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Entwicklungsmethodik nachhaltiger Produkte

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Das Buch "Entwicklung nachhaltiger Produkte" bietet dem Leser Möglichkeiten unter Beachtung der Aspekte der Entwicklungsmethodik Bekanntes und erfolgreich Etabliertes, um die Methoden zu ergänzen, welche wir in den vergangenen Jahren mit Fokus auf Nachhaltigkeit erforscht und praktiziert haben. Ausgehend von primär strategischen Überlegungen zu Systemen sowie Geschäftsmodellen über Normen und Standards werden konkretere Methoden und Rechenmodelle vorgestellt, die in den einzelnen Kapiteln jeweils von Fallbeispielen ergänzt werden. Weiterhin werden Lessons Learned beschrieben sowie wichtige Informationen in einem Glossar angefügt. Dieses Buch basiert auf Erfahrungen aus dem Leben, 15 Jahren Industrietätigkeit sowie Forschung und Lehre auch im Sinn des Arbeitens mit vielen jungen Menschen. Es wendet sich neben unseren Studierenden vor allem an Praktiker - vom Ingenieur bis zum Manager - sowie an alle Interessierten mit grundlegendem technischem Interesse.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Einleitung

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    Das Kapitel behandelt die Entwicklung nachhaltiger Produkte und deren Bedeutung in einer Zeit wachsender Umweltprobleme und Ressourcenknappheit. Es beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen der Nachhaltigkeit und deren historische Entwicklung, bevor es auf die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit eingeht, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte umfassen. Ein zentrales Thema ist die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in den Produktentwicklungsprozess, wobei besondere Aufmerksamkeit der Konzeptphase gewidmet wird, da hier etwa 80 % der ökologischen Auswirkungen eines Produkts festgelegt werden. Das Kapitel stellt verschiedene Methoden und Ansätze vor, die zur Entwicklung nachhaltiger Produkte beitragen können, darunter die Berücksichtigung von Geschäftsmodellen, die Minimierung des Lebenszyklusaufwands und die Förderung von Reparatur- und Recyclingfähigkeit. Zudem werden die Auswirkungen von Produkten auf die Gesellschaft und Umwelt diskutiert, sowie die Rolle von gesetzlichen Rahmenbedingungen und internationalen Normen. Abschließend wird die Bedeutung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie betont, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte integriert, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Entwicklung nachhaltiger Produkte und zeigt auf, wie technische Innovationen und methodische Ansätze dazu beitragen können, die Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung zu fördern.
  3. 2. Denken in Systemen und Geschäftsmodellen

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird die Bedeutung des systemischen Denkens für die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle umfassend erläutert. Es beginnt mit der Definition und Bedeutung von Systemen, die durch Systemgrenzen, Eingänge und Ausgänge charakterisiert werden. Der Text betont die Notwendigkeit, komplexe Systeme zu strukturieren und zu standardisieren, um sie beherrschbar zu machen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Rolle des Systems Engineering, das eine interdisziplinäre Herangehensweise zur Entwicklung qualitativ hochwertiger Produkte bietet. Dabei werden gesellschaftliche und technische Anforderungen berücksichtigt, um nachhaltige Lösungen zu schaffen. Das Kapitel diskutiert auch die Auswirkungen politischer Instrumente wie Gesetze und Zertifikatshandel auf die Geschäftsentwicklung und zeigt auf, wie diese die Profitabilität und strategische Produktdefinition beeinflussen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Szenario-Technik, die Unternehmen hilft, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und robuste Strategien zu entwickeln. Die Bedeutung des Portfoliomanagements für die Steuerung von Produktentwicklungen wird ebenfalls detailliert behandelt. Abschließend wird die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle anhand des Business Model Canvas und der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Unternehmensstrategie erläutert. Das Kapitel schließt mit der Betonung, dass eine ganzheitliche und integrierte Betrachtung von technologischen Entwicklungen und ökologischen Zielen entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens ist.
  4. 3. Compliance, Regeln und Richtlinien

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird die Rolle von Compliance, Gesetzen und Richtlinien in der Produktentwicklung mit Fokus auf Nachhaltigkeit untersucht. Es werden drei zentrale Aspekte beleuchtet: Compliance-Management, gesetzliche Vorgaben und Normen. Compliance-Management umfasst die zuverlässige Einhaltung interner und externer Regeln und umfasst vier Teilaspekte: Informieren, Weiterentwicklung, Audits und Problemlösung. Gesetze und Richtlinien wie das Produkthaftungsgesetz, die CE-Zertifizierung und das ElektroG regeln Verantwortlichkeiten und Sicherheitsstandards. Normen wie ISO 14062 und VDI 2243 bieten Leitlinien für nachhaltige Produktentwicklung. Das Kapitel zeigt, wie diese Rahmenbedingungen Innovation fördern und gleichzeitig ökologische und soziale Verantwortung sicherstellen. Abschließend wird die Bedeutung von Transparenz und Reporting für die Umsetzung nachhaltiger Praktiken hervorgehoben.
  5. 4. Produktlebenszyklus und Kreislaufwirtschaft

