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Erschienen in:

06.09.2019 | Aufsätze

Entstehung und Verwendung des zusätzlichen Spielraums im Bundeshaushalt in den Jahren 2013 bis 2018

verfasst von: Martin Beznoska, Tobias Hentze

Erschienen in: List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik | Ausgabe 3/2020

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Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren zeigte sich beim Bundeshaushalt stets das gleiche Bild: Die tatsächlichen Zinsausgaben fielen geringer aus als geplant und die Einnahmen stiegen stärker als von der Bundesregierung angenommen. Beide Entwicklungen verschafften dem Bund neue Handlungsspielräume. In den Jahren 2013 bis 2018 summierte sich der zusätzliche Spielraum auf rund 89 Mrd. €, wovon rund 60 % den geringer ausgefallenen Zinsausgaben und 40 % höheren Einnahmen zuzurechnen sind.
Den zusätzlichen Spielraum nutzte die Bundesregierung wiederum zu 60 % für neue Ausgaben, mit dem Rest baute sie eine Rücklage auf. Dabei wurden insbesondere die Ausgaben für Verteidigung und Verkehr im Haushaltsvollzug kontinuierlich im Vergleich zur Planung erhöht. Die Sozialausgaben leisteten in den Jahren 2013 und 2014 einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung, indem die tatsächlichen Ausgaben unter den angesetzten Ausgaben lagen. Dagegen erhielt der Aufgabenbereich in den Jahren 2015 bis 2017 mehr Geld als geplant gewesen war. In den Jahren 2016 bis 2018, in denen die Ausgabenpolitik expansiver ausgerichtet war als in den Jahren 2013 und 2014, flossen zudem erheblich höhere Mittel in die Bereiche innere Sicherheit, Entwicklungshilfe und Bauwesen. Für Forschung und Bildung wurde insgesamt ebenfalls mehr als geplant ausgegeben, in den Jahren 2017 und 2018 wurden die Ansätze der Haushaltsplanung jedoch nicht erreicht. Dagegen musste die Wirtschaftsförderung als einziger Aufgabenbereich in jedem Jahr des Betrachtungszeitraum mit weniger Finanzmitteln als geplant auskommen.

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Fußnoten
1
In manchen Finanzplänen – vor allem dem Finanzplan 2015 bis 2019 (Deutscher Bundestag 2015) – ergeben sich leichte Abweichungen zwischen den Plan-Werten der Steuereinnahmen in der verkürzten Darstellung und denen aus dem Tableau der ausführlichen Ableitung von der Steuerschätzung. In dieser Analyse wurden ausnahmslos die Werte aus der verkürzten Darstellung übernommen.
 
2
Dieser Wert ergibt sich ebenfalls aus einer Analyse der Finanzpläne des Bundes.
 
3
Die Steuerquote des Bundes sowie der Länder und Gemeinden kann sich zudem verändern, wenn es zu einer Neuaufteilung der Einnahmen zwischen den Gebietskörperschaften kommt. In den vergangenen Jahren kam es in diesem Zusammenhang eher zu einer Verschiebung der Steuereinnahmen zulasten des Bundes. Dennoch ist die Steuerquote des Bundes gestiegen.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Entstehung und Verwendung des zusätzlichen Spielraums im Bundeshaushalt in den Jahren 2013 bis 2018
verfasst von
Martin Beznoska
Tobias Hentze
Publikationsdatum
06.09.2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik / Ausgabe 3/2020
Print ISSN: 0937-0862
Elektronische ISSN: 2364-3943
DOI
https://doi.org/10.1007/s41025-019-00172-1

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