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Über dieses Buch

Dieser Ratgeber richtet sich an Studierende aller Disziplinen. Er vermittelt Techniken, um Studienarbeiten aller Art, z. B. Haus-, Seminar- und Abschlussarbeiten wie Bachelor- und Masterarbeiten, erfolgreich zu bestehen.

Erfolgreich wissenschaftlich arbeiten gibt Ihnen wertvolle konzeptionelle Hinweise bspw. zur Betreuersuche, zur Themensuche, zur Gliederung sowie zur Planung und Organisation der für wissenschaftliches Arbeiten nötigen Schritte wie Zeit- und Projektmanagement. Er führt in die Literaturrecherche ein und beschreibt verschiedene Lesemethoden und Schreibtechniken, damit Sie die Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten erfüllen können. Auch werden Bewertungskriterien von wissenschaftlichen Arbeiten erläutert.

Sie erfahren darüber hinaus, wie Sie auftretende Krisen in den Bereichen der Motivation, des Schreibens oder der Gesundheit bewältigen können und welche Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs es gibt, wenn Sie sich in einer besonderen Situation befinden und z. B. als junge Eltern, im fortgeschrittenen Alter oder mit einer körperlichen Beeinträchtigung eine Studienarbeit schreiben möchten.

Schließlich schildern Dozenten und Absolventen ihre persönlichen Erfahrungen mit Abschlussarbeiten und geben praxisnahe Tipps, wie Sie Ihre Studienarbeiten meistern können.

Dieser interdisziplinäre Ratgeber für Studierende präsentiert das geballte Wissen von insgesamt 69 Hochschulabsolventen und -betreuern und bietet damit alles, was Sie für das Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten wissen sollten!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Irgendwie war es in der Schule einfacher – da wusste ich genau, was meine Lehrer von mir erwarteten! An der Hochschule ist alles ganz anders! Ständig höre ich von dem höheren Anspruch, ein Text muss wissenschaftlichen Kriterien genügen.
Kann ich nicht einfach einen Aufsatz durchlesen und den dann zusammenfassen? Oder was bedeutet es, nun eine richtige wissenschaftliche Arbeit zu schreiben? Was muss ich beachten? Und wie wird meine Arbeit dann bewertet, wenn ich doch eigentlich nur das zusammenschreibe, was andere schon vor mir formuliert haben? Soll das wirklich schon eine gute Leistung sein? Was mache ich dann eigentlich noch?
Dass Kopieren von Texten aus dem Internet nicht erlaubt ist, habe ich bereits in der Schule erfahren, als eine Mitschülerin für einen Aufsatz 0 Punkte bekommen hat, weil sie eine Hausarbeit aus dem Internet als ihre eigene Arbeit ausgegeben hat. Die Lehrerin nannte das ein Plagiat .
Im einführenden Kapitel werden im Abschnitt zum Wissenschaftsbegriff die Begriffe „Wissenschaft“, „Wissenschaftlichkeit“ und „Forschung“ erklärt. Ziele und Aufgaben der Wissenschaft werden erläutert und ein Überblick über die verschiedenen Forschungsmethoden zur Erkenntnisgewinnung gegeben.
In den Abschnitten zur Seminar- und Hausarbeit sowie zur Abschlussarbeit wird gezeigt, welche Ansprüche von Betreuerseite an die jeweiligen Studienarbeiten gestellt werden. Keinesfalls darf es beim Verfassen dieser Arbeiten zu einem Plagiat kommen. Um besser zu verstehen, warum nicht plagiiert werden darf, wird das Plagiat definiert, werden die Arten beschrieben und die Konsequenzen dargelegt.
Durch die anschließende Darstellung der Bewertungskriterien von Studienarbeiten wird deutlich, was das wissenschaftliche Arbeiten von dem Verfassen von Aufsätzen in der Schule unterscheidet.
Marc Badock, Sandra Bohlinger, Karoline de Gier, Insa Eekhoff, René Merten, Eva Molitor, Svenja Möller, Stephan Schmucker, Patricia Schneider, Steffen Stock, Cornelia Wichmann