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird der Produktlebenszyklus umfassend analysiert, von der Produktentstehung bis zur Nutzungsphase und darüber hinaus. Es wird die Bedeutung von Technologiezyklen und Produktgenerationen für die Produktentwicklung erläutert, wobei der Fokus auf der technischen Vererbung liegt. Ein zentrales Thema ist die Kreislaufwirtschaft, die darauf abzielt, Ressourcen effizient zu nutzen und Abfälle zu minimieren. Der Text diskutiert die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Produktentwicklung, darunter die Verwendung von Recyclingmaterialien und die Optimierung von Stoff- und Energieflüssen. Praktische Beispiele aus der Automobilindustrie und der Elektronikbranche veranschaulichen die theoretischen Konzepte. Abschließend wird die Bedeutung der Digitalisierung für die Kreislaufwirtschaft hervorgehoben, insbesondere die Rolle von Datenmanagement und künstlicher Intelligenz. Der Fachbeitrag bietet einen detaillierten Überblick über die Zusammenhänge zwischen Produktlebenszyklus und Kreislaufwirtschaft und zeigt auf, wie nachhaltige Produktentwicklung in der Praxis umgesetzt werden kann.
  6. 5. Fußabdruck und Bewertung

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel werden verschiedene Ansätze und Methoden zur Bewertung der ein- sowie mehrdimensionalen Nachhaltigkeit von Produkten untersucht. Ein zentrales Problem besteht darin, dass es keine universelle Definition oder Methode gibt, um Nachhaltigkeit in allgemeingültiger und ganzheitlicher Form zu messen. Verschiedene Branchen und Interessengruppen priorisieren unterschiedliche Nachhaltigkeitsziele, was zu einer Vielzahl von mitunter schwierig zu vergleichenden oder intransparenten Bewertungsansätzen führt. Dabei wird aufzeigt werden, wie unternehmerische Verantwortung und innovative Bewertungsansätze dazu beitragen, die Thematik „Nachhaltigkeit“ in all ihren Facetten zu beleuchten. Ziel ist, einen Rahmen zu definieren, der Anwendenden in der Praxis hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen, indem er nicht nur die Wirtschaftlichkeit eines Produkts, sondern auch Auswirkungen auf die umgebende Umwelt berücksichtigt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf ganzheitliche Modelle gelegt, die es ermöglichen, die Auswirkungen eines Produktes während seines gesamten Lebenszyklus zu analysieren. Neben der theoretischen Fundierung sollen praktische Beispiele und Fallstudien vorgestellt werden, die erfolgreiche Anwendungen dieser Bewertungsmethoden veranschaulichen. Durch die Auseinandersetzung mit bewährten Praktiken und innovativen Ansätzen wird angestrebt, einen Beitrag dazu zu leisten, nachhaltige Entwicklungen in der Produktgestaltung weiter voranzutreiben. In einer Welt, in der die Forderung nach Nachhaltigkeit immer lauter wird, kann eine umfassende und ganzheitliche Bewertung von Produkten den Schlüssel zu verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Entscheidungen darstellen. Die in diesem Kapitel beschriebenen Method(ik)en und Modelle lassen sich alle, wie folgt, in das nachstehend abgebildete integrierende Nachhaltigkeitsdreieck einordnen. Bewertungswerkzeuge im integrierenden Nachhaltigkeitsdreieck. Ein Venn-Diagramm mit drei überlappenden Kreisen, die die Bereiche
  7. 6. Kreativitätstechniken

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel werden zentrale Kreativitätstechniken und Problemlösungsstrategien für die Entwicklung nachhaltiger Produkte vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Analyse von Aufgabenstellungen, dem Wissensaufbau und der Synthese von Lösungen. Es werden verschiedene Hindernisse im Entwicklungsprozess identifiziert und Strategien zu deren Überwindung diskutiert. Ein zentraler Bestandteil des Kapitels ist die Darstellung des Design-Thinking-Prozesses, der in fünf Schritte unterteilt ist: Problembeschäftigung, Informationssammlung, Inkubation, Ideengenerierung und Realisierung. Zudem werden intuitive Kreativitätstechniken wie Brainstorming, die Methode 635, die 6 Hüte Methode und die Bionik vorgestellt. Diese Methoden fördern die freie Kreativität und ermöglichen es, in kurzer Zeit viele Ideen zu generieren. Abschließend werden diskursive Problemlösungsverfahren wie die morphologische Analyse und die Methode der Konstruktionskataloge behandelt. Diese Methoden zeichnen sich durch eine systematische und geordnete Problemlösung aus. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Bedeutung von KI-unterstützter Literaturrecherche und deren Potenzial zur Effizienzsteigerung im Entwicklungsprozess. Durch die Kombination dieser verschiedenen Ansätze bietet das Kapitel einen umfassenden Leitfaden für die erfolgreiche Entwicklung nachhaltiger Produkte.
  8. 7. Aufgabenklärung und Anforderungsmanagement

