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2022 | Buch

Entrepreneurship der Zukunft

Digitale Technologien und der Wandel von Geschäftsmodellen

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Über dieses Buch

Dieser Band versammelt 15 Beiträge aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Frage, wie Wertschöpfungsprozesse zukünftig ausgestaltet werden können. Welche Chancen und Risiken gilt es für ein Unternehmen, das auch in Zukunft erfolgreich sein will, zu beachten und welche Anpassungen können schon heute vorgenommen werden?

Zukunftsträchtige Technologien wie z.B. KI, Cloud-Computing, Blockchain und 3D-Druck stehen bereit, ihr Potential in der Wirtschaft zu entfalten. Der technologische Fortschritt wird helfen, aktuelle Entwicklungen weiter zu beschleunigen. Zunehmende Vernetzung und Globalisierung ermöglichen weltweiten Informations-, Wissens- und Warenaustausch und gestalten damit das Entrepreneurship der Zukunft maßgeblich. Aber auch Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Klimawandel, Sicherheit oder die demografische Entwicklung gilt es zu berücksichtigen.

Die Autor*innen untersuchen solche Aspekte aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln, mit verschiedenen theoretischen Ansätzen, methodischen Zugängen sowie empirischen Befunden. Dabei reicht das Themenspektrum von Zukunftsforschung über betriebswirtschaftliche Arbeiten, industrielle Zugänge und rechtliche Hintergründe bis hin zu informationstechnologischen Beiträgen. Es werden Denkanstöße für zukünftige Geschäftsmodellpotentiale angeboten, um bereits heute die Weichen für die eigene Zukunftsfestigkeit zu stellen. Damit dient der Band als Leitfaden, um die eigenen Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen und ggf. zu innovieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter
Zukunftsforschung und Megatrends als Treiber für Geschäftsmodellinnovationen: Chancen und Herausforderungen durch digitale Technologien für Entrepreneure der Zukunft
Zusammenfassung
Ausgehend vom Wissenschaftsfeld der Zukunftsforschung werden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen eruiert, damit Ausblicke in die Zukunft für Unternehmer belastbare Prognosen darstellen. Dies ist notwendig, um Erfahrungen der Vergangenheit mit Handlungen der Gegenwart zu synchronisieren und auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auszurichten. Ein wesentliches Konzept bilden hierbei neben dem Geschäftsmodell die sog. Megatrends. Vorgestellt und zueinander in Beziehung gesetzt werden die Typologien des Zukunftsinstituts (2021) sowie von Grömling und Haß (2009). Anschließend wird der Megatrend ‚Technologischer Fortschritt‘ fokussiert und es werden vor diesem Hintergrund drei Thesen im Hinblick auf die Geschäftsmodellentwicklung formuliert. Abschließend werden die Kapitel des vorliegenden Bandes kurz vorgestellt und in die Landschaft der Megatrends eingeordnet.
Sebastian Gerth, Lars Heim

