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Über dieses Buch

Christa Reicher gibt einen Überblick über die Inhalte der Stadtgestalt und wie diese im planerischen Kontext im Sinne der Stadtgestaltung beeinflusst werden können. Neben einer Begriffsdefinition werden die unterschiedlichen Dimensionen der Stadtgestalt anschaulich beschrieben. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich verschiedene Städtebauer und Stadtforscher mit der Stadtgestalt auseinandergesetzt. Hierzu werden die wichtigsten Theorien vorgestellt sowie ein Einblick in Methoden zur Erfassung und Bewertung der Stadtgestalt gewährt.

Die Autorin

Christa Reicher ist seit 2002 Professorin und Leiterin des Fachgebiets Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund und ist Gründerin eines Planungsbüros mit Sitz in Aachen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Der Diskurs über die Gestaltung der Stadt wird geführt, seit es Städte gibt.
Christa Reicher

Kapitel 2. Definition und Aufgabe

Der Begriff der Stadtgestalt hat zweierlei Bedeutung: zum einen die objektive Erscheinung im Sinne der physischen Substanz einer Stadt, und zum anderen die subjektive Wahrnehmung durch und auf den Menschen. Damit schließt das Verständnis von Stadtgestalt sowohl die materielle Gestalt als auch immaterielle Faktoren wie Atmosphäre oder Vielfalt ein. In der Stadtgestalt präsentiert sich die urbane Umwelt mit all ihren Kräften, Einflüssen und Elementen.
Christa Reicher

Kapitel 3. Geschichte der Stadtgestaltung

Menschen leben seit mehr als 5000 Jahren in städtischen Organisationsformen; die erste Großstadt haben Archäologen im Süden Mesopotamiens entdeckt. Im Verlauf der Zeit haben sich Menschen eine ausgesprochene Vielfalt an unterschiedlichsten Lebensräumen geschaffen, die jeweils Ausdruck ihrer kulturellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse ist.
Christa Reicher

Kapitel 4. Von der Konstanz und Dynamik der Stadtgestalt

Der Blick in die Geschichte hat gezeigt, dass sich ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen in neue Vorstellungen von Stadt und ihrer Gestaltung niederschlagen – sei es als Versuch, die bestehenden Probleme zu lösen, oder als Rückbesinnung auf Qualitäten historischer Gesetzmäßigkeiten.
Christa Reicher

Kapitel 5. Dimensionen der Stadtgestalt

Die Stadtgestalt bezieht sich auf die wahrnehmbare Komposition von vier verschiedenen Dimensionen, die maßgeblich die Gestalt der Stadt beeinflussen und je nach Ort und Kontext in einer komplexen Ordnung zueinander stehen. Auf jede dieser vier Dimensionen kann gestaltend Einfluss genommen werden (s. Abb. 5.1–5.4).
Christa Reicher

Kapitel 6. Theorien zur Stadtgestalt

„Eine Theorie der Stadtgestalt, des Urban Design, muss (…) Kategorien, Werte, Masse finden für das rationale Erfassen der formalen Möglichkeiten von Stadt“, so hat der Stadtplaner Thomas Sieverts seine Erwartungen an die Stadtgestalt formuliert (Sieverts, in: Winter 1988, S. 338). In den vergangenen Jahrzehnten haben sich verschiedene Städtebauer und Stadtforscher mit der Stadtgestalt auseinandergesetzt und unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte gesetzt.
Christa Reicher

Kapitel 7. Erweitertes Begriffsspektrum der Stadtgestalt

Die Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Theorien der zurückliegenden Dekaden macht deutlich, dass der Begriff der Stadtgestalt in einem erweiterten Begriffspektrum zu sehen ist, wenn man seine derzeitige Relevanz hinreichend verstehen will.
Christa Reicher

Kapitel 8. Methoden zur Erfassung und Bewertung der Stadtgestalt

„Jede städtische Planung macht eine Analyse des Betrachtungsgebietes erforderlich.“ Eine Analyse der Bestandssituation ist mehr als die Darstellung der bestehenden Gebäude im Stadtgrundriss. Sie ist eine Art „Ortskunde“, die herausarbeitet, wie die Entwicklungsphasen die Raumstruktur und den Baubestand in einem Stadtgebiet verändert haben und welche besonderen Merkmale das Bild der Stadt prägen.
Christa Reicher

Kapitel 9. Wer gestaltet die Stadt? Vom Einfluss der Akteure auf die Stadtgestalt

Stadtgestaltung ist ein Prozess, der einem ständigen Wandel unterzogen ist und durch unterschiedliche Akteure beeinflusst wird. Dies sind private, öffentlich oder zivilgesellschaftliche Akteure, die ihre Interessen durchzusetzen versuchen. Die Akteure können hierbei auf die baulich-räumliche, soziale, ökologische und ökonomische Situation einer Stadt Einfluss nehmen, um diese entsprechend ihren Erwartungen zu verändern.
Christa Reicher

Kapitel 10. Instrumente und Verfahren zur Sicherung der Stadtgestalt

Die Stadtgestalt ist ein auf jeder Ebene des städtebaulichen Planens und Handelns relevanter Aspekt. Die einzelnen Elemente, aus denen sich die Stadtgestalt zusammensetzt, lassen sich sowohl hinsichtlich ihrer konkreten Nutzung und Bedeutung als auch hinsichtlich ihrer Erscheinung planen. Sie können damit entscheidend zur Profilierung eines Ortes beitragen.
Christa Reicher

Kapitel 11. Einordnung in den Diskurs über Stadtästhetik

Im Zusammenhang mit der Stadtgestalt werden vielfach die Begriffe „Ästhetik“ und „Schönheit“ verwendet und in ihrem Gebrauch sowie im Verständnis gleichgesetzt. Der Begriff der „Ästhetik“ lässt sich auf zwei Quellen zurückführen: Zum einen geht der Begriff auf das griechische Wort „aisthesis“ zurück, das so viel wie Empfindung oder Wahrnehmung, Gefühl oder Erkenntnis bedeutet. Der Philosoph Alexander Gottlieb Baumgarten (vgl. Baumgarten 1961) entwickelte im 18. Jahrhundert eine eigene Theorie zur Ästhetik.
Christa Reicher

Kapitel 12. Ein kurzes Fazit

Die Stadtgestalt zielt darauf ab, den Bedürfnissen der Menschen nach Identität, Geborgenheit und Erlebnisvielfalt, aber auch nach Schönheit und Harmonie zu entsprechen. Somit hat die Gestalt der Stadt einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität.
Christa Reicher

Backmatter

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