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Fachbeitrag wird die zentrale Bedeutung von Aufgabenklärung und Anforderungsmanagement in der Produktentwicklung hervorgehoben. Es wird betont, dass ein umfassendes Konzept und eine klare Definition der Produkteigenschaften essenziell sind, um Fehler in frühen Entwicklungsphasen zu vermeiden und die Nachhaltigkeit des Produkts zu gewährleisten. Der Beitrag beschreibt detailliert verschiedene Methoden zur Aufgabenklärung, darunter Schwachstellenanalyse, Konkurrenzanalyse und die Analyse der Lebenslaufphasen eines Produktes. Diese Methoden helfen, die geforderten Produkteigenschaften zu definieren und Rahmenbedingungen für die Herstellung und Nutzung des Produkts zu beschreiben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept des Lösungsraumes, der die Vielfalt möglicher Lösungen für ein Produkt darstellt und die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bedürfnisse und Forderungen widerspiegelt. Zudem wird das Kano-Modell zur Strukturierung von Kundenanforderungen vorgestellt, das Kundenanforderungen in Begeisterungs-, Leistungs- und Basisfaktoren unterteilt. Der Beitrag zeigt auf, wie Anforderungen systematisch erfasst, dokumentiert und strukturiert werden können, um die Konsistenz und Klarheit der Projektzielsetzung zu gewährleisten. Durch die Integration von Beispielen und praxisnahen Anwendungen bietet der Fachbeitrag wertvolle Einblicke in die Methoden und Prozesse des Anforderungsmanagements und der Aufgabenklärung, die für eine erfolgreiche Produktentwicklung unerlässlich sind.
  9. 8. Produktarchitektur und 9R-Strategie

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel werden die grundlegenden Konzepte der Produkt- und Funktionsstruktur sowie der Produktarchitektur erläutert. Es wird gezeigt, wie diese Konzepte dazu beitragen können, Nachhaltigkeitsaspekte in die Produktgestaltung zu integrieren. Ein zentraler Ansatz ist die Modularisierung, bei der Produkte in Module unterteilt werden, die unabhängig voneinander entwickelt und hergestellt werden können. Dies ermöglicht eine flexiblere und nachhaltigere Produktentwicklung. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die 9R-Strategie, die verschiedene Strategien zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten und zur Schonung von Ressourcen umfasst. Diese Strategien reichen von der Vermeidung von Abfällen über die Wiederverwendung und Reparatur bis hin zum Recycling und der Energiegewinnung aus Abfällen. Das Kapitel verdeutlicht, wie diese Strategien in der Praxis angewendet werden können, um nachhaltigere und wirtschaftlichere Produkte zu entwickeln. Durch die Kombination von theoretischen Grundlagen und konkreten Beispielen bietet das Kapitel wertvolle Einblicke in die nachhaltige Produktentwicklung und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltige Praktiken verbessern können.
  10. 9. Effekte und Entwurf

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    Dieses Kapitel führt Sie durch den Prozess der Produktentwicklung, von der abstrakten Konzeptphase bis hin zu konkreten Entwürfen und der finalen Gestaltung. Es beginnt mit einer Definition von Effekten und deren Bedeutung für die technische Realisierung von Funktionen. Verschiedene Übertragungsmechanismen, konkrete Effekte und deren Wirkungsgrade werden detailliert beschrieben. Ein zentrales Werkzeug, das vorgestellt wird, ist die Effekt- und Funktionsgrößenmatrix, die die Beziehung zwischen Funktionen und Effektgrößen systematisch darstellt. Praktische Beispiele wie der Peltier-Effekt, der fotoelektrische Effekt und die Wärmeübertragung veranschaulichen die theoretischen Zusammenhänge. Der Text geht auch auf Störeffekte und Emissionen ein, die bei der technischen Umsetzung auftreten können, und diskutiert deren Beherrschung und Kompensation. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Prinzipien des Entwerfens, wie Eindeutigkeit, Einfachheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Verschiedene Entwurfsoperatoren und -prinzipien werden vorgestellt, darunter das Prinzip der direkten und kurzen Kraftleitung, der gleichen Gestaltfestigkeit und der abgestimmten Verformungen. Das Kapitel schließt mit einer Auseinandersetzung mit dem EcoDesign, das ökologische, ökonomische und technische Optimierungen in den Produktentwicklungsprozess integriert. Es werden praktische Hilfsmittel und Werkzeuge vorgestellt, die bei der Umsetzung des EcoDesigns unterstützen. Dieses Kapitel bietet eine umfassende und systematische Herangehensweise an die Produktentwicklung, die sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen abdeckt. Es ist besonders wertvoll für Professionals, die nachhaltige und effiziente Lösungen in der Produktentwicklung suchen.
  11. 10. Gestaltung und Technologien

