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Über dieses Buch

Die Entsorgung von radioaktiven Abfällen ist anspruchsvoll, der Weg bis zur Lösung des Entsorgungsproblems ("Entsorgungspfad") lang.

Die Autoren loten die Rolle von Risiken und Ungewissheiten auf diesem Entsorgungspfad erstmals unter ganzheitlicher Perspektive und interdisziplinär aus.

Da die Diskussion um die richtige Entsorgungsoption immer wieder aufkommt, werden die Chancen, Risiken und Ungewissheiten, die sich mit der Endlagerung, der Tiefenlagerung mit Vorkehrungen für Rückholbarkeit und Monitoring und der auf Dauer angelegten Oberflächenlagerung verbinden, eingehender analysiert.

Die neu entwickelte "Risikokarte" zur vergleichenden Bewertung von Entsorgungspfaden und -optionen eignet sich als Planungs- und Entscheidungsinstrument für Ausführende, Aufsichtsbehörden, politische Entscheidungsträger und die interessierte Zivilgesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Auf dem Weg zur sicheren Entsorgung

Zusammenfassung
Nach dem Ausstieg aus der Atomkraftnutzung wird die Entsorgung der hoch radioaktiven Abfälle in Deutschland vermehrt diskutiert. Im Standortauswahlgesetz ist die Entsorgungsoption „Endlagerung“ festgelegt. Erfahrungsgemäß kommen jedoch immer wieder Diskussionen darüber auf, welche Entsorgungsoption die Richtige ist, und zur Umsetzung einer Entsorgungsoption können verschiedene Entsorgungspfade beschritten weren. Daher sind neue Ansätze gefragt, um die Sicherheit von Entsorgungspfaden zu beurteilen und vergleichend zu bewerten.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 2. Entsorgungsoptionen und Entsorgungspfade

Zusammenfassung
International werden heute vor allem drei Entsorgungsoptionen näher in Betracht gezogen oder in nationalen Entsorgungsprogrammen umgesetzt, die Endlagerung, die Tiefenlagerung und die Oberflächenlagerung. Als Entsorgungspfad werden alle Schritte bezeichnet, die erforderlich sind, bis die Abfälle auf Dauer passiv sicher entsorgt worden sind bzw. so behandelt wurden, dass von ihnen kein unzulässiges Risiko mehr für Mensch und Umwelt ausgeht. Die Risiken der Entsorgung variieren mit dem gewählten Entsorgungspfad und der gewählten Entsorgungsoption.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 3. Internationale Erfahrungen

Zusammenfassung
Zur Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle wurden international verschiedene Ansätze gewählt. Einige davon sind gescheitert. Aus den dabei gemachten Erfahrungen wurden Lehren gezogen und die Entsorgungspfade entsprechend angepasst.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 4. Rückholbarkeit und Monitoring

Zusammenfassung
Die Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle ist ein anspruchsvolles Vorhaben. Sicherheit muss über sehr lange Zeiräume gewährleistet werden. Angesichts der damit verbundenen Ungewissheiten wird immer wieder gefordert, ein End- oder Tiefenlager über längere Zeiträume kontrollieren zu können. Monitoring und Rückholbarkeit sollen es erlauben, Abweichungen vom erwarteten Verhalten des Lagers frühzeitig zu erkennen und ggf. Korrekturen am Entsorgungspfad vorzunehmen.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 5. Risiko, Sicherheit und Ungewissheit

Zusammenfassung
Mit der Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle wird vorrangig das Ziel verfolgt, Mensch und Umwelt vor den Gefahren zu schützen, die von den Abfällen ausgehen. Dazu müssen Risiken über sehr lange Zeiträume kontrolliert und Vorsorge gegenüber Ungewissheiten getroffen werden. Ungewissheiten sind nicht nur in Bezug auf die Langzeitentwicklung der Lager von Bedeutung, sondern auch in Bezug auf die Standortauswahl, den Bau und Betrieb von End-, Tiefen- und Oberflächenlagern, die voraussichtlich viele Jahrzehnte beanspruchen werden. Wichtige Grundsätze, die dem Ziel der Sicherheit nachgelagert sind, sind Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 6. Vergleichende Risikobewertung

Zusammenfassung
Die Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle erstreckt sich über lange Zeiträume. Ein Standortauswahlprozess erfordert Jahre, ein Oberflächenlager wird während ca. 200 Jahren betrieben, zwischen der Entscheidung für einen Standort und dem Verschluss eines Tiefenlagers vergehen Jahrzehnte, und ein Endlager oder Tiefenlager soll letztlich über eine Million Jahre hinweg Sicherheit gewährleisten. Die Beurteilung der Sicherheit einer Entsorgungsoption oder eines Entsorgungspfades kann daher keine Momentaufnahme sein, sondern muss auf einen zeitlichen Verlauf ausgerichtet sein, in dem sich die Sicherheit verändert. Im Folgenden wird dargestellt, wie eine Bewertung der Sicherheit über lange Zeiträume erfolgen kann – ganzheitlich und interdisziplinär.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Kapitel 7. Die beste Option

Zusammenfassung
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen entscheiden darüber mit, welche Entsorgungsoption und welcher Entsorgungspfad in einer spezifischen Situation die jeweils besten sind. Die Sicherheit einer Entsorgungsoption folgt einem komplexen Muster von Risiken und Ungewissheiten, das sich im Verlauf des Entsorgungspfades wandelt. Monitoring und Rückholbarkeit bewegen sich im Spannungsfeld von Risiko, Ungewissheit und Akzeptanz. Zwischen diesen Ansprüchen muss im Dialog mit der Zivilgesellschaft eine Optimierung angestrebt werden.
Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann, Anne Eckhardt

Backmatter

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