2. Konzeption

Bin ich froh! Meine „Wunschbetreuerin“ hat mir, nachdem ich ihr meine Ideen für meine Bachelorarbeit geschildert habe und wir ein paar mögliche Aspekte und Schwerpunkte diskutiert haben, ihre Betreuung zugesichert! Bei der Verabschiedung bat sie um die Formulierung einer Zielsetzung und einen Gliederungsentwurf; beide sollen bis Ende des Monats vorliegen. Aber ich weiß noch gar nicht, was ich dazu brauche, bin mir bei der Formulierung des Themas noch absolut unsicher und komme mir vor wie ein Bergsteiger, der den Berg vor sich sieht und keine Idee hat, wie er ihn bezwingen soll …
In den folgenden Abschnitten finden Sie Hinweise und Anregungen, wie die ersten Schritte bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit aussehen und was dabei zu bedenken ist.
Im Abschnitt „Erkenntnisgewinn“ erfahren Sie etwas über den Prozess des Erkenntnisgewinns und dessen Regeln, über erkenntnistheoretische Traditionen sowie den Umgang mit Theorien und Hypothesen.
Anschließend werden Sie in Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt. Hier können Sie etwas über Merkmale von wissenschaftlichen Texten und deren Qualitätskriterien lesen.
Im Abschnitt Themensuche erhalten Sie Anregungen, wie Sie zu „Ihrem“ Thema kommen, das Sie gern bearbeiten und im besten Fall sogar begeistert verfolgen.
Wenn Sie Ihr Forschungsthema gefunden haben, gilt es, die gesammelten Ideen und Aussagen zu strukturieren und in eine Forschungsfrage zu überführen. Im Abschnitt Gliederung werden die Funktionen von Gliederungen erläutert und Sie erfahren, was bei der Erstellung einer Gliederung zu beachten ist.
Abschließend werden Sie in die Formulierung und konsequente Verwendung von Definitionen in wissenschaftlichen Texten eingeführt.
Frank Beneke, Sandra Bohlinger, Karoline de Gier, Christiane Eichenberg, Dirk Fischbach, Herbert Geisler, Jan-Gero Alexander Hannemann, Claudia Hruska, Torben Kuhlenkasper, Johanna Friederike May, Eva Molitor, Svenja Möller, Benjamin Rebenich, Annika Schmidt, Steffen Stock, Marcel Walter, Monika Wolff

3. Planung und Organisation

Noch ein Tag bis zur Abgabe der Studienarbeit. Nach der letzten durchgearbeiteten Nacht stelle ich eine weitere benutzte Kaffeetasse auf meinen durch unsortierte Papierstapel, herumschwirrende Stifte und Notizzettel völlig überfrachteten Schreibtisch. Aber wo ist jetzt der Artikel, den ich unbedingt noch einarbeiten sollte?
Zum Glück konnte mir eine befreundete Informatikstudentin vor drei Tagen über ein Backup mein Dokument noch retten, sonst wäre der Computerabsturz auch mein persönlicher Absturz geworden …
Möglicherweise kommt Ihnen dieses Szenario – zumindest teilweise – bekannt vor. Jedes Mal nehmen Sie sich vor, es beim nächsten Mal besser zu machen. Aber wie?
In diesem Kapitel erfahren Sie zunächst im Abschnitt zur Arbeitsplatzorganisation, wie Sie Ihren Arbeitsplatz bestmöglich strukturieren, welche Arbeitsmaterialien Sie an welchen Stellen benötigen, wie Sie Literatur in digitaler oder in Papierform so archivieren können, dass Sie sie auch zu gegebener Zeit wiederfinden. Anschließend erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Daten z. B. vor einem Datenverlust durch einen Computerabsturz schützen können. Im Abschnitt zum Projektmanagement erfahren Sie, welche Gemeinsamkeiten es zwischen der Durchführung eines Projekts und Ihrer Studienarbeit gibt und an welchen „Stellschrauben“ Sie bei Ihrem Projekt auf welche Weise drehen können. Wie Ihnen u. a. Tages- und Wochenpläne, die 60-40-Regel, das SMART-Prinzip und die ABC-Regel helfen können, wissenschaftliches Arbeiten stressfreier und zugleich befriedigender zu gestalten, lesen Sie im Abschnitt zum Zeitmanagement. Welche Dienstleistungen Sie bei der Erstellung Ihrer Studienarbeit in Anspruch nehmen dürfen und wann Sie sich im illegalen Bereich bewegen, wird im Abschnitt „Anbieter von Dienstleistungen“ beschrieben.
Marc Badock, Markus Beek, Christiane Eichenberg, Uwe Gladitz, Johannes Gräske, Karlheinz Christian Lang, Johanna Friederike May, Siegrun Mohring, Eva Molitor, Benjamin Rebenich, Nadine M. Schöneck, Steffen Stock