Grundlagen

Frontmatter
Digital Entrepreneurship: Die Basis für neue Geschäftsmodelle der Zukunft
Zusammenfassung
Interne und externe Informations- und Kommunikationsprozesse in Unternehmen nahezu aller Branchen werden zunehmend durch digitale Informationstechnologien unterstützt. Die grundlegenden Vorteile solcher digitalen Technologien sorgen dafür, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Die stetige Entwicklung digitaler Technologien in der damit einhergehenden Digitalen Ökonomie (respektive Digital Economy) hat maßgeblichen Einfluss auf die vielfältigen Möglichkeiten, innovative Geschäftskonzepte auf der Basis digitaler Informations- und Kommunikationsnetze zu entwickeln und diese durch eine Unternehmensgründung zu realisieren (Digital Ventures). Vor diesem Hintergrund beschreibt der Begriff „Digitales Unternehmertum“ bzw. „Digital Entrepreneurship“ den Akt der Gründung neuer Unternehmen speziell in der Digital Economy. In diesem Artikel wird aus theoretischer und praktischer Sicht ein Rahmen für Unternehmensgründungen in der Digital Economy entwickelt. Zunächst wird die Digital Economy charakterisiert. Anschließend wird die digitale Wertschöpfung erläutert, die auf digitalen Prozessen basiert und den Ausgangspunkt für jedes in der Digital Economy agierende Unternehmen darstellt. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Möglichkeiten innovativer unternehmerischer Aktivitäten von Unternehmen in der Digital Economy durchgeführt werden können, um digitale Mehrwerte zu generieren. Dabei werden auch die Erfolgsfaktoren für die Gründung eines Unternehmens in der Digital Economy abgeleitet. Zusammenfassend geht es in diesem Beitrag um die Beantwortung folgender Fragen: Welches Umfeld und welche Möglichkeiten bietet die Digital Economy für neue und innovative unternehmerische Aktivitäten? Was sind die Besonderheiten bei der Gründung eines Unternehmens in der Digital Economy? Welche theoretischen und praktischen Grundsätze müssen beachtet werden?
Tobias Kollmann
Digitalisierung von Geschäftsmodellen: Ansätze aus der Unternehmenspraxis und theoretische Systematisierung
Zusammenfassung
Die Digitalisierung birgt für Unternehmen nahezu aller Branchen und Größen hinsichtlich der Innovation von Geschäftsmodellen enorme Potenziale. Dank digitaler Technologien können Unternehmen ihr Wertversprechen an den Kunden erhöhen oder Prozesse und Absatzkanäle, die zur Erfüllung des Wertversprechens benötigt werden, effizienter gestalten. Im vorliegenden Beitrag werden ausgewählte Ansätze der Digitalisierung von Geschäftsmodellen aus der Unternehmenspraxis anhand von konkreten Fällen vorgestellt und analysiert. Diese Erkenntnisse werden sodann vor dem Hintergrund existierender, theoretischer Erkenntnisse zum Thema Geschäftsmodellinnovation systematisiert.
Ulrich Bretschneider
Digitale Transformation von Geschäftsmodellen: Ein konzeptioneller Bezugsrahmen von digitalen, datenbasierten und plattformbasierten Geschäftsmodellen
Zusammenfassung
Die zurückliegende Dekade hat eindrucksvoll gezeigt, mit welcher disruptiven Gewalt die digitale Transformation Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen in zahlreichen Industrien und Wirtschaftszweigen gewandelt hat und wie es ideenreichen Entrepreneuren durch neuartige Geschäftsmodelle gelungen ist, sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Trotz der zunehmenden Bedeutung von digitalen, datenbasierten und plattformbasierten Geschäftsmodellen sind ihre konzeptuellen Grundlagen und spezifischen Charakteristika bislang nur unzureichend erforscht und systematisiert. Dieser Grundlagenbeitrag unternimmt den Versuch, konzeptionelle Klarheit zwischen diesen Begrifflichkeiten herzustellen, konstituierende Merkmale der drei Arten von Geschäftsmodellen herauszuarbeiten und diese in ein geschäftsmodellorientiertes Rahmenwerk zu überführen. Die Anwendbarkeit und Nützlichkeit des entwickelten konzeptionellen Rahmenwerks werden anhand unterschiedlicher Praxisbeispielen verdeutlicht.
Tassilo Schuster, Victor Naumann, Esther Schulz, Nadja Hoßbach-Zimmermann, Alexander Pflaum
Erfolgsfaktoren von Crowdfunding-Kampagnen zur Finanzierung innovativer Geschäftsmodelle – eine strukturierte Literaturanalyse
Zusammenfassung
Die Entwicklung und Realisierung innovativer Geschäftsmodelle durch Startups erfordert insbesondere nach einer ersten Validierung der eigenen Geschäftsidee den Zugang zu finanziellen Ressourcen. Gründer können auf vielfältige Weise Zugang zu entsprechenden Ressourcen erhalten. Eine Option ist die Entwicklung von Crowdfunding-Kampagnen. Die existierende Forschung setzt unterschiedliche Akzente bei der Identifikation von Erfolgsfaktoren. Dieser Artikel gibt einen Überblick über Erfolgsfaktoren von Crowdfunding Kampagnen basierend auf einer strukturierten Literaturrecherche. Hierbei erfolgte die systematische Erhebung von Erkenntnissen zu den Erfolgsfaktoren von Crowdfunding Kampagnen in internationalen A- und B-Journals. Im Anschluss an die Identifikation und Kategorisierung der Erfolgsfaktoren findet eine Einordnung dieser Faktoren in den zeitlichen Ablauf einer Crowdfunding Kampagne statt.
Lutz Göcke, David Niemann
Innovative Geschäftsmodelle auf Basis der industriellen Demontage von Fahrzeugbaugruppen
Zusammenfassung
Veränderungen eröffnen Möglichkeiten. Die Automobilbranche steht mit der Wende hin zur Elektromobilität vor einem starken Umbruch. Dieser vollzieht sich nicht nur auf technologischer Ebene, sondern zeigt sich auch in der Transformation bisheriger Nutzungsstrukturen. Zur Implementierung zukunftsfähiger Geschäftsideen ist heute, vor dem Hintergrund einer zunehmend ökologisch orientierten Gesellschaft, das Mitdenken der damit verbundenen Umweltauswirkungen obligatorisch. In diesem Kapitel werden daher die entsprechend anstehenden Änderungen skizziert und ein Ansatz für ein Geschäftsmodell vorgestellt, welches die Möglichkeiten moderner Technologien verwendet, um die kraftfahrzeuggebundene Individualmobilität im Sinne der Kreislaufwirtschaft ökologisch und ökonomisch zu optimieren. Zentrales Element ist dabei eine Anlage zur automatisierten Demontage von Fahrzeugbaugruppen. Als potenzielle Zielgruppen werden Kfz-Hersteller sowie Zulieferer ebenso angesprochen wie Recyclingunternehmen, die ihre bisherige Rolle in der Wertschöpfungskette ausbauen wollen.
Jan Henning Seelig, Sven Birkenfeld, Florian Hansen, Oliver Keich

