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Über dieses Buch

Die Arbeit untersucht die Grundlagen sowie die Dynamiken der Arbeitsorganisation. Nach der Erläuterung von Grundlagen und Grundbegriffen werden in einem historisch-systematischen Rückblick einschlägige Ansätze diskutiert und deren sozio-kulturelle Umsetzung in Deutschland erörtert. Angesichts der aktuellen Bemühungen, die Debatte um eine menschengerechte bzw. gute Arbeit zu revitalisieren, lohnt sich der Blick zurück auf die staatliche Forschungspolitik zur Humanisierung der Arbeit und auf zwei Projekte, die in ihrer theoretisch-methodischen Ausrichtung nach wie vor akutell sind. In einem Fazit werden wichtige Ergebnisse präsentiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Das vorliegende Lehrbuch ist eine Aktualisierung des 1996 erstmalig erschienenen Textes. Eine überarbeitete Fassung zu veröffentlichen ist meines Erachtens sinnvoll, da das Thema Entwicklung von Arbeitsorganisationen nach wie vor hoch aktuell ist. Die diesbezügliche Aufmerksamkeit lässt sich mit dem Praxisbezug erklären, denn die Thematik bildet zusammen mit technischen Veränderungen den zentralen Ansatz betrieblicher/unternehmerischer Rationalisierung, die sich in den letzten Jahrzehnten enorm beschleunigte.
Irene Raehlmann

2. Grundlagen und Grundbegriffe

Zusammenfassung
Arbeitsorganisationen entstanden mit der Entwicklung der kapitalistischen Industriegesellschaft. Die überkommene räumlich verbundene Wirtschafts- und Lebensweise im „ganzen Haus“, die so genannte Hauswirtschaft, wurde abgelöst durch ein Modell, das nunmehr eine örtliche Trennung von Produktion und Reproduktion vorsieht. Es wurden Fabriken/Unternehmen gegründet. Zudem wurden im Verlauf wachsender Interventionen des Staates in die periodisch von Krisen bedrängte Wirtschaftsgesellschaft die staatlichen Verwaltungen ausgebaut. Mit diesen staatlichen Eingriffen, die dem liberalen Selbstverständnis, nämlich der Trennung von Staat und Gesellschaft, widersprach, sollten die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen begrenzt werden.
Irene Raehlmann

3. Ansätze zur Entwicklung von Arbeitsorganisationen – historischsystematischer Rückblick und soziokulturelle Umsetzung in Deutschland

Zusammenfassung
Die Durchsetzung der Wissenschaftlichen Betriebsführung im Verlauf des Industrialisierungsprozesses hat einige allgemeine sozialökonomische Entwicklungsmomente zur Voraussetzung: Die Mechanisierung der Produktion machte die handwerklich- intellektuellen Fähigkeiten überflüssig und bewirkte die Dequalifizierung der Arbeitskraft und ihre Entwertung. Infolgedessen erhöhte sich die Konkurrenz der Arbeiter untereinander, und die nicht qualifizierten Bevölkerungsteile, vornehmlich Frauen und Kinder, wurden in den Arbeitsprozess einbezogen. Lohnsenkungen und Verlängerung des Arbeitstages waren die bekannten Folgen dieser ersten, extensiven Phase der Industrialisierung.
Irene Raehlmann

4. Staatliche Forschungspolitik zur Entwicklung von Arbeitsorganisationen

Zusammenfassung
Vorhaben zur Entwicklung von Arbeitsorganisationen wurden unter dem Stichwort Arbeitsstrukturierung nur in der ersten Phase des Forschungs- und Aktionsprogramms Humanisierung des Arbeitslebens (HdA) gefördert. Es handelt sich um den Zeitraum von 1974 bis 1983. Darauf beziehen sich die folgenden Ausführungen. Die Nachfolgeprogramme, die bis über die Jahrtausendwende reichen, werden hier nicht thematisiert (vgl. Raehlmann 2007: 68 ff.).
Irene Raehlmann

5. Fazit

Zusammenfassung
Arbeitsorganisationen sind Teil einer bestimmten Gesellschaft mit einer spezifisch historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungsdynamik. Diese soziale Tatsache hat für das Thema Organisationsentwicklung weit reichende Folgen, denn sie ist beispielsweise grundlegend für das hier zentrale Theorem der Pfadabhängigkeit. Es besagt, dass organisatorische Modelle, in einem bestimmten sozio-kulturellen Kontext entwickelt und häufig mit dem Etikett eines „one best way“ versehen, nicht umstandslos, d. h. universell umgesetzt werden können, sondern nur unter Berücksichtigung der vor genannten sozialen Rahmenbedingungen.
Irene Raehlmann

Backmatter

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