4. Literaturbeschaffung

Ich habe mir fest vorgenommen, in den nächsten zwei Tagen erste Literatur zu sammeln, denn ich weiß: Länger davor drücken kann ich mich nicht! Also raffe ich mich auf, gehe zögerlich in die Bibliothek und suche über den Online-Katalog nach passenden Büchern. Ich bin erstaunt und glücklich darüber, dass es einige Bücher zu meinem Thema gibt! Das war gar nicht so schwer und der erste Schritt ist gemacht! Nachdem ich mit zehn Büchern unter dem Arm aus der Bibliothek gestürmt bin, habe ich einen riesigen Motivationsschub. Als ich nach zwei Tagen intensiven Lesens ernüchtert feststellen muss, dass nur zwei der zehn Bücher wirklich mein Thema behandeln, sieht das schon wieder ganz anders aus.
Bei meiner anderen Hausarbeit ist es das genaue Gegenteil. Ich bin von den vielen Ergebnissen in den Datenbanken völlig erschlagen und weiß nicht, wie ich beginnen soll. Zudem bin ich unsicher: Wie sorge ich dafür, dass die Quellen in der Arbeit fehlerfrei und einheitlich zitiert sind und am Ende nur die Literatur im Verzeichnis steht, die ich auch verwendet habe – selbst nach häufigem Umstellen, Kürzen und Ergänzen des Textes?
Möglicherweise kommen Ihnen diese Szenarien bekannt vor. In diesem Kapitel erfahren Sie zunächst, wie Sie Ihre Literaturrecherche angehen können, nach welchen Kriterien auch Quellen aus dem Internet auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft werden können, ohne dass Sie in einer Flut von Informationen untergehen. Eine systematische Literaturverwaltung hilft Ihnen, die Übersicht zu bewahren. Dafür werden gängige Literaturverwaltungsprogramme vorgestellt. Diese können Sie in Ihrer Arbeit durch das automatisierte Darstellen von Zitaten in einem einheitlichen Zitationsstil und durch die automatische Erstellung eines Literaturverzeichnisses unterstützen.
Markus Beek, Marten Ennen, Johannes Gräske, Carsten Hennig, Torben Kuhlenkasper, Karlheinz Christian Lang, Johanna Friederike May, Siegrun Mohring, Benjamin Rebenich, Katharina Rhode, Patricia Schneider, Steffen Stock, Dagmar Weidmann

