Dienstleistungen und sogar vollständiger Geschäftsmodelle, schreiben Nils Urbach und Frederik Ahlemann im Buchkapitel "Die Entwicklung der Unternehmens-IT – Von den Anfängen bis zur IT-Organisation der Zukunft": "Haben sich viele IT-Organisationen bislang darauf konzentriert, die Anforderungen der Fachbereiche möglichst effektiv und effizient in qualitativ hochwertige IT-Services zu übersetzen und diese zu betreiben, sind sie in zunehmenden Maße gefordert, das Gesamtunternehmen aktiv mitzugestalten."

Zusammenspiel von Geschäftsprozessen und IT

Je stärker die IT-Abteilung aber ihre bloße Rolle des Dienstleisters verlässt und als Berater, Enabler und Innovator tätig wird, desto wichtiger wird auch das Thema Enterprise Architecture Management (EAM). Dazu gehört die Verwaltung der Applikationslandschaft, das Projektmanagement mit den Projektanträgen und der Zuordnung der Projekte zu bestimmten Anwendungen und Geschäftsprozessen,. Außerdem die Synchronisation zwischen einzelnen Prozessen, die Adaption der Zielprojektionen auf die Organisation, die Verwaltung von Business-Objekten und -Services sowie das Infrastruktur-Management, das sich mit der Verwaltung von Infrastrukturkomponenten wie Datenbanken und Hardware-Systemen beschäftigt, heißt es in einer Erläuterung auf "ITWissen“.

Empfehlung der Redaktion

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Transformierbare IT-Landschaften – IT-Architekturen sind standardisiert, modular, flexibel, ubiquitär, elastisch, kostengünstig und sicher

Heutige IT-Architekturen sind oft sehr komplex – in der Regel sehr viel komplexer als sie es sein müssten. Eine Vielzahl an Technologien, Produkten, Eigenentwicklungen, Konfigurationen und Schnittstellen fügen sich zu einem großen Ganzen zusammen …

EAM ermöglicht mehr Transparenz, Innovation und Differenzierung

Der ehemalige Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sieht EAM "als neue Disziplin für die ganzheitliche Unternehmensentwicklung". Der IT-Dachverband weist in seiner Broschüre "Enterprise Architecture Management — neue Disziplin für die ganzheitliche Unternehmensentwicklung“ darauf hin, dass Transparenz, Standardisierung und Konsolidierung auf der Agenda fast aller CIO ganz weit oben stehen. "Die durch EAM geschaffene Transparenz unterstützt bei der Erreichung dieser Ziele“. Weitere wichtige Vorteile von EAM sind demnach:

  • Wertbeitrag der IT für den Geschäftserfolg: Die detailllierte Beschreibung von Capabilities und IT-Funktionalitäten erhöht die Kostentransparenz.
  • EAM unterstützt Innovation und Differenzierung: EAM gewinnt in dem Maße an Bedeutung, wie sich die IT nicht nur auf die Kostensenkung, sondern auf Innovation und Differenzierung fokussiert. Als ein Ergebnis von gutem EAM kann Agilität entstehen.
  • Innovationsnutzen: EAM schafft für Unternehmen einen Innovationsnutzen, indem zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten durch völlig neue Geschäftsprozesse eröffnet werden oder verbesserte Prozesse die Qualität und Produktivität des Unternehmens erhöhen. 

"Aktivitäten im Bereich EAM sollten nicht als kurzfristige Maßnahme geplant werden. Erfolge stellen sich erst auf längere Sicht ein", mahnt Scheer in der Bitkom-Publikation, die auch auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren eingeht. Zusammengefasst sind dies:

Erfolgsfaktoren für die EAM-EinführungErfolgsfaktoren für die EAM-Durchführung
  • Think big — start small
  • Nutzen messen und transparent machen
  • EAM mit bestehenden Prozessen verzahnen
  • Operativen und strategischen Regelkreis verzahnen
  • EAM in bestehende Gremienlandschaft integriere
  • EA-Artefakte aktuell halten
  • Geeignete Frameworks, Methoden und Tools auswählen
  • Projekte und Mitarbeiter aktiv unterstützen
  • Mitarbeiter ausreichend ausbilden
  • Kontinuierlichen Verbesserungsprozess etablieren
  • Projektmanagement-Methoden für die Einführung verwenden
  • Nachhaltigkeit von IT-Lösungen steigern

Quelle: Bitkom-Broschüre "Enterprise Architecture Management — neue Disziplin für die ganzheitliche Unternehmensentwicklung“

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

26.04.2016 | Big Data | Im Fokus | Onlineartikel

Bestehende Systeme für Industrie 4.0 optimieren

Premium Partner

GI Logo

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche