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Über dieses Buch

GELEITWORT Die zunehmende Konzentration der Unternehmungen auf ihre Kernkompetenzen und die damit einhergehende Integration ihrer Wertschöpfungsketten ist seit Iangern ein intensiv diskutiertes Thema in Wissenschaft und Untemehmenspraxis. Der insbesondere auf den Gebieten der Produktion und Logistik starke Trend zum Outsourcing ist seit einigen Jahren verstärkt auch in der industriellen Produktentwicklung zu identifizieren. Das dabei verfolgte Ziel ist die Etablierung schlanker Entwicklungsorganisationen, die schneller und flexibler auf die Anforderungen der Märkte reagieren können. Der Schutz der eigenen Kompetenzen und die komplexen Abläufe der Produktentwicklung stellen die Unter­ nehmensfiihrung beim Outsourcing größerer Umfänge an Systempartner hier allerdings vor nicht unerhebliche Schwierigkeiten. So existieren bislang noch wesentliche Erklärungs­ lücken bezüglich der Fragestellung, wie weit die Integration von Zulieferem auf dem Gebiet der Produktentwicklung gehen kann und wie sie zu gestalten ist. Herr Steinhorst leistet daher einen wichtigen Beitrag, indem er das Kooperationsmodell Systempartnerschaft analysiert und ein Instrumentarium entwirft, das der Unternehmens­ führung die ganzheitliche Gestaltung der Ressourcenallokation auf dem Gebiet der Produktentwicklung ermöglicht. Für einen Hersteller industrieller Endprodukte bestehen dabei zwei Gestaltungsdimensionen: Einerseits die umfassende Sicht des Netzwerks, andererseits die bilaterale, vertikale Kooperation. Der Autor hat dazu eine auf Fallstudien basierende, fundierte Analyse des Kooperationsmodells Systempartnerschaft vorgelegt, die den gegenwärtigen Stand des Wissens auf diesem Gebiet erheblich erweitert. Die kompetenzgerechte und kongruente Gestaltung der Schnittstellen in Produkt und Organisation wurde als wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Etablierung schlanker und flexibler Entwicklungsabläufe identifiziert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung in die gewählte Thematik

Zusammenfassung
Die fortschreitende Globalisierung der Märkte ist eines der wesentlichen ökonomischen Merkmale unserer Zeit. Kennzeichen hierfür sind, neben der zunehmend weltweiten Präsenz der Unternehmen, vor allem die Annäherung des technischen Niveaus der angebotenen Produkte und die wachsende Intensität des Wettbewerbs. Unternehmen reagieren in dieser Situation unter anderem mit der Ausweitung ihres Angebots, der Abgrenzung ihrer Produkte über spezifische, für die Kunden erlebbare Merkmale und der Verkürzung der Produktlebenszyklen. Die Ressourcen im Produktentstehungsprozess werden dadurch zunehmend zum Engpassfaktor. Effizienzsteigerung in den Abläufen der Produktentwicklung und das Erschließen zusätzlicher Ressourcen sind in diesem Umfeld Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Neben dem Zukauf von Leistungen und dem Wachstum, durch Aufbau der eigenen personellen Ressourcen oder durch Mergers and Aquisitions (MandA), gewinnen auch die verschiedenen Formen der Kooperation, in Verbindung mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen in der eigenen Leistungserstellung, weiter an Bedeutung.1
Ulrich Steinhorst

Kapitel 2. Bezugsrahmen der Systempartnerschaft

Zusammenfassung
Der Bezugsrahmen der vorliegenden Arbeit besteht aus den drei Elementen Grundlagen der Produktenstehung, Kooperation zwischen Unternehmen und Zusammenarbeit in der Produktentwicklung (siehe Abb. 2.1).
Ulrich Steinhorst

Kapitel 3. Systempartnerschaft im Produktentstehungsprozess

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden die empirischen Untersuchungen und die darauf aufbauende Analyse zur Aufgabenteilung zwischen Hersteller und Systempartner im Produktentstehungsprozess dargestellt (siehe Abb. 3.1).
Ulrich Steinhorst

Kapitel 4. Definition der Kooperationsfelder

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird zur Beantwortung der noch offenen vierten Forschungsfrage („Wie können geeignete Felder fir die gemeinsame Produktentwicklung von Herstellern und Systempartnern identifiziert werden?“ eine Methode zur Gestaltung der Ressourcenallokation des fokalen Herstellernetzwerks entwickelt (siehe Abb. 4.1).
Ulrich Steinhorst

Kapitel 5. Abschliessende Betrachtungen

Zusammenfassung
Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit bestand darin, die in der industriellen Praxis auftretende Kooperationsform Systempartnerschaft auf dem Gebiet der Produktentwicklung zu untersuchen. Während die von außen zu beobachtenden Merkmale der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern über eine gute Abdeckung in der wissenschaftlichen Literatur verfügen, existieren nur wenige Beschreibungen von Bezug und Ausmaß der Arbeitsteilung auf dem Gebiet der Produktentwicklung. Deshalb war zunächst die Motivation des Outsourcings und die Form der Schnittstellenbildung bei technischen Systemen zu analysieren. Um eine empirische Untersuchung zu ermöglichen, wurde auf Basis des bisherigen Stands der Forschung ein abstraktes Konzept der Systempartnerschaft entwickelt und hinsichtlich seiner Eigenschaften und Ausprägungen beschrieben. Die aus diesem theoretischen Umfeld abgeleiteten Thesen konnten im Rahmen primärer empirischer Forschungsarbeit überprüft und ergänzt werden. Deren zentrales Ergebnis ist das Modell der Arbeitsteilung zwischen Hersteller und Systempartner im Produktentstehungsprozess. Darauf aufbauend wurde eine Methode entwickelt, die die Bestimmung geeigneter Kooperationsfelder, insbesondere nach dem Modell der Systempartnerschaft, ermöglicht. Abbildung 5.1 zeigt die beschriebene Vorgehensweise im Überblick.
Ulrich Steinhorst

Backmatter

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