5. Literaturerschließung

Nun habe ich zu meinem Thema reichlich Material gefunden. In Form von Büchern und Kopien liegen ca. 3.000 Seiten Literatur auf meinem Schreibtisch. Eigentlich erst einmal ein gutes Gefühl. Wenn ich das alles lese, ist allerdings mein Abgabetermin verstrichen, ohne dass ich eine einzige Seite meiner Hausarbeit geschrieben habe. Außerdem geht es mir beim Lesen wissenschaftlicher Texte wie bei langweiligen Büchern: Nach wenigen Seiten weiß ich nicht mehr, was auf den vorigen Seiten eigentlich stand und was nun wirklich wichtig ist.
Möglicherweise erkennen Sie sich in dieser Situation wieder. Vielleicht sind Sie aber auch bereits ein geübter Leser und können mithilfe dieses Kapitels Ihre Techniken, Texte zu lesen und diesen gezielt Informationen für Ihr Thema zu entnehmen, noch etwas verfeinern.
Im Abschnitt „Lesemethoden“ erfahren Sie, wie Sie sich einen Überblick über die ausgewählte Literatur verschaffen, eine sinnvolle Lesereihenfolge festlegen und welche Techniken Sie anwenden können, um sich die Inhalte zu erschließen. Wie Sie das Gelesene weiterverarbeiten können, können Sie im Abschnitt zum „Markieren“ nachlesen. Hier erfahren Sie, dass Sie neben den Techniken des Markierens und zusätzlich zum Notieren von Randbemerkungen Ihre Texte auch durch das Einfügen von Buchstreifen oder Klebezetteln so aufbereiten können, dass Sie relevante Textstellen später mühelos wiederfinden.
Im Abschnitt „Exzerpieren“ erfahren Sie, wie Sie Exzerpte erstellen und zur besseren Wiederauffindbarkeit und Verwendbarkeit mit geeigneten Schlagwörtern versehen können, auf Papier oder am Computer.
Schließlich wird im Abschnitt zur „Sechs-Schritt-Lesemethode“ ein Verfahren vorgestellt, das viele der beschriebenen Techniken zum Lesen, Markieren und Exzerpieren in einer Methode zusammenfasst.
Markus Beek, Cindy Grzanna-Zschoke, Reingard Jäger, Torben Kuhlenkasper, Eva Molitor

6. Textverarbeitung

Meine erste Studienarbeit steht an. Neulich schwärmte mir eine Kommilitonin von ihrem Apple-Notebook vor. Sie hat ihre erste Studienarbeit mit Pages geschrieben. Nun bin ich ganz verunsichert. Soll ich überhaupt Geld für die Anschaffung eines Textverarbeitungsprogramms ausgeben oder mir ein kostenfreies Programm wie OpenOffice oder das für mich als Naturwissenschaftlerin nützliche LaTeX herunterladen? Welchen Mehrwert würde mir die Nutzung eines kostenpflichtigen Programms wie Word oder Pages denn bieten?
Nun hat mir diese Kommilitonin ganz stolz ihre Arbeit gezeigt – und das Layout sah super professionell aus! Wie bekomme ich das auch so schön gleichmäßig und übersichtlich hin und woher weiß ich, wie meine Studienarbeit aussehen soll? Gibt es dafür Vorgaben? Auf meine Nachfragen hin fielen Begriffe wie „Satzspiegel “ und „Formatvorlage“. Was soll das sein?
In diesem Kapitel erfahren Sie, was bei der Seitengestaltung Ihrer Studienarbeiten zu beachten ist, z. B. welche Schriftart, Schriftgröße, welchen Zeilenabstand und welche Seitenränder Sie einstellen sollten.
Bei der Auswahl und Nutzung einer für Sie geeigneten Software zur Textverarbeitung hilft Ihnen ein Überblick und Vergleich der vier am weitesten verbreiteten Programme. Dies sind im Einzelnen Microsoft Office Word, OpenOffice.org Writer, Apple Pages und LaTeX.
Es wird beispielsweise dargestellt, wie Sie in den einzelnen Programmen Texte einheitlich gestalten, Verzeichnisse automatisch erstellen und wie Sie mit umfangreichen Dokumenten arbeiten können.
Carsten Hennig, Torben Kuhlenkasper, Siegrun Mohring, Mike Raschke, Annika Schmidt, Steffen Stock, Maria Winter