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird die konkrete Gestaltung nachhaltiger Produkte behandelt, wobei der Fokus auf spezifischen Gestaltungsaspekten, Leichtbauprinzipien und exemplarischen Technologien liegt. Es werden drei zentrale Themenbereiche vertieft: additive Fertigung, biobasierte Materialien und Verbundwerkstoffe sowie Holzkonstruktionen. Die additive Fertigung wird als eine Technologie vorgestellt, die durch ihre Gestaltungsfreiheiten und Effizienz in der Materialverwendung nachhaltige Vorteile bietet. Biobasierte Materialien und Verbundwerkstoffe werden als nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Materialien diskutiert, wobei ihre Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten detailliert beschrieben werden. Holzkonstruktionen werden als eine traditionelle, aber dennoch innovative Lösung für nachhaltige Produktgestaltung präsentiert, mit einem besonderen Augenmerk auf ihre Vorteile in Bezug auf CO2-Bilanz und Ressourceneffizienz. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass die Integration dieser Technologien und Materialien in den Gestaltungsprozess zu einer signifikanten Verbesserung der Nachhaltigkeit von Produkten führen kann.
  12. 11. Produktnutzungsdauer

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird die Bedeutung der Produktnutzungsdauer für den Ressourcenverbrauch und die Umwelt aufgezeigt. Es werden verschiedene Strategien zur Bekämpfung von Obsoleszenz vorgestellt, darunter rechtliche Instrumente und Maßnahmen zur Verlängerung der Produktlebensdauer. Ein besonderer Fokus liegt auf der Festlegung technischer Kenngrößen und der Einführung verlängerter Herstellungsgarantien. Zudem werden die Aspekte Zuverlässigkeit, Instandhaltung und kontinuierliche Verbesserung aus technischer Sicht betrachtet. Die Methode der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) wird detailliert beschrieben und ihre Anwendung in der Praxis veranschaulicht. Abschließend wird das Konzept des „Ewigen Produkts“ und die damit verbundenen Herausforderungen diskutiert. Der Text bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze zur Verlängerung der Produktlebensdauer und deren Umsetzung in der Praxis.
  13. 12. Mit Wissen Zukunft gestalten

    Roland Lachmayer, Johanna Wurst, Jorin Thelemann
    In diesem Kapitel wird die Bedeutung nachhaltigen Handelns in den Bereichen Soziologie, Ökologie und Ökonomie untersucht. Es werden verschiedene Szenarien und Statistiken präsentiert, die die Notwendigkeit nachhaltiger Produktentwicklung unterstreichen. Der Fokus liegt darauf, wie durch Wissen, Fähigkeiten und Strategien die Zukunft gestaltet werden kann, um Probleme zu lösen und Herausforderungen in Chancen zu verwandeln. Das Kapitel beginnt mit einer Diskussion der globalen Bevölkerungsentwicklung und deren Auswirkungen auf Ressourcen und Umwelt. Es wird gezeigt, wie der Earth Overshoot Day immer früher im Jahr stattfindet und welche Ressourcen besonders stark übernutzt werden. Zudem werden die CO2-Emissionen verschiedener Länder analysiert und die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit zur Reduzierung von Emissionen hervorgehoben. Im Bereich der Ökonomie wird das Bruttoinlandsprodukt verschiedener Länder verglichen und die Notwendigkeit einer ausgewogenen Entwicklungspolitik diskutiert. Abschließend werden alternative Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte vorgestellt, die eine nachhaltige Entwicklung fördern können. Das Kapitel zeigt auf, dass schnelles und effizientes Handeln erforderlich ist, um negative Trendszenarien abzumildern und eine stabile, nachhaltige Zukunft zu gestalten.
  14. Backmatter

Titel
Entwicklungsmethodik nachhaltiger Produkte
Verfasst von
Roland Lachmayer
Johanna Wurst
Jorin Thelemann
Copyright-Jahr
2025
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65265-7
Print ISBN
978-3-662-65264-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65265-7

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