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Über dieses Buch

Karsten Asbahr führt eine umfassende Analyse von Studien im Bereich der Prüfungsforschung durch, welche Strategien zur Behebung kognitiver Verzerrungen bei der Informationsverarbeitung (Entzerrungsstrategien) thematisieren. Hierzu wird ein innovativer Bezugsrahmen aufgestellt, der diese Strategien systematisiert und die Analyse der bisherigen Ergebnisse leitet. Im Besonderen wird die Berichterstattung über Key Audit Matter als Rechenschaftsinstrument (Accountability) experimentell untersucht. Der Autor fasst den Stand der Forschung zur KAM-Berichterstattung zusammen und zeigt erstmals, dass diese neuartige Form der prüferischen Berichterstattung einen rückwirkenden Einfluss auf die Informationsverarbeitung von Prüfern haben kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Motivation und Gang der Untersuchung

Seit mehreren Jahren dokumentieren die Berichte der nationalen und internationalen Aufsichtsinstitutionen, dass bei der Jahresabschlussprüfung die Prüfung geschätzter Werte besonders fehleranfällig ist. Entsprechend haben in der gegenwärtigen Prüfungsforschung mehrere explorativ ausgerichtete Studien vor allem mittels Interview- und Umfragemethoden versucht, die hierbei auftretenden Probleme zu identifizieren und auf ihre strukturellen Ursachen zurückzuführen. Während einzelne Erklärungsansätze bei den die Prüfung bestimmenden Institutionen ansetzen, werden die Defizite häufig auch mit einer fehlerhaften Informationsverarbeitung auf der psychologischen Ebene einzelner Prüfer begründet.
Karsten Asbahr

Grundlagen und zentrale Problemfelder der Arbeit

Wie Menschen auf individueller Subjektebene Informationen mental verarbeiten und Entscheidungen treffen, ist originär Forschungsgegenstand der Kognitionspsychologie, wobei das Verständnis vom kognitiven Apparat als ein Informationen verarbeitendes und kommunizierendes System und die Terminologie zu dessen Beschreibung teilweise der Computerwissenschaft entlehnt ist. Analog bestimmt der Informationsverarbeitungsansatz als ein Forschungsparadigma in der allgemeinen Psychologie menschliches Denken grundsätzlich als sequenziellen Vollzug, wobei Wahrnehmungen aus der Umwelt über Symbole geistig repräsentiert und durch mentale Operationen gespeichert, verändert oder interpretieret werden.
Karsten Asbahr

Bezugsrahmen zu Entzerrungsstrategien bei der Prüfung geschätzter Werte

Ein Bezugsrahmen ist ein systematisierendes Ordnungsgerüst, worin Objekte eines Gegenstandsbereiches konzeptionell hergeleiteten, zusammenhängenden Kategorien und diesen untergliederten Dimensionen zugewiesen werden. Im Gegensatz zu einer Theorie beinhaltet ein Bezugsrahmen keine falsifizierbaren Aussagen und ist daher als explorative Vorstufe zur Theoriebildung zu verstehen. Ein Bezugsrahmen geht indes in zweierlei Hinsicht über die reine Ordnungsfunktion einer schlichten Systematisierung hinaus: Er hat zum einen zusätzlich das Ziel, bestehende Forschungsergebnisse zu verbinden (Integrationsfunktion) und so die Ergebnisse auch innerhalb einer Kategorie zu reflektieren.
Karsten Asbahr

Empirische Untersuchung der KAM-Berichterstattung als Entzerrungsstrategie bei der Prüfung geschätzter Werte

Die folgende empirische Untersuchung hat zum Ziel, den potenziellen Einfluss der prüferischen Berichterstattung über KAM (s.o. Kapitel II.3) auf den Urteilsprozess von Prüfern (s.o. Kapitel II.1) bei der Prüfung von geschätzten Werten (s.o. Kapitel II.2) unter der variierenden Bedingung von implizitem oder nicht vorhandenem Mandantendruck (s.u. Kapitel IV.2.a) bb)) zu erforschen. Das Konstrukt des Mandantendrucks wurde deshalb als moderierende Variable gewählt, weil es Anreize für den Prüfer schaffen kann, die zu unterschiedlichen Wirkungsrichtungen der KAM-Berichterstattung führen können. In der durchgeführten Fallstudie zur Untersuchung der Prüfung geschätzter Werte wird auf die Bewertung einer Garantierückstellung gem. IAS 37 zurückgegriffen.
Karsten Asbahr

Thesenförmige Zusammenfassung

Die Prüfung geschätzter Werte stellt ein zentrales Problemfeld der Jahresabschlussprüfung dar. Ursächlich hierfür ist zum einen die Natur der Schätzwerte, die mit einer irreduziblen Schätzungenauigkeit und einer meist schwierigen Objektivierbarkeit der demSchätzwert zugrundeliegenden Annahmen einhergeht. Darüber hinaus können zum einenunzureichende normative Vorgaben und potenziell konfligierende Anreizsysteme sowiezum anderen systematische Fehler bei der Informationsverarbeitung des einzelnen Prüferszu einer ineffektiven Prüfung beitragen.
Karsten Asbahr

Backmatter

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