7. Schreibprozess

Letztens erzählte mir ein Freund, der gerade seine Bachelorarbeit schreibt, dass es etwas gedauert habe, bis er in den „Schreibprozess“ gekommen sei. Diesen Ausdruck hatte ich noch nie gehört. Aber nachdem er mir erklärte, was er damit meint und was er beim Schreiben seiner Arbeit so alles berücksichtigen muss – und das ist ja ganz schön viel! –, hat er mir noch ein paar interessante Tipps zum kreativen Schreiben gegeben. Falls ich mal vor einem leerem Bildschirm sitzen sollte oder nicht mehr weiter weiß, werde ich das auf jeden Fall ausprobieren.
Ein Sprichwort sagt, dass der längste Weg mit dem ersten Schritt beginnt. So ist es auch mit dem Schreiben. Wenn der Schreibprozess nicht ins Laufen kommt oder ins Stocken gerät, können kreative Schreibtechniken helfen, sich dem ausgewählten Thema schriftlich zu nähern oder temporäre Blockaden zu überwinden.
Zudem gilt es, einige formale Dinge beim Schreiben zu beachten, dazu gehören u. a. der korrekte Umgang mit wörtlichen Zitaten und sinngemäßen Wiedergaben. Zu jeder Abschlussarbeit gehören Verzeichnisse für Literatur, Tabellen und Abbildungen, ggf. auch für Formeln und Symbole sowie evtl. weitere Bestandteile.
Möglicherweise verlangt Ihr Betreuer ein Exposé für Ihre Studienarbeit. Welche Länge ein Exposé haben sollte, wie es aufgebaut und was inhaltlich behandelt werden sollte, erfahren Sie in einem weiteren Abschnitt.
In diesem Kapitel finden Sie darüber hinaus auch Checklisten, damit Sie am Ende des Schreibprozesses Ihre Studienarbeit im Hinblick auf ihre sprachliche und formale Korrektheit sowie Vollständigkeit überprüfen können.
Frank Beneke, Sandra Bohlinger, Karoline de Gier, Herbert Geisler, Claudia Gerhardt, Claus Kohlhase, Mirko Kraft, Meike Lierse, Eva Molitor, Katharina Rhode, Annika Schmidt, Stephan Schmucker, Steffen Stock, Monika Wolff

8. Krisenbewältigung

Ich sitze vor einem der vielen Bibliothekscomputer und der Albtraum eines jeden Studierenden befindet sich mir direkt gegenüber: eine leere, weiße Seite. Während alle um mich herum eifrig tippen, bekomme ich nicht mal den ersten Satz auf die Reihe. Okay, ich habe verstanden, dass ihr toll seid und es drauf habt!
Mir dröhnt der Kopf, der Nacken schmerzt und die Augen brennen. Zudem fehlt mir eine zündende Idee, denn der erste Satz soll ja möglichst kreativ und spannend sein. Und wie soll es danach weiter gehen? Das Klackern der Tasten um mich herum wird immer lauter und nerviger. Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich alles hinschmeißen könnte!
Möglicherweise kommt Ihnen diese Schilderung bekannt vor. In diesem Kapitel erfahren Sie etwas über verschiedene Möglichkeiten der Krisenbewältigung, seien es Motivationsschwierigkeiten, Schreibhemmungen und -blockaden oder gesundheitliche Probleme. Geben Sie nicht auf und profitieren Sie von den zahlreichen Hinweisen, wie Sie aus diesen Tiefs wieder herausfinden können.
ImAbschnitt zu Motivationsschwierigkeiten wird ein Modell vorgestellt, das Sie dazu nutzen können, Motivationsprobleme zu analysieren und zu bewältigen. Probieren Sie im Falle von Schreibblockaden verschiedene Techniken aus, die Ihnen z. B. den Einstieg in das Schreiben erleichtern. Insbesondere für den Bereich Gesundheit erhalten Sie viele Ratschläge, wie Sie gesundheitlichen Problemen vorbeugend begegnen können, damit Sie Ihre Studienarbeiten ohne unnötige Beeinträchtigungen anfertigen können.
Margot Blumenthal, Sandra Bohlinger, Christian Dobnik, Christiane Eichenberg, Rolf Georg Fiedler, Maike Gattermann-Kasper, Jan-Gero Alexander Hannemann, Claudia Hruska, Svenja Möller, Elisabeth Peper, Marcel Walter, Maria Winter, Monika Wolff

