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Über dieses Buch

In diesem Buch beschäftigt sich Ludmila Lysenko mit der Frage, ob es sich bei Subulicystidium longisporum um eine kryptische Spezies handelt. Die Autorin untersucht hierzu erstmals Proben mit einer breiten geographischen Abdeckung unter Verwendung diverser phylogenetischer Analyseverfahren auf ihre Sequenzunterschiede im Locus ITS. Zur Unterstützung der molekulargenetischen Daten wird die Form und Größe der Basidiosporen hinzugezogen.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Pilz-Gattung Subulicystidium wurde 1968 von Parmasto beschrieben und umfasst aktuell 22 Spezies (vgl. Tab. 1, www.​indexfungorum.​org 2018). Sie zeichnet sich vor allem durch ihre charakteristischen subulaten (schwertartigen) Cystiden aus, welche an ihrer Oberfläche zwei Reihen bandförmiger Strukturen aufweisen (Jülich 1975, Keller 1985). Die Fruchtkörper sind resupinat arachnoid und lassen sich an Totholz als auch anderem abgestorbenen Pflanzenmaterial auf dem Waldboden finden.
Ludmila Lysenko

Kapitel 2. Grundlagen

Zusammenfassung
Pilze tauchten wahrscheinlich bereits vor einer Milliarde Jahren auf der Erde auf (Lücking et al. 2009, Prieto und Wedin 2013, Lücking und Nelsen 2018), so können fossile Pilze bis auf eine Zeit vor 450 Millionen Jahre datiert werden (Redecker et al. 2000, Taylor et al. 2003), wobei den spektakulärsten Fund die Prototaxites (Dawson, 1859) darstellen. Diese wurden bis acht Meter hoch und zeitweise als Bäume eingestuft, jedoch zeigen aktuelle Untersuchungen, dass es sich dabei um einen basalen Ascomyceten handelte (Hueber 2001, Selosse 2002, Boyce et al. 2007, Honegger et al. 2017).
Ludmila Lysenko

Kapitel 3. Material und Methoden

Zusammenfassung
Materialien und Geräte
Ludmila Lysenko

Kapitel 4. Ergebnisse

Zusammenfassung
Es konnten insgesamt 40 Sequenzen aus den anfänglichen 51 Proben gewonnen werden. Bei den Proben O_505525, Ordynets_00045 und KAS_GEL_4883 waren keine Banden im Agarosegel erkennbar. Die Proben Ordynets_00162, O_506262, O_506692, KAS_L_0204, KHL_9669 und KHL_10602 wiesen Sequenzen mit uneindeutigen Basenabfolgen auf, so dass sie von den weiteren Untersuchungen ausgeschlossen wurden.
Ludmila Lysenko

Kapitel 5. Diskussion

Zusammenfassung
Die Ausmessung der Basidiosporen erwies sich als schwierig aufgrund von zum Teil stark deformierten Sporen im Zuge des Trocknungsvorganges als auch durch die sehr weit verbreitete sigmoide Form innerhalb der untersuchten Proben. Die statistische Auswertung der Sporenabmessungen ergab starke Überschneidungen zwischen den einzelnen Gruppierungen als auch starke Schwankungen innerhalb von Proben mit geringen genetischen Distanzen und einer gemeinsamen Gruppierung innerhalb der Kladogramme. Diese starken Schwankungen innerhalb der Gruppen lassen sich zum Teil auf das Vermessen von unausgereiften Basidiosporen zurückführen.
Ludmila Lysenko

Kapitel 6. Fazit

Zusammenfassung
Die Analyse durch den Locus ITS ist im Gegensatz zur klassischen morphologischen Artbestimmung eine zeiteffiziente Variante unbekannte Pilzproben durch Datenbankabgleich einzusortieren. Dies setzt jedoch voraus, dass innerhalb der Datenbanken auch genügend Vergleichssequenzen vorhanden sind, die bis zur Artebene richtig deklariert wurden. Um es jedoch ausschließlich zur Ermittlung neuer Arten nutzen zu können, bedarf es einer breiten geografischen Abdeckung mit ausreichender Individuenzahl der unterschiedlichen Populationen, um die möglichen Polymorphismen innerhalb der Nukleotidsequenz besser einschätzen zu können.
Ludmila Lysenko

Backmatter

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