Blockchain

Frontmatter
Blockchain – Eine wertvolle Technologie für KMU? Eine Erörterung am Beispiel der Eingliederung von additiver Fertigung in ein kooperatives Wertschöpfungsnetzwerk
Zusammenfassung
Der Anwendungsbereich der Blockchain-Technologie ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Hat man diese Methode vor allem anfangs für die Bereitstellung von Kryptowährungen genutzt, so verspricht man sich heute auch im industriellen Umfeld einen wirtschaftlichen Vorteil davon. Mehrere KMU können sich mithilfe von Blockchain zu einem Wertschöpfungsnetzwerk verknüpfen, um Aufträge effizient zu bearbeiten. Dies bedeutet, dass die Unternehmen miteinander kooperieren und Arbeiten untereinander aufteilen, um gemeinsam Produkte zu fertigen. Da hierfür Know-how und Daten, wie z. B. Zeichnungen, ausgetauscht werden müssen, spielen gegenseitiges Vertrauen und Sicherheit eine große Rolle. Blockchain bietet durch kryptographische Methoden und Sicherheitssysteme eine Möglichkeit, jene Punkte sicherzustellen und mit einer Plattform zu koppeln, auf der jedes integrierte Unternehmen als gleichwertiger Partner betrachtet wird. Anhand des Blockchain-Demonstrators des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau wird in diesem Beitrag erörtert, wie die Zusammenarbeit von Unternehmen innerhalb eines vertrauensvollen Netzwerks gelingen kann. Anhand dieser Vorstellung soll ein gesamtheitlicher Überblick über die Vorteile, Chancen aber auch der Risiken vermittelt werden und ein gedanklicher Einstieg in die Welt der stetig wachsenden kooperierenden Wertschöpfungsnetzwerke gelingen.
Dominik Aumüller, Mathias Eiber, Mauricio Matthesius
Entwicklung einer Methode zur Analyse des Einflusses der Implementierung einer Blockchain-Infrastruktur in ein bestehendes Geschäftsmodell auf Basis des Business Model Stresstestings
Zusammenfassung
Die Blockchain-Technologie bietet großes Potenzial für Unternehmen hinsichtlich der Optimierung bestehender und Aufbau neuer Prozesse. Dies zeigt sich auch in der stetig wachsenden Anzahl der Start-ups, deren Geschäftsmodelle auf dieser Technologie beruhen. Für viele Unternehmen, die bereits in ihren jeweiligen Märkten aktiv sind, stellt sich jedoch die Frage, ob und wie diese Technologie für ihr individuelles Geschäftsmodell relevant ist und welche Auswirkungen eine Implementierung im Unternehmen oder im Unternehmensumfeld hätte. Diese Fragen können unter Zuhilfenahme und Modifikation bestehender Methoden und Werkzeuge beantwortet werden. In diesem Beitrag wird die Methode des Business Model Stresstesting vorgestellt, die mit gewissen Anpassungen einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten kann, welche Effekte die Blockchain-Technologie auf ein bestehendes Geschäftsmodell haben kann. Dies ermöglicht es, dass im Bereich der Blockchain-Technologie entstehende Ökosystem aktiv zu gestalten und weiterzuentwickeln. Die Implementierung und Weiterentwicklung der Technologie auf Basis spezifischer Anforderungen aus dem Geschäftsumfeld wird so erleichtert und beschleunigt.
Lars Heim
Anwendbarkeit der Blockchain-Technologie für Unternehmen aus Perspektive der EU-DSGVO
Zusammenfassung
Der Beitrag bereitet den Weg zur Anwendung von Blockchain für Unternehmen unter Einbezug einer rechtlichen Perspektive. Einführend werden hierzu die Grundlagen der Blockchain-Technologie sowie die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) vorgestellt. Anschließend wird die zentrale Frage diskutiert, inwiefern sich beide Themenbereiche miteinander vereinbaren lassen, damit Blockchains unternehmerische Anwendung finden können. Dabei wird auf die verschiedenen Arten von Blockchains ebenso wie auf Anwendungsbereiche der DSGVO, beteiligte Akteure, zu erfüllende Datenschutzgrundsätze sowie die Wahrung von Betroffenenrechten eingegangen. Es wird gezeigt, welche datenschutzrelevanten Aspekte mit der Blockchain-Technologie (nicht) in Einklang zu bringen sind. Darüber hinaus werden technische und regulatorische Vorschläge unterbreitet und erörtert, um den Datenschutz der Blockchain-Technologie gemäß DSGVO zu optimieren. Abschließend werden Konsequenzen für die Anwendbarkeit der Blockchain vor dem Hintergrund zukunftsfester Geschäftsmodelle in Unternehmen diskutiert.
Sebastian Gawron, Sebastian Gerth