9. Besondere Situationen

Jung, kinderlos, ohne körperliche Einschränkungen und in einem ihnen vertrauten sprachlichen Umfeld lebend – vor diesem Hintergrund verfassen viele Studierende ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Dies ist aber keinesfalls selbstverständlich und manche Studierende sehen sich spezifischen Herausforderungen gegenüber.
Dieses Kapitel widmet sich vier besonderen Situationen und zeigt auf, welche Möglichkeiten Studierende in diesen Fällen nutzen können, um erfolgreich ihre Studienarbeiten zu verfassen.
Der Abschnitt zum wissenschaftlichen Arbeiten mit Kind informiert über geltende gesetzliche Regelungen wie z. B. den Elterngeld- und Elternzeitanspruch, mit welchem Entgegenkommen vonseiten der Hochschule junge Eltern rechnen können und wie diese ihr Studium bspw. durch Urlaubssemester bzw. ein Teilzeitstudium familienfreundlich gestalten können.
Im Abschnitt zum wissenschaftlichen Arbeiten im fortgeschrittenen Alter wird dargestellt, welche Herausforderungen ältere Studierende zu bewältigen haben, z. B. familiäre Verpflichtungen und gesundheitliche Einschränkungen. Es wird auch gezeigt, wie altersbedingte Vorteile, die sich bspw. durch den beruflichen Kontext ergeben, für wissenschaftliches Arbeiten produktiv genutzt werden können.
Abschließend wird beschrieben, welche Formen der körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen unter Studierenden häufig sind, welche Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden können und worauf in ihrem Studienumfeld zu achten ist.
Mit einer anderen Sprache und Kultur sind oftmals andere wissenschaftliche Konventionen verbunden, die Studierende kennen sollten. Im letzten Abschnitt wird beschrieben, wie und wo sich Studierende helfen lassen können, damit das Verfassen einer Studienarbeit in einer Fremdsprache eine gewinnbringende Erfahrung wird.
Margot Blumenthal, Björn Einecke, Heike Fischbach, Maike Gattermann-Kasper, Peer Giemsch, Jan-Gero Alexander Hannemann, Claudia Hruska, Dieter Lohmann, Sylvia Meichsner, Svenja Möller, Markus Schott

10. Erfahrungsberichte von Betreuern

Jetzt lese ich schon die 100. Abschlussarbeit und immer wieder sehe ich die gleichen Fehler. Es beginnt schon mit Fehlern auf dem Deckblatt: Der Titel ist falsch geschrieben, mein Name auch schon wieder oder – kaum zu glauben – die Studierenden vergessen ihren eigenen Namen auf dem Deckblatt.
Dann blättere ich zum Inhaltsverzeichnis und finde dort Fehler in der Gliederungssystematik. Wenn ich anschließend die Einleitung lese, erwarte ich eine Zielsetzung. Diese fehlt oftmals oder ist nicht präzise formuliert.
Und wenn ich dann noch wörtliche Zitate ohne Quellenangabe finde, bin ich entsetzt darüber, dass der Studierende nicht gelernt hat, richtig wissenschaftlich zu arbeiten.
Damit Sie Ihren Betreuer nicht durch Fehler, die sich bereits auf den ersten Blick offenbaren und bei gründlicher Lektüre fortsetzen, negativ einstimmen, finden Sie im Folgenden elf Erfahrungsberichte. Darin schildern Betreuer, die seit Jahren Studienarbeiten betreuen und bewerten, ihre persönlichen Erfahrungen.
„Daß alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel“ (Immanuel Kant: Critik der reinen Vernunft. 2. Aufl. Riga: Insel 1787, 45).
Lesen Sie aus Betreuersicht, welche Fehler häufig in Studienarbeiten auftreten. Bevor Sie mit Ihrer Studienarbeit einen Reinfall erleben, können Sie von den Erfahrungen der Betreuer lernen.
Die Berichte sind nach den Fächergruppen gemäß der Systematik der amtlichen Statistik des Statistischen Bundesamtes unterteilt und sortiert (http://​www.​destatis.​de/​DE/​Methoden/​Klassifikationen​/​BildungKultur/​StudentenPruefun​gsstatistik.​pdf?​_​_​blob=​publicationFile). Da fast in allen Erfahrungsberichten Tipps gegeben werden, die auch für andere Fächer gelten, lohnt es sich Erfahrungsberichte zu lesen, die keinerlei Bezug zum eigenen Fach aufweisen.
Unter www.​studierendenratg​eber.​de finden Sie mehrere Indizes, mithilfe derer auf die Erfahrungsberichte nach den Kriterien Hochschule, Fakultät und Fach zugegriffen werden kann.
Sandra Bohlinger, Peter Chamoni, Michael Fröhlich, Claudia Gerhardt, Johanna Friederike May, Svenja Möller, Götz Neuneck, Monika Rausch, Patricia Schneider, Steffen Stock, Angela Weißhaar

