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Über dieses Buch

Raphael M. Peresson untersucht in diesem Buch die unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Strategien der Linksregierungen in Venezuela und Brasilien. Ab Ende der 1990er Jahre begann sich in Lateinamerika eine politische Linkswende abzuzeichnen, deren gemeinsamer Nenner in der Abkehr von neoliberaler Politik bestand. Davon abgesehen unterschieden sich die eingeschlagenen Wirtschaftspolitiken jedoch beträchtlich. Während Venezuela einen radikalen Wechsel der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung verfolgt, wurde in Brasilien ein moderates Reformprojekt in Angriff genommen. Daher wird im Buch der Frage nachgegangen, weshalb in den beiden Ländern unterschiedliche wirtschaftspolitischen Strategien eingeschlagen wurden. Mithilfe einer kontextsensitiven und mehrebenenanalytischen Herangehensweise lassen sich die Unterschiede dieser Strategien auf das Zusammenspiel von drei Faktoren zurückführen: einer unterschiedlich gearteten politischen Kultur, verschiedenen wirtschaftspolitischen Zielsetzungen des Entscheidungspersonals und unterschiedlichen Handlungsspielräumen.

Der Autor

Raphael M. Peresson ist freiberuflicher Wissenschaftler und Dozent. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Internationale Politische Ökonomie und die Lateinamerika-Forschung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Ab Ende der 1990er Jahre ereignete sich im lateinamerikanischen und v. a. im südamerikanischen Raum ein beispielloser politischer Umschwung, der sogenannte Left Turn (Castaneda 2006; Levitsky/Roberts 2011). Beginnend mit dem Wahlsieg Hugo Chávez’ in Venezuela im Jahr 1998 gelang es in der Folge linksgerichteten Präsidentschaftskandidaten immer häufiger, die Regierungsgeschäfte ihrer Länder zu übernehmen. So triumphierten linke Kandidaten in Chile (2000), Brasilien (2002), Argentinien (2003), Uruguay (2004), Bolivien (2005), Nicaragua (2006), Ecuador (2006), Paraguay (2008) und El Salvador (2009) (Levitsky/ Roberts 2011: 1).
Raphael M. Peresson

Kapitel 2. Analyseperspektive: das synthetische Modell zur Wirtschaftspolitikanalyse

Zusammenfassung
Um die Ursachen der Differenz in den wirtschaftspolitischen Strategien Brasiliens und Venezuelas zu ergründen, wird im Folgenden ein Synthesemodell entwickelt. Gemäß der These dieser Arbeit ist diese Differenz in den Wirtschaftspolitiken auf das Zusammenspiel dreier Faktoren zurückzuführen: 1. einer unterschiedlich gearteten politischen Kultur, darauf aufbauend 2.
Raphael M. Peresson

Kapitel 3. Venezuela unter dem Chavismus, der Bolivarischen Revolution und dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Zusammenfassung
In der Folge werden Genese und Entwicklung der Bolivarischen Revolution (revolución bolivariana) und des Sozialismus des 21. Jahrhunderts (socialismo del siglo XXI) nachgezeichnet und dabei die im Rahmen dieser Arbeit zu eruierenden Faktoren für die eingeschlagene Entwicklungsrichtung beleuchtet. Hierfür wird der Entwicklungsprozess in unterschiedliche Phasen unterteilt, um die Radikalisierungsdynamik der Bolivarischen Revolution hin zum Sozialismus des 21.
Raphael M. Peresson

Kapitel 4. Brasilien unter dem Lulismus

Zusammenfassung
In der Folge werden Genese und Entwicklung des Lulismus und des damit einhergehenden Reformzyklus und -projekts beleuchtet. Zudem werden die in dieser Arbeit verwendeten Einfluss- und Faktoren für die wirtschafts- und entwicklungspolitische Agenda bzw. Strategie analysiert.
Raphael M. Peresson

Kapitel 5. Systematischer Vergleich der Fälle Venezuela und Brasilien

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden die Erkenntnisse der vorhergehenden empirischen Kapitel zusammengeführt, um einen Vergleich des gesamten Revolutionszyklus des Chavismus in Venezuela mit dem Reformzyklus des Lulismus in Brasilien vorzunehmen. Der Vergleich der beiden Entwicklungsprojekte wird zeitlich in drei Phasen unterteilt, die sowohl in Venezuela wie auch in Brasilien weitgehend synchron verliefen: 1. Die Phase des Aufstiegs der Projekte untersucht die prä-sozialistische Phase in Venezuela und die orthodoxe Phase in Brasilien untersucht. 2.
Raphael M. Peresson

Kapitel 6. Schluss

Zusammenfassung
Da viele der zentralen Erkenntnisse dieser Arbeit bereits im vorhergehenden Kapitel vorweggenommen wurden, werden diese Ergebnisse in der Folge nur in Kürze rekapituliert. Anschließend wird sowohl der theoretisch-konzeptionelle Mehrwert dieser Arbeit, der mit einer Reflexion über die Stärken und Schwächen des verwendeten Synthesemodells verbunden wird, als auch der empirische Mehrwert präsentiert, bevor abschließend einige Zukunftsaussichten und Forschungsdesiderate benannt werden.
Raphael M. Peresson

Backmatter

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