Additive Fertigung

Frontmatter
Digitale Technologien als Wegbereiter für Startups: Eine Fallstudie zum 3D-Druck in der Photonik
Zusammenfassung
Digitale Technologien bieten vielseitige Chancen für Gründungen. Im Rahmen dieses Buchkapitels wird aufgezeigt wie der Zugang zu Technologie – exemplarisch am Beispiel von 3D-Druck – zur Überwindung von Barrieren im Gründungsprozess beitragen kann. Hierfür werden zunächst typische Herausforderungen während des Gründungsprozesses aus den Bereichen (1) Neuproduktentwicklung, (2) Technologie, (3) Markt, (4) Finanzen und (5) Geschäftsmodell theoretisch beleuchtet. Im Anschluss wird auf die Potenziale von 3D-Druck allgemein sowie für Gründungen eingegangen. Daran anschließend werden die theoretischen Überlegungen zum Potenzial von 3D-Druck für Gründungsvorhaben anhand einer Fallstudie aus dem Bereich der Mikroskopie mit der Praxis abgeglichen. Es zeigt sich, dass der Zugang zu 3D-Drucktechnologie dabei hilft, typische Herausforderungen im Gründungsprozess zu überwinden sowie die Produktentwicklung zu beschleunigen und kundenorientierter zu gestalten.
David Zakoth, Oliver Mauroner, Jutta Emes, Benedict Diederich
Schwierigkeiten bei der Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft in 3D-Druckunternehmen – Ein empirischer Ansatz mithilfe Qualitativer Datenanalyse
Zusammenfassung
Im vorliegenden Kapitel wird die Kreislaufwirtschaft im Kontext der additiven Fertigung diskutiert. Hauptmotivation ist, die sich verändernde Industrielandschaft und den entscheidenden Ansatz für zukünftige Generationen zu verstehen, mehr Materialien zu recyceln und gleichzeitig weniger Abfall zu erzeugen. Das Kapitel analysiert mithilfe der Qualitativen Datenanalyse (QDA) Aussagen von Vertretern einiger Unternehmen in der 3D-Druck-Branche zu den Geschäftsmodellen im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft. Anhand der Ergebnisse der QDA konnten Lücken insbesondere in der Kommunikation zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen aufgedeckt werden, die die Umsetzung kreislauforientierter Geschäftsmodelle erschweren.
Sunil Gopalakrishna, Gaurab S. Dutta