11. Erfahrungsberichte von Absolventen

Gerade habe ich das Ergebnis meiner ersten Studienarbeit bekommen und bin maßlos enttäuscht. Ich habe so viel gelesen, sogar 20 Seiten geschrieben und mir drei Nächte mit dieser schwierigen Fragestellung um die Ohren geschlagen – und nun das! Nur eine 4,0! Das kann doch nicht wahr sein! Der Betreuer mag mich nicht, hat mich noch nie gemocht.
Wenige Tage später …. Na ja, vielleicht war meine Arbeit doch nicht so gut. Vielleicht hätte ich sie doch jemandem zeigen sollen, aber dafür hätte ich nicht erst auf den letzten Drücker fertig sein dürfen. Meine Freundin meinte, dass es wohl nicht so günstig war, ausschließlich Internetquellen zu nutzen. Jetzt bin ich auch schlauer, hätte ich das bloß früher gewusst. Warum hat mir das vorher keiner gesagt?
„Erfahrung ist etwas, das man immer bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.“ (Deutsches Sprichwort, http://www.aphorismen.de/zitat/8474)
Hoffentlich kommt Ihnen diese Situation nicht bekannt vor. In diesem Kapitel berichten 14 Studierende von ihren Erfahrungen, die sie bei der Erstellung von Studienarbeiten z. B. mit Zeitmanagement, Betreuungssituation und Finanzierung gesammelt haben. Vielleicht helfen Ihnen die geschilderten Strategien für Ihre Studienarbeiten.
Diese Berichte sind analog zu Kap. 10 nach den Fächergruppen gemäß der Systematik der amtlichen Statistik des Statistischen Bundesamtes unterteilt und sortiert (http://​www.​destatis.​de/​DE/​Methoden/​Klassifikationen​/​BildungKultur/​StudentenPruefun​gsstatistik.​pdf?​_​_​blob=​publicationFile). Da fast in allen Erfahrungsberichten Tipps gegeben werden, die auch für andere Fächer gelten, lohnt es sich, auch Erfahrungsberichte zu lesen, die keinerlei Bezug zum eigenen Fach aufweisen.
Unter www.​studierendenratg​eber.​de finden Sie mehrere Indizes, mithilfe derer auf die Erfahrungsberichte nach den Kriterien Hochschule, Fakultät, Studienfach, Studienabschluss, Finanzierungsform und besondere Situation zugegriffen werden kann.
Marco Backfisch, Stephan Becker, Marten Ennen, Stefan Hecker, Alexander Kißling, Raoul Könsgen, Fabienne Luethi, Beram Mahmoud, Angela Müller, Corina Nastoll, Kristin Ritter, Annika Schmidt, Markus Schott, Annelie Siemsen, Alina Wassink

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