IoT, Sensorik, Big Data & Künstliche Intelligenz

Frontmatter
Smarte Produkt-Service-Systeme am Beispiel der IoT-basierten Ortung von Dollies – Eine technologische und wirtschaftliche Analyse am Flughafen München
Zusammenfassung
Werden Geschäftsprozesse, bspw. im Luftverkehr, durch bewegliche Geräte unterstützt, ist das Wissen über den Standort des Geräts in der Regel eine Voraussetzung für die effiziente Nutzung. Aufgrund verschiedener Anforderungen ist ein Tracking der Gepäck- und Frachtanhänger (Dollies) an Flughäfen jedoch nicht überall verbreitet. Basierend auf einem Design-Science-Ansatz untersucht dieser Beitrag daher die wirtschaftlichen und technologischen Anforderungen an ein IoT-basiertes Asset-Tracking von Dollies – ein smartes Produkt-Service-System. Die Studie zeigt, dass nur eine Kombination verschiedener Technologiekategorien (z. B. WLAN, WPAN, LPWAN) in einem Konzept die Anforderungen erfüllt und mehr Transparenz über die Bewegung, die Verweildauer und den Standort der Dollies schaffen kann. Diese Informationen ermöglichen eine Optimierung zahlreicher Dolly-Nutzungsprozesse, welche mit einer Steigerung der Effizienz einhergeht. Sie bilden darüber hinaus die Basis für Geschäftsmodellinnovationen durch die Entwicklung weiterer smarter Produkt-Service-Systeme.
Julian Rott, Luxshiya Ariyanayagam, Mathias Zink, Simon Klose, Christoph Ertl, Andreas Harth
Entwicklung einer Verschleißerkennungs-App für Getriebe zur Implementierung eines neuen Geschäftsmodells
Zusammenfassung
Im vorliegenden Kapitel wird ein Projekt vorgestellt, in dessen Rahmen eine App zur Erkennung des Verschleißzustands von Getrieben auf Grundlage des aktuellen Stands der Technik entwickelt und erprobt wurde. Dabei werden die einzelnen Methoden vorgestellt und deren Verwendung begründet, bevor abschließend auf die Möglichkeit eines neuen Geschäftsmodells eingegangen wird.
Christian Döbel
Open Source Software & AI – Chancen, Risiken, Synergien und Geschäftsmodelle
Zusammenfassung
Künstliche Intelligenz (KI) ist heute zentraler Bestandteil in vielen Unternehmen und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen, da v. a. durch den Einsatz künstlicher Neuronaler Netzwerke (Deep Learning) immer präzisere und vielseitigere KI-Modelle erstellt werden können. Eine der Grundlagen für die Entwicklung von KI ist Open Source Software (OSS), also frei verfügbare Softwaretechnologien. Eine andere wichtige Grundlage sind die Fortschritte in der Hardwareentwicklung, schnellere und anwendungsoptimierte Prozessoren und Speichersysteme. Diese Form der Verfügbarkeit von Software zusammen mit dem Quellcode stellt einen fundamentalen Paradigmenwechsel dar, der v. a. durch Techunternehmen vorangetrieben wird. Da die beiden Themenkomplexe KI und Open Source eng miteinander verknüpft sind, hat diese gegenseitige Abhängigkeit eine direkte Auswirkung auf die Digitalisierungsstrategie der meisten Unternehmen, ihrer Organisation und Firmenstruktur. Insbesondere für Unternehmen im Transformationsprozess, die sich weg von einem reinen Produzenten hin zu einem serviceorientierten Unternehmen wandeln wollen bzw. müssen, lohnt sich ein genauer Blick auf neue Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit OSS. Generell lässt sich seit einigen Jahren eine gestiegene Akzeptanz von OSS in Unternehmen feststellen. Deshalb werden zudem Gefahren und Herausforderungen von Open Source im gewerblichen Einsatz im letzten Teil des Buchkapitels besprochen.
Anselm W. Hahn, Maximilian V. Reimer, Simon Hahn

Schlussbetrachtungen

Frontmatter
Trendantizipierte Geschäftsmodelladaptionen und -innovationen. Strukturierte und praxisorientierte Etablierung der Zukunftsfestigkeit von Unternehmen am Beispiel eines Automobilzulieferers
Zusammenfassung
Entscheidungen unter Unsicherheit sind für Unternehmen die Regel. Megatrends und deren Subtrends sind die Treiber hinter gesellschaftlichen Strömungen und damit auch Geschäftsmodellinnovationen. Das vorliegende Kapitel verdeutlicht mit dem methodischen Ansatz bzw. dem Vorgehensmodell der trendantizipierenden Geschäftsmodellinnovationen nach Granig et al. (2018) ein Vorgehen, auf Basis dessen bestehende Geschäftsmodelle hinsichtlich ihrer Zukunftsfestigkeit gegenüber Trends geprüft und ggf. angepasst werden können. Vor diesem Hintergrund erfährt die theoretische Modellierung praktische Anwendung. Die detaillierten Informationen zu verschiedenen Subtrends in den vorangegangenen Kapiteln des vorliegenden Bandes können als Basis für eine möglichst ausführliche Analyse im Rahmen dieser Methode dienen und schaffen Anknüpfungspunkte für die Praxis.
Lars Heim, Sebastian Gerth
Metadaten
Titel
Entrepreneurship der Zukunft
herausgegeben von
Sebastian Gerth
Lars Heim
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-37926-1
Print ISBN
978-3-658-37925